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Bilderstürmer und Sprachpolizisten in Dresden verstümmeln Kunstwerke

Von Hubert von Brunn

In Dresden haben sich jetzt links-grüne Sprachpolizisten zusammengetan mit geschichtsvergessenen Bilderstürmern. Das Ergebnis: 143 Kunstwerke in den Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) wurden umbenannt, weil sie „rassistisch“ oder „diskriminierend“ sein sollen. Zensur unseres kulturellen Erbes auf höchster Ebene.

Dieser Vorgang macht jeden halbwegs gebildeten, kunstaffinen Menschen einfach nur noch fassungslos. Auf Anfrage der AfD teilte das sächsische Tourismusministerium mit, dass seit Anfang 2020 143 Kunstwerke von der SKD „auf rassistische oder anderweitig diskriminierende Begriffe oder Inhalte geprüft – und politisch korrekt umbenannt“ wurden. Konsequent getilgt wurden Begriffe wie „Mohr“ oder „Zigeuner“ in den historischen Titeln von Gemälden, Kupferstichen und Statuetten. Doch es gibt auch Beispiele von hanebüchener Banalität, die ernsthafte Zweifel am Geisteszustand der Zensoren aufkommen lassen. So änderten sie den Titel eines Bildes von dem niederländischen Maler Jan Fyt (1611 – 1661) „Hund, Zwerg und Knabe“ in „Hund, kleinwüchsiger Mann und Junge“. Einem Künstler des Barock (!) wird damit im Nachhinein die Freiheit genommen, sein Gemälde so zu benennen, wie er es will und wie es unzweifelhaft dem Zeitgeist seiner Epoche entsprach. Ähnliche Willkür widerfuhr auch all den anderen Kunstwerken auf der „schwarzen Liste“ der Zensoren. Hier einige Beispiele:

Eingeborener“ wird zum Schimpfwort degradiert

Aus „Afrikanischer Krieger, den Bogen schwingend“ wird „Ein Krieger, den Bogen schwingend“. Aus „Indische Eingeborene mit Haustieren“ wird „Menschen mit Haustieren“. Gewiss haben sich die Künstler etwas dabei gedacht, dem geneigten Publikum mitzuteilen, wo sich die dargestellte Szenerie abspielt. Genau diese wichtige Information wird dem neuzeitlichen Betrachter nun vorenthalten. Was soll das? Was ist an der Verortung nach Afrika oder Indien „rassistisch“ oder „diskriminierend“? Zumal sich die Zensoren in ihrer Regulierungswut in diesem Kontext durchaus widersprüchlich zeigen. Aus der Bronzestatuette „Schwarzafrikanerin mit Spiegel“ (auch bekannt als „Schwarze Venus“) wurde „Afrikanerin mit Spiegel“. Hier musste also nur das „Schwarz“ eliminiert werden. Die Verortung nach Afrika ist bei der Dame im Gegensatz zu dem o.g. Krieger nicht anstößig.

Und weil es so schaurig-schön ist, noch ein paar Beispiele des verblödeten Sprachvandalismus an historischen Kunstwerken: „Landschaft mit mohammedanischen Pilgern“ heißt ein Werk. Hier kann ich bei allem Bemühen weder „Rassismus“ noch „Diskriminierung“ entdecken. Die Zensoren offensichtlich schon. Jetzt heißt es nämlich „Landschaft mit betenden Muslimen“. Woher wollen die wissen, dass die abgebildeten Menschen beten? Schließlich liegen sie nicht auf dem Boden, sondern die Gruppe ist in Bewegung. Pilgern ist ohne weiteres nachvollziehbar – beten nicht. Damit werden nicht nur die Künstler entmündigt, sondern der Betrachter über die tatsächliche Aussage des Gemäldes belogen. Von einer eigenwilligen Logik, die sich dem gesunden Menschenverstand nicht erschließen kann, sind auch die Umbenennungen der Werke „Baumhütte eines Eingeborenen“ – jetzt: „Baumhütte“ und „Eingeborener mit Maske“ – jetzt: „Mann mit Maske“. Hier ist klar: Das Schimpfwort, das nicht gesagt werden darf, ist „Eingeborener“. Warum das so ist, erschließt sich mir nicht.

Bemerkenswert: Auf Anfrage von Journalisten teilte das Tourismusministerium mit, es habe „eine solche Überprüfung weder veranlasst noch durchgeführt“. Zur SKD gehören die Gemäldegalerie alter Meister, das Kupferstichkabinett, das Grüne Gewölbe und das Albertinum. Sammlungen mit herausragenden Kunstwerken von Weltruhm aus vergangenen Jahrhunderten, Zeugnisse der abendländischen Kultur von unschätzbarem Wert. Wer also waren und sind die Bilderstürmer und Sprachpolizisten, die dieses großartige kulturelle Erbe auf brutale Weise kastrieren? Man darf davon ausgehen, dass bei der SKD keine ungebildeten Hilfsarbeiter beschäftigt sind, sondern gebildete, studierte Historiker und Kunsthistoriker. Sind diese Menschen, die doch einmal dafür ausgebildet wurden, einmalige Kunstschätze zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten, inzwischen derart von dem links-grün-ideologischen Genderwahnsinn infiziert, dass sie sich für einen so unsäglichen Frevel hergeben? Das Tourismusministerium, dem die SKD unterstellt ist, täte gut daran, die Zensur rückgängig zu machen, die Täter zu identifizieren und zum Teufel zu jagen.

Nachtrag: Aus „Vater“ wird „Samenspender“

Weil wir gerade beim Gender-Wahnsinn sind, der in unerträglicher Weise allerorten zunehmend um sich greift, hier noch eine Info, die ich vor drei Tagen bei einer Nachrichtensendung im Privatfernsehen zufällig aufgeschnappt habe. Da verkündete der Schweizer Journalist Roger Köppel, dass die Schweiz den „Vater“ abschafft! Stattdessen steht im Ehe-Gesetz „Samenspender“. „Man wird als Mann zurückgestuft zu einer Art Nutztier“, sagte er und warnte: „Ich sage euch, das kommt auch nach Deutschland!“

Diese Prophezeiung ist ernst zu nehmen und dann wird es so weit kommen, dass die Lehrerin einen Schüler fragt: „Morgen ist Elternsprechtag, kommt dein Samenspender auch?“ – „Keine Ahnung, vielleicht.“ Oder die Tochter kommt nach Hause und fragt: „Hey Samenspender, kannst du mir mal bei der Mathe-Aufgabe helfen?“ Entsetzlich! – Vater und Mutter sind in jeder normalen Familie die Einheit, die den Kindern Schutz, Geborgenheit und Liebe vermittelt. Diese Zugehörigkeit ist in jeder Kinderseele tief verwurzelt. Was soll eine/ein Zehnjährige/r mit dem Begriff „Samenspender“ anfangen?

Das ist schon ziemlich bescheuert, gelinde gesagt, aber in dem genannten Kontext läuft Australien der Schweiz den 1. Rang an verblödeter Genderitis ab. Dort hat nämlich das Gender-Institut einer Universität den Vorschlag unterbreitet, man solle auf die Worte „Mutter“ und „Vater“ verzichten. Stattdessen wird die Benutzung der Formulierungen „austragendes Elternteil“ und „nicht-gebärendes Elternteil“ empfohlen.
(Siehe auch: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20211/gendern-was-das-zeug-haelt-und-die-verbloedeten-medien-spielen-mit/ – Der Gender-Wahnsinn kennt keine Grenzen! Wer hält ihn endlich auf?

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