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Die Fußball-EM hat gezeigt: Corona-Maßnahmen sind sinnlos

Von Peter Haisenko 

Die Fußball-EM ist seit einem Monat beendet und wir leben immer noch. Wir haben die Bilder noch im Kopf von vollen Stadien ohne Gesichtsmasken. Jetzt kommt vom bayrischen Gesundheitsminister eine Bilanz, wie sich dieses Großereignis auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt hat.

Bereits während der EM habe ich geschrieben, dass die Coronatoren Angst davor haben, dass die EM keine Auswirkungen auf die „Inzidenzen“ haben könnte. Es gab dann Berichte, dass sich in Stadien mit „mangelhaftem“ Hygienekonzept viele angesteckt hätten. An einem Ort sollen es etwa 1300 gewesen sein, die sich im Stadion infiziert haben. Einem gründlichen Rechercheur ist die Erkenntnis zu verdanken, dass von diesen postulierten 1300 nur etwa 300 überhaupt eine Eintrittskarte für das fragliche Spiel hatten. Wo sich diese 300 tatsächlich infiziert hatten, wenn überhaupt, musste ungeklärt bleiben. Die anderen 1000 haben sich jedenfalls nicht im Stadion angesteckt. Überhaupt halte ich es für gewagt zu behaupten, dieser oder jener hätte sich hier oder dort angesteckt. Einen belastbaren Nachweis für alle diese Annahmen kann es nur in Ausnahmefällen geben. Oder können Sie etwa sagen, wo und wie genau Sie sich ihre letzte Grippe eingefangen haben?

Jetzt ist die Auswertung der EM da, zumindest für Bayern. Zuvor war die Empörung groß, dass die UEFA volle Stadien erlaubte, auch ohne Masken und manch andere Einschränkungen. Jetzt hat das Bayrische Landesamt für Gesundheit seine Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht, wie viele Stadion- und Public-Viewing-Besucher sich bei den EM-Spielen mit Corona angesteckt haben. Das Ergebnis gibt dem Konzept der UEFA recht: Die vier Spiele in München haben „keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat“ geleistet: Gerade mal fünf, wiederhole: fünf, Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München seien dem Landesamt für Gesundheit gemeldet worden. Mit Public-Viewing-Vernstaltungen rund um die Spieltage würden bayernweit 18 Corona-Fälle in Verbindung gebracht, sagte ein Sprecher. Außerdem seien fünf Besucher eines EM-Spiels im Ausland anschließend positiv getestet worden. Und ich wiederhole: Niemand kann mit Sicherheit sagen, wo sich diese wirklich angesteckt haben.

Coronatoren reden gern im Konjunktiv

Das Ergebnis dieser Untersuchung ist eine schallende Ohrfeige für alle Corona-Hysteriker, die Millionen Fußballbegeisterten seit mehr als einem Jahr ihre Lieblingsbeschäftigung fürs Wochenende verbieten. Es gibt auch allen Kritikern Recht, die anführen, dass die Ansteckungsgefahr im Freien nahe Null ist. Im Fußballstadion befindet man sich gleichsam im Freien. Konsequenterweise müssten sofort alle Corona-Beschränkungen überarbeitet oder schlicht aufgehoben werden. Wenn, ja wenn man nicht nur lernfähig, sondern auch lernwillig wäre. Und natürlich, wenn man seinem eigenen Mantra folgen würde, das immer die Wissenschaftlichkeit hinter den Corona-Maßnahmen betont. Dass dem nicht so ist, hat das Bundesgesundheitsministerium erst kürzlich zugeben müssen. Auf die Anfrage einer Fraktion im Bundestag wurde erklärt, dass man keine Ahnung hat, welche Einzelmaßnahmen welche Auswirkungen haben. Ich erinnere daran, dass ich bereits vor mehr als einem Jahr genau das bemängelt habe. Nämlich, dass es mit dem zeitgleichen Wust an Maßnahmen unmöglich ist festzustellen, welche davon sinnvoll ist und was gar nichts bringt. Siehe hier:
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20201/das-vorgehen-gegen-corona-spricht-jeder-wissenschaftlichkeit-hohn/

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek zeigt sich angesichts dieses Untersuchungsergebnisses als lernunwillig bis unfähig. Seine Reaktion darauf liest sich wie folgt: Er kritisiert, bei der Maskendisziplin „gab es leider bei vielen Fans noch Luft nach oben“. Auch wenn die wissenschaftliche Überwachung zeige, dass dieses sportliche Großereignis im Sommer „zu keinem relevanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen beigetragen hat, bin ich der Auffassung, dass nach wie vor das Motto „Umsicht und Vorsicht“ gelten muss, sagte er und mahnte: „Wir brauchen gerade im Herbst die strikte Einhaltung der Hygienekonzepte, wenn sich die Rahmenbedingungen durch möglicherweise steigende Fallzahlen, neue Virusvarianten und den vermehrten Aufenthalt in geschlossenen Räumen wieder ändern!“ Da haben wir ihn wieder, den Konjunktiv „möglicherweise“, der nicht nur mit Corona andauernd benutzt wird, um mit einer unwissenschaftlichen Prognose den Teufel an die Wand zu malen. Ja, zum Teufel, es könnte sein! Es könnte auch sein, dass die Erde morgen von einem Asteroid getroffen und pulverisiert wird.

Keine Corona-Beschränkungen mehr in England – und die Inzidenzen fallen

Diese Untersuchung des bayrischen Amts spricht also von insgesamt 28 Corona-Infektionen, die mit aller Gewalt mit der Fußball-EM in Zusammenhang gebracht werden können. In und außerhalb von Stadien und fünf davon in ausländischen Stadien, wo nahezu niemand einen Maulkorb umhatte. Auch die Bilder aus dem Münchner Stadion zeigten, dass ganze Ränge ohne Masken dem Spektakel gefolgt sind. Das korrespondiert mit den Erfahrungen des letzten Jahres, als in Berlin gegen den Corona-Wahnsinn demonstriert wurde. Ebenso mit dem CSD-Aufmarsch in Berlin vor ein paar Wochen. Nichts ist infektionsmäßig geschehen. Weitere Beispiele dieser Art wurden verhindert, indem man alle „Querdenker-Demos“ pauschal verboten hat. Begründet wird das damit, dass gegen Corona-Auflagen verstoßen werden könnte – wieder „könnte“ –, was aber bei der CSD-Demo nicht angeführt wurde. Die Praxis hat dann zwar gezeigt, dass gerade da andauernd gegen alle Hygienekonzepte verstoßen worden ist. Aber was soll´s! Bunte Demos sind erwünscht und da halten sich dann selbstverständlich alle Viren zurück, wenn Spahn und Merkel ihnen das befehlen.

In England kann beobachtet werden, was passiert, wenn nahezu alle Corona-Beschränkungen aufgehoben werden. Das ist am 19. Juli, dem „Freedomday“, geschehen. Da wurde Zeter und Mordio geschrien und größte Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Jetzt aber wird über die Entwicklung in England der Mantel des Schweigens gehüllt. Warum? Ganz einfach: Bereits eine Woche nach Beendigung der strikten Maßnahmen sind die „Inzidenzen“ drastisch gefallen. Nämlich um satte 30 Prozent und es geht weiter abwärts. Diese Beobachtung kann an mehreren Stellen gemacht werden, wo schon immer oder seit kurzer Zeit Vernunft regiert und nicht nach politisch-ideologischen Vorgaben gehandelt wird. Schweden, Norddakota und Weißrussland, um nur die bekanntesten zu nennen.

Die größte Angst unserer Corona-Diktatoren hat sich mit dem Ergebnis der Untersuchung des bayrischen Amts manifestiert. Es passiert nichts. Nun stelle man sich vor, diese wissenschaftlich begründete Erfahrung würde umgesetzt und auch in Deutschland würden alle Corona-Maßnahmen einfach aufgehoben. Es würde akzeptiert, dass im Herbst und Winter Grippesaison ist, mit all ihren Folgen. Was würde geschehen, wenn sich dann herausstellte, dass es kein Massensterben wegen Corona gibt? Könnten sich dann all die Coronatoren noch ihres Lebens sicher sein? Zumindest ihrer politischen Karriere? Würde es dann Gerichte geben, die das Ganze aufarbeiten und angemessene Strafen verhängen? Wie würde es den Gefälligkeitsjournalisten ergehen? Könnten die sich noch irgendwo in der Öffentlichkeit sehen lassen?

Keine wissenschaftliche Begründung für weitere Gehorsamsübungen

Man weiß es nicht, aber offensichtlich haben Merkel, Spahn, Lauterbach & Co. genau davor eine Heidenangst. Ganz abgesehen davon, dass dann auch die Impfungen eingestellt werden müssten, weil es objektiv keinen Notstand gibt, der die Notfallzulassung der Corona-Spritzen rechtfertigen könnte. Holetschek hat mit seiner Reaktion auf die unbequemen Ergebnisse der Studie aus seinem Haus bewiesen, dass es eben nicht um wissenschaftlich begründbare Maßnahmen geht, sondern vielmehr darum, die eigene Haut zu retten, indem man weiterhin Gehorsamsübungen befiehlt, zum Beispiel mit dem strafbewehrten Tragen von Maulkörben Klasse Zwei. Dazu gibt es noch eine Geschichte, die den ganzen Wahnsinn und seine Willkür aufzeigt.

Im Zug von Norden nach Bayern wird bei Passieren der bayrischen Grenze eine Ansage gemacht: Bitte legen Sie jetzt ihre OP-Masken ab und ersetzen sie durch FFP2-Masken. Nein, das ist kein Witz, das ist perverse Realität. Und auch kein Witz ist das Foto, das von Lauterbach gemacht wurde, wie er ganz ohne „Atemschutz“ im ICE sitzt. Fakt ist, dass es nach eineinhalb Jahren Corona immer noch keine wissenschaftlichen Auswertungen gibt, mithilfe derer nachgewiesen werden kann, ob und was mit welchen Maßnahmen erreicht werden kann.

Und gibt es eine, die nachweist, dass die Stadionverbote offensichtlich überzogen, überflüssig und wirkungslos sind, dann darf das kein Anlass sein, die eigene Agenda zu überprüfen. Im Gegenteil werden fünf Fälle, die angeblich mit dem Besuch von Stadien zusammenhängen (könnten!), von Holetschek zum Anlass genommen festzustellen, dass es bei vielen Fußballfans noch Luft nach oben gibt, was die „Maskendisziplin“ betrifft. Und natürlich, dass im Herbst die „Zügel wieder angezogen“ werden müssen. Ich kann die Frage nicht beantworten, ob es sich dabei um unendliche Dummheit handelt oder bösartigsten politisch-ideologisch motivierten Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Nein, Herr Holetschek, die Wähler sind in einer Demokratie der Souverän, nur in Diktaturen werden Menschen erzogen zu dem, was der Diktator für erstrebenswert hält. 

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Bitte beachetn Sie auch die Rezension zum neuen Werk von Reinhard Leube, das sensationalle Enthüllungen zur "Wiedervereinigung" offenlegt. Alles war etwas anders, als es uns verkauft worden ist: 
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20212/kanzler-der-einheit-helmut-kohl-wollte-die-einheit-nicht/ 

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