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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 41
Abwegiges – Schwurbeleien - Unsinn
Eine Satire von Werner Roth
Das intellektuelle Niveau in der allumspannenden Matrix ist so dermaßen irrsinnig, dass man es eigentlich nur noch im Vollsuff ertragen kann. Sie erinnern sich hoffentlich noch an die seit Wochen rausgeplärrten Parolen, die Deutschen müssten länger und mehr arbeiten?
„Wir müssen die Beschäftigten zu mehr Arbeit treiben“, wie Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende in einer deutschen Talkshow zum Besten gab. Ob die damit intendierte Assoziation des Peitschen schwingenden Sklaventreibers gewollt war oder nicht, bleibt spekulativ.
Eine Nachfrage zu dieser Aussage bei der so genannten „KI“ läuft inzwischen ab, wie das simple Leitmotiv für Anhänger von „UnsererDemokratie“: Jeden möglichen Vorwurf sofort umdrehen und gegen den Gegner richten. Das Ganze so schnell, dass der vollkommen verdutzt gar nicht mehr reagieren kann.
Die „KI“ antwortet über sich selbst: „KI erkennt Muster in riesigen Datenmengen und wählt dann aus, was statistisch am besten passt. … Das wirkt manchmal sehr schlau, ist aber im Grunde ein sehr komplexes Wiedererkennen und Wiederholen.“
Der „Maggus“ ist beim Mehr-Schuften-gegen-Putin als Obernarr logisch ganz vorne dabei, aber ebenso, wie jedes Jahr, auch beim Fasching. Diesmal haben seine Berater-Lakaien mal wieder eine Bombenidee für den Einzigartigen aus dem Hut gezaubert. Södolf ging als „Braveheart – Es kann nur einen geben“ ins närrische Treiben. Ein besseres Motto in Zeiten des Endkampfes kann man sich nicht mehr verpassen lassen. Trotz allem munkeln manche weiterhin: „Dea gonze Bua a Depp!“
Wir haben schon bald keine „Kritische Infrastruktur“ mehr, sondern nur noch Infrastruktur in kritischem Zustand.
Ständig prasseln die Meldungen von Rekordarbeitslosenzahlen, Firmenpleiten en masse und jährliche Immigration in der Größenordnung einer mittleren Großstadt auf das Volk hernieder. Selbst wenn die Zuwanderer aus lauter Nobelpreisträgern bestünden, würden die in einer Wirtschaft mit viel zu geringer Nachfrage kaum einen produktiven (!!!) Arbeitsplatz schaffen. Na gut, einen oder zwei, vielleicht. Angebot – Nachfrage? Schon mal gehört? „Gäht des nua nei in dene ia vanoglts Hirn?“
Frage: Wie blöd muss man sein, um nicht zu erkennen, dass in einem Land, das permanent Arbeitsplätze verliert, weil das Angebot von Produkten und Dienstleistungen wegen zu hoher Preise nicht mehr verkauft werden kann, vor allem aufgrund von zu hohen Herstellungskosten (Energiepreise), jede Stunde Mehrarbeit die Misere nur noch zusätzlich verschlimmert?
Diese blanke Unkenntnis von grundlegenden wirtschaftlichen Zusammenhängen ist schon atemberaubend. Was bleibt von Deutschland, wenn die 3 stärksten Säulen der hiesigen Wirtschaft platt gemacht worden sind? Auto-Industrie, Maschinenbau, Chemie schrumpfen wie Turtur, der Scheinriese, wenn man mal näher hinschaut.
Der gleiche Denkkategorienfehler wird übrigens beim Thema Rente gemacht. Denn es geht nämlich nicht um die Anzahl von arbeitenden Personen, sondern schlicht um den tatsächlichen Mehrwert, der für die Rente zur Verfügung steht. Egal ob früher von 100 Leuten erwirtschaftet oder jetzt von 10. Produktivitätsfortschritt? Effizienzsteigerung?„Scho amoi k‘head?“
„Die Guten™“ haben nicht nur den Ausgang aus ihrer selbstverschuldeten Blödigkeit verpasst, sondern die haben auch sämtliche Ausgänge von innen verrammelt.
+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!
Eliten verspeisen kleine Kinder! Hillary Clinton in der NYT: „Die kleinen Popos der 3-jährigen, schön rösch rausgebraten, sind exquisit!“ Ganz ruhig! Das sind selbstverständlich fake-news. Doch was würde passieren, wenn dies zig-fach belegt und praktisch vollständig bewiesen im Zuge der Epstein-Geschichte gemeldet würde? Ziemlich sicher nicht viel.
Sie finden das vielleicht sogar geschmacklos? Nun, dieses Attribut in diesem Zusammenhang kann man auch als degoutant bezeichnen. Das wahrhaft Verwerfliche ist doch die Kaltherzigkeit und selbstbezogene Abgestumpftheit, die in „UnsererDemokratie“ konstituierend, also wesensbildend, sind.
Die bisherigen Reaktionen auf die menschlichen Abartigkeiten und Gepflogenheiten in den immer noch so bezeichneten „besseren“ und „höchsten Kreisen“, die in diesen Epstein-Files auftauchen, sind auch mit noch so viel Erbrochenem kaum wegzufluten. Da gereicht die Benennung dieser höher gestellten Wesen als Zombies schon zur Verharmlosung der armen Untoten. „High Society? I wea narrisch!“
Übrigens: Ein Blick in alte und ganz alte Quellen unterstreicht, dass das Verspeisen von Kinderfleisch als Symbol absoluter Macht schon ewig ganz oben ansteht.
Haben die Schwurbler am Ende schon wieder Recht?
Hinsichtlich dieser Epstein-Saga hält der Autor Lucas Leiroz da nicht mehr hinterm Berg: „Und die unbequeme Wahrheit, die unmöglich zu ignorieren ist, lautet, dass all dies immer noch Teil eines noch tieferen und makabreren Plans des Deep State sein könnte – der sowohl Demokraten als auch Republikaner umfasst –, um das „Epstein-Problem“ durch eine brutale Kampagne kollektiver Abstumpfung zu „lösen“, indem in der öffentlichen Meinung die Vorstellung „normalisiert“ wird, dass die westliche Elite aus Pädophilen, Satanisten und Kannibalen besteht.“
Bob Moran drückt sich dazu ungekünstelt anschaulich aus: „Glaube ich, dass Epstein ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter ist/war? Ja. Glaube ich, dass viele reiche und berühmte Menschen pädophile Aktivitäten ausüben? Ja. Glaube ich, dass die „Epstein-Akten“ nur ein von einer KI generierter Haufen Unsinn sind, der aus sechs Jahren Gerüchten in Verschwörungstheorie-Chatrooms zusammengebastelt wurde? Ja.“
Bestätigt wird das auch von Lars Grünewald: „Aufgrund fehlender Selbstreflexion bleiben den Menschen ihre eigenen Charaktereigenschaften dabei vollkommen unbekannt: Eine Gesellschaft, die ihre eigene Dekadenz erkennt, wäre ein Widerspruch in sich.“
„Das ist keine Verschwörung: Es ist die Logik der Macht.“
Der Dichter Lucan, der die Abartigkeiten Neros genießen durfte, schrieb, dass man angesichts „der schwersten Katastrophen“ den Beweis habe, dass „die Götter nicht um unsere Sicherheit besorgt sind, sondern um unsere Bestrafung“.
Der Hegemon besinnt sich unterdessen mehr und mehr auf das unspektakulärere, lautlosere Töten. Statt Videoclip-taugliche „Shock and Awe“ wie im Irak zu produzieren, macht man es inzwischen mehr israelisch. Subtiler, hinterhältiger, boshafter und niederträchtiger.
Das Bild, mittels eines Kissens jemand zu ersticken, drängt sich v.a. in Bezug auf Iran auf. Denn hier wird die Gefahr der Entdollarisierung, einer alternativen widerständigen Staatsführung und eines Demonstrationseffekts, des Beweises, dass Ungehorsam gegen den US-Hegemon erfolgreich sein kann, bekämpft.
Im Focus steht die Verhinderung einer multipolaren Gegen-Welt durch eine Verunmöglichung von Frieden und Stabilität. Nur mal so nebenbei bemerkt: Persien, heute Iran, war übrigens das erste Großreich der Geschichte überhaupt.
Das mit dem Untergang des „Imperiums der Lügen“ zieht sich und zieht sich.
Napoleon sagte, im Krieg verhalte sich das Psychologische zum Physischen wie 3 zu 1. Wenn man diese These aufgreift, wer ist dann wem überlegen? Das „Imperium der Lügen“ dem ganzen anderen Rest? Oder andersrum?
Victor Klemperer brachte es 1947 treffend auf den Punkt: „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Gleichzeitig zur Gehirnvergiftung durch die fortschrittlichsten Manipulationsmethoden verfolgen alle westlichen „Eliten“ eine Formel wie ein bestens dressierter Hund: „Zerstöre alle bisherigen Ordnungen, das schafft Chaos, um die Menschen aufzuhetzen, und präsentiere dann eine Lösung für das Chaos unter dem Deckmantel „des Guten™“.“ Denn sie sind das erste faschistisch-totalitäre Unterdrückungs-Regime in der gesamten Menschheitsgeschichte, das auf der Seite „des Guten™“ steht. Äähhääm, ...Späßle g’macht...
Die fühlen sich alle wie Major Tom: „völlig losgelöst…“ Nur dass der Major immerhin noch einen Scherz gemacht hat ….
Können „die Guten™“ in ihren Denk-Käfigen das jemals verstehen?
Der Vatikan der Hochfinanz, geläufiger als City-of-London oder nur als „die City“, also das „Imperium der Lügen“, zappelt wie verrückt in seinen eigenen Fallstricken. Die produzieren zwar Chaos, wo es nur geht, aber vor allem chaotisieren sie nun vordringlich die Seehandelswege. Zu arg viel mehr reichts wohl nicht mehr…
„Alles auf Anfang“ könnte man denken, denn mit Raub, Mord und Piraterie begann einst der Aufstieg des „British Empire“ unter Elisabeth der Ersten im Vorfeld und im Nachklang des Untergangs der spanischen Armada 1588. Wobei vorher dermaßen viel Gold und Silber von den spanischen Galeeren erbeutet wurde, dass mit diesem Raubgut erst die englische Flotte aufgebaut werden konnte.
Im Hier und Jetzt wird, wie die fantastische Dagmar Henn konstatiert, alles getan, „das eigene Polster vor dem Absturz noch etwas zu verstärken.“ Denn die permanenten Katastrophenmeldungen „bieten eine Möglichkeit für Insiderhandel, vorausgesetzt, man gehört zu jenen, die vorab Kenntnis von anstehenden Ereignissen haben.“ Je größer die Volatilität „der Märkte“, desto höher die Spekulationsgewinnmöglichkeiten.
Die Deepies wissen – im Gegensatz zu den oppositionellen Kreisen - halt ganz genau, was sie wollen, nämlich „die Erhaltung ihres persönlichen Reichtums samt seiner politischen Reichweite.“
Ob das eine ultrafaschistische Dystopie ist, die sich da im Westen gerade manifestiert? Das kann aber doch nicht sein, weil‘s nicht sein darf. „Des dadn de do nianed macha, oda doch?“
„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Gandhi
Wer irgendwo eine Tendenz, ein „Fitzelchen von Schale von Zitron‘“ (Serge) von einem Silberstreif am Horizont der Hoffnung sieht, der Zuversicht vermittelt, darf das gern behalten und einrahmen.
Ansonsten: Zurücklehen! Show genießen! Welche Generation hat schon das "Vergnügen“, einem Zivilisationsuntergang solchen Ausmaßes live und in Farbe beiwohnen zu können? Sehen Sie. „Always look on the bright side of life…“
Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/




