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Das immer gut gepflegte Grab von Stepan Bandera auf dem Münchner Waldfriedhof 

Als ukrainische Nationalisten Juden mit einer Zaunlatte erschlagen haben

Von Peter Haisenko 

Wir schreiben das Jahr 1944. Die Rote Armee ist auf dem Vormarsch und steht kurz vor Kiew. Im Gebiet von Lemberg treiben Partisanen ihr Unwesen. Sie bekämpfen sich gegenseitig. Einzig mit der Wehrmacht haben sie keine Probleme. Die ukrainischen Nationalisten, die Anhänger Banderas, machen Jagd auf Juden. Wehe, sie konnten einen fangen.

Es war eine wilde Zeit. Auch mein Vater, der Russe, der aus Stalins Todeslager entfliehen konnte, war auf der Flucht vor der Roten Armee. Hätten die ihn zu fassen bekommen, wäre das sein Todesurteil gewesen. Er sprach außer Russisch auch Rumänisch und Ukrainisch in muttersprachlicher Qualität. Aber er hatte bereits auch ein brauchbares Polnisch erlernt, was er den Ukrainern nicht sagen durfte. So wurde er von einer Polizeistation in der Nähe von Lemberg, die von diesen ukrainischen Nationalisten geführt wurde, aufgenommen, weil er akzentfreies Ukrainisch beherrschte. Er musste für seinen Lebensunterhalt sorgen. Weil er aber seine Zukunft weiter westlich sah, ursprünglich bei den Deutschen, hatte er sich bereits ein brauchbares Deutsch angeeignet. Er kann aus eigenem Erleben berichten, wie die Zustände damals dort waren.

Es gab vier Gruppen von Partisanen. Polnische, ukrainische, Soldaten der Roten Armee, die keine Zukunft hatten, weil sie nicht im Kampf gegen die Wehrmacht gefallen sind, also für Stalin als Verräter galten, weil sie das Leben dem Tod vorgezogen hatten. Die vierte Gruppe waren Agenten der Roten Armee, die für Sabotageakte hinter die Front geschickt worden sind. Die Ukrainer hassten alles Russische. Sie nannten die „Moskali“ und wollten die töten, wo immer es möglich war. Das Schimpfwort Moskali wird noch heute in Kiew verwendet. Mein Vater, der Russe, wurde akzeptiert, weil er akzentfreies Ukrainisch sprechen konnte. Die ukrainischen „Kameraden“ hielten ihn für einen der Ihren und machten ihn zu einem Polizisten in der Nähe von Lemberg. Da hat er viel erleben müssen. Die ukrainischen Nationalisten legten große Hoffnungen auf England, von dem sie hofften, sie würden sie vor Stalin beschützen. So, wie die Polen auch. Beide wurden von England betrogen.

Der Hass der ukrainischen Nationalisten auf Russen ist uralt

Wir können folglich sehen, dass der aktuelle Hass der Ukrainer auf Russen und ihre Sprache bereits 1944 im selben Ausmaß existierte, wie wir es seit 2014 beobachten müssen. Chruschtschow hat dann später versucht, diese Ukrainer zu befrieden, indem er ihnen die Krim „schenkte“. Das war kein völkerrechtlicher Akt und auch Chruschtschow musste erkennen, dass sein großzügiges Geschenk den Hass der Ukrainer nicht stillen konnte. Aber der Hass der Ukrainer richtete sich auch gegen Juden. Sie waren der Wehrmacht gefällig, indem sie meldeten, wann immer sie einen Juden lokalisieren konnten. Sie wussten, dass das seinen Tod bedeuten wird. Sie selbst haben bei der Ermordung von Juden ihren aktiven Beitrag geleistet. Sie haben bei dieser Gelegenheit auch etwa 60.000 Polen umgebracht. Ich kann mich heute nur amüsieren, wenn von polnisch-ukrainischer Freundschaft geschwafelt wird. Polen selbst erkennt das langsam.

Todesurteil weil er polnisch sprechen konnte

Wie groß der Hass auf Polen damals war, zeigt eine Episode auf der weiteren Flucht vor der Roten Armee. Die Polizisten haben mit meinem Vater zusammen einen Tross mit Pferdewagen gebildet und sind Richtung Westen geflohen. Da wurden sie von polnischen Partisanen überfallen, die besser bewaffnet waren. Es wäre unweigerlich ihr Tod gewesen, wenn, ja wenn mein Vater nicht dabei gewesen wäre. Der Anführer der polnischen Partisanen war ein Mann, ein Pole, dem mein Vater Jahre früher zur Flucht aus Stalins Zwangsarbeit verholfen hatte. Unter eigener Lebensgefahr. Dieser Pole erkannte meinen Vater und der konnte deswegen verhindern, dass die Ukrainer getötet wurden. Sie mussten nur ihre Waffen an die Polen abgeben. Am selben Abend wollten diese Ukrainer meinen Vater erschießen, weil er einen polnischen Freund hatte und auch noch polnisch sprechen konnte. Jetzt musste er vor den eigenen Kameraden flüchten, um sein Leben wieder einmal zu retten. Ja, die polnisch-ukrainische Freundschaft...

Während seiner Zeit bei der ukrainischen Polizeitruppe hat mein Vater hässliche Dinge mitansehen müssen. Er hatte eine gewisse Freundschaft zu dem Polizeichef aufgebaut und auch mit der Wehrmacht hatte er keine Probleme. Er diente denen unter anderem als Dolmetscher. Die eine schlimme Geschichte betrifft diesen Polizeichef Namens Bolotnyi. Ich gebe hier einen Auszug an aus seinem autobiographischen Werk über sein Leben zwischen den Jahren 1932 und 1945 „Der Weg vom Don zur Isar“ in zwei Bänden. Allen, die heute Kiews Banderisten unterstützen sollte das zur Kenntnis gebracht werden, damit sie erkennen, wen unsere Friedensfürsten da hofieren und mit Geld und Waffen unterstützen. Das Grab des ukrainischen Nationalisten Bandera ist auf dem Waldfriedhof in München. Es ist ziemlich monumental und immer noch gut gepflegt. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass die USA zwar alle gefangenen oder geflüchteten Russen an Stalin ausliefern wollten, obwohl sie wussten, dass das ihren Tod bedeuten musste. Ukrainern hingegen wurde die freie Wahl gegönnt, nach Kanada, USA oder Australien auszuwandern. Angemerkt sei, dass mein Vater vor der Auslieferung an Stalin von einem andern polnischen Freund bewahrt worden ist.

Wenn auch Sie mehr über diese grausame Zeit erfahren wollen, aber auch, dass es Freude, Freundschaft und Liebe gab, dann bestellen Sie sich diese beiden Bände direkt beim AnderweltVerlag hier.

Hier nun der Auszug aus diesem einmaligen Werk, wie ein junger Russe diese Zeit erlebt hat. Anzumerken ist, dass sich mein Vater in diesem Roman „Gorew“ nennt, weil er das bereits 1963 niedergeschrieben hat und andere noch in der Sowjetunion lebende Menschen schützen musste, vor der Rache des KGB. Sein Geburtsname war Vadim Grom und in diesem Roman erfahren Sie auch, wie und warum er seinen Namen Paul Haisenko von einem Freud geschenkt bekommen hat. Also warum ich Peter Haisenko heiße und nicht Peter Grom.

Der „Weg vom Don zur Isar“ Band zwei, Seite 158 und folgende:

Bolotnyj suchte Gorew am späten Nachmittag bei der GFP (Anmerkung: GFP = Geheime Feld Polizei) auf. – „Eine dringende Sache. In den Dörfern treibt sich ein Jude herum, geht von einem Dorf zum anderen, hetzt die Leute auf, droht ihnen mit der Rache der Sowjets. Ich bin ihm schon lange auf der Spur. Soeben habe ich erfahren, wo er diese Nacht verbracht hatte und in welcher Richtung er heute Früh ging. Es kommt für ihn für heute nur ein Dorf in Frage und ich weiß, bei wem er dort Unterschlupf suchen wird. Wir brauchen ein Auto. Für die Pferde ist es zu weit, um noch rechtzeitig zu kommen. Könntest du uns hinfahren?“ Gorew trug das Anliegen dem Sekretär vor. – „Das fällt direkt in unseren Aufgabenbereich: Partisanentätigkeit," - sagte dieser. Drei Unteroffiziere, drei Hiwis und vier ukrainische Polizisten mit ihrem Chef bestiegen das Auto.

Sie überraschten den Gesuchten dort, wo ihn Bolotnyj vermutet hatte. Einen etwa fünfzigjährigen Mann in schmuddeligen, übelriechenden Kleidern, mit struppigem, seit guten zwei Wochen unrasiertem Haarwuchs im Gesicht. Man sah ihm an, dass er kein leichtes Leben führte. Waffen hatte er nicht, ließ sich willenlos ins Auto treiben, krümmte sich dort in einer Ecke zusammen und wickelte sich fester in seine Kleiderfetzen.

Als er am nächsten Tag zum Verhör vorgeführt wurde, kam Bolotnyj mit, mit einer Nagajka in der Hand, und fragte Gorew: - "Könnte ich der Vernehmung beiwohnen? Ihr habt ihn mir leider, leider weggenommen." - "Ich denke, es wird niemand was dagegen haben. Gehen wir einfach hinein." Sie gingen ins Vernehmungszimmer, wo der Verhaftete einem Unteroffizier und dem Dolmetscher gegenüber stand, in der weitest entfernten Zimmerecke. Der Dolmetscher rümpfte die Nase: - "Pfui Teufel, der riecht zum Umfallen!“ - "Ich möchte auch Sie nicht anriechen, wenn Sie einige Monate sich hinter der russischen Front verbergen müssten," - sagte Gorew spitz. Er verstand sich gut mit dem Dolmetscher und durfte sich manche Ungezogenheit ihm gegenüber erlauben, da sie gegenseitige Sticheleien nicht ernst nahmen.

- "Machen Sie es doch kurz, dann haben Sie es schnell hinter sich," - riet Bolotnyj, wandte sich zum Häftling, klopfte sich mit der Nagajka meinungsvoll auf den Schaft seines hohen Stiefels: - "Na, Parchatyj, Jetzt erzähle mal schnell alles, sonst werde ich dir die Zunge lösen!" Der wich von ihm zurück bis an die Wand. - "Herr Offizier, was will er, warum will er mich schlagen, ich sage auch so alles, was Sie wissen wollen!"

Er nannte die Leute, die ihn versteckt hatten und mit den Sowjets sympathisierten, nannte die Dörfer. Der Unter­offizier hatte die Hände voll zu tun, alles aufzuschreiben. Das gefiel Bolotnyj wieder nicht. Es war schwierig, diesen Mann zufrieden zu stellen! Er versetzte dem Aufschreienden einen Hieb mit der Nagajka, ging mit angewidertem Gesicht hinaus. Gorew folgte, sagte zu ihm: - "Man merkt es dir an, dass du noch nicht viel mit Sowjetagenten und Seksoten zu tun hattest. Sie sind feig. Es kann auch nicht anders sein. Warum dienen sie den Sowjets? Nur aus Feigheit. Denn sie mögen sie keinesfalls besser als wir. Und bei dem Juden kommt noch etwas hinzu: was soll er tun? Wenn er auch die Sowjets gar nicht mag, bleibt ihm trotzdem nichts anderes übrig, als gegen die Deutschen zu arbeiten, weil sie ihn so oder so vernichten, sobald sie seiner habhaft werden. Das ist Tatsache. Ich habe in Dnjepropetrowsk von Augenzeugen mir erzählen lassen, wie dort alle Juden eingesammelt and vernichtet wurden. Warum soll er also Torturen auf sich nehmen, statt sie sich dadurch zu ersparen, dass er die Leute verrät, die er wahrscheinlich sowieso verachtet.“ – „Er wird noch was erleben, wenn ihr ihn wieder bei mir im Gefängnis abliefert! Erst die Leute verführen, ihr Mitleid ausnützen, sie aufhetzen, und dann auch noch selbst dieselben Leute verraten! Ein Geschmeiß, ekelhafter!" - knirschte der Polizeichef mit den Zähnen.

Eine Unmenge Leute wurden auf Grund der Angaben des Juden verhaftet. Viele von ihnen durften nach einer nachdrücklichen Verwarnung wieder nach Hause, aber es blieben sehr viele, die einer deutschfeindlichen Tätigkeit überführt wurden. Es stand fest, dass die Deutschen sich in dieser Gegend keiner besonderen Beliebtheit erfreuen konnten. Einerseits trug man ihnen schlechte Behandlung der Kriegsgefangenen sehr nach, grollte ihnen für ihr herrisches Benehmen, für die oft ungerechten Verhaftungen und Erschießungen, andererseits nahm man ihnen übel, dass sie vor den Sowjets wieder zurückwichen, sich nicht halten konnten. Zu dieser feindlichen Stimmung trug noch die Anwesenheit der zahlreichen Partisanen bei und die fast zur Gewissheit gewordene baldige Rückkehr der Sowjets.

Diesmal mussten die Polizisten sich sehr anstrengen: das Grab, das sie ausheben mussten, war ungewöhnlich groß, um fast vierzig Menschen aufzunehmen. Bolotnyj bat den Sekretär um eine besondere Gunst: er wollte den Hauptschuldigen unbedingt mit eigenen Händen erschlagen. Erschlagen, nicht erschießen. Der Sekretär gestattete es. Der Jude, dem Bolotnyj schon vorher seine bevorstehende Hinrichtung ausführlich, in allen Einzelheiten genüsslich geschildert hatte, wurde mit der ersten Gruppe der Verurteilten an das Grab gebracht. Bolotnyj ging an seiner Seite mit einer Zaunlatte in der Hand, mit der er unmissverständlich gesti­kulierte. Am Ziel stieß er sein Opfer mit der Latte an den Rand des Grabes, stellte den Zitternden in günstige Position, kommandierte ihn zynisch ein paar mal in eine andere Lage, die er mit kräftigen Stößen korrigierte, baute sich dann vor ihm auf, nahm mit der Latte in ausgestreckten Händen Maß zu seinem Kopf, hob die Latte ganz hoch, so dass er sich nach hinten durchbeugte, machte laut „Hech!“ und ließ sie heruntersausen. Das Opfer stieß eines dünnen entsetzten Schrei aus, die Gehirnschale zerbarst, graue Fetzen flogen nach allen Seiten, der Körper kippte in das Grab.

Bolotnyj warf die Latte ihm nach, griff aus den Händen eines Soldaten dessen Gewehr, jagte eine Kugel nach der anderen in die Leiche, bis das Magazin leer war. Einer der anderen Todgeweihten schrie auf, brach aus, lief wimmernd, schwankend, mit ungelenken ruckhaften Bewegungen davon. Eine Kugel holte ihn ein. Er fiel, lag zuckend und röchelnd, bis eine zweite Kugel ihm barmherzig die Ruhe brachte. Die Übrigen standen erstarrt, gelähmt, mit aschgrauen Gesichtern, gingen auf Kommando willenlos zum Grab, wurden von Maschinenpistolengarben der Unteroffiziere hineingeworfen. Noch zweimal wurden die Gruppen aus dem Gefängnis geholt, von Maschinenpistolen niedergemäht. Als letzte kam eine junge Frau an die Reihe. Ruhig und gefasst stand sie an dem mit den Leichen gefüllten Grab. Einer der Brüder-Kosaken näherte sich ihr, befühlte den Stoff ihres Kleides: - "Schade um das gute Kleid, dass es unnütz verkommt. Ziehe es aus, ich werde es meiner Freundin schenken." Sie zog das Kleid aus, gab es ihm. - "Auch die Wäsche" - forderte er. Hilflos lächelnd wies sie auf große Blutflecke, sagte entschuldigend: - "Ich hatte im Gefängnis die unvermeidliche Frauensache. Die Wäsche ist völlig verdorben...“ Der andere Bruder schoss ihr in den Kopf. 

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Soweit dieser Auszug. Und jetzt sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass die Ukraine seit Jahren Juden als Präsidenten hat und alle, ja alle ukrainischen Oligarchen Juden sind. Mein Vater hatte nie Vorurteile gegen Juden, aber Ukrainer mochte er ebenso wenig, wie Tschechen. Er hatte 1945 erleben müssen, wie brutal, aber feige, sich Tschechen gegen deutsche Zivilisten im Gebiet der Tschechoslowakei aufgeführt hatten. Auch darüber berichtet er in seinem Werk und das war ein Grund, warum sich kein Verlag getraut hatte, dieses einmalige Werk zu veröffentlichen. Erst als ich den AnderweltVerlag gegründet hatte, konnte ich selbst das Werk meines Vaters drucken lassen. Ach ja, er berichtet auch darüber, wie die Amerikaner entwaffnete deutsche Soldaten in der Nähe von Marienbad unter genauso unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht hatten, wie etwas später auf den Rheinwiesen. Das hatte offensichtlich Methode.

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