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Es wird gewählt: Deutschland will die Welt retten – und kann es nicht!

Von Hubert von Brunn 

Werfen wir einmal einen nüchternen Blick auf dieses Land: Deutschland, das Land der Dichter und Denker, der großen Musiker, der genialen Ingenieure, Tüftler und Erfinder, der Nobelpreisträger, der Organisationstalente… Ja, das war einmal, lang, lang ist’s her. Das Deutschland heute ist ein verzagtes Land mit einem zunehmend orientierungslosen Volk, regiert von unfähigen Phrasendreschern und Lügnern.

In den 1970er, -80er und -90er Jahren bin ich sehr viel gereist, auf allen Kontinenten. Wo immer ich hinkam, habe ich in dem Moment, da ich mich als Deutscher zu erkennen gab, außerordentliche Wertschätzung bis hin zur Bewunderung erfahren. Das war schmeichelhaft, manchmal sogar etwas peinlich. Etwa als ein Barkeeper 1991 in einem Hotel in Sydney nicht müde wurde, mich mit Fragen zu den Ereignissen der „magic night“ am 9. November 1989 und dem Prozess der Wiedervereinigung zu löchern und mir dabei einen Drink nach dem anderen über den Tresen schob. Meine bescheidene Abwehr, dass ich als West-Berliner damit nicht wirklich etwas zu tun hatte, ließ er nicht gelten. Für ihn war ich Teil dieses Volkes, das etwas Einmaliges zuwege gebracht und die Welt verändert hat. Somit war ich „great“ und am Endes des Abends ziemlich betrunken.

Was sollen Menschen im Ausland an Deutschland noch bewundern?

Unzählige solcher Anekdoten könnte ich erzählen, manche auch merkwürdig bis skurril. So die Begegnung mit einer jungen Amerikanerin auf einem Mississippi-Raddampfer – das muss Mitte der 1980er gewesen sein –, die, nachdem ich gesagt hatte, ich käme aus Berlin, die naive Frage stellte: „East or West?“ Nachdem ich meine Verblüffung über diese Frage hinuntergeschluckt hatte, habe ich auf einer Papierserviette die augenblickliche Lage Berlins aufgemalt und erläutert. „Oh, I see, that’s amazing“, sagte sie begeistert und steckte die Papierserviette ein. Vielleicht hat sie ihren Freunden damit später auch etwas Nachhilfeunterricht gegeben. Zehn Jahre später hat eine Farmersfrau in Minnesota geweint, als ich ihr als Gastgeschenk einen kleinen Brocken der Berliner Mauer überreicht habe. Wie dem auch sei. Egal wo, egal in welcher Situation – Deutscher zu sein, war ein Prädikat und evozierte Bewunderung.

Meine Reiseaktivitäten haben sich seitdem deutlich reduziert und sind in Zeiten von Corona bei Null. Ich habe also keinen direkten Vergleich, aber darauf kann ich auch gern verzichten. Was sollten denn die halbwegs gebildeten und informierten Menschen in anderen Ländern an Deutschland noch bewundern? Dass die Hersteller der angeblich besten Autos der Welt aus Profitgier nichts anderes zu tun haben, als ihre Kunden mit gefälschten Abgaswerten zu hintergehen? Dass Hochkriminelle wie bei Wirecard mit kräftiger Unterstützung der Politik es bis an die Spitze des Dax schaffen, um dann mit betrügerischen Geschäften 1,9 Milliarden Euro zu veruntreuen und unzählige Anleger ins Unglück stürzen? Dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages die „Corona-Krise“ schamlos ausnutzen, um sich mit dubiosen Geschäften selbst zu bereichern, ja dass selbst der amtierende Gesundheitsminister indirekt in derartige Geschäfte verstrickt ist? Was unterscheidet Deutschland da noch von einer veritablen Bananenrepublik?

Wir sind auch eine Republik der Verlogenen

Aber keine Sorge. In wenigen Tagen wird gewählt und dann wird alles viel besser. Die bleierne Ära der Raute hat ausgedient und unter einer neuen Regierung wird Deutschland nur so strotzen vor Aufbruch, Erneuerung, Innovation… Dieses kleine Land in der Mitte Europas wird den Rest der Welt zum Staunen bringen. Es wird auch den Großen wie China, Russland, Indien den USA zeigen wie es geht, die Welt zu retten. Das ist immerhin der Anspruch derer, die sich anschicken, ins Kanzleramt einzuziehen und die Macht zu übernehmen. Allen voran die Grüne Annalena, die, wenn sie ihren schmallippigen Mund aufmacht, von nichts anderem zu reden weiß als vom Klima. Und da der „Klimawandel“ – neben Corona – das alles beherrschende Thema in den Medien ist, bleibt den beiden anderen Mitbewerbern um das Amt des Kanzlers gar nichts anderes übrig, als auf den Klima-Zug aufzuspringen und großmäulig zu behaupten, dass auch sie sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Deutschland das erste Industrieland sein wird, das sowohl auf Atom- als auch auf Kohlekraftwerke verzichten und künftig nur noch erneuerbare Energien einsetzen wird, um seinen nicht eben geringen Strombedarf zu decken. Diesem großartigen Beispiel – so die völlig überzogene Vorstellung – werden dann all die anderen Länder folgen und mit Deutschland als Lokomotive wird so der Klimawandel gestoppt.

Ich sehe Putin, Xi, Biden und andere geradezu vor mir, wie sie sich vor Lachen nicht mehr einkriegen. Sie alle haben die Belange ihrer Wirtschaft vor Augen und wissen sehr genau, dass eine gesicherte Energieversorgung die wichtigste Prämisse ist, damit die Produktion funktioniert. Das werden die links-grünen Weltverbesserer spätestens dann erkennen, wenn das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet ist und unzweifelhaft klar wird, dass der Strombedarf erheblich höher ist, als es die bis dahin geschaffenen erneuerbaren Energiequellen zu leisten in der Lage sind. Das wiederum freut heute schon die Finanzminister in Frankreich, Belgien, Polen und Tschechien, denn von dort werden wir dann zu Höchstpreisen Atom- bzw. Kohlestrom einkaufen müssen. Macht nichts. Hauptsache, wir können uns hinstellen und sagen: Seht her, unser Land ist frei von gefährlichen und klimaschädlichen Energieerzeugern. Wir vertrauen auf Sonne und Wind. – Dass die gleichen Leute, die das fordern, den notwendigen Ausbau von Stromtrassen von Nord nach Süd torpedieren, wird natürlich klein geredet. Ja, wir sind auch eine Republik der Verlogenen.

Nach 16 Jahren Merkel hätten die Deutschen Besseres verdient

Wenn wir uns dann einmal anschauen, wer hier zur Veränderung, zum Neustart, zum Aufbruch nach Mutti bläst, dann kann einem angst und bange werden. Im Einzelnen will ich mich auf deren „Qualitäten“ hier gar nicht einlassen. Die sind, davon ist auszugehen, hinreichend bekannt. Eines haben alle drei gemein: Es sind blasse, nichtssagende Figuren, denen jegliches Charisma fehlt, um unser Land – vor allem auch nach außen – glaubwürdig und mit dem nötigen Selbstbewusstsein zu vertreten. Strauß, Brandt, Schmidt, Schröder, Kohl und auch Leute in der zweiten Reihe wie Genscher und Bahr waren Typen, Persönlichkeiten, die für das, was sie gesagt und getan haben, standen.

Das waren alles keine Heiligen und man muss gewiss nicht alles, was sie getan haben für gut befinden. Da gibt es bei jedem so manchen schwarzen Fleck auf der weißen Weste. Aber bei denen wusste man als Wähler, wo man dran ist, was den Unterschied ausmacht zwischen dem einen und dem anderen. Das ist bei der Wahl, vor der wir in wenigen Tagen stehen, definitiv nicht gegeben. Von überzeugender Persönlichkeit, von Charisma kann da überhaupt keine Rede sein. Ganz zu schweigen von einer durchdachten, klar konturierten und realistischen Vision, wie sie die Zukunft zum Wohle des ganzen Volkes gestalten wollen. Was da auf uns zukommt, ist das pure Mittelmaß.

Also wählen wir zwischen Pest und Cholera, zwischen Verzagtheit und Unvermögen. Die Grüne Klaferze hat sich selbst rausgekegelt und spielt keine Rolle mehr. Das macht die Sache aber nicht einfacher. Nicht umsonst gibt es wenige Tage vor der Wahl – laut Umfragen – noch so viele Unentschlossene. Die Deutschen hätten nach 16 Jahren Merkel weiß Gott Besseres verdient. Aber die Weichen in den Parteien wurden falsch gestellt – bei allen dreien, die sich um das Kanzleramt bemühen. Das ist die Crux des uns von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg aufoktroyierten Verhältniswahlrechts. Könnten wir, unabhängig von Parteizugehörigkeit, Personen wählen, die sich zur Wahl stellen, sähe es heute anders aus. So blicken wir einem noch weiter aufgeblähten Parlament mit womöglich 800 und mehr Breitärschen entgegen und einer Regierung, die – wie immer sie letztlich aussehen mag – nicht in der Lage sein wird, Deutschland wieder zu dem zu machen, was es einmal war: Ein Land, dessen Bürger überall auf der Welt Anerkennung und Bewunderung erfahren haben und die stolz darauf sein konnten, Deutsche zu sein. Die Zeiten sind vorbei!

 

Tatsächlich könnte Deutschland einen entscheidenden Beitrag zur Rettung der Welt leisten, indem ein komplett neues Wirtschafts- und Finanzsystem in Deutschland eingeführt würde. Ein System, das die fatale Macht des Kapitals ein für alle mal unmöglich macht. So, und nur so, könnte Deutschland leuchtendes Beispiel für den Rest der Welt werden, denn einem guten System würden andere schnell folgen wollen. Eben einem System, das den Prinzipien des Humanismus verpflichtet ist: "Die Humane Marktwirtschaft". Überzeugen Sie sich selbst, ob Sie uns zustimmen können, dass "Die Humane Marktwirtschaft" nahezu alle, wiederhole alle, Probleme der Gegenwart lösen könnte. Bestellen Sie Ihr Exemplar "Die Humane Marktwirtschaft" direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. 

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