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Augenwischerei im Wahlkampf – die Wahrheit liegt auf dem Tisch

Von Hubert von Brunn

Endspurt im Wahlkampf und ein Großteil der Bevölkerung wartet immer noch darauf, dass einer der Möchtegernkanzler endlich ein schlüssiges Konzept vorlegt, was er/sie zu tun gedenkt gegen die zunehmende soziale Ungerechtigkeit, gegen den stetigen Anstieg der Lebenshaltungskosten und für die Gestaltung einer Gesellschaft, in der jeder eine reelle Chance bekommt, ein auskömmliches und zufriedenes Leben zu führen. Fehlanzeige!

Je nach Farbgebung betreiben die Parteien – auch jene, die im Ringen um die Kanzlerschaft keine Rolle spielen – schönfärbende Augenwischerei in der Hoffnung, ihre Klientel mit entsprechenden Versprechungen dazu zu bewegen, ihr Kreuzchen an der „richtigen“ Stelle zu machen: Steuersenkung – Steuererhöhung/Reichensteuer; Rente mit 70 – Rentenkürzungen; höhere Staatsverschuldung – schwarze Null; Abschaffung des Ehegattensplitting; drastische Erhöhung der Spritpreise; Enteignung von Staatsbetrieben… Die Liste ließe sich endlos fortführen und die Zuordnung der Versprechungen zur jeweiligen Partei erspare ich mir. Das wissen Sie selbst, wenn nicht, bemühen Sie den „Wahl-O-Mat“. Viel schlauer werden Sie dadurch aber höchstwahrscheinlich auch nicht.

Rumdoktern an Symptomen, anstatt die Ursachen der Probleme zu bekämpfen

Denn eines ist sicher: Alle, wirklich alle Parteien, die meinen, nach den Wahlen unser Land mitregieren zu wollen, zeichnen sich aus durch komplette Ahnungslosigkeit. Was ihre Repräsentanten in Talkshows, Reportagen, Interviews etc. von sich geben, macht deutlich, dass sie nicht willens und/oder nicht in der Lage sind, die wirklichen Ursachen der vorhandenen Probleme zu identifizieren und zu deren Beseitigung ganz konkrete und wirksame Lösungen anzubieten. Das seit Jahrzehnten praktizierte System des Turbokapitalismus, das einige wenige Reiche immer reicher und die zunehmende Schar der Armen immer ärmer macht, greifen sie nicht an. Keiner! Anstatt die Axt an der Wurzel des Übels anzusetzen, doktern sie herum an den Symptomen eines durch und durch maroden Systems, das durch Schminken und Polieren der Oberfläche keinen Deut besser wird. Vielmehr wird sich die Schere der sozialen Ungerechtigkeiten immer weiter öffnen und immer mehr Menschen ins Unglück stürzen. Doch das tangiert unsere „Spitzenpolitiker“ nicht wirklich. Sie haben ihre Schäfchen ja im Trockenen.

Eine besondere Absurdität, die seit Jahren durch die Medien geistert und jetzt medial wieder neu belebt wird, ist das „bedingungslose Grundeinkommen“. In Deutschland haben sich mehr als zwei Millionen Menschen für dieses Experiment beworben – 122 (!) Frauen und Männer wurden jetzt auserwählt und bekommen seit Anfang Juni drei Jahre lang 1200 Euro auf ihr Konto überwiesen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Dieses Projekt ist spendenfinanziert. Bei der geringen Zahl der Auserwählten ist das womöglich machbar. Übertragen auf die Gesamtbevölkerung, ist es jedoch der reine Irrsinn. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine neue Studie des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium. Demzufolge würde ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ für jeden Bürger schlappe 900 Milliarden Euro jährlich kosten, selbst wenn man andere Sozialleistungen gegenrechnet. Folge: Steuern müssten drastisch erhöht werden, Leistungsträger, die besonders bluten sollen, würden das Land verlassen. Fazit der Experten: Das Ganze ist wegen der Finanzierung „nicht umsetzbar“.

Das Konzept für eine gerechte Gesellschaft ist da

Seit Jahren liegt das Konzept für eine „Humane Marktwirtschaft“ nach Haisenko/von Brunn auf dem Tisch. Man müsste es nur zur Kenntnis nehmen und aufgreifen. Aber das ist bis jetzt nicht geschehen. Da drängt sich der Verdacht auf, dass diejenigen, die die Macht haben, das durch und durch in sich schlüssige Konzept in die Realität umzusetzen, entweder zu blöde sind, es zu verstehen oder aus purem Eigennutz es nicht verstehen wollen. Würden der Kaste der Herrschenden doch einige Pfründe entgehen – das darf nicht sein und die Systemmedien machen mit, indem sie dieses richtungsweisende Buch einfach ignorieren.

Umso großartiger ist die Tatsache, dass ein Leser der „Humanen Marktwirtschaft“ sich nun daran gemacht hat, eine ebenso profunde wie verständliche Analyse dieses Werkes zu verfassen. Wir nennen den Autor nicht und wir haben diese Arbeit auch nicht in Auftrag gegeben. Er hat es aus freien Stücken getan, aus dem Impuls heraus, dass da etwas gedacht wurde, das die Welt verändern kann – und zwar zum Guten hin. Im Gegensatz zu den selbstgefälligen Politikern, die sich am liebsten mit sich selbst beschäftigen und alles von sich weisen, was das etablierte System, in dem sie verhaftet sind und von dem sie profitieren, hat dieser Leser mit klarem Verstand in perfekter Weise die Essenz dieses Werkes auf wenigen Seiten dargestellt. Jedem Möchtegernkanzler und allen, die meinen, dieses Land mitregieren zu wollen, sollte diese kluge Analyse zugänglich gemacht werden. Vielleicht würde es sie animieren, das ganze Buch zu lesen und daraufhin ihr oberflächliches Geschwafel einzutauschen gegen substantielle Vorschläge zur Veränderung. In jedem Falle danken wir diesem Leser für seine Arbeit, die wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen. 

Sie können die Zusammenfassung der Eckpunkte der Humanen Marktwirtschaft nach Haisenko/von Brunn als PDF mit drei Seiten herunterladen, indem Sie das Bild unten anklicken. Oder Sie bestellen Ihr persönliches Exemplar "Die Humane Marktwirtschaft" direkt beim Verlag hier oder erwerben es in Ihrer Buchhandlung. 

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