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Schildbürgerstreich Krieg

Von Hans-Jürgen Geese 

Das berühmte Buch mit dem Titel „Die Schildbürger“ erschien im Jahre 1598. Vor über 400 Jahren! Man sollte also annehmen, dass sich die Lehren aus diesem gescheiten Buch mittlerweile in deutschen Landen ausreichend verbreitet haben, auf dass derlei in dem Buch geschilderter Unsinn sich nie wieder ereignen möge.

Unter einem Schildbürgerstreich versteht man heutzutage eine extrem törichte, widersinnige oder unvernünftige Handlung, die ihr Ziel verfehlt.

Wie Wikipedia berichtet waren die Bürger Schildas gemeinhin als äußerst klug bekannt, weswegen sie begehrte Ratgeber der Könige und Kaiser dieser Welt waren. Auf diese Weise entvölkerte sich langsam der Ort.

Die Parallelen mit der heutigen Zeit sind dermaßen auffällig, dass man schon mit Blindheit geschlagen sein muss, um nicht die Lektion der guten Bürgerinnen und Bürger aus Schilda zu erkennen. Sind doch viele Millionen Menschen deutscher Abstammung als Nachfahren einst hoch begehrter deutscher Bauern, Handwerker, Ingenieure und Wissenschaftler Zeugen jener Entwicklungen.

Und wer als verbliebener Deutscher noch einigermaßen bei Verstand ist wird sich demnächst auf den Weg machen. Wie schon seit über 200 Jahren. Die Zeit drängt. Denn in dem Land der Dichter und Denker ist man inzwischen dabei, den Verbliebenen das Dichten, vor allem aber das Denken, auszutreiben. Hohlköpfe haben es leider schwer, in anderen Landen eine attraktive Anstellung zu finden.

Das eindrucksvollste Beispiel: Die größte Volksgruppe in Amerika sind die Amerikaner deutscher Abstammung. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte der wichtigste Wissenstransfer in der Geschichte der Menschheit.

Eine weitere Entvölkerung musste in Schilda unbedingt verhindert werden. Daher verlegte man sich darauf, Klugheit durch Narrheit zu ersetzten.

Und um der Welt zu beweisen, dass sie wahrlich von Torheit geschlagen waren, begannen die Bürger in Schilda eine Reihe von absurden Unternehmungen. Sie bauten zum Beispiel ein dreieckiges Rathaus ohne Fenster. Da es in dem Gebäude dunkel war versuchten sie, das Sonnenlicht in Eimern und Säcken einzufangen und in das Rathaus zu tragen.

Sie säten auch Salz aus und hofften auf eine gute Ernte. Und wurden berühmt durch viele derlei abstruse Taten mehr.

Nicht einmal in Schilda kam man allerdings auf die Idee, Millionen von Menschen aus fernen Ländern mit fremden Kulturen nach Schilda zu bringen. Denn dann wäre ja Schilda nicht mehr Schilda. Es brauchte also über 400 Jahre, um die Streiche von Schilda durch mehrere aberwitzige Unternehmungen von Vertretern der sogenannten Bundesregierungen noch zu übertreffen.

Nun, wir wollen korrekt sein und die arg gescholtenen Bundesregierungen ein wenig entlasten. Denn der ganze Irrsinn begann in der Neuzeit bereits viel früher, durch einen Kaiser, der mit seinen absurden Wünschen dafür sorgte, dass sein ganzes schönes Land eines Tages für alle Zeiten zerstört sein würde.

Der erste deutsche Herrscher der Marke „Möchtegern“

Am 26. Juni 1897 feierte Großbritannien den 60. Geburtstag der Herrschaft der Königin Victoria. Der deutsche Kaiser, Wilhelm II., der Enkel der Königin, war natürlich auch zugegen. Das größte Ereignis bei den Feierlichkeiten war eine Parade der britischen Flotte, gefolgt von Schiffen anderer Staaten.

Die Briten präsentierten ihre neuesten Kriegsschiffe, beeindruckende, gigantische, schwimmende Kampfmaschinen, die ihre unzweifelhafte Vorherrschaft auf den Weltmeeren zum Ausdruck brachten. Der deutsche Kaiser beobachtete dann, eher peinlich berührt, den Aufzug der kümmerlichen deutschen Marine. Russland, Frankreich und Italien hatten 10 Kriegsschiffe aufgeboten. Sogar der Aufsteiger Amerika brachte es auf 6 Kriegsschiffe. Deutschland lediglich 4.

An dem Tage schwor sich der Kaiser, dass Deutschland eine Tages eine Kriegsmarine haben würde, die es mit Großbritannien aufnehmen könne. In Admiral Tirpitz fand er einen Verbündeten, der seinen grandiosen Traum teilte. Eine neue Art von Möchtegernpolitik setzte ein. Einfach so. Die Briten horchten auf.

Joseph Chamberlain, einer der einflussreichsten britischen Politiker, erkannte den Wahnsinn dieses Wettrennens und schlug vor, dass Großbritannien und Deutschland eine Allianz eingehen sollten. Sie sollten Partner sein, nicht Gegner. Aber der Kaiser war geradezu besessen von seiner neuen Armada. Er betrachtete das Angebot der Briten als ein Zeichen der Schwäche und machte munter weiter.

Chamberlain unternahm einen letzten Versuch beim deutschen Botschafter in Großbritannien und erklärte dem guten Mann, dass, wenn Großbritannien nicht zu einer Übereinkunft mit Deutschland komme, man ein Bündnis mit Russland oder Frankreich suchen werde.

Was der deutsche Kaiser nicht kapierte oder nicht kapieren wollte war der Tatbestand, dass Großbritannien eine überlegene Kriegsflotte unbedingt brauchte, um potentielle Gegner von einem Angriff auf die britischen Inseln abzuhalten. Die Flotte war eine existentielle Notwendigkeit.

Deutschland hingegen brauchte keine Kriegsflotte wie Großbritannien. Die deutsche Kriegsflotte war lediglich Ausdruck von Größenwahn. Die Rechtfertigung konnte nur lauten, dass man Großbritannien als Gegner betrachtete. So las man es daher auch bereits großprotzig in den deutschen Zeitungen.

In Großbritannien kamen als Folge bald Bücher heraus, die vor der Gefahr einer deutschen Invasion warnten. Die Briten sahen jetzt die Deutschen als Feinde.

So kann es kommen, wenn bekloppte Politiker am Werkeln sind. Im Ersten Weltkrieg bekamen die Deutschen dann die Quittung für ihre Torheit.

Die deutschen U-Boote

Einer der bedeutendsten Ingenieure um die Jahrhundertwende war der Deutsche Rudolf Diesel. Der von ihm entwickelte revolutionäre Dieselmotor erlaubte ihren Einbau in Unterseeboote. Damit waren die deutschen U-Boote allen anderen Alternativen weit überlegen.

Wenn der Kaiser wirkliche Herrschaft auf den Meeren ausüben wollte, dann hätte er lediglich tausend oder zweitausend oder noch mehr von diesen U-Booten bauen lassen müssen, anstand die Milliarden für sinnlose Fregatten zu verschwenden, die gegen die Engländer keine Chance hatten. Aber U-Boote kann man leider nicht sehen. Mit denen kann man nicht herrliche Paraden abhalten.

Die etwa 400 U-Boote brachten Großbritannien im Ersten Weltkrieg an den Rand der Kapitulation. In den ersten Jahren des Krieges gab es gegen U-Boote keine wirkungsvolle Verteidigung. 1.000 U-Boote hätten den Sieg gebracht.

Wir lernen: Die wichtigste militärische Entscheidung in jedem Land auf Erden ist also: Will ich eine Angriffsarmee oder will ich eine Verteidigungsarmee?

Der deutsche Kaiser wollte Frieden, rüstete aber für eine Angriffsarmee. Der Mann personifizierte den Militärwahnsinn geradezu selbst, allein schon durch die Zurschaustellung all seiner prachtvollen Uniformen. Wenn das Militär die Hauptrolle in einem Lande spielt, dann ist da irgendetwas nicht in Ordnung.

Ist die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee?

Um diese Frage zu beantworten, gilt es, wie damals, zwei Perspektiven einzunehmen. Zum einen die Perspektive der Bundesregierung und der deutschen Verfassung. Aus beiden Vorgaben kann man wohl den Schluss ziehen, dass die Aufgabe der Bundeswehr die Verteidigung des Landes sein soll. So weit so gut.

Wenn aber die Verteidigung plötzlich substantiell gestärkt wird und gar ein Angriffskrieg in Betracht gezogen wird, dann muss natürlich ein Feind identifiziert worden sein. Im Fall der Bundesrepublik hat die Regierung aus irgendwelchen Gründen Russland als den Feind ausgemacht. Obwohl die Russen der Bundesrepublik nichts getan haben und nie irgendwelche Absichten pflegten, den Deutschen Schaden zuzufügen. Im Gegenteil, die damalige Sowjetunion verabschiedete sich im Zeichen der Freundschaft aus der DDR und war stets bemüht, mit der Bundesregierung in Frieden und Partnerschaft zu leben.

Als Folge der aggressiven Töne aus Berlin muss die russische Regierung jetzt davon ausgehen, dass diese Bundesrepublik ein potentieller Feind ist. Was die Bundesregierung darüber denkt ist in diesem Zusammenhang völlig belanglos. Aus der Perspektive der Russen sind wir jetzt ein potentieller Feind.

So weit hat es also die Bundesregierung gebracht. Wie einst Kaiser Wilhelm II. sich die Briten sinnlos zu Feinden machte, so macht sich die Bundesrepublik jetzt Russland zum Feind.

Seit seinem Amtsantritt am 6. Mai 2025 hat Bundeskanzler Merz keinerlei Anstrengungen unternommen, in Moskau mit Vladimir Putin die Lage zu diskutieren und zu entspannen. Die Diplomatie scheint zu ihrem Ende gekommen zu sein. Man redet nicht mehr miteinander. Man schießt aufeinander. Oder man lässt schießen.

Die Bundesrepublik befindet sich bereits im Krieg mit Russland

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte vor kurzem, dass Russland sich im Krieg mit dem Westen befinde. Das Offensichtliche wurde endlich klar ausgesprochen.

Im Ukrainekonflikt werden deutsche Waffen eingesetzt, die russische Soldaten töten. Deutsche Waffen zerstören auch russische Fabriken und russische Infrastruktur.

Wäre es daher nicht fair, dass die Russen russische Waffen einsetzen, um deutsche Soldaten zu töten und um deutsche Fabriken zu zerstören?

Zuerst drängt sich natürlich die Frage auf, warum die Bundeswehr sich überhaupt in den Konflikt in der Ukraine einmischt?

Und dann muss unbedingt vorher noch geklärt werden, wie es zu diesem Konflikt in der Ukraine kam? Und wie konnte es dazu kommen, dass die NATO sich überall in Osteuropa breit gemacht hat? Entgegen aller Abmachungen!

Frage: Kann aus all dem Handeln der Bundesregierung je Gutes für die Bundesrepublik erwachsen? Antwort: Nein. Die Bundesrepublik ist schon jetzt der große Verlierer. Die Bundesrepublik beging durch ihre Einmischung in diesen Konflikt Selbstmord. Politischen Selbstmord. Wirtschaftlichen Selbstmord. Und sie ist dabei, auch militärischen Selbstmord zu begehen.

Was haben der Iran und Russland und China gemeinsam?

Alle drei Länder werden als Feinde des Westens bezeichnet. Warum, das weiß der Teufel. Dabei wollen alle drei Länder doch nichts anderes, als in Ruhe zu leben. Sie hatten keinem Lande etwas zu Leide getan. Russland schon gar nicht.

Laut Aussagen von Angela Merkel und Francois Hollande war das Minsk-Abkommen lediglich ein Trick der NATO, um die Ukraine aufzurüsten. Der Krieg gegen Russland war langfristig geplant, wobei man die Ukrainer als Stellvertreter für die NATO kämpfen ließ. Was hätte Russland also machen sollen?

Die U.S.A., die NATO und Israel sind die Kriegstreiber dieser Welt. Letztendlich also die U.S.A., deren Waffen vor allem zum Einsatz kommen und die aus allen Konflikten großen wirtschaftlichen Vorteil ziehen. Krieg ist natürlich in den U.S.A. ein Geschäftsmodell. Es geht nicht um Sieg und Frieden. Es geht darum, die Kriege so lange wie möglich am Laufen zu halten. Frieden bringt kein Geld ein.

Davon abgesehen kann man Russland oder den Iran oder China ohnehin nicht besiegen. Ein Angriff auf jedes dieser Länder wird von diesen Ländern als ein existentieller Krieg betrachtet. Ein Kampf ums Überleben. Die werden sich daher nicht ergeben, niemals, sondern bis zum Ende, bis in den Untergang, kämpfen.

Im Fall von Russland und China könnten natürlich auch, als Tat der Verzweiflung, Atombomben zum Einsatz kommen. Wo also ist die Logik in all diesem Treiben des Westens? Von Menschlichkeit ganz zu schweigen. Wir leben in einer Zeit des absoluten Wahnsinns. Dieser Wahnsinn muss jetzt, laut Vorgaben der Regierung, auch den Bürgern eingeprügelt werden.

Psychologische Kriegsführung

Bevor es zum physischen Krieg kommen kann muss natürlich die eigene Bevölkerung unbedingt auf Krieg eingestellt werden. Ein Feindbild muss her. Und das Feindbild muss mit den fürchterlichsten Attributen versehen werden. Hass muss sich aufbauen. Dem Gegner muss die Menschlichkeit verweigert werden. Die da, das sind Unmenschen. Wir sind die Guten. Die sind die Bösen.

Dieser Prozess läuft inzwischen in der Bundesrepublik. Dieser Prozess wird allmählich zum Selbstläufer. Hinterfragen ist nicht mehr erlaubt. Es gilt nur noch, zu gehorchen. So weit hat es diese angebliche Demokratie inzwischen gebracht.

Eine ähnliche Propagandamaschinerie funktioniert inzwischen in allen westlichen Ländern, in einigen mehr, in anderen weniger brutal. Krieg ist beschlossen, und wir müssen alle mitmachen. Es gibt, wie immer, angeblich keine Alternative.

Beziehungen von Mensch zu Mensch sind nicht mehr erlaubt

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat beschlossen, keine Studierenden mehr für Aufenthalte nach Russland zu senden.

Die Regierenden haben kein Interesse daran, dass sich die Menschen aus Ost und West treffen, um Freundschaft zu pflegen. Frieden ist jetzt unerwünscht.

Es gibt daher auch keine Direktflüge mehr von der Bundesrepublik nach Moskau.

Der Frieden wird es schwer haben, den Krieg zu besiegen

Die Zeichen stehen also auf Krieg. Es ist erstaunlich, dass die Russen sich bisher so zurückgehalten haben. Denn man hätte doch erwarten können, dass sie ein paar ihrer neuen Wunderraketen gen Westen schicken, um den Irrsinn von einem europaweiten Krieg deutlich zu machen. Wenn die Russen wollten, könnten sie jede Fabrik von Waffen in jedem Winkel Europas ausschalten. Und die werden das tun. Früher oder später. Das ist logisch. Denn was würden Sie tun? Man nennt das Abschreckung. Eine Notwendigkeit, bevor der Krieg zum Selbstläufer wird, zum Selbstläufer, wie in allen bisherigen Weltkriegen.

Ganz große Frage: Werden bei einem Angriff der Russen uns die Amerikaner zu Hilfe kommen? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Denn diese Frage wurde bereits kürzlich im Mittleren Osten beantwortet. Die Amerikaner können das nicht. Und die werden das wohl auch nicht wollen. Warum sollten sie auch?

Die Taten der Bundesregierung, die Vorbereitungen auf einen Krieg, ergeben also letztendlich einen Schildbürgerstreich, ein Absurdum, das wieder einmal nur in die Katastrophe führen kann. In die potentiell allerletzte Katastrophe. 

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Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier. 

Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen: 
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/ 

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