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„iGen“ und die digitale Tyrannei

Von Hans-Jürgen Geese 

Bevor wir uns der späteren Verherrlichung von Technik hingeben und die neuen Götter loben und preisen, gestatten Sie mir bitte, eine kleine Zeitreise in die primitive Vergangenheit des Homo sapiens zu unternehmen. Dann wird es Ihnen um so leichter fallen, den gigantischen Fortschritt zu bewundern dessen wir uns heute alle erfreuen können, und Sie werden dann hoffentlich souveräner oder zufriedener, zumindest aber gelassener die verbleibenden Jahre Ihres Lebens durchschreiten.

Eine anspruchsvolle Aufgabe haben wir da in den Raum gestellt. Lassen Sie uns also daher, ohne weitere geistige Schnörkeleien, sogleich stracks zur Sache kommen, wie wir im Norden Deutschlands so sagen.

Abraham Lincoln gegen Stephen Douglas

Am 16. Oktober 1854 trafen sich die späteren Präsidentschaftskandidaten Abraham Lincoln von der republikanischen Partei und Stephen Douglas von den Demokraten zu einer Debatte in dem Ort Peoria im Staate Illinois. Nachdem Douglas eine dreistündige Ansprache gehalten hatte, war die Zeit auf 5 Uhr fortgeschritten. Lincoln ging ans Rednerpult, erklärte, dass er auch etwa drei Stunden brauchen würde, um die Argumente seines Gegners zu widerlegen und dass er dann natürlich Douglas noch einmal Gelegenheit geben wollte, auf seine Rede einzugehen. Daher schlug er vor, dass alle nach Hause gehen, zu Abend essen und dann gestärkt zurückkommen. Und so geschah es.

Können Sie sich vorstellen, dass heute Menschen die Säle füllen, um sich die Rede und Gegenrede von Politikern über 7 Stunden anzuhören? Die Zeiten haben sich wahrlich geändert. Hier ist ein Auszug von dem, was Douglas sagte, als ihn der Beifall des Publikums unterbrach: „Meine Freunde, Schweigen würde mir bei der Erörterung dieser Fragen mehr zusagen als Applaus. Mein Wunsch ist es, Ihr Urteilsvermögen, Ihr Verständnis, Ihr Gewissen anzusprechen und nicht Ihre Leidenschaften und Ihre Begeisterung.“

Sollten Sie die Debatten vor der Präsidentschaftswahl letztes Jahr verfolgt haben, dann werden Sie sich vielleicht daran erinnern, dass den Kandidaten zur Stellungnahme auf wichtige Fragen bestenfalls 5 Minuten zugesprochen wurden. Es ging nicht um die Gewichtigkeit der Argumente. Es ging darum, den Kontrahenten „fertigzumachen“. In den Medien sprach man davon, wer gewonnen und wer verloren hatte. Das ganze Spektakel war mehr Unterhaltung denn Aufklärung. Zudem: Die Figuren da auf der Bühne wären intellektuell überhaupt nicht in der Lage gewesen zu leisten, was Lincoln oder Douglas 166 Jahre früher ihrem Publikum präsentierten. Und das Publikum im Jahre 2020 wäre ebenfalls nicht in der Lage gewesen zu leisten, was das Publikum im Jahre 1854 mit intellektueller Neugierde, mit Genuss und im Vollbesitz des Konzentrationsvermögens leistete. Solch langen Vorträgen zuzuhören war damals nichts Außergewöhnliches. Die Menschen waren mit den wichtigen Fragen vertraut, diskutierten sie in ihren Kreisen und waren gespannt, was die geistigen Größen ihrer Zeit dazu zu sagen hatten. Bücher und Zeitungen waren die anderen Quellen ihres Wissens.

Worte gegen Bilder

Ich bin stolzer Besitzer einer Faksimile-Ausgabe wichtiger Exemplare der Frankfurter Zeitung, der führenden liberalen Zeitung Deutschlands (und Europas) im 19. Jahrhundert. Die Frankfurter Zeitung wurde 1856 gegründet und konzentrierte sich neben ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt auf das Vermächtnis der Revolution von 1848. Sie stand ein für liberale Grundsätze und Ideen. Einer der Gründer, Leopold Sonnemann, zählte zu den stärksten Kritikern eines gewissen Grafen Bismarck, der den Sonnemann und seine Zeitung mit allen Mitteln bekämpfte. Da konnte ein Verleger in jenen Jahren schon mal im Gefängnis landen.

Wenn Sie sich Exemplare der Zeitung im 19. Jahrhundert anschauen, dann wird Ihnen auffallen, dass da kaum Bilder vorkommen. Texte stehen da, dicht gedrängt in einer anspruchsvollen Sprache, die selbst heute noch herrlich schmeckt. Und Sie finden natürlich Informationen, sozusagen aus erster Hand, die Ihnen Einblick in das Denken der Zeit gewähren. Zum Beispiel zur „Deutschen Frage“ heißt es, dass nicht Bismarck mit seiner verherrlichten „Blut-und-Eisen“-Rede 1862 die Antwort wusste, sondern dass man „nach einer freiheitlichen Verfassung auch die deutsche Einigung zustande bringen werde.“ Da können Sie mal sehen. Von wegen alternativlos. Von wegen nur Bismarck.

Covid-19 war der letzte Test

Hätte es damals die Diskussion über das Klima gegeben, hätte man auf Seiten um Seiten in einer Vielzahl von Zeitungen dazu lesen können, von Leuten verschiedensten Geistes, die der Sache auf den Grund zu gehen versuchen. Heute hingegen sehen Sie einen Eisbär auf einer Eisscholle treiben, sie sehen ausgetrocknete Landstriche, auf denen ein armseliges Kind vegetiert und Eiswände auf dem Nordpol dramatisch einbrechen. Der Unterschied zwischen Worten und Bildern: Bilder muss man nur erkennen. Worte muss man verstehen. Es ist viel einfacher, Sie mit Bildern als mit Worten zu manipulieren, denn Bilder sprechen unmittelbar Ihre tiefsten Emotionen an. Aber nicht Ihren Verstand.

Heute werden Sie mit Bildern bombardiert, die ihre Gefühle kneten, auf dass Sie zu einer gewünschten Schlussfolgerung gelangen, die bereits feststeht. Sollten Sie sich dieser gewünschten Schlussfolgerung entziehen, dann gibt’s was auf die Mütze. Meinungsfreiheit existiert zwar nach wie vor theoretisch, wird aber kaum noch praktiziert, da nicht erwünscht und nicht unterstützt. Im Gegenteil, sie wird bekämpft. Wagen Sie bloß nicht, mit dem gesunden Menschenverstand aufzuwarten. Covid-19 war der letzte Test. So wird es einst in den Geschichtsbüchern stehen, und diesen Test haben wir total vergeigt. Von Ausnahmen abgesehen.

Eine Nutzen-Kosten-Analyse in dieser Welt

Professorin Dr. Gigi Foster von der School of Economics der Universität in New South Wales in Australien fragte höflich bei ihrer Regierung nach dem ersten Lockdown im Jahre 2020 an, ob die Regierung bei ihrer Entscheidungsfindung eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt habe? Das war nicht der Fall. Daraufhin bot sie an, diese Arbeit zu leisten, worüber die Regierung allerdings nicht in Begeisterung ausbrach. Dennoch hat Gigi Foster sich inzwischen an diese Arbeit gemacht und wird bis Ende des Jahres ihren Bericht vorlegen.

Gigi Foster ist nicht nur eine kluge, sondern auch eine warmherzige und starke Frau, die sich nicht so leicht durch unsinnige Argumente beeindrucken lässt. Und sie sammelt und verarbeitet begeistert Daten. Eine interessante Feststellung ihrerseits ist übrigens, dass es, angeblich, inzwischen viele Menschen gibt, die von der Seite der Covidevangelisten zur Seite der aufgeklärten Covidrealisten übergegangen seien, dass ihr aber kein Fall bekannt sei, wo das Gegenstück geschah. Das lässt doch ein wenig hoffen, dass der gesunde Menschenverstand noch lebt. Ist es nicht erstaunlich, dass der Verstand – nach all den Jahren der Aufklärung und dem Schaffen von wahrlich großen Geistern – es heute so schwer hat, überhaupt noch zu überleben und sich zu behaupten im Irrenhaus, das sich mit einer gewissen Berechtigung Weltentheater nennt?

Das verhängnisvolle Jahr 2007

Sie kennen doch die Sache mit der Evolution? Immer höher, immer weiter auf der Evolutionsleiter. Vom in Höhlen grunzenden Neandertaler zu eben uns, dem Besten, was die Schöpfung bisher je auf die Beine gestellt hat. Schauen Sie in den Spiegel. Schauen Sie sich Bilder vom Neandertaler an: Der Fortschritt ist doch nun wirklich eindeutig offensichtlich. Frage: „Wollen Sie zurück in die Höhle?“

In der Logik der Evolution muss es einfach immer weiter voran gehen mit diesem sogenannten Fortschritt – bis zum bitteren Ende. Kein Mensch kann die Evolution anhalten. Und kein Zeitalter eignet sich besser zur Bestätigung dieser eingebauten Logik als die Gegenwart, die sogar, oh teuflisch Werk, die sogar in der Lage ist, die Evolution vorwegzunehmen. Das Produkt der Evolution nimmt die Evolution selbst in die Hand. Das ist schon ein starkes Stück. Das hat die Welt wahrlich bisher noch nicht gesehen. Das Geschöpf schwingt sich auf als Schöpfer.

Was geschah nun in dem verhängnisvollen Jahr 2007? Im Jahre 2007 kam das iPhone auf den Markt, das erste Produkt in der Kategorie „Smartphone“. Es gibt heutzutage kaum noch einen Teenager, der ohne das Ding herumläuft. Die amerikanische Generationenforscherin Jean Twenge nennt die Generation, die nach 1995 geboren wurde, „Generation iGen“ („i“ steht für Internet). Die Generation iGen ist in ihrem Verhalten dramatisch anders als alle Generationen, die je auf Erden wandelten. Und das hat vor allem mit diesem Smartphone zu tun.

Smartphone als Waffe

Ich möchte zu Beginn der jetzt folgenden Argumentation eine wertfreie Aussage machen, ein Faktum benennen, das Sie sicherlich nicht widerlegen wollen: Es ist einfacher, die Bürgerinnen und Bürger in einer digitalen Welt zu überwachen und zu kontrollieren als in einer analogen Welt. Eine technische Tatsache.

Ferner müssen wir feststellen, dass die wichtigsten digitalen Plattformen von einer Handvoll amerikanischer Firmen beherrscht werden. Sie haben nun die Wahl, sich auf diese digitale Welt einzulassen oder es vorzuziehen, sich nicht oder nur in einem minimalen Maße diesen Firmen auszuliefern. Denn in dieser neuen Art von Geschäftsbeziehung bleibt Ihnen nichts weiter übrig, als die Geschäftsbedingungen der Gegenseite zu akzeptieren. Zu verhandeln gibt es da nichts. Nicht einmal die Bundesregierung wäre in der Lage, diesen Mediengiganten Vorschriften zu machen oder sie in bestimmte Schranken zu weisen.

Die digitale Welt ist also eine Diktatur oder zumindest ein Oligopol, eine Marktform, in der wenige Anbieter einen Markt beherrschen oder diktieren. Von all diesen Dingen hatten die Verfasser des Grundgesetzes nicht den Hauch einer Ahnung. Schon aus diesem Grunde bräuchten wir dringend eine Verfassung.

Die totale Manipulation und die Verdummung unserer Kinder

Die Verwirklichung eines teuflischen Planes, eines Prozesses hin zu einer neuen Art von Mensch ist in vollem Gange. Niemand hat Sie gefragt. Die Diskussion zu dem Thema hat nie stattgefunden. Sie haben sich sozusagen unwissend, unbewusst, automatisch auf eine neue Art von Dasein auf Erden eingelassen und leben in seliger Unschuld vor sich hin. Frage: Hat die Umstellung auf den neuen Menschen bisher funktioniert? Der letzte Testlauf war Corona. Das Ergebnis kennen wir. Vor Corona hätte der durchschnittlich gebildete Mensch all diese lästigen Fragen gestellt, die er doch noch immer, zu jedem Thema, als sozusagen automatische Sequenz selbständig durch sein Hirn jagte. Das hatte er doch in der Schule gelernt. Das war Teil der Lebensweise eines stolzen Homo sapiens.

Ging und geht es bei Corona um Corona? „Nein“. Ganz entschlossen: „Nein“. Corona ist der notwendige Testlauf im Extrem, um zu überprüfen, ob die Menschen bereit sind für den großen Umbruch, der aus Sicht gewisser Leute notwendig ist. Man muss zugeben: Der Testlauf war ein riesengroßer Erfolg. Kompliment! Sie müssen stets beachten, dass die Herrscher dieser Welt bei neuen Plänen immer mit Volldampf gnadenlos nach vorne preschen, meistens ein wenig überzogen, aber stets darauf aus, ein Maximum an „Fortschritt“ für ihre Plane zu erreichen.

Wer herrschen will, braucht einen Plan „B“

Zudem: Sie kennen doch die Weisheit von „doppelt genäht hält besser.“ Wenn Sie jemals Weltenherrscher werden wollen, dann merken Sie sich gleich mal eine Regel: Sie müssen immer einen Plan „B“ in der Schublade haben. Denn bei komplexen Prozessen, die nun mal heute in dieser Welt die Menschen bewegen oder eben nicht bewegen, ist eine endgültige Vorhersage bei Verhaltensänderungen ein wenig schwierig. In den Plan der Weltbeherrschung wurden über einen langen Zeitraum solch gigantische Summen an Geld investiert, dass man sich daher Zeit lässt und Schritt für Schritt, langsam, aber sehr bestimmt voranschreitet. So nah am Ziel könnte man durch Hektik alles zerstören. Sollten wir älteren Menschen uns erfolgreich der Manipulation widersetzen, was dann?

Der Plan „B“ konzentriert sich auf unsere Kinder und Enkelkinder, vor allem auf die Generation „iGen“, die, fixiert auf ein kleines Gerät, aus dem (vermeintlich) Wissen und Wahrheit heraussprudeln, ein eigenständiges Dasein bereits weitgehend, freiwillig abgetreten haben. Der dabei eingesetzte Mechanismus ist simpel: Das Leben wird so weit wie möglich, bis zum Extrem in Unterhaltung umgewandelt. Das Ergebnis ist in dem Buch von Neil Postman präsentiert: „Wir amüsieren uns zu Tode.“ Die Kinder, die bis zu 8 Stunden am Tag digitale Produkte konsumieren, haben gar nicht mehr die Zeit, sich auf ein Buch einzulassen. Wenn sie wollten.

iGen“ und der mögliche Verlust der Menschlichkeit

Professor Twenge ist eine der bekanntesten Generationenforscher auf der Welt. Ihre Datenbanken gehen zurück auf die 1930er Jahre. Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt auf den Generationen nach 1970. Professor Twenges Aufmerksamkeit wurde auf die iGen Generation gelenkt, nachdem ab dem Jahre 2012 die Zahlen der Depressionen und Selbstmorde bei Jugendlichen in den USA dramatisch in die Höhe schnellten, in einer Zeit, als sich sowohl iPhone als auch iPad (seit 2010) im Markt unter den Jugendlichen fest etabliert hatten. Sie ist überzeugt, dass es eine direkte Korrelation zwischen diesen beiden Trends gibt. Obwohl sich ihre Forschungen hauptsächlich auf die USA beziehen, hat sie von internationalen Kollegen ihre Ergebnisse für andere Länder der westlichen Welt im wesentlichen bestätigt bekommen. Und In den USA gehen die Resultate der Schultests (SAT scores), die seit 1926 gemessen werden, ab 2005 stark nach unten.

Sie müssen sich diese eine erstaunliche Tatsache einmal bewusst machen: Wir haben den umfangreichsten, schnellsten Zugang zu Wissen in der Geschichte der Menschheit und dann dies: Die beliebtesten Quellen sind Katzenvideos. Fortschritt? Die Druckerpresse wurde 1440 erfunden. Sind Bücher jetzt überflüssig? Nein, Bücher sind außerordentlich wichtig. Wichtiger denn je. Viele Studien haben bewiesen: Lesen fördert die Rationalität. Besonders das Lesen von Büchern.

Zehn wichtige Trends unterscheiden nach Prof. Twenge die „iGen“ von ihren Vorgängern. Auszüge: Die Generation ist auf ihr Alter bezogen unreif. Sie ist zu sehr auf das Internet und soziale Medien fokussiert. Persönliche Kontakte nehmen in ihrer Welt zusehends ab. Sie ist unsicher und relativ häufig von psychischen Auffälligkeiten geplagt, hat wenig Interesse an Religion; sie ist zwar tolerant gegenüber Minderheiten, hat aber kaum Interesse, sich in der Gesellschaft zu engagieren. Sie liest kaum Bücher. Auf die anderen Besonderheiten einzugehen, würde hier zu weit führen. Wir könnten all diese Forschungsergebnisse abtun, indem wir sagen, es handele sich hier nun mal um eine neue Zeit, ein neues Zeitalter und eine neue Generation. Aber das mag in diesem ersten Extremfall des Generationswechsels in der Evolution des Menschen schlicht und einfach zu kurz gegriffen sein. Denn es geht vor allem um den möglichen Verlust der Menschlichkeit.

Braucht der Mensch noch Ethik?

Bei Durchsicht der Forschungsergebnisse von Professor Twenge fällt auf, dass ethische Fragen die neue Generation nicht mehr zu interessieren scheinen, abgesehen von einer Gleichheitsbesessenheit, die aber auf einem wackeligen Podest zu ruhen scheint und auf globalen Märchen. Die Frage tut sich auf: Wenn der Mensch der Zukunft von seinem Interesse her gar nicht mit ethischen Fragen belastet und mit ethischen Werten ausgerüstet sein will, wie kann er sich dann ethisch verhalten? Lassen Sie uns ehrlich sein: Es wäre das Ende vom Menschen. Sollten wir nicht darüber nachdenken, sollten wir nicht darüber diskutieren, bevor wir oder die Menschen der Zukunft beschließen, uns selbst abzuschaffen?

Im Zeitalter von Covid-19 ist doch geradezu die Armut der Menschheit zutage getreten. Was wir da erlebten, ist tiefstes Mittelalter. Das hat doch mit dem angeblich reifen, hoch gebildeten, demokratischen, toleranten, aufgeklärten Menschen so gut wie nichts mehr zu tun. Uns wurde ein total verblödeter, gehorsamer, manipulierter, eingeschüchterter Haufen von Tieren vorgeführt, die sich – ohne wesentliche Gegenwehr– haben moralisch schlachten lassen.

Und das alles war nur möglich mithilfe von technischen Mitteln, die den Menschen unterwarfen und kontrollierten. Technische Mittel in den Händen von Primitivlingen. Das ist die Lektion unserer Zeit: Das Smartphone ist ein Dumbphone. Es verblödet die Menschen. Ich persönlich will damit nichts zu tun haben. Es mag ja durchaus sein, dass der Segen dieser Technik nicht zu bestreiten ist, aber die Kosten, die Nachteile, die Beeinträchtigungen unserer Menschlichkeit sind so enorm, dass wir diese gefährlichen „Spielzeuge“ zumindest aus den Schulen verbannen, von unseren Kindern fernhalten sollten, solange, bis sie wahrlich Mensch geworden sind und die Gefahren erkennen, die in dieser Technik lauern.

Der Weg in die digitale Tyrannei ist sehr kurz

Und natürlich müsste diese Technik den Menschen neue Freiräume eröffnen, so wie es ja ursprünglich beim Internet geplant und erhofft war. Der freie Austausch von Ideen und Meinungen, ohne jegliche Kontrolle, abgesehen von wirklich kriminellen Machenschaften. Covid-19 hat uns einen Vorgeschmack gegeben, was uns erwartet, wenn wir der Technik weiterhin unbesehen das Feld überlassen. Es braucht nur eine Handvoll von Verrückten, vielleicht nicht einmal das, um ein ganzes Volk, die ganze Menschheit gar, problemlos zu kontrollieren.

Die Sache mit „Ihr werdet nichts mehr besitzen und ihr werdet glücklich sein“ mag viele Menschen ansprechen und sie mögen sich darauf einlassen wollen. Der Weg in die digitale Tyrannei ist jetzt sehr kurz. Er ist wahrscheinlich bereits ein Selbstläufer geworden, den wir nur mit einem bewussten Akt des Widerstandes noch zum Stillstand bringen. Das Bewusstsein des Problems ist nur in wenigen Menschen vorhanden. Das Sehen der technischen Manipulation um Covid ist vielleicht für uns als Bevölkerung die letzte Chance, die Augen weit aufzumachen, mal ganz genau hinzuschauen, was da ablief/abläuft und dagegen aufzustehen.

Vielleicht sollten auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, da tief in sich gehen, um die bereits von Ihrer Seite eingegangenen Abhängigkeiten zu verstehen und um für sich festzulegen, wie weit Sie bereit sind, sich auf die damit verbundenen Zwänge und Verpflichtungen einzulassen. Das Ziel der Gegenseite ist die totale Kontrolle über Ihr Leben und die totale Ausbeutung Ihres Lebens. Dann eben gilt nicht mehr „geboren, um zu leben“, sondern „geboren um uns zu unterwerfen und um zu dienen.“ Die Entscheidung liegt (noch) bei Ihnen.

Aldous Huxley rechnete mit der Möglichkeit, dass die Menschen anfangen, ihre Unterdrückung zu lieben und die Technologien anbeten, die ihre Denkfähigkeit zunichte machen. In seiner „Schönen Neuen Welt“ werden Sie dadurch kontrolliert, dass man Ihnen Vergnügen zufügt.

Die Hinterhältigkeit der digitalen Tyrannei liegt darin, dass sie sich uns als Freund darbietet, so wie all unsere Feinde der Gegenwart. Die selbstverschuldete Unmündigkeit, von der Kant vor mittlerweile etwa 250 Jahren sprach, in der leben wir nach wie vor. Der Schritt endlich hinaus in die wahre Freiheit wäre der nächste Evolutionssprung. Ein gigantischer Evolutionssprung. Als Mensch.

Wie finden wir die Wahrheit?

Wie wohl auch die meisten Menschen war ich Anfang letzten Jahres, als die ersten Nachrichten über eine Covid-Epidemie sich ausbreiteten, sehr besorgt. Ich verfolgte die Nachrichten und lauschte den Vorträgen von Experten. Die Wahrheit kam relativ schnell ans Tageslicht. Nicht so sehr durch die Informationen, die sich auf das Virus selbst bezogen, sondern durch meine Einschätzung der Personen, der Politiker und Experten, die da eine Rolle spielten.

Ganz simpel, als Mensch gesagt: Wenn Sie sich die Hauptdarsteller der Regierungen der Welt anschauen und sich dann die Frage stellen: „Würde ich diesem Wesen vertrauen?“ Durch diese Frage allein gelangen Sie meist zur Wahrheit. Denn die Verbrecher, die diesen Wahnsinn anstifteten und deren Helfershelfer, die ihre Seele oder zumindest ihren Verstand verkauften, die machten einen negativen Eindruck auf mich, sie stießen mich ab. Irgendwie spürte ich, dass sie entweder logen oder nicht völlig mit der ihnen bekannten Wahrheit herausrückten. Und dann fingen sie bald an, tatsächlich ganz skrupellos offen zu lügen.

Wir Menschen haben alle diese, zumeist verschüttete, Fähigkeit, unserer inneren Stimme zu lauschen und aufgrund dieser inneren Stimme uns im Leben leiten zu lassen. Kein digitales Spielzeug kann bisher diese Stimme beeinflussen oder zerstören, wenn Sie sich so häufig wie möglich zurückziehen und mit sich selbst Rat halten. Genau diese Erfahrung, genau diesen Schutz, sollen die digitalen Geräte zerstören. Meiner persönlichen Erfahrung nach hilft es zudem, wenn Sie dem lieben Gott oder wie immer Sie auch diese Kraft aus einer anderen Welt benennen wollen, wenn sie dieser Energie lauschen, die Ihnen helfen will hier auf Erden. Viele von uns haben zudem einen Schutzengel, der immer bei uns ist.

Es mögen in der Tat eines Tages Cyborgs auf unserer Welt herumgeistern und ihr Unwesen treiben. Allerdings wird es nie möglich sein, einen Menschen durch ein Maschinchen zu ersetzen. Nur die Dummheit und Ignoranz über das ungeheuer komplexe Wunderwerk der Natur kann einen Menschen dazu bringen, überhaupt auf diese Idee zu kommen. Denn wir sind wahrlich ein Wunderwerk, gesegnet mit diesem besonderen Geschenk von Menschlichkeit. Wir müssen uns nur auf unsere gemeinsame Menschlichkeit besinnen und wieder lernen, wahrhaft Mensch zu sein, allein und in wahrer Gemeinschaft mit anderen wunderbaren Menschen. Und unserer eigenen Stimme lauschen. Nicht diesem iPhone.

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Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier. 

Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen: 
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/ 

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