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Können zwei Pistolen und eine Rentnergang staatsgefährdend sein?
Von Peter Haisenko
In der BRD wird eine hybride Bedrohungslage konstruiert, auf Teufel komm raus. Natürlich ist Putin schuld, wenn nichts mehr richtig funktioniert. Wie sonst kann den Bürgern vermittelt werden, dass hunderte Milliarden in die Rüstung gesteckt werden?
Es ist immer schön, wenn ein Feind ausgemacht ist, an dem man sich abarbeiten kann. Bis vor Kurzem waren das die „Reichsbürger“. Da hat man sich nicht entblödet, eine Rentnergang zu inhaftieren, die doch tatsächlich ein Luftgewehr hatte. Wie irrsinnig das ist könnte man daran festmachen, dass bis jetzt noch nicht einmal eine ordentliche Anklageschrift vorgelegt worden ist. Wider gültiges Recht wird die maximal zulässige Untersuchungshaft beiseite gelegt, ignoriert. Mittlerweile sind die ersten von der Rentnergang schon verstorben. Während ihrer Untersuchungshaft. Offensichtlich setzt man darauf, dass dieses Problem ausstirbt, bevor in einem Prozess öffentlich werden kann, dass sich diese „Reichsbürger“ auf Urteile des Verfassungsgerichts berufen, die im Jahr 1974 gefällt worden sind. Mehr darüber finden Sie in diesem Werk: „Unsere Demokratie mit Schmidt 1974 – 1982“
https://anderweltverlag.com/p/unsere-demokratie-mit-schmidt
Die „Reichsbürger“ waren aber nur ein Lückenfüller, um zwischendurch die Gefahr von Rechts nicht zu kurz kommen zu lassen. Der „ewige Feind“ ist aber Russland, wie es mancher Minister schon formuliert hat. Und natürlich Putin persönlich. Alles, was Russland vorgeworfen wird, bedarf keines schlüssigen Beweises. Putin ist der Satan persönlich und ermordet alles, was ihm nicht passt. Und natürlich bedroht er Deutschland. Da war doch eine Drohne am Leipziger Flughafen, ganz in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde gesetzt, dass es sich nur um eine russische Drohne handeln kann, obwohl der Innenminister Dobrindt das nicht bestätigen will. Ja, wer sonst könnte das gewesen sein? Wo es doch eine „hochprofessionelle“ Drohne war? Ja genau, die war so professionell, dass nicht einmal die angebrachte Sprechladung explodieren konnte, nachdem sie von einem Flughafenangestellten mit einem Fusstritt außer Gefecht gesetzt worden ist. Ach ja, es wurden DNA-Spuren gefunden, die allerdings zu einem baltischen Staat passen. Wen interessiert das schon?
Zwei, ganze zwei Pistolen!
Jetzt wird ein großes Tamtam gemacht über den Fund von zwei eingegrabenen Handfeuerwaffen, also Pistolen. Der Fund ist fast ein Jahr alt. Wieviel Munition da beilag, wird nicht berichtet. Aber klar ist schon, dass es sich um Russland handeln muss, das hinter diesem Waffenversteck stecken muss. Und diese zwei Pistolen sind „staatsgefährdend“. Ich sage, in etwa so sehr, wie das Luftgewehr der „Reichsbürger“. Weil dieser Fund in der Nähe von Berlin ist, denke ich da eher an ein Versteck von irgendeinem Clan. Ach nein, kann ja nicht sein, denn das wäre ja fremdenfeindlich. Im Gegensatz dazu ist „russlandfeindlich“ politisch korrekt. Also nochmals: Zwei Pistolen in einer Erdgrube im Wald sind staatsgefährdend! Der Beschuss des russischen Hinterlands mit deutschen Waffen und deutscher Hilfe natürlich nicht. Doch blicken wir dazu ein wenig in die jüngere Vergangenheit.
Sagt Ihnen „Gladio“ noch etwas?
Gladio war eine Geheimorganisation der USA, die nach dem WKII große versteckte Waffendepots in Italien und Deutschland angelegt hatte, für einen Partisanenkrieg, falls die Sowjetarmee Deutschland und Italien besetzt hätte. Da lagen wirklich gefährliche Waffen und Munition versteckt, in großer Menge, die wirklich für massive Aktionen geeignet sind. Wie viele davon immer noch, bis heute, in ihren Verstecken lauern, ist unbekannt. An dieser Stelle wird die alte Masche wieder sichtbar. Man wirft dem Feind das vor, was man selbst tut, der aber nicht. Das ist schlimmer als Doppelmoral, denn es ging nicht einmal eine konkrete Handlung voraus. Diese Anwürfe sind frei erfunden, um ein Feindbild zu festigen. Bezüglich Gladio: Es war eine Operation der CIA, aber sehen Sie nur kurz hier rein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gladio
Gladio hat tatsächlich mehrere Attentate durchgeführt, die das Ziel hatten, den betroffenen Staat zu destabilisieren, zumindest die politische Landschaft zu beeinflussen. Denken Sie da nur an Bologna 1980, als mehr als 80 Menschen dem Terror zum Opfer fielen. (Auch hier zu finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Gladio ) Und jetzt sind also zwei Pistolen unbekannter Herkunft und mit unbekannten Mengen an Munition staatsgefährdend? Irgendjemand in Rumänien, wahrscheinlich ein Rumäne, ist bereits in diesem Zusammenhang verhaftet worden. Aber die Russen waren es! Bei all dem sollte man beachten, wie viele Waffen, auch größere Kaliber und Kriegswaffen, aus der Ukraine über dunkle Kanäle nicht nur europäische Länder geflutet haben. Das ist bekannt, der Umfang nicht. Auch das ist ein Tabuthema. Aber Kiew hat seit Staatsgründung Waffen aus Sowjetbeständen an jeden verkauft, der bezahlen konnte. Auch nach Afrika und hat dort Aufstände und Kriege erst ermöglicht. Die Ukraine muss viele tausend Tote verantworten. In naher Zukunft wahrscheinlich auch innerhalb Europas. Aber in Kiew sitzen ja die Guten und die Hüter der Demokratie und Kämpfer gegen Korruption. Mehr über ukrainische Waffen in Afrika erfahren Sie in diesem Werk vom Afrikakenner Florian Stumfall:
https://anderweltverlag.com/p/tripoli-charlie
Russland führt hybriden Krieg gegen Deutschland?
Russland bedroht Deutschland, sagen sie. Mit Desinformation unter anderem. Deswegen sind russische Informationskanäle in der BRD gesperrt. Informationsfreiheit? Das Fehlen wird nur moniert, wenn es andersrum läuft. Siehe hier, ganz kurz:
https://www.anderweltonline.com/kurz-buendig/kurz-und-buendig-2026/#c11599
Die reale Bedrohung ist aber unsere eigene Regierung. Die tut alles, Russland zu einem Präventivschlag zu bewegen, gegen Rüstungsunternehmen, die Waffen produzieren und an Kiew liefern mit dem Ziel, tief nach Russland hineinzuschießen. Nach Völkerrecht ist ein solcher Präventivschlag zulässig. Insbesondere gegen Deutschland, denn für Deutschland ist die Feindstaatenklausel immer noch aktiv. Ach ja, deswegen muss die BRD wieder kriegstauglich werden, mit Milliarden unserer Steuergelder, während die BRD intern immer mehr verfällt. Ja, da müssen schon Prioritäten gesetzt werden. Wer braucht schon schöne Schulen und Brücken, gar eine pünktliche Bahn, wenn man gegen Russland kriegstüchtig sein will? Die unzähligen Milliarden sind in Kiew sicher besser angelegt. Die Ukraine verteidigt ja unsere Demokratie, auch wenn bald nichts mehr da ist, was sich zu verteidigen lohnt.
Die Ukraine wird Russland besiegen, sagen sie. Wie passt das zusammen? Wie soll ein von der Ukraine besiegtes Russland dann Deutschland, die EU, angreifen? Das können wohl nur die Russlandhasser begreifen, mit ihren Großeltern, die im Dritten Reich Hitleranhänger und Helfer waren. Da ist wohl etwas mit der „Entnazifizierung“ in der dritten Generation schief gelaufen. Ach ja, da gibt es auch noch ein Grundgesetz und einen 2+4-Vertrag, die jegliche derartige Handlungen unter strenge Strafen stellen. Auch über die Unterstützung Israels sollte man da noch einmal nachdenken. Und warum ist bei denselben Leuten der Iran so böse? Der hat Deutschland genauso wenig angetan, wie Russland. Und Putin, der Satan persönlich? Wir sollten täglich ein Dankgebet sprechen, dass Putin Russland führt. Der Putin, mit seiner schier unendlichen Geduld.
Nichts sagen, ist auch Doppelmoral
Denken wir dazu nur kurz an den israelischen Polizeiminister Ben Gwir, der einfach so jeden Tag 30 bis 40 Palästinenser ermorden will. Bei keinem Angriff Russlands auf ukrainische Militäranlagen sind jemals 40 Zivilisten an einem Tag ums Leben gekommen. Im Dezember 2022 hat die New York Times geschrieben: Die russischen Waffen taugen nichts, denn es kommen zu wenige Zivilisten ums Leben. Und jetzt regt man sich hier auf, dass Russland den schrecklichen Journalisten Martens zur Fahndung ausgeschrieben hat, der doch tatsächlich gefragt hat, wie „wir“, also die BRD, helfen können, so viele Russen wie möglich zu töten. Auch dessen Vorfahren haben eine Nazi-Vergangenheit.
Was würde hier gesagt werden, wenn dasselbe von einem russischen Journalisten über Deutsche gesagt würde? Ach ja, geht nicht, denn bis heute ist es in der BRD kein Thema, dass die USA und vor allem England mit ihren Bombenteppichen auf deutsche Städte Millionen deutsche Zivilisten ermordet haben. Nicht zu reden über die 13,4 Millionen Deutschen, die nach dem 8. Mai 1945 durch polnische, tschechische und jugoslawische Hände einen grausamen Tod fanden. Oder auch durch gezielte Aushungerung der USA und England. Die Rheinwiesenlager gehören auch dazu. Ach ja, die Deutschen sind ja selber schuld, sagen sie. Um zum Schluss darauf zurückzukommen: Die BRD ist in ihrer Staatlichkeit bedroht, von Russland natürlich, weil in einem Wald zwei vergrabene Pistolen gefunden worden sind. Wäre es nicht derart irrsinnig, könnte man unbeschwert lachen. Die Blindgänger der USA und Englands, die noch immer gefunden werden, die sind keine Gefahr, weil sie angloamerikanischen Ursprungs sind. Auch die 100.000 toten Palästinenser sind nicht zu beanstanden. Aber zwei Pistolen... Oder sehe ich hier etwas falsch?
„Nicht zu reden über die 13,4 Millionen Deutschen, die nach dem 8. Mai 1945 durch polnische, tschechische und jugoslawische Hände einen grausamen Tod fanden.“ Mehr darüber erfahren Sie in dem Werk „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel.





