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Wo, bitte, geht es zum Land der Freiheit?

Von Hans-Jürgen Geese 

Ich hörte, Sie suchen die Antwort auf eine der größten Fragen der Deutschen in unserer Zeit? Nun gut, dann nehmen Sie mal einen Globus zur Hand und drehen Sie diesen Globus langsam, ganz langsam, immer und immer wieder, nachdenklich und neugierig. Dann, nach etwa einer Stunde, wahrscheinlich traurig und resigniert, stellen Sie den Globus wieder beiseite. Vorausgesetzt Sie hatten wirklich diese eine einzige Frage im Kopf und konnten die Antwort darauf nicht finden: „Wo, bitte, wo geht es zum Land der Freiheit?“

Gibt es denn kein Fleckchen Erde mehr auf diesem Planeten, das mit dem Ruf von Freiheit lockt? Wenn Sie von diesem Hort der Glückseligkeit wissen sollten, bitte verraten Sie uns, wohin wir uns begeben müssen. Denn wir freiheitsliebeden Menschen sind wieder einmal auf der Flucht. Wie bereits unzählige Male in der Geschichte der Menschheit werden wir wieder gejagt von Unterdrückern, die uns keinen Millimeter Freiheitsraum zugestehen, sondern die uns ihre despotischen Vorstellungen von Recht und Ordnung aufzwingen wollen. Obwohl das formale Recht uns alle Garantien der Freiheit verspricht. Obwohl unsere Verfassungen der Willkür Einhalt gebieten müssten. Müssten! Aber es ist leider alles zusammengebrochen, was wir dereinst unter Rechtsstaat, unter Kultur, unter westlicher Kultur seit den Zeiten der Aufklärung verstanden. Und so fragen die letzten der Aufrechten einander mehr und mehr verzweifelt: „Wohin?“

Denn bisher haben in der Geschichte der Menschheit die Unterdrückten noch immer eine Antwort auf diese Frage gefunden und sich dann auf den Weg gemacht ins Land der Verheißung. Von Moses, über die Völkerwanderungen, bis zu den großen Emigrationswellen im 19. Jahrhundert, Millionen und aber Millionen verließen Heim und Hof und wagten einen neuen Anfang in einer neuen Welt.

Tausende haben auch in unserer Zeit bereits die Wahl getroffen und leben in Ländern einer zumindest augenscheinlich, relativ besseren Alternative. Sie zogen in Länder wie die Schweiz, nach Tansania, Ungarn oder Argentinien. Sie betrachten diese Länder als das geringere Übel, obwohl wahre Freiheit sie auch dort nicht erwartet. Denn als Preis ist die Aufgabe der deutschen Identität gefordert. Schließlich muss der Einwanderer sich anpassen. Nicht umgekehrt. Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen? Wie viele Deutsche wären bereit, ihre Sachen zu packen, zu verkaufen, was sie nicht mitnehmen können, und einen Neuanfang zu wagen? Für das Versprechen von mehr Freiheit.

Beispiele aus der Geschichte

Die Hugenotten wurden dereinst als Nichtkatholiken aus Frankreich vertrieben. Im Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, sie nach Brandenburg ein und garantierte ihnen Religionsfreiheit. Durch die Grauen des 30jährigen Krieges hatte Brandenburg einen großen Teil seiner Einwohner verloren und war dankbar für die Hilfe dieser hoch gebildeten und hoch qualifizierten Franzosen. Und in der Tat, die Hugenotten leisteten einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung Brandenburgs.

Die größte Erfolgsgeschichte der Emigration ist die Aufnahme von Millionen von Deutschen, vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Niederschlagung der Revolution von 1848 und die Verelendung durch Industrialisierung bewegten die Deutschen, die Heimat zu verlassen. Neben den U.S.A. luden Länder wie Australien, Neuseeland und viele andere im 19. Jahrhundert die Deutschen ein, zu ihnen zu kommen.

Heute leben etwa 3,5 Millionen Deutsche mit deutscher Staatsangehörigkeit im Ausland. Tendenz steigend. Die Zahl der deutschstämmigen Ausländer, die sich selbst als deutschstämmig bezeichnen, liegt weltweit höher als die Anzahl der Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Für viele von ihnen gilt wahrscheinlich, dass sie deutscher sind als die Deutschen in der Bundesrepublik. Sie wurden nicht durch die Entwicklungen der letzten Jahre in der BRD versaut. Mit Entsetzen betrachten sie, was heute in der Heimat abläuft. Das Volk der Dichter und Denker löst sich intellektuell und moralisch auf. Das Volk der Deutschen, das einst klügste Volk auf Erden, verabschiedet sich von der Geschichte. (Hier finden Sie das E-Book dazu: https://anderweltverlag.com/epages/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691/Products/ISBN9783940321176E) 

Das Dilemma der Freiheit in der Zukunft

Sie haben zwei Möglichkeiten, die beide zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Sie können sich in Deutschland an die geforderten Gegebenheiten anpassen und verlieren damit ihre Freiheit. Oder Sie können, sofern Sie die Erlaubnis dazu erhalten, auswandern, aber Sie werden auch dann einen Teil ihrer Freiheit einbüßen. Denn es gibt kein Land auf Erden, das Ihnen als Deutscher die Möglichkeit bieten wird, weiterhin als Deutscher in einer Gemeinschaft von Deutschen in Freiheit zu leben. Jetzt und in Zukunft. Es ist also, bestenfalls, lediglich eine Frage des attraktiveren Kompromisses, mit dem Sie glauben, leben zu können.

Und welchen Preis sind Sie bereit zu zahlen? Sie werden wahrscheinlich im Ausland eine neue Sprache lernen müssen, was Ihnen im höheren Alter schwer fallen mag. Sie werden beruflich noch einmal von unten anfangen müssen. Sie werden sich in eine neue Welt mit neuen Regeln einleben müssen. Das sind enorme Herausforderungen für die meisten Menschen. Und dazu kommt natürlich noch die finanzielle Angst: Können wir uns das überhaupt leisten? Werden wir in der neuen Welt überleben können? Die Not des Einzelnen. Aber dann stellt sich auch die Frage aller Fragen für das deutsche Volk insgesamt: Wird die deutsche Kultur im Ausland überleben können? Wichtiger noch: Wird die deutsche Kultur im Ausland überleben und vor allem sich weiterentwickeln können? Wird die deutsche Kultur im Ausland wieder zur Blüte gelangen?

Sprechen wir über Deutschland

Um Ihnen mal einen kleinen Einblick zu gewähren, was deutsche Kultur überhaupt einst bedeutete und welche Genies sich dereinst in deutschen Landen um unsere Kultur kümmerten, nur kurz über einen toleranten Herrscher, der da dereinst sprach: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“ Es ging zwar nur um Religionsfreiheit. Aber wo gab es die damals schon? Wer sagte das? Hier eine Beschreibung dieses Mannes: „Ein strebender, leidgeprüfter Mann, dem der geistige und seelische Genuss, dem Philosophie, Literatur und Musik zur Kraftquelle werden, ohne die sein Wesen unverständlich bleibt. Mensch zu sein, ist des Menschen köstlichstes Ziel; dieser große Mensch, der zufällig eine Krone trug, ist diesem Ziele beglückend nahe gewesen. Neben seiner genialen militärischen und staatsmännischen Begabung sind es seine Charakterzüge, die ihn zu dem überragenden Herrscher machten, dessen Ruhm noch heute strahlt und den schon seine Zeit den höchsten Titel der Geschichte, den Beinamen „Der Große“ gegeben hat.“ (aus „Friedrich der Große, Gespräche mit Henri de Catt“).

Das ist so der Maßstab, an dem wir uns orientieren sollten. Natürlich ohne die Kriegerei. Wie de Catt weiter schreibt: „... das Bild eines großen Mannes der Nachwelt zu übermitteln; das Bild wird zum Vorbilde für die Nachstrebenden, wird ein Wirkendes, weckt Werdendes, es steht im Dienste des Lebens.“

Das Motto aller großen Männer und Frauen: „Ich dien“. Ohne das Brimborium des heute angebeteten Luxus. Mensch sein. Als Friedrich mit seinen Taten fertig war, zog er heim nach Sanssouci: „Aber die alten Freunde waren alle tot; die Vergangenheit war nicht wieder zum Leben zu erwecken, und der berühmteste Mann des ganzen Abendlandes lebte dahin in schmerzlicher Einsamkeit.“

Zu welchem Preis Freiheit?

Freiheit? Die meisten Menschen werden sich niemals überhaupt auf dieses Thema einlassen. Beim geringsten Widerstand sind sie zum Einlenken bereit, sie gehorchen, sie unterwerfen sich und basteln sich dann entsprechende Rechtfertigungen, um vor sich selbst mit diesem moralischen Einknicken leben zu können. Die Ratio des Menschen ist da stets gerne bereit, Ausreden beizusteuern, um die Gewohnheiten des liebgewonnenen Lebens beibehalten zu können. Sich der Mehrheit anzuschließen, ist immer wesentlich beliebter als der Außenseiter zu sein, an dem sich die anderen voller Häme abarbeiten. Ja, es braucht ein gehörig Maß an Zivilcourage und Charakterstarke, um in so einer Situation sich selbst und seiner eigenen Ethik treu zu bleiben. In solchen Situationen offenbart sich das ganze Drama der menschlichen Existenz und die wirklich wichtigen Fragen des Lebens drängen sich dem zweifelnden und ringenden Individuum auf: „Quo vadis?“ Wohin? Was tun? Und: Was ist der Sinn meines Lebens?

Denn der Mensch lebt doch nicht von Brot allein. So heißt es. Aber für die meisten Menschen ist das genug, sofern das Brot den Konsum symbolisiert. „Ich konsumiere, also bin ich“, ist ihre Erfolgsformel für dieses Leben auf Erden. Das ist ihr gutes Recht. Aber es ist ungerecht, dass diese Erfolgsformel mittlerweile den Westen erobert zu haben scheint. Die Potentaten, die dieses Konzept propagieren und machtvoll durchsetzen, haben sich wie ein Krebsgeschwür mit ihrer Ideologie auf Erden ausgebreitet. Wo aber sollen die anderen existieren, die mehr vom Leben fordern? Sie brauchen dringend ihr Fleckchen freie Erde.

Auswandern in Deutschland

Deutschland ist nicht mehr Deutschland. Es gibt mindestens zwei Ausgaben. Ich habe vor kurzem einem Vortrag von Josef Kraus zugehört, dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes. Danach war ich ganz erschüttert. Das Land, von dem er sprach, das soll Deutschland sein? Das soll Deutschland im Jahre 2021 sein? Er berichtete, dass der Grundwortschatz in manchen Schulen heute 800 Worte betrage. 800! Dabei umfasst der Wortschatz der deutschen Sprache weit über 500.000 Worte. Was können diese Wesen mit 800 Worten ausdrücken? Das ist doch offizielle Verblödung. Als wir einst russisch lernten, da mussten wir erst einmal einen Grundwortschatz von 3.000 Worten meistern. Als Anfang. Für eine Fremdsprache. Es ist also, so der Herr Kraus, kein Wunder, dass infolge einer Bildungspolitik der Inflationierung und Verschleierung die Noten immer besser werden und die Mündigkeit der Bürger auf allen Gebieten stetig abfällt. Das Motto der Regierung sei: „Ein dummes Volk ist leicht regierbar.“

Haben Sie gewusst, dass es in Deutschland 250 Professuren für Genderforschung gibt? Was meinen Sie wohl, wie viele Professuren für Genderforschung es in China gibt? Oder in Russland? Ganz bestimmt keine 250! Man lässt sich halt in Deutschland Indoktrination gerne was kosten. Alles vom Feinsten. Was für ein durchgeknalltes Volk!

Wir können wohl davon ausgehen, dass nicht alle Deutschen bereit sind, bei diesem Wahnsinn mitzumachen. Millionen würden gerne da eben nicht mitmachen. Es müsste daher doch eigentlich möglich sein, aus Gründen des inneren Friedens und der Toleranz, dass in Deutschland die Bevölkerung beschließt, für diese Millionen von „Außenseitern“ eines der Bundesländer zur Verfügung zu stellen, wo sie für sich, nach ihren Vorstellungen, leben und glücklich werden können. So wie einst in Brandenburg. So wie einst in Preußen. Ohne Genderforschung zum Beispiel. Wäre das nicht ein fairer Vorschlag? Das würde zwar für ein wenig Unruhe sorgen, würde zwar einige logistische Probleme aufwerfen, aber das sind letztendlich alles Kleinigkeiten, die man ohne weiteres in den Griff bekäme. In diesem dann autonomen Bundesland können die Deutschen wahrlich nach ihrer eigenen Façon glücklich werden.

Deutschland in Deutschland?

Ist Deutschland in Deutschland eine realistische Option? Sie werden mir wohl zustimmen, dass ich hier phantasiere, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass sich die Regierung überhaupt auf diese Option einlassen wird. Denn die Regierung verfolgt die Politik der Einebnung: Alle Menschen sollen gleich sein. Das bedeutet, sie sollen alle brav gehorchen und auf gar keinen Fall auf irgendwelche dummen Ideen verfallen. Kompromisse werden nicht angeboten. Auf herausfordernde Alternativen lässt sich die Regierung unter keinen Umständen ein.

Die DDR nach 1990 wäre die offensichtliche Lösung gewesen. Aber die Menschen dort entschieden sich überschnell für den Kapitalismus, ohne sich bewusst zu sein, was für eine einmalige historische Gelegenheit sie in Händen hielten. Sie gaben alles dahin für eine Handvoll Silberlinge. Betrogen, verraten, verkauft.

Wir stellen fest, dass wir bisher, abgesehen vom Auswandern von Individuen in eine Anzahl von Ländern, keinen Fortschritt hier bei unserem Thema gemacht haben, der unser aller Dilemma auflösen wird.

Eine gigantische Gelegenheit für einen Staat

„Liebe Präsidenten auf Erden, darf ich Sie um einen Augenblick Ihrer Aufmerksamkeit bitten. Ich möchte Sie auf eine gigantische, attraktive Gelegenheit hinweisen, die nur einmal alle hundert Jahre auftaucht. Es gibt in Deutschland etwa 5 Millionen Menschen, die dringend eine neue Heimat brauchen, allerdings eine Heimat, in der sie ihr Deutschtum und ihre Sprache und Kultur ausleben dürfen. Wobei sie natürlich auch bereit sind, sich so zu integrieren, dass Ihre eigene Bevölkerung und Ihr eigenes Land großen Nutzen von dieser Aufnahme der Deutschen ziehen werden. Wer ist bereit, diese Deutschen aufzunehmen?“

Wenn wir die Vorbedingung von Freiheit als unverzichtbar fordern müssen, dann wird es äußerst schwierig sein, ein Land auf dem Globus für diese Deutschen zu finden. Aber diese Bedingung sollten wir aufrecht erhalten, denn es ist davon auszugehen, dass die deutsche Kultur in Deutschland selbst untergehen wird. Wir brauchen daher unbedingt eine Insel auf Erden, auf der diese Kultur überleben und aufblühen kann. Die große Frage: Ist irgend ein Land bereit, der deutschen Kultur Zuflucht zu gewähren? Zu beidseitigem Nutzen.

Die einzige unrealistische, realistische Option

Sie mögen zu einer anderen Schlussfolgerung gelangen. Mir drängt sich lediglich eine Option auf, die ebenfalls recht weit hergeholt erscheint, aber die zumindest auf ein geschichtliches Vorbild verweisen kann, will sagen: Es wäre nicht das erste Mal. Sie werden wahrscheinlich ahnen, was ich jetzt vorschlagen werde.

Bereits 1489 warb Iwan III. deutsche Handwerker an. Iwan IV. brachte 1552 weitere deutsche Handwerker ins Land. 1652 gab es bereits einen großen Moskauer Vorbezirk, der sich „njemezkaja sloboda“ (deutsche Freiheit) nannte, in dem sich Peter der Große mit Vorliebe aufhielt, wo er von den Deutschen lernte und wo er die deutsche Sprache bald fließend sprach. Mit einem Manifest rief Katharina II. im Jahre 1762 deutsche Bauern ins Land. Innerhalb von Jahrzehnten gab es in Russland 3.500 deutsche Dörfer. Und nach der Befreiung Hamburgs während der napoleonischen Kriege, durch russische Truppen 1813, lud Zar Alexander I. weitere Tausende von Deutsche nach Russland ein.

So eine Einladung brauchen wir im Jahre 2022. Aber in einem viel größeren Rahmen. Wir brauchen eine Einladung für Millionen, die als Deutsche in einem Teil von Russland leben dürfen. Eine deutsche Provinz, die sich selbst verwaltet, die aber natürlich kein eigener Staat sein kann. Neutral, ohne irgendein Militär, ohne irgendeine Militärpflicht für die Deutschen. Eine Zusammenarbeit natürlich, zum Segen beider Völker. Diese berühmte, seit langem geforderte und von manchen gefürchtete großartige Zusammenarbeit von Deutschen und Russen – sie ist wahrlich möglich. Nach all den Jahrhunderten. Nach all den Jahren. Jetzt.

In der fast tausendjährigen deutsch/russischen Geschichte haben viele Deutsche unter russischen Zaren gedient, in der Verwaltung, im Militär, in Wissenschaft und Kultur. Um 1850 waren etwa 15 % der höheren Verwaltungsbeamte Deutsche. Clausewitz kämpfte mit den Russen gegen Napoleon. Die Kriege zwischen Deutschen und Russen waren die Ausnahme und sind fast alle jüngeren Datums.

Wir Deutschen kennen nicht die Geschichte Russlands

Die Russen sind ein hoch gebildetes Volk. Die lasen bereits die Bibel in ihrer eigenen Sprache als die Deutschen nur die lateinische Version kannten. Die russischen Fürsten konnten bereits schreiben als deutsche Adlige sich noch der Hilfe von Pfaffen bedienen mussten. In der Nestorchronik aus dem Jahre 1037 heißt es: „Wenn du in den Büchern fleißig nach Wahrheit suchst, wirst du großen Nutzen für deine Seele erwerben.“ Der Großfürst Jaroslaw (1019 – 1054) „säte die Worte der Bücher in die Herzen der Menschen.“ Wir alle kennen die russischen Schriftsteller. Aber viel mehr auch nicht. Kiew war übrigens damals eine der glanzvollsten Städte Europas. Apropos Bücher: Um 1900 wurden nirgendwo mehr Bücher gedruckt als in Deutschland und in Russland. Die Russen sind buchbesessen und freiheitsbesessen. Die Russen unterwarfen sich weder der katholischen Kirche, noch der überwältigenden Macht der erobernden Tartaren aus dem Osten, noch den Eindringlingen aus dem Westen. Eigentlich müsste der Westen den Russen ewig danken, dass sie die Horden der Asiaten so schwächten, dass sie nie Europa eroberten. Russland ist getränkt von dem Blut der Feinde und dem eigenen Blut. Es ist für sie heilige Erde.

Wieviel Erde braucht der Mensch?“ (Lew Tolstoy)

Ein Stück Erde Russlands für jeden Deutschen, für jede deutsche Familie, die sich dort niederlassen wollen. So dass jede Familie ein eigenes Haus mit einem eigenen Garten hat. Die Kinder werden zweisprachig aufwachsen. Auf den deutschen Universitäten wird auf Deutsch gelehrt werden. Schließlich geht es um den Erhalt der deutschen Kultur.

Es gibt etwa 2 Millionen Russlanddeutsche in Deutschland, von denen ein Teil mit uns zurückgehen wollen wird. Oder helfen wird. Insgesamt zwischen 5 und 7 Millionen freiheitsliebende Deutsche. Ein eigener Teilstaat, ohne Armee, neutral, auf Autarkie ausgerichtet. Städte von maximal 10.000 Einwohnern, die ihrerseits so weit wie möglich autark sind. Die Verwaltung baut auf dem System der Subsidiarität auf. Ein kleines Parlament mit nur direkt gewählten Vertretern des Volkes, die für maximal 8 Jahre gewählt werden können. Direkter Volksentscheid bei allen Fragen, sofern 10 % der Wahlberechtigten dies fordern.

Internationale Großkonzerne werden nicht erlaubt sein. Nur deutsche oder russische Firmen. Das angestrebte Geschäftsmodel ist die Genossenschaft. Schwerpunkte: Landwirtschaft, Handwerk, Technik und Wissenschaft. Autarkie soweit wie möglich. Zusammenarbeit mit russischen Firmen, die vor allem auch die Rohstoffe liefern. Kooperation statt Wettbewerb. Deutsche in russischen Firmen. Russen in deutschen Firmen. Der Aufbau einer umfassenden Kultur. Familien, Dörfer, Städte als Selbstversorger. Der Rubel als Währung. Aber letztendlich werden die Deutschen dort über ihr eigenes Schicksal selbst bestimmen.

Die Geschichte ist voll von unvorhergesehen Ereignissen, die auf die Menschheit herniederfuhren. Man könnte manche dieser Ereignisse auch als Wunder bezeichnen. Solch ein Kaliber von Ereignis brauchen wir in der heutigen Zeit.

Der Herr Putin war doch immer schon ganz scharf auf eine deutsch/russische Zusammenarbeit. Dieser Traum kann endlich Wirklichkeit werden. Hier ist seine letzte Chance, bevor Deutschland für immer verschwinden wird. Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht Deutschland. Mit diesen Verrückten mit ihrer Genderforschung wird Russland sich demnächst nicht mehr einlassen wollen. Schon zum Schutz der eigenen Bevölkerung. Das Virus des Wahnsinns ist das eigentliche Virus, das heute in der westlichen Welt grassiert. Von Kultur kann man da schon lange nicht mehr reden.

Russland ist riesig groß. Das bisschen Land für ein paar Millionen Deutsche wird sich finden. Es geht nicht um Land und Besitz. Es geht um die deutsche und um die russische Seele. Um ihre Zusammenarbeit. Und daher lautet die Antwort auf die Frage Tolstoys: „Wie viel Erde braucht der Mensch?“ im Osten anders als im Westen: „Genug, um darin begraben zu werden.“ Wir wollen nicht erobern noch besitzen.

Könnte also bitte jemand mit Wladimir Putin reden und ihn bitten, sich zumindest Gedanken zu machen, ob er nicht den Deutschen ein Stück Erde zur Verfügung stellen könnte. Vielleicht wäre es auch dieses Mal nicht, wie in der Vergangenheit, für die Ewigkeit, sondern nur für ein paar hundert Jahre. Zum Segen beider Völker. Ich bin gerne bereit, mit dem Mann zu reden. Aber es wäre wohl besser, wenn Putin den Willy Wimmer einlädt. Die kennen sich ohnehin schon.

 


Hans-Jürgen Geese zeigt uns mit seinen Analysen vom anderen Ende der Welt, wie in kleineren, überschaubaren Ländern Probleme und Entwicklungen wie unter dem Brennglas sichtbar werden. Man kann dort schon jetzt sehen, wohin der Weg auch bei uns führen soll. In diesem Sinn kann ich Ihnen nur empfehlen, sich mit dem Werk des Herrn Geese zu beschäftigen: „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ Er beginnt damit, wie in Neuseeland bereits 1984 das Modell gefahren worden ist, nach dem dann nach 1990 Deutschland und Europa in den Turbokapitalismus getrieben worden ist. Mich jedenfalls hat dieses Werk so beeindruckt, dass ich es ohne Zögern in den AnderweltVerlag aufgenommen habe. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrer Buchhandlung. 

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