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Kann uns die KI überholen?

Von Sigrid Petersen 

Zunehmend geht die „Sorge“ um, dass uns die KI überholen könnte, sogar auf die Idee(!) kommen könnte, den Menschen auszuschalten, weil er zu dumm wäre und lauter Unsinn veranstaltet. Dem wollen wir hier gar nicht widersprechen, das sehen wir ja täglich.

Ja, die KI wird immer „intelligenter“. Dieses Wort in Hochkommas, weil der Begriff Intelligenz nicht klar definiert werden kann. Es gibt die kognitive Intelligenz, die als geistige Leistungsfähigkeit Probleme zu lösen beschrieben wird. Dieser Begriff umfasst allerdings sowohl die logische, sprachliche, mathematische als auch die sinnbezogene Herangehensweise an ein Problem.

Wovon wir ausgehen können ist, dass die Rechenleistungen der Computer oder der Computersysteme wie auch die Speichervolumen immer größer werden, wie auch, dass die Chips immer kleiner werden. Wenn man in der KI-Forschung davon spricht, dass am Ende der „Lernkette“ für die KI autonomes Bewusstsein(!) oder Selbstbewusstsein(!) stehen könnte, kann man m.E. nur von der Überheblichkeit dieses Technikbereichs sprechen, deren Betreibern der Bezug zu Geist und Seele des Menschen abhanden gekommen ist. Dass sie nicht wissen, was Bewusstsein oder Selbstbewusstsein bedeuten. Bewusstsein setzt Ich-Erkenntnis voraus. Und Ich-Erkenntnis setzt erleben voraus.

Es wird davon gesprochen, dass KI in Zukunft sich selbst weiterentwickeln können wird oder selbst weiterentwickeln könnte. Dass sich KI weiterentwickeln wird, ist dabei nicht die Frage. Ich beziehe mich auf das selbst. Denn jede Information, die die KI weiterbringt ist eine Information, die aus Verknüpfungen von Informationen entsteht, die eingegeben werden müssen. Es handelt sich hier also um Datenverarbeitung, auch wenn es für uns vielleicht anders aussieht, weil die Verknüpfungsmöglichkeiten in dem vorhandenen Informationsnetz so komplex sind und z.B. bei der Befragung einer KI der Eindruck entsteht, man hätte es mit einer „Meinungsäußerung“ zu tun, die auf eigenen Gedanken beruht.

Denn lernen ist ein „Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen aufgefasst.““So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt.(Wikipedia)

Ich habe da keine Sorge. Warum?

Im Prinzip ist es bereits gesagt.

Die KI ist nicht mehr unbedingt mit Computerprogrammen vergleichbar, die mit bestimmten Rechenoperationen und Algorithmen zur Erledigung bestimmter Aufgaben gefüttert sind, bei denen am Ende das herauskommt, was erwartet wird. DAS richtige Endergebnis. (Wenn´s denn funktioniert).

Die KI wird entsprechend der Rechenleistung auf Unmengen an Informationen, ALLEN verfügbaren Informationen, aus allen Bereichen unserer physischen Welt Zugriff haben können und somit auch dank logischer Zusammenführung (mathematischer Verknüpfung) dieser Informationen auch neue Ergebnisse liefern können.

Nur sind neue Ergebnisse keine neuen Erkenntnisse.

Nehmen wir einfach unseren „Hausverstand“

Was unterscheidet den Menschen vom auch humanoiden Roboter? Die naheliegende Antwort darauf ist z.B. das Empfinden. Warum so etwas Simples? Wenn der Mensch bis heute noch nicht entdeckt hätte, dass das Feuer ihm wohltuende Wärme bringt: Würde der Roboter, selbst wenn er durch Zufall beim Aufeinanderschlagen von zwei Feuersteinen und dem entstehenden Funken oder auch wenn ein kleines Feuerchen entstehen würde, die Erfahrung(!) umsetzen und das Feuer am lodern halten? Nein, würde er nicht, weil er nicht spüren kann, dass das Feuer ihn wohltuend wärmt und er Wärme in der kalten Jahreszeit braucht („Bewusstwerden eigener Regung“). Es sei denn, ihm wäre schon eingegeben, dass seine Gelenke spröde werden, wenn bestimmte Temperaturen unterschritten werden. Dann vielleicht.

Hätte ein humanoider Roboter angefangen Uran mit Neutronen zu bestrahlen (wie kommt jemand überhaupt auf diese Idee?), die beobachteten Fragen aufwerfenden Vorgänge versucht aufzuklären und wäre nach weiteren Versuchen mit speziellen chemischen Trenn- und Analyseverfahren zu dem Ergebnis gekommen, dass Atome spaltbar sind?

Atome sind das kleinste Element und nicht teilbar! Ist ihm eingegeben. Also nein.

Was fehlt der KI?

Ganz einfach. Erstens die Frage aus sich selbst heraus und zweitens die Idee! Ein Computer muss keine Idee haben. Schon deshalb, weil es ihm an nichts mangelt. Menschen empfinden Mangel und dieser Mangel war schon immer der innere Antrieb, diesen Mangel zu beseitigen, etwas zu finden, das diesen Mangel beheben könnte. Manche Erfindung, wie das Feuer, war natürlich einem Zufall geschuldet. Auch viele andere spätere Erfindungen.

Oder auch Fragen, die sich jemand stellte, weil Beobachtungen nicht mit den bisherigen Erklärungen zusammenpassten. Hier sei nur z.B. die Astronomie erwähnt.

Will ein Computer/ein humanoider Roboter aus sich heraus wissen?

Diese Frage ist eigentlich schon mit dem vorherigen Absatz beantwortet. Aber Nichtwissen ist auch ein Mangel, den mancher Mensch spürt, wenn für ihn eine Frage nicht beantwortbar ist. Er geht auf die Suche nach Antworten. Erstellt vielleicht eine These und geht auf die Suche nach Beweisen und Argumenten für diese These. Hier sind wir wieder bei der Frage und der Idee.

Wird sich ein humanoider Roboter jemals fragen, was der Sinn seines Daseins ist? Nein. Ihm wird eine bestimmte Aufgabe zugeschrieben oder sogar sehr umfangreiche Aufgaben. Er wird diese nicht selbst wählen. Ein humanoider Roboter wird weder sich noch jemals die Menschheit fragen (von selbst), was im Leben sinnvoll ist. Sie können die KI fragen, was der Sinn des Lebens ist und sie werden Antworten erhalten. Reichlich! Nämlich Gedanken, die Aristoteles, Schopenhauer, Nietzsche, Kierkegaard, Schiller, Platon und viele weitere auf diese Frage versucht haben zu geben. Oder Gott. Auch hier gibt es viele Antworten, die andere Denker als Gedanken formuliert haben, auf die die KI zugreifen kann. Er wird auch Fragen über den Sinn seines Daseins beantworten können. Argumente findet er in seinem Informationsnetz.

Die Reihenfolge der Antworten, die die KI uns gibt, ist durch die Wahrscheinlichkeit der „Treffgenauigkeit“ bzw. auch der algorithmischen Priorisierung (ChatGpt, Grok, …) geschuldet. Weiß der Fragende selbst etwas mehr, erhöht sich die Antwortgenauigkeit oder verändert sogar die Wahl der KI-Antwort.

KI kann gefährlich werden?

Ich stelle überhaupt nicht in Abrede, dass KI für uns Menschen gefährlich werden kann.

Allerdings nur in einer Richtung. Wenn der Mensch, und das geschieht leider zunehmend, aufhört, selbstständig zu denken. Wenn er glaubt, was ihm die KI als Antwort bietet, ohne sich oder eben die KI tief zu hinterfragen. Wenn er aufgibt, frei sein zu wollen und sich zum Hörigen der KI macht. Die KI „weiß“ vielleicht mehr als jeder von uns, aber das nur, weil er über dieses Speichervolumen (eingegeben vom Menschen, direkt und indirekt) und die hohe Rechenleistung verfügt, die diese Informationen so schnell abrufbar machen.

Oder könnte die Gefahr in einer stationären Gesellschaft lauern?

Stellen wir uns vor, im Jahre 1848 hätten uns Außerirdische Roboter in allen möglichen Formen mit dem ganzen bis zu 1848 bekannten Wissen der Erdwelt gesendet. Sie hätten die Felder bestellt, Waren hergestellt und transportiert, Haushaltsarbeit erledigt …. Gehen wir weiter davon aus, diese Roboter funktionierten mit Batterien höchster Kapazität. Die Rundumversorgung wäre gesichert gewesen. 150 Jahre Lebensdauer ohne Defekte für diese Roboter.

Der Otto-Motor hätte nicht erfunden werden brauchen? Carl Benz hätte vielleicht keine Notwendigkeit gesehen, eine Lösung zu finden, die das Tretkurbelfahrrad ersetzt und die Fortbewegung automatisiert? In den Fabriken und Bergwerken hätten die Roboter gearbeitet. Hier wären vielleicht Menschen auf die Idee gekommen, Filteranlagen zu erfinden, die den Dreck aus den Schornsteinen auffängt, weil die Menschen unter der Verschmutzung der Luft zunehmend kranker wurden. Wann wären all diese Dinge, die unsren Wohlstand, unser bequemes Leben heute umgeben, erfunden worden? Die Waschmaschine? Wozu? Die Wäsche wird durch Roboter am großen Kessel gewaschen.

Dieser kleine Absatz soll nur etwas deutlicher machen, das oben schon beschrieben ist. Der Mangel treibt uns zu vielen Neuerungen an. Ohne diesen Mangel gibt es wenig Grund sich und die Gesellschaft weiter zu entwickeln. Die Gesellschaft bleibt (weitgehend) stationär.

Dieses Schicksal könnte uns mit der Implementierung von KI in allen Lebensbereichen blühen. Angefangen bei dem fehlenden Interesse, selbst etwas wissen und lernen zu wollen, weil man das Wissen in der KI jederzeit abrufen kann und weiterhin nichts mehr lernen (Handwerk) braucht, weil die Arbeiten größtenteils von Robotern ausgeführt werden. Arme/armselige Gesellschaft!

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Führt KI zum Transhumanismus? Oder die Eingriffe ins menschliche Genom? Wird KI Pandemien, Krieg oder den Geschlechterwahn überwinden oder fördern? Hat KI ein eigenständiges Verhältnis zur sogenannten Klimakatastrophe? Befinden wir uns mit KI nicht eher auf einem Weg, den man „Todeskult“ nennen müsste, denn was ist die Menschheit ohne Menschlichkeit? Lesen Sie dazu die intelligenten Ausführungen von Karl Pongracz in seinem Werk „Todeskult“. Bestellken Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. 

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