------------------------------------

-------------------------------------

---------------------------------------

Krawalle um G 20-Gipfel in Hamburg – beendet endlich den Gipfelzirkus!

Von Peter Haisenko 

Es ist bei jedem Gipfel dasselbe, so auch jetzt zum G 20 in Hamburg: Krawalle, gewalttätige Demonstrationen, Hundertschaften der Polizei, verschweißte Kanaldeckel, Grenzschließungen und Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. Wie kann man nur so bescheuert sein, solche Begegnungen der wichtigsten – und am meisten gefährdeten – Politiker der Welt inmitten von Großstädten abzuhalten?

Gerade die jüngeren Gipfel endeten ohne greifbare Ergebnisse. Wäre es nicht grundsätzlich wichtig, dass Staatschefs nicht nur am Telefon, sondern auch sich ins Auge blickend miteinander reden, dann könnte man derartige Veranstaltungen ganz und gar sein lassen. Aber abgesehen davon, stellt sich jedem vernunftbegabten Menschen die Frage: Müssen solche Ereignisse an immer wechselnden Orten stattfinden? Noch dazu in Großstädten, wo es extrem schwierig ist, für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen? Linke Chaoten nutzen die „Bühne“, um möglichst viel Schaden anzurichten. Um das zu verhindern, werden ganze Viertel abgesperrt, die Bürger belästigt und der durchaus berechtigte Zorn Betroffener steigert sich bis zur Gewalttätigkeit. Verletzte Polizisten sind die Folge und ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft. Aufräumarbeiten und die Reparatur beschädigter Schaufenster begleiten die betroffenen Städte noch tagelang.

Hätte man die Hamburger gefragt, hätten sie gewiss „Nein“ gesagt

Wie die Ablehnung von Bewerbungen zu Olympiaden zeigt, sind es die Bürger leid, die Kosten und Einschränkungen derartiger Großereignisse zu ertragen. Für Olympia gab es bereits einen guten Vorschlag: Stoppt den Zirkus, indem jede Olympiastadt die vorangegangene an Pomp übertreffen will und haltet die Olympiaden nur noch in Griechenland ab. Die Griechen könnten das Geschäft gut brauchen, denn es ist ein solches, wenn die Infrastruktur bereits vorhanden ist.

Hätte man die Hamburger gefragt, ob sie einen G 20-Gipfel in ihrer Stadt wünschen, wäre ein klares Nein die Antwort gewesen. Hat man denn nichts gelernt aus den Gipfeln in Heiligendamm oder Elmau? Musste nicht schon dort, auf dem Land, ein irrsinniger Aufwand betrieben werden, um die Mächtigen dieser Welt zu schützen? Ist das in Großstädten überhaupt möglich, ohne ganze Viertel in Gefängnisse zu verwandeln? Ohne extra neue Gefängnisdörfer aufzubauen, wie jetzt in Hamburg? Was wären die Folgen, wenn Donald Trump oder irgendein anderes Staatsoberhaupt in Hamburg einem Anschlag zum Opfer fiele? Kann man das überhaupt zuverlässig verhindern? Nein und Nein! Der Gipfelwahnsinn muss ein Ende haben!

Die Lösung: Gipfeltreffen auf einer kleinen Insel

Die Lösung für diese Probleme ist denkbar einfach: Schafft einen abgelegenen Ort, an dem alle Gipfel und internationale Treffen stattfinden. Es könnte dies eine kleinere Insel sein, die unter Aufsicht der UN steht. Auf dieser Insel sollte es nur Hotelanlagen für die Teilnehmer und Journalisten geben, mit einer dauerhaften zugehörigen Infrastruktur. Alle Sicherheitsprobleme wären mit vergleichsweise geringem Aufwand in den Griff zu bekommen und gewalttätige Randerscheinungen würden sich gewissermaßen in Luft auflösen. Jetzt muss nur noch überlegt werden, wo diese Insel liegen soll.

Spontan kommt mir da Spitzbergen im hohen Norden in den Sinn. Das Klima dort lädt nicht zum längeren Verweilen ein, was den Ablauf der Gipfel beschleunigen könnte. Andererseits wäre ein mildes, mediterranes Klima förderlich für gute Stimmung und so auch für größere Kompromissbereitschaft unter den Teilnehmern. Da bin ich wieder bei Griechenland, dem „Mutterland der Demokratie“. Wieder wäre es förderlich für die griechische Wirtschaft, wenn eine der spärlich bewohnten Inseln den Zuschlag bekäme. Kosten? Lächerlich, wenn man bedenkt, wie viele Millionen für jeden einzelnen Gipfel aufgewendet werden mussten und müssen, um eine Sicherheit herzustellen, die niemals an die heranreichen kann, die auf einer solchen Insel leicht herstellbar ist.

Krawallen sorgen für mediale Aufmerksamkeit

Bleibt also die Frage, warum ein solcher Ort nicht schon lange geschaffen wurde. Die positiven Effekte liegen auf der Hand und sind klar erkennbar, aber ich vermute, es geht um etwas ganz Anderes. Es geht um die mediale Aufmerksamkeit, für die durch eine wochenlange Berichterstattung über Krawalle im Vorfeld, über Gerichtsbeschlüsse hin und her, über brennende Autos etc. reichlich gesorgt wird. Allein über Fortschritte und Ergebnisse eines Gipfeltreffens an einem abgeschiedenen, sicheren Ort zu berichten, wäre den sensationslüsternen Medien zu unspektakulär. Und da solche Veranstaltungen sowieso meist ausgehen wie das „Hornberger Schießen“, also ohne konkrete und bindenden Beschlüsse, würde sich ohne das Spektakel drum herum kaum jemand dafür interessieren. Hätte der Gipfel in Sizilien ein solches Medieninteresse hervorgerufen, wenn es den Auftritt von Donald Trump nicht gegeben hätte? Ich denke, genau darum geht es.

Wenn es so ist, reden wir von einer idiotischen, sündhaft teuren Inszenierung, die Jahr für Jahr in Gang gesetzt wird, um mit negativen Randerscheinungen überhaupt eine Medienresonanz zu erhalten. Ohne Randale im Vorfeld, müssten ordentliche Ergebnisse präsentiert werden, um Aufmerksamkeit zu erhalten. So aber reicht es aus, ergebnislose Gipfel abzuhalten und vorzutäuschen, dass man hart an Lösungen arbeiten würde. Vielleicht wäre es zielführend, die Teilnehmer solcher Gipfeltreffen so lange auf der Verhandlungsinsel einzusperren, bis sie zu Kompromissen und Ergebnissen gefunden haben, die diesen Namen verdienen. In diesem Sinn komme ich wieder zurück auf Spitzbergen, denn das Klima dort wird die Teilnehmer nicht animieren, ihren Aufenthalt unnötig lange auszudehnen.

Nach oben