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Trump befreit die Völker des Iran

Von Wilfried Schuler 

An dieser Stelle sollen Ereignisse beleuchtet werden, die zeigen, wie sehr sich die USA schon immer um das Wohl der Menschen im Iran gesorgt haben. Die äußerst unrühmlichen Taten der damaligen deutschen Beteiligten sollten die heutige Politikerkaste zur Vorsicht mahnen, wenn sie sich um das Wohl der Menschen im Iran sorgt. 

Mit der ehrlich gemeinten Absicht, den Menschen im Iran nun endlich die Demokratie zu bringen, haben Bush und Konsorten die Bevölkerung des Iran zu riesigen Demonstrationen aufgestachelt. Ganz wie 1953 und 1979. Die Tatsachen, dass 1953 der demokratisch gewählte Premierminister Mossadegh von der CIA weg geputscht wurde, während 1979 sein von den USA eingesetzter Nachfolger Reza Pahlevi an der Reihe war, sind längst im Dunkel der Geschichte verschwunden.

Die Medien vermeiden sorgfältig diese sehr aufschlussreichen Ereignisse wieder ans Licht zu bringen. Damals wie heute muß das Volk die Opfer bringen, diese werden nach einigen Krokodilstränen im freien Westen aber schnell vergessen. Spätestens, wenn das nächste Land zur Demokratisierung ansteht. Werfen wir dazu einen Blick auf den Krieg zwischen dem Irak und dem Iran. 

Giftgas im ersten Golfkrieg Irak-Iran 1980-88   

Diesen verdeckten Krieg führten die USA mit Hilfe des Irak 8 Jahre lang gegen die iranischen Mullahs. Ohne die Unterstützung und Belieferung aus dem sogenannten „Freien Westen“ hätten beide Seiten allerdings nach spätestens 6 Monaten wegen Erschöpfung ihrer Reserven aufgeben müssen. Große Verdienste um die Verlängerung haben sich Reagan, Bush, Cheney und Rumsfeld durch ihre tatkräftige Unterstützung von Saddam erworben. Auch aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, den Niederlanden kam Nachschub an Chemikalien. Selbst Luxemburg war dabei. Besonders unrühmlich bekannt wurde die deutsche Firma Karl Kolb, die Anlagen und Verfahren lieferte. Ihr Inhaber erhielt 1983 das Bundesverdienstkreuz.

Die Sowjetunion hatte zwar früher Chemiker ausgebildet, trat aber 1980-1989 nicht als Lieferant oder Helfer in Erscheinung. Ein Punkt übrigens, den der Westen nie gewürdigt hat. Die Presse berichtete über diese Einsätze. Es war also jedem Fachmann bekannt, wofür die Chemikalien benutzt wurden. Zum Einsatz kamen Senfgas, Tabun und Sarin. Die USA verfolgten den gesamten Krieg minutiös, unter anderem auch mit Satelliten-Aufklärung. Mehrfach gaben sie dabei den Irakern Zielkoordinaten durch und nahmen so gesehen aktiv am Krieg auf irakischer Seite teil. 

Sagt Ihnen die Iran-Contra-Affäre noch etwas? 

Zwar waren die USA der Hoflieferant Saddams, sie belieferten aber auch die Iraner mit Ersatzteilen für die zur Zeit des Schah gekauften riesigen Bestände an amerikanischen Waffen. Solche Aktivitäten wurden über Israel abgewickelt. Berührungsängste seitens Tel Aviv gab es dabei nicht. Insbesondere diese Aktionen waren ein Abgrund an Korruption und Verbrechen. Mit den Gewinnen aus solchen Deals finanzierte Reagan den Verbrecherkrieg gegen Nicaragua und hebelte das Parlament in Washington aus.

Die Presse berichtete, wie gesagt, aber sie klagte niemals an. Es ging nach dem Motto: geschieht den blöden Mullahs recht. Auch von politischen Parteien oder Regierungsstellen aus Deutschland sind keine Aufschreie bekannt. So wie der ganze Krieg dem Irak gegenüber, der ihn begonnen hatte, fast wohlwollend in den Medien behandelt wurde. 

11.000 Tote durch Giftgas  

Gegen die Iranische Armee wurde vorwiegend Lost verwendet. Sarin und Tabun kamen eher gegen Zivilisten, meist irakische Kurden, zum Einsatz. Die Opfer verteilten sich gleichmäßig. Etwa 5000 tote iranische Soldaten und annähernd 6000 tote Kurden. Verschiedene dieser gegen die Kurden gerichteten Angriffe schafften es nie in die Presse. Auch das furchtbare Massaker von Halabja vom 16.3.1988 war eigentlich ein journalistischer „Betriebsunfall“, es tauchte nur an einem Tag in den Nachrichten auf und war dann für immer verschwunden.

Erst Georg W. Bush zerrte es 2002 aus dem Archiv und zerfloss darüber in Tränen. Die Zahl aller Gifttoten betrug ca. 11 000, alleine in Halabja waren 5000 Opfer zu beklagen. Meist Frauen und Kinder. Vor allem aber gab es durch das Lost 50 000 iranische Schwerverletzte, von denen die meisten sich nie mehr erholten. Selbstredend wurde auch Halabja von der amerikanischen Aufklärung beobachtet und verfolgt. Es geschah keinesfalls unbemerkt und ungesehen, sondern am hellen Tag um 11:00 unter den Augen dieser Beobachter.

Das Massaker von Halabja erfuhr noch eine besondere, ja unglaubliche Pervertierung durch die Amerikaner. Als es im Herbst 1988 von der UN verurteilt werden sollte, wurde die Abstimmung durch die USA, UK und Israel blockiert. Über diese schändliche Aktion der Führungsmacht der freien Welt wurde bis zum heutigen Tag in der deutschen Presse nicht berichtet.

Man gelangt einmal mehr zu der schon öfter aufgeworfenen Frage, warum?

Sind diese Leute so dumm?

Oder so verlogen?

Es gibt leider keine dritte Antwort. Es sei denn beide Eigenschaften kombinierten sich. Was nicht selten vorkommt.

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