------------------------------------

---------------------------------------

-------------------------------------

-------------------------------------

.

Welchen Anteil hat der Umgang mit Israel an den Krawallen in Europa?

Von Peter Haisenko 

Betrachtet man den gewaltsamen Aufruhr in Frankreich ist festzustellen, dass sich da eine unheilige Allianz zwischen protestierenden Schülern, Studenten und muslimischen Arabern gebildet hat. Die Schüler demonstrieren gegen Krieg und für bessere Verhältnisse im Bildungssystem. Araber hingegen konzentrieren ihren Zorn auf das unmenschliche Verhalten Israels gegenüber Palästinensern.

Jegliche Kritik an Israel wird in der BRD als antisemitisch abgekanzelt. Das ist eine Sprachverzerrung, denn Israel ist ein Kasaren-Staat. Vom Beginn der Gründung des Staats Israel an. Kasaren sind keine Semiten, Araber und Palästinenser schon. Das sollte man wissen, wenn Araber Antisemiten genannt werden. Semitische Israelis, also ethnische Juden, nicht nur Menschen jüdischen Glaubens, werden in Israel als Bürger zweiter Klasse angesehen. Kasaren wurden früher als „Ostjuden“ bezeichnet und sind europäisch sozialisiert. Dieses Wort Ostjuden habe bei meiner letzten Israelreise dort nach langer Zeit wieder gehört. Von einem semitischen Juden und es war keineswegs freundlich gemeint. Eheschließungen zwischen Kasaren und Semiten sind verpönt und finden eher selten statt. Israel hat da eine interne Unstimmigkeit. Erinnern Sie sich dazu an das Werk des Juden Schlomo Sand: „Die Erfindung des jüdischen Volkes – Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand“. Bis 1930 gab es kein Land außer Deutschland, in dem Juden alle Bürgerrechte uneingeschränkt ausüben durften.

Das Deutsche Reich war mit arabischen Staaten und dem Osmanischen Reich freundschaftlich verbunden. Man bestaune die prunkvolle Moschee in Potsdam, die der Kaiser bauen ließ, oder König Ludwigs Haus am Schachen, das einen Prunksaal im maurischen Stil aufweist. Kaiser Wilhelm II war mit dem osmanischen Sultan Abdul Hamid II freundschaftlich verbunden. Der hat ihm 1903 das Protektorat über Palästina verliehen. Es gab einfach keine Probleme zwischen Christen und Muslimen, zwischen Deutschen und Arabern/Osmanen. Ebenso gab es nahezu keine Zuwanderung aus dem Nahen- und Mittleren-Osten nach Europa. Ganz gleich in welcher Richtung, man hieß sich willkommen. Der „Orient-Express“ wurde gebaut und das darf als Beweis gelten, für die guten Beziehungen. Es gab sogar eine eher unrühmliche Verbindung, als Hitler eine SS-Einheit aufstellen ließ, die aus Arabern und Palästinensern bestand. Der Kommandeur war der Judenhasser Al Husseini. Dieser Judenhasser ist von England erst zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden, aber nur ein Jahr später zum Großmufti von Jerusalem erklärt worden. Wiederum von England. Ein übler Bursche.

Ohne den Hass hätte es kein Israel gegeben

Bis 1948 hatte England den Hass zwischen Palästinensern und Juden so weit voran gebracht, dass die Gründung des Staats Israel alternativlos erschien. Mit dieser Gründung 1948 begann der Ärger. Genauer die Vertreibung der Palästinenser und der Krieg mit allen Nachbarn. Von da an flüchteten Menschen aus dieser Gegend, vor allem aus dem Libanon, nach Europa, vornehmlich nach Deutschland. Das waren damals gut gebildete Leute, Ärzte, und sie waren wohlgelitten. Wegen dieser Vertreibung bildete sich eine propalästinensiche Unterstützergruppe in Deutschland und die RAF schickte ihre „Kämpfer“ nach Palästina zur militärischen Ausbildung. Etliche Flugzeugentführungen fanden statt, um irgendwie Israel die Stirn bieten zu können. Das hat unser Land, den gesamten Westen, drastisch verändert. Vormals offene Flughäfen wurden zu Sicherheitszonen und die Unschuldsvermutung war beendet. Jeder musste sich wie ein Verbrecher behandeln lassen, bevor er in die Nähe eines Flugzeugs gelangen durfte. Immer noch gab es keinen allgemeinen Hass gegen Muslime. Die Flüchtlingsströme waren noch kleine Rinnsale.

Bis 1990 war die Welt einfach. Die Sowjetunion war der Feind. Auch in den Filmen aus Hollywood. Für das folgende Jahrzehnt wechselte das zu Arabern und Jugoslawen/Serben. Hollywood hat die Welt auf den Jugoslawienkrieg vorbereitet und die Angriffskriege gegen Irak und andere arabische Länder. Nachdem Putin in der Russischen Föderation Präsident geworden ist und das Land aus dem Tal der Tränen holte, hatte auch Hollywood seine Bösewichter aus Russland aufgestellt. Arabische Muslime waren aber nach wie vor keine Guten dort. Man sollte im Gedächtnis behalten, dass Hollywood jüdisch dominiert ist und das US-Militär ebenfalls mitredet. Der große psychologische Feldzug gegen muslimische Araber wurde mit dem Angriff am 11. September 2001 zementiert, obwohl die Täterschaft bis heute zweifelhaft ist. Von da an war es „politisch korrekt“ arabische Länder ins Chaos zu bomben, was niemals als „Angriffskrieg“ bezeichnet worden ist.

Israel wurde niemals zur Einhaltung der UN-Vorgaben gezwungen

Auch Israel hat seine Politik der Vertreibung und Unterdrückung der Palästinenser verschärft und kein westliches Land hat das angemessen behandelt. Nachdem Israel Gasa in Schutt und Asche gebombt hat, ist die internationale Unterstützung der Exil-Araber für Palästinenser stark angewachsen. Wiederum hat sich der Westen in dieser Hinsicht nicht bemerkbar gemacht. So hat sich eine verzweifelte Wut in arabischen Kreisen breit gemacht. Die wird aber unterdrückt, indem es als „politisch unkorrekt“ eingestuft und verfolgt wird, wenn jemand auf das Unrecht hinweist. Was mit kleinen Demonstrationen begann, hat sich jetzt ausgewachsen zu gewaltigen Krawallen. Zunächst in Frankreich, das eine große Anzahl an muslimischen Arabern beherbergt. Da haben die Palästina-Unterstützer die Chance ergriffen, im Schutz der Studentenkrawalle ihr Anliegen gewaltsam zu demonstrieren. Während die Studentenkrawalle weniger zerstörerisch sind, gehen die Pro-Palästinenser in die Vollen und verursachen gewaltige Schäden inklusive Raub, Plünderungen und Feuer. Frankreich brennt. Jetzt schwappt das auf Italien rüber.

In Deutschland ist es noch verhältnismäßig ruhig, aber es baut sich eine zweite Front auf. Nämlich die von der linken Seite. In Berlin wird die Wahlsiegerin Die Linke angegriffen vom Zentralrat und seinen Freunden, weil es dort zu viele gibt, die dem israelischen Vorgehen kritisch gegenüber stehen. Die sollen nicht regieren dürfen, wenn sie nicht kollektiv ihre Liebe zu Israel demonstrieren. So, wie es jeder tun muss, der die deutsche Staatsbürgerschaft anstrebt. Das heißt, dass die „Israelfront“ über den Wählerwillen gestellt wird. Da muss ich irgendetwas mit der Meinungsfreiheit und der Demokratie falsch verstanden haben. Ich sehe das andersrum. Wer keine Kritik am Vorgehen Israels in Gasa und dem Westjordanland übt, bei dem muss der moralische Kompass aus dem Gleichgewicht gekommen sein. Merkels „Staatsräson“ hin oder her. Selbst die UN spricht offen von einem Völkermord und wie kann man das kritiklos hinnehmen. Die zugewanderten Muslime tun das offensichtlich nicht und das wird zu einem Pulverfass.

Normale Demos und die propalästinensischen

In den südeuropäischen Ländern wird schnell demonstriert, auch bei kleineren Anlässen, und dann ist´s gut. Was da aber jetzt zu beobachten ist, sprengt alle bekannten Grenzen. Eben weil sich die Israelkritiker einbringen und ihrer angestauten Wut freien Lauf lassen. Wut auch über ihre soziale Stellung. Es ist nicht ihr Land, es sind nicht ihre Häuser, und so haben die auch wenig Motivation, dieses Land von Verwüstungen zu verschonen. Die Frage muss gestellt werden, was der Auslöser für diese Wut ist. Es ist das Vorgehen Israels gegenüber den Palästinensern, denen einige prominente Politiker in Jerusalem das Menschsein und das Lebensrecht abgesprochen haben. Die hilflose Wut darüber, dass Israel Palästinenser vertreibt und ermordet und niemand es wagen darf, das zu kritisieren. Ich gehe davon aus, dass das Wutpotential erheblich geringer wäre, wenn die deutsche Regierung und die anderer Länder entschieden gegen die Völkerrechtsbrüche Israels vorgingen. Dann müssten es die Palästina-Freunde nicht selbst tun.

Der Krieg gegen den Iran, die Kriege, sind von Israel vom Zaun gebrochen worden und die USA wurden leider sehr willig hineingezogen. Diese Kriege haben neben dem Hass auf Russland die Energiepreise in schwindelnde Höhen getrieben. Das gefällt auch Max Mustermann nicht. Auch die unerschütterliche Gefolgschaft des Kanzlers zu Israel dürfte dazu beigetragen haben, dass seine Sympathiewerte auf historischem Tief gelandet sind. Aber darüber darf nicht gesprochen werden. Dieses Thema ist tabu. Ich sehe hier die Gefahr, dass sich so ein breiterer Widerstand gegen Israel aufbaut, der irgendwann ausufern kann. In den USA ist die Zustimmung zu Israel auf unter 30 Prozent gefallen. Eine derartige Frage wird von deutschen Umfrageinstituten nicht gestellt, darf wahrscheinlich nicht gestellt werden. Abgesehen davon, dass auf eine solche Frage keine ehrlichen Antworten zu erwarten sind. Zu groß ist die Gefahr, als „Antisemit“ abgestempelt zu werden. Siehe Die Linke in Berlin.

Doppelmoral fördert die Gewaltbereitschaft

Die unerträgliche Doppelmoral des Westens, die der BRD gegenüber Israel, wird von den Deutschen kaum wahrgenommen, weil sie über Jahrzehnte zu Israel- und Amerikafreunden erzogen worden sind. Merkels Migranten haben aber diese Erziehung nicht genossen und so ist ihr Blick auf Israels Gräueltaten unverstellt geblieben. Das ist ein Pulverfass, das gerade in Frankreich hochgeht. Wie wird sich das in Berlin mit seinen Clanstrukturen entwickeln? Frankreich kann immerhin sein Militär für Ruhe und Ordnung einsetzen und nicht mal das hilft wirklich. In Deutschland darf das Militär nicht im Inland eingesetzt werden. Wie lange wird dieser Grundsatz halten, wenn es hart auf hart kommt? Um das zu verhindern, muss die BRD-Regierung zurückfinden zu den Grundsätzen der Menschenrechte, die für alle Menschen gelten. Auch für Palästinenser und Araber. Wo immer es nichts bringt, wo es „gefahrlos“ ist, setzt sich Deutschland für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Überall, nur eben nicht, wenn es um Israel und die Palästinenser geht.

Diese einseitige Haltung wird die Liebe zu Israel auch in Deutschland nicht fördern. Unter Freunden halte ich es für eine Pflicht, auch den Freund in seine Schranken zu weisen. Findet das nicht statt, erweist man dem Freund keinen guten Dienst. Im Gegenteil fördert man so unterdrückte Ressentiments. Das Verhältnis zu Juden in Deutschland kann nur auf eine breitere positive Basis gestellt werden, wenn Juden in Deutschland nicht mehr eine Sonderstellung zugebilligt wird. Wenn nicht mehr sofort die Antisemitismuskeule geschwungen wird, wenn berechtigte Kritik an Israel vorgebracht wird. Wenn jeder seine Meinung frei und gefahrlos äußern kann, auch wenn es um Juden oder Israel geht. Unterdrückung fördert Widerstand. Ich jedenfalls und meine jüdischen Freunde wollen einen unverkrampften Umgang miteinander. Einen Umgang, wie er normal sein sollte, bei dem man eben unter Freunden Klartext reden kann. Alles andere kann nicht zu einem unverkrampften Umgang miteinander, zu echter Freundschaft führen. So, wie es zur Kaiserzeit und bis Ende der 1920er Jahre war. Wie es das nur in Deutschland gab. Vergessen wir das nicht! 

Ich weiß nicht, ob das Bild vom Eiffelturm rechts real oder KI ist. Sollte es real sein, dann gute Nacht Frankreich. 

-------------

Der Hass zwischen Juden und Arabern ist von England gezielt hergestellt worden, um dort auf Dauer instabile Verhältnisse zu schaffen. Ist es folglich England, das für das ganze Schlamassel in Palästina und jetzt in Deutschland/Europa verantwortlich zeichnen muss? Lesen Sie dazu die Zusammenfassung der Geschichte Palästinas von 1916 bis 1948. Laden Sie die PDF hier kostenfrei herunter. 

Zu Bild unten: Gab es einen Protest aus Berlin zu diesem ungeheuerlichen Vorfall? 

Nach oben