------------------------------------

---------------------------------------

-------------------------------------

-------------------------------------

.

Friedrich Merz treibt die Energiewende voran

Von Wilfried Schuler 

Bei seinem kürzliche Besuch in Indien hat Friedrich Merz die Beschaffung von grünem Ammoniak zur Chefsache erklärt. Deutschland wird, wenn es nach diesen Plänen geht, jährlich 500 000 Tonnen grünes Ammoniak beziehen. Zur Erzeugung dieses Stoffes werden 6,5 TWh Solarstrom in Indien solange in verschiedenen Prozessen umgewandelt, bis 1,05 TWh im deutschen Netz ankommen.

Diese närrische Aktion wird detailliert berechnet und beschrieben unter Anderweltonline, Friedrich Merz wiegt Deutschland in den grünen Wasserstoff Traum. Man ist verblüfft über die Dummheit, die dieser Aktion innewohnt und hält eine Steigerung für unmöglich. Das ist ein Irrtum, den die Propagandisten nutzen, die den „Green Deal“ erfunden haben, um sich die Taschen zu füllen.

Gesetz ist Gesetz

Das Dogma der EU verlangt, dass grünes Ammoniak auch mit grünem Treibstoff transportiert werden muss. Verschiedene Werften arbeiten schon lange an Schiffsmotoren, die wahlweise Methanol oder Ammoniak benutzen können. Solche Motoren liefen schon vor über 100 Jahren. Wäre ihre Verwendung sinnvoll gewesen, hätten sie sich längst durchgesetzt. Die augenblickliche Begeisterung wird beim Ausbleiben der Zuschüsse und Sanktionen schnell einschlafen. Befassen wir uns etwas mit dem Treibstoff und seiner Beschaffung.

Ammoniak-Tanker aus Süd Korea

Ein standardisierter Großtanker wird von Hyundai Heavy Industries angeboten. Bei einem Fassungsvermögen von 93 000 Kubikmetern trägt er 72 000 Tonnen flüssiges Ammoniak. Als Anmerkung bleibt hier zu sagen, dass Erdölderivate die doppelte Energiedichte haben und ein Öltanker das Mehrfache von 72 000 Tonnen transportiert. Deshalb müssten 4-8 mal mehr Ammoniakschiffe als Öltanker fahren, um die gleiche Energiemenge zu transportieren. Dieser Transportaufwand wäre untragbar, und all das um mehr als 80% der eingefangenen Sonnenenergie zu verschwenden. Dieses Vorhaben entbehrt jeder Logik.

Es wären demzufolge 7 Ladungen Ammoniak jährlich nach Deutschland zu bringen. Schiffe dieser Größe verbrauchen mindestens 100 Tonnen Schweröl täglich. Bei einer Fahrzeit von 25 Tagen wären das 2500 Tonnen. Einschließlich der Rückfahrt würden jährlich 35 000 Tonnen Öl für alle Fahrten benötigt. Da der Heizwert von Ammoniak nur halb so groß ist wie der von Schweröl, würden die Tanker 70 000 Tonnen Ammoniak verbrauchen und könnten nur 430 000 Tonnen in Deutschland abliefern. 20% davon, nämlich 86 000 Tonnen, werden dann nutzlos im Cracker verbrannt. Ex Cracker erhält man 60 000 Tonnen Wasserstoff, der mit 45% Wirkungsgrad im Kraftwerk in Elektrizität umgewandelt wird.

60 000 kg x 33,3 kWh/ x 0,45 = 0,9 Millionen kWh = 0,9 TWh

0,9 TWh Netzstrom sind der schäbige Rest von 6,5 TWh Sonnenenergie aus Indien. Buchstäblich auf der Strecke geblieben sind 86% der in Indien anfänglich erzeugten Energie.

Deutschland hat in 2025 rund 530 TWh an Strom verbraucht. Selbst erzeugt wurden 440 TWh. 90 TWh davon sind entweder Atom- oder Kohlestrom aus Frankreich und Polen oder Speicherstrom aus den Alpen. Speicherstrom ist ein Danaergeschenk der Energiewende. Er kostet einen Malus bei der Verklappung um die Mittagszeit und viel Geld, wenn er am Abend teuer zurückgekauft wird. Auch mit den größten Anstrengungen wird es Merz in seiner Amtszeit nicht gelingen, mit 0,9 h TWh Portionen einen fühlbaren Beitrag zum 440 TWh betragenden jährlichen Stromverbrauch zu liefern. Sein Beitrag, anders als beim Schuldenmachen, wird hinter dem Komma verschwinden

Untersuchen wir deshalb, welche Umweltrelevanz diese unsägliche Aktion erzeugt.

Auswirkungen des grünen Ammoniak aus Indien auf die globale Umweltbilanz

Um 1 kWh (1000 Wh) elektrische Arbeit zu generieren, muss man 0,4 kg Kohle verbrennen. Rechnet man 0,0004 Tonnen x 0,9 TWh : 1000 Wh = 360.000 Tonnen Kohle. Diese wiederum verbrennen zu 1,32 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Damit geht man in Deutschland hausieren und behauptet dreist, Deutschland habe diese 1,32 Millionen Tonnen eingespart. Tatsächlich sind aber große Mengen CO2 in China und anderen Ländern bei der Herstellung der Anlagen und der Gewinnung der Rohstoffe zur Energiegewinnung angefallen, nicht zu rechnen die Baumaßnahmen für die Anlagen, den Bau der Tanker usw. Dieses CO2 belastet die Klima-Bilanz der fleißigen Länder, während Klimafans in Deutschland sich mit „Einsparungen“ brüsten.

Solche Bilanzierungen stellen die Tatsachen auf den Kopf. Sie entbehren schon an sich jeder Logik. Eingedenk der Tatsache, dass es nur eine übrigens recht gut durchmischte Atmosphäre gibt, sind solche Betrachtungen vollkommen idiotisch. Der Verbraucher des indischen Wasserstoffs, der durch seine Nachfrage die CO2- Emissionen ausgelöst hat, erhält einen Bilanz-Bonus. Die nützlichen Idioten anderswo werden bestraft.

Was wäre wenn…

der erzeugte Strom, nämlich 6,5 TWh, in Indien und den Nachbarländern verbraucht würde? Dann bekämen diese Länder einen Bonus. Sie hätten analog der obigen Rechnung 2,6 Millionen Tonnen Kohle verbrennen müssen und damit 9,5 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Und der gewaltige Aufwand, um den nutzlosen Stickstoff nach Deutschland zu bringen, hätte nicht sein müssen.

Der Grüne Zauber versteckt gigantische Verluste hinter einer verlogenen Propaganda. Der Wasserstoffrat macht Small Talk und hinter den Kulissen läuft die Vernichtung von Kapital und Ressourcen.

Die Verantwortlichen wissen das und es geschieht nichts.

Siehe Video aus 2024 min   22´30 – 23´30 

Nach oben