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Demokratie ist wie Beton

Eine kurze Rezension von Peter Haisenko

Seit geraumer Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, eine größere Abhandlung über die real existierende Demokratie zu verfassen. Das Thema ist komplex und im Rahmen eines Artikels kaum zu bewältigen. Jetzt hat mir Egon W. Kreutzer diese Arbeit abgenommen, mit seinem Werk „Demokratie – Fiktion der Volksherrschaft“. Dieses Buch mit 233 Seiten in lesbarer Schriftgröße kann ich nur empfehlen.

Bereits im Vorwort macht Kreutzer Appetit zum weiterlesen. Er führt zunächst aus, dass der Zusammenhang zwischen Freiheit und Demokratie zu kurz gefasst ist. Ich zitiere auszugsweise:

Freiheit gibt es, ohne Zweifel, doch sie hat ihren absoluten Charakter eingebüßt. Freiheit ist zur Ware geworden und kann gegen Bezahlung in unterschiedlichsten Graden der Abstufung erkauft werden. Doch es ist nicht der Staat, der mit „Freiheit“ Handel treibt. Der Staat greift nur insoweit in den Freiheitsmarkt ein, als er mithilft, die Freiheit zu einem knappen Gut zu machen und damit die Preise hochzuhalten. Der Staat kauft quasi – per Gesetz – jeden Überschuss an Freiheit auf und zwingt die Bürger damit an jene Futterkrippen, wo die letzten, erbärmlichen „Freiheitskrümel“ wohlfeil angeboten werden.“

Im Weiteren führt Kreutzer schlüssig vor, welche Defizite in einer alternden Demokratie unausweichlich sind und dass Kapitalismus und Demokratie überhaupt nicht zusammen passen, ja, sich eigentlich ausschließen. Er ist dabei aber keineswegs ein Feind oder Verächter der Demokratie oder Marktwirtschaft. Er beschreibt lediglich, wie es zur aktuellen „Demokratie im Endstadium“ kommen musste. Doch er lässt es nicht dabei bewenden, sondern zeigt wohldurchdachte Perspektiven auf, wie Demokratie zurückgeführt werden könnte zu ihrem ursprünglichen Sinn, nämlich den einer echten Volksherrschaft.

Intelligente Einlagen philosophischer Natur erfreuen den kritischen Geist mit Überschriften wie: „Der innere Widerspruch der Freiheit“, „Freiheit – wovon?“, „Die Endlichkeit der Freiheit“, „Freiheit – wozu?“ und „Die Endlichkeit der Unfreiheit“. Erhellend sind auch die Ausführungen über Homogenität als Voraussetzung für Demokratie, die zwangsläufig zu Betrachtungen über die Migrationspolitik und Parallelgesellschaften führen muss.

Egon W. Kreutzer lässt den Leser seines Werks keinesfalls in hilfloser Agonie zurück. Im Gegenteil macht er Hoffnung, indem er aufzeigt, wie letztlich einfach Demokratie in leicht reformierter Form zum Wohle der Allgemeinheit gestaltet werden kann. So kommt denn auch der Titel dieser Kurzrezension zustande, der auf der Rückseite des Werks zu lesen ist und einem alten Reklamespruch entlehnt ist: Demokratie ist wie Beton. Es kommt darauf an, was man daraus macht!

Demokratie – Fiktion der Volksherrschaft“ ist ein Muss, eine Bereicherung, für jeden, der sich Gedanken über verschiedene Formen von Staatlichkeit gemacht hat und auch für die, die sich bis jetzt noch nicht an dieses komplexe Thema gewagt haben. Sie können dieses Werk im Buchhandel erwerben oder direkt beim Verlag bestellen hier: https://ewkshop.de/Demokratie-Fiktion-der-Volksherrschaft-Auslieferung-ab-ca-20-Maerz-2018

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