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Gil Ofarim als Lügenbaron entlarvt

Von Peter Haisenko 

Wie erwartet oder geplant, haben die Aussagen des D-Promis Gil Ofarim große Wellen geschlagen, er wäre als Jude diskriminiert worden. Reflexartig werden strengere Strafen für “Antisemitismus” gefordert. Wie aber werden die selbsternannten Wächter über Antisemitismus jetzt reagieren, nachdem belegt ist, dass Ofarim ein perfides Märchen erzählt hat?

Die BamS hat es zur Schlagzeile gemacht: “Gil Ofarim und der Davidsternskandal – DAS BEWEISVIDEO”. Während die Schlagzeile noch alles offen lässt, geht es im Artikel dazu vorsichtig, aber klar zur Sache. Besonders mutig ist das allerdings nicht, denn an den Beweisvideos führt kein Weg vorbei.

Als die Meldung durch die Medien tobte, Gil Ofarim wäre wegen eines offen getragenen Davidsterns antisemitisch beleidigt und erniedrigt worden, dachte nicht nur ich sofort: Das muss aufzuklären sein! Wer sich ein wenig in renommierten internationalen Hotels auskennt, weiß, dass deren Lobby und der Eingangsbereich lückenlos videoüberwacht sind, inklusive der Rezeption. Genau in diesen Bereichen soll sich die Schandtat abgespielt haben. So dachte ich mir auch, man sollte besser erstmal die Sichtung dieser untrüglichen Beweise abwarten, bevor man sich in üblicher Weise in Antisemitismusvorwürfe versteigt. Ja, besser wäre es gewesen.

Hotelvideo belegt: Ofarim hat keinen Davidstern sichtbar getragen

So viel Aufmerksamkeit ist dem Möchtegern-Musiker Gil Ofarim schon lange nicht mehr zuteil geworden. Mehr als Dreimillionenmal ist sein Video bei Instagram angeklickt worden. So gesehen, hat Gil sein Ziel schon erreicht. Das kann aber jetzt ganz böse ins Auge gehen. Zunächst sollte aber eines klar gestellt sein: Gil Ofarim wusste als erster, was die Wahrheit ist. Wie sich jetzt herausgestellt hat, hat er vorsätzlich gelogen und verstrickt sich immer weiter in dieses Gebilde. Da muss die Frage aufkommen, warum er das tut.

Zunächst ist ja alles gut verlaufen, in seinem Sinn. Die Aufregung war Legion und viele seiner Glaubensgenossen und andere Bedenkenträger haben sofort ihre Solidarität verkündet. Die Medien haben sich darauf gestürzt und selbst die BamS weist am Ende des Artikels in einem Fenster darauf hin, “Die Zahl antisemitischer Straftaten steigt seit Jahren”. Doch was ist in dem Leipziger Nobelhotel geschehen, jedenfalls nach Ofarims Aussage? Er musste ungebührlich lange in der Schlange warten, etwa 20 Minuten, bevor er beim Einchecken dran war. Noch dazu seien ihm andere Gäste vorgezogen worden. Das wundert mich nicht, denn wer in solchen Tempeln der Eliten ohne “Eliten-Uniform” auftritt, also ohne Schlips und Kragen, der wird automatisch nicht besonders hofiert. Und die Bekleidung Ofarims kann mit bestem Willen nicht anders als “Räuberzivil” bezeichnet werden. Einen derartigen Auftritt in einem solchen Hotel kann sich nur ein echter A-Promi leisten und das ist der Gil im Schmuddellook definitiv nicht. Man muss ihn nicht kennen.

Jedenfalls hat er sich bei dem Rezeptionist beschwert, dass er nicht hofiert wurde. Es folgte wohl ein mehr oder weniger lauter Disput, der dazu führte, dass Ofarim des Hauses verwiesen wurde. Auch das hat er anders dargestellt, aber auch dazu gibt es Augenzeugen. Noch auf dem Gehsteig vor dem Haus sitzend hat er seiner Wut freien Lauf gelassen und das Video aufgenommen, in dem er seine Behauptung aufstellt, jemand “aus der Ecke” hätte ihn aufgefordert, er solle seinen Stern einpacken, sonst wäre er hier fehl am Platze. Auch der Rezeptionist soll Ähnliches von sich gegeben haben. Das Problem dabei ist nur, dass auf den Videos klar zu sehen ist, dass er während der gesamten Zeit keinen Stern sichtbar getragen hat.

Der D-Promi ist in seine eigene Falle getappt

Mit diesem Video hat sich Ofarim verstiegen. Er ist in seine eigene Falle getappt. Ob er so fahrlässig gehandelt hat, weil er davon ausgegangen ist, dass man seine Aussage als Jude nicht infrage stellen wird, mag beitragend für die frechen Lügen sein. Aber es war zu spät für einen Rückzieher. Die Medien haben seine Lüge getragen und auch das Hotel hat zunächst in seinem Sinn reagiert. Zwei Mitarbeiter wurden freigestellt. Die allerdings haben Anzeige wegen Verleumdung gestellt in dem Wissen, dass es Videos gibt. Etwas später war er noch bei RTL im Gespräch und ich bin wirklich nicht gut darin, einen Lügner schnell zu erkennen. Aber in diesem Fall war es nicht zu übersehen. Es war dann auch der Moderator, der ihn auf eine Anzeige seinerseits festgenagelt hat. Da konnte er nicht mehr aus und hat diese Anzeige erstattet. Das ging aber böse daneben.

Bei der Polizei war ihm wohl mittlerweile bewusst, dass es Videos gibt und so sagte er aus, er könnte sich nicht erinnern, den Stern getragen zu haben. Aber es wäre nicht der Gil, wenn er das nicht sofort relativiert hätte. “Der Satz, der fiel, kam von hinten. Das heißt, jemand hat mich erkannt. Es geht hier nicht um die Kette. Es geht eigentlich um was viel Größeres. Da ich oft mit dem Davidstern im Fernsehen zu sehen bin, wurde ich aufgrund dessen beleidigt.” Damit hat Ofarim gerichtsfest zugegeben, dass seine Geschichte erstunken und erlogen ist. Mit Vorsatz. Aber worum geht es denn dann, Herr Ofarim, das “viel größer” ist? Geht es darum, dass Sie als Jude in unangemessener Kleidung nicht hofiert werden? Das ist Ofarim offensichtlich nicht gewohnt.

War es eine geplante Inszenierung, um die Antisemitismus-Debatte anzuheizen?

Ganz allgemein betrachtet, ist es immer zweifelhaft, wenn Kinder von bekannten Musikern oder Schauspielern mit dem Promibonus ins Geschäft einsteigen wollen. Da müssen sie schon grottenschlecht sein, wenn ihnen kein Erfolg zuteil wird. In meinen Augen trifft das auf Gil Ofarim zu und er ist da nicht allein. Wiederum ist es kein Geheimnis, dass es Juden in Deutschland leichter haben, in der Musik-, Unterhaltungs- und Filmbranche zu reüssieren. Meinen persönlichen Erfahrungen nach ist es sogar so, dass man als Nichtjude, als Gojim, kaum Chancen hat, in das Geflecht der Unterhaltungsindustrie aufgenommen zu werden. Ist man aber drin, sind die Wege geebnet. So ist es in Deutschland ähnlich wie in Hollywood. Die Frage ist kürzer zu beantworten, wer in diesem Business kein Jude ist als anders herum. Verstehen Sie mich hier nicht falsch. Es ist einfach natürlich, dass sich Menschen gegenseitig fördern, die auf irgendeine Weise verbunden sind. So war Hollywood bis in die 1950-er Jahre von Ungarn dominiert und es ging der Spruch um: Es reicht nicht wenn Sie Ungar sind, Sie müssen auch etwas können. Ja, Herr Ofarim, das gilt analog auch für Sie.

Doch zurück zu unserem Lügenbaron. Nach Informationen der BamS hat die Leipziger Polizei, die in diesem Fall ermittelt, inzwischen “ernst zu nehmende Zweifel” am ursprünglich geschilderten Ablauf der Ereignisse. Ich zolle hier der BamS Respekt. Ich hatte erwartet, dass es unter den Teppich gekehrt würde, wenn sich herausstellt, dass Ofarim ein Märchen erfunden hat. Das hat die BamS verhindert. Die Frage bleibt aber bislang offen, welche Konsequenzen daraus erwachsen werden. Wird sich die Staatsanwaltschaft mit der Verleumdung befassen? Wird den betroffenen Angestellten des Hotels Westin eine Entschädigung zugesprochen? Wird es ein Richter wagen, den jüdischen D-Promi zu verurteilen? Und zu bestrafen? Die Frage kommt nicht von irgendwoher.

Vergessen wir nicht, dass nach 1990 viele Juden aus Russland gerade nach Berlin gekommen sind in dem Bewusstsein, dass Berlin für sie als Juden ein “rechtsfreier Raum” ist. Dass sich das zwar etwas verändert hat, ist wahr. Aber betrachtet man den Umgang mit dem mittlerweile verstorbenen Filmmogul Artur Brauner, mit dessen Steuerschulden außergewöhnlich nachsichtig umgegangen wurde, ist die deutsche Justiz nach wie vor vorsichtig, was die Strafverfolgung zumindest prominenter Juden angeht. Ob dieses Wissen dazu beigetragen hat, dass Gil Ofarim so fahrlässig gelogen hat? Oder war diese Inszenierung geplant und Ofarim nur ein Paladin, der die Diskussion über Antisemitismus in Deutschland weiter anheizen sollte? Das hat ja erstmal geklappt. Da fällt mir noch etwas ein: Wird dieser Vorfall wieder aus der Statistik der antisemitischen Vorfälle gestrichen werden?

Wie wird ein deutsches Gericht mit dem jüdischen Lügenbaron umgehen?

Gil Ofarim hat auch den israelischen Pass. Steht also eine Bestrafung für sein Lügengebilde an, müsste er in Untersuchungshaft genommen werden. Es besteht akute Fluchtgefahr und Israel liefert definitiv nicht nach Deutschland aus. Wird sich ein Richter finden, der das anordnet? Das wäre der nächste Schlag gegen die andauernd aufgewühlte Antisemitismuskampagne. Den Antisemitismus, dem unsere Gutmenschen mit der Einladung Hunderttausender arabischer Judenhasser Vorschub geleistet haben. Nein, dieses Thema darf in Deutschland nicht zur Ruhe kommen und deswegen sehen wir uns heute sogar mit NS-Prozessen gegen Hundertjährige konfrontiert. Gil Ofarim hat dem aber jetzt einen Bärendienst erwiesen, mit seinen so leicht zu widerlegenden Anschuldigungen.

So ist er es, der den möglicherweise latent vorhandenen Antisemitismus fördert, denn sein Handeln kann auch bei dem Bravsten nur Ablehnung hervorrufen, die dann fälschlicherweise auf alle übertragen wird. Er selbst kann sich nach Israel absetzen, die in sein Horn geblasen haben, nicht unbedingt. Ob diese lernen werden, nicht sofort auf jeden Antisemitismuszug aufzuspringen? Dass man sich auch dabei einen bösen Schiefer einziehen kann? Sollte Gil tatsächlich eine Haftstrafe auferlegt werden und eine solche müsste es sein, bei der Schwere seiner Vergehen, kann er nicht mehr in Deutschland einreisen. Die Musikszene wird es verkraften können.

 

Allen, die mich jetzt des Antisemitismus bezichtigen wollen, sei die Lektüre meines Werks “England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert” empfohlen. Darüber hat der Rezensent Professor Blattmann, geschrieben: “Haisenko exkulpiert die Juden nahezu vollständig”. Worum geht es also in diesem Werk? Lesen Sie es und auch Sie werden feststellen, dass es in Ihrem Geschichtswissen Lücken gibt. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt hier beim Verlag oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. 

Gil Ofarim: "Ich trage immer den Stern"

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