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Ölkonzerne halten Öl zurück, treiben die Preise und machen Politik

Von Peter Haisenko 

Deutschland und die EU beziehen nur einen kleinen Teil ihres Öls aus dem Persischen Golf. Die Probleme mit der Straße von Hormus betreffen vor allem Asien. Dort gibt es eine reale Knappheit und die entsprechenden Sparmaßnahmen. In der Nordsee hingegen dümpeln Öltanker vor Rotterdam und warten darauf, ihre Ladung löschen zu dürfen.

Sehen Sie sich die Graphik oben an. Deutschland bezieht sein Öl aus vier Anlandungsstellen: Nahe Venedig, Rotterdam, Wilhelmshafen und Rostock. Norwegen liefert sein Öl vornehmlich über den Mittelmeerraum. Die roten Linien zeigen den Weg russischen Öls auf. Russisches Öl wurde praktisch nur an die Raffinerie in Schwedt geliefert. Mit russischem Gas sieht das anders aus, aber das ist heute nicht das Thema. Öl vom persischen Golf wird fast nur Richtung Ost/Fernost geliefert. So kann man sagen, Deutschland ist von der Schließung der Straße von Hormus kaum betroffen. Dennoch sind die Treibstoffpreise auf einem historischen Höchststand. Was läuft da?

Die meisten Öltanker sind noch beladen mit Öl zu Preisen vor dem Beginn des Angriffskrieges gegen den Iran. Aus kaufmännischer Sicht, kapitalistischer Gewinnmaximierung, ist es logisch, dieses Öl zurückzuhalten und auf höhere Verkaufspreise zu spekulieren. Tatsächlich hat das internationale Hauen und Stechen um Öllieferungen schon begonnen. Die Tanker werden dorthin dirigiert, umgeleitet, wo die höchsten Preise erzielt werden können. So ist vor ein paar Tagen ein Öltanker aus USA kurz vor Europa nach Südafrika umgeleitet worden. Ja, die USA sind ein zuverlässiger Lieferant für die BRD. Aber auch das stellt noch keinen zwingenden Grund dar für die Treibstoffpreise hier. Da geht es um ganz etwas anderes.

Ölkonzerne machen Politik

Und sie sind dabei effizienter als es Staaten sein können. Die Ölkonzerne können mit ihrer Preispolitik direkt und sofort den Verlauf der Konjunktur kontrollieren und so auch die Stimmung des Wahlvolks. Während der Staat mit Gesetzen und Steuersenkung erst im nächsten oder sogar übernächsten Jahr Effekte erzielen kann, wirkt die Preispolitik der Ölkonzerne sofort. Der Bürger, die Pendler, haben sofort mehr oder weniger zur Verfügung für Dinge abseits des Treibstoffs. Die Freiheit, kein Öl, keinen Treibstoff zu kaufen, gibt es nicht. Allerdings könnte die BRD auch sofort ein Gesetz verabschieden, umgehend in Kraft setzen, um zum Beispiel die unsinnige CO2-Steuer zu reduzieren oder ganz zu streichen. Polen hat das gerade vorgemacht. Und da sollten wir auch in die USA blicken. Der Preis für eine Gallone (etwa vier Liter) Benzin erreicht gerade fünf Dollar. Man bedenke: 1975 habe ich in Arizona für eine Gallone 19 Cent bezahlt und das war nach der sogenannten Ölkrise. Was läuft da ab?

Die USA verkaufen nach wie vor Öl ins Ausland. Das heißt, einen Mangel kann es dort nicht geben. Dennoch sind die Preise auf einer nie dagewesenen Höhe. Damit sind wir wieder beim Thema: Die Ölkonzerne machen auch in USA Politik, obwohl sie nicht gewählt wurden für irgendetwas. In den USA stehen die „Midterm-elections“ an. Es sieht nicht gut aus für Trump. Offensichtlich pflegen die US-Ölkonzerne auch einen Hass auf Trump und so tun sie, was sie können, diese Wahlen zum Debakel für Trump zu machen. Was trifft den Durchschnitts-Ami direkt und heftig? Ja genau, der Benzinpreis. Mit einem Benzinpreis von fünf oder mehr Dollar pro Gallone kann man jetzt schon sagen, diese Wahlen sind für Trump gelaufen. Und zwar negativ. Abgesehen davon gilt auch für die USA, dass der Benzinpreis ein wesentlicher Faktor für die Konjunktur ist und natürlich für das Wohlbefinden der US-Bürger. Verlieren Trump und Gesellen diese Wahlen, haben die Ölkonzerne ihren Anteil daran.

Deutschland hat sich erpressbar gemacht

Mit der Abschaltung der Atomkraftwerke und einiger Kohlekraftwerke hat sich die BRD abhängig, ja erpressbar gemacht vom Wohlwollen seiner Nachbarn, die Reaktoren betreiben. Die können jetzt bei einer Dunkelflaute Stromlieferungen nach Deutschland einfach verweigern, wenn ihnen etwas nicht passt, was in Berlin so getrieben wird. Das muss nicht so aussehen, es reicht aus zu sagen, sie können es gerade nicht. Insgesamt hat sich der gesamte Westen abhängig gemacht von billiger Produktion in Asien. Fällt zum Beispiel die Lieferung von Textilien aus, wird es nicht lange dauern, bis wir in Lumpen herumlaufen werden. Oder ohne Schuhe. Es würde Jahre dauern, bis eine einheimische Produktion überhaupt erst möglich wird. All das läuft letztlich darauf hinaus, dass Deutschland, weite Teile des Westens, keine eigenständige Politik mehr betreiben können.

Doch zurück zu den Ölkonzernen. So verrückt es auch erscheinen mag, die unterstützen die grüne Agenda. Auch mit ihren Benzinpreisen. Die jetzigen Energiepreise sind doch die Erfüllung grüner Träume. In diesem Sinn können die Ölkonzerne darauf bauen, dass die grün-verseuchten Medien ihre Preispolitik nicht ernsthaft kritisieren werden. Schon wird wieder laut über Tempolimits geschwafelt und autofreie Tage, anstatt das Kartellamt aufzufordern, die Spritpreise ernsthaft unter die Lupe zu nehmen. Nein, der Bürger soll nicht entlastet werden, eine Übergewinnsteuer würde auch in die Staatskassen fließen, wie die CO2-Steuer. Nebenbei verdient der Staat jetzt schon an den hohen Preisen, wegen der diversen Steuern, die am Benzinpreis hängen. Nein, unser Staat hat kein Interesse an günstigen Energiepreisen. Auch die CDU ist nach Merkel immer noch grün verseucht.

Mit Energielieferung aus Russland könnte uns der Iran-Krieg am A… vorbei gehen

Ginge es unserer Regierung tatsächlich um ein gutes Leben für die Deutschen, hätte der Energieimport aus Russland nie eingestellt werden dürfen. Wie würden wir heute dastehen, wenn Öl und Gas immer noch aus Russland importiert würden? Wir könnten den Krieg im Nahen Osten mit einem verhaltenen Lächeln beobachten, weil es uns einfach nicht berühren würde. Jedenfalls energetisch. Was uns aber sehr stark interessieren sollte, sind die Zustände in Gasa, das aus dem Bewusstsein praktisch ausgelöscht ist. Die Menschen dort werden einem langsamen, stillen Sterben überlassen und die BRD-Regierung sieht einfach nicht hin. Aber der ehemalige Schlächter von ISIS, der sich jetzt Präsident von Syrien nennen darf, wird mit allen Ehren in Berlin empfangen. Hat das alles noch etwas mit demokratischen Werten oder gar Menschenrechten zu tun?

Um das mal klar zu sagen: Elementare Einrichtungen wie Energie und Transport dürfen nicht in privaten Händen sein. Nicht umsonst hatte der Kaiser diese Bereiche mit Beamten besetzt. Wären die Bahnbediensteten nach wie vor Beamte, gäbe es in diesem Bereich keine Streiks. Und die Energie? Gerade Gas- und Ölspeicher dürfen nicht privatisiert sein, denn es ist die Aufgabe des Staats, für die Energiesicherheit seiner Bürger und der Industrie zu sorgen. Aber da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz. Der grüne Staat will ja hohe Energiepreise, um die Bürger so zu erziehen zu grünem Verhalten. Da sehen wir jetzt, wie die Ölkonzerne wirklich grüne Politik betreiben. Natürlich mit dem Ziel auf exorbitante Gewinne.

Absicht oder Dummheit?

Jegliche Öl- oder Gasknappheit bei uns ist künstlich hergestellt, wenn man nicht annehmen will, dass die Politiker in unserer Demokratie nahe am Analphabetentum längs schrammen. In Deutschland, in der EU, wird Politik nicht mehr von Politikern gemacht. Energietechnisch haben das die Ölkonzerne übernommen und intern sind es Gerichte, die mit grün-verseuchten Urteilen den Wählerwillen ignorieren. Obendrauf noch die wahnsinnige Bürokratie, die mittlerweile hauptsächlich aus Brüssel diktiert wird von Kommissaren, die nicht gewählt sind. Aber der Wahnsinn kann auch etwas Gutes haben.

Wegen der knappen Düngemittel und deren hoher Preise wird schon vor einer Lebensmittelknappheit gewarnt. Davon sind wir noch weit entfernt. Jedenfalls so lange, wie etwa ein Drittel der Lebensmittel einfach im Müll landet. Da könnte ein Umdenken angeregt werden und auch Lebensmittel wieder in den Markt genommen, die in ihrer Form nicht EU-Standards entsprechen. Oder der Irrsinn, dass Reste von Restaurants nicht mehr an Schweine verfüttert werden dürfen. Nicht mal denen wird zwischendurch ein „Gourmet-Mahl“ gewährt. Die Liste des Irrsinns ist lang. Und die „Energiewende“? Um eine Hundertprozentversorgung zu gewährleisten, auch bei Dunkelflaute, muss die gesamte Energieinfrastruktur doppelt ausgelegt werden. Wir können uns das ja leisten? Es geht uns und unserer Industrie doch so gut im besten Deutschland aller Zeiten.

Krisen können ein Umdenken fördern

Der Iran-Krieg wird einiges wieder gerade richten, zu intensivem Nachdenken führen. Die Haltung gegenüber Trumps USA hat sich schon deutlich verändert. Sogar der Bundespräsident hat den israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran als völkerrechtswidrig bezeichnet. Kanzler Merz hat diese Erkenntnis noch nicht geküsst. Jetzt fehlt noch eine angemessene Haltung gegenüber dem Khasaren-Staat, der mordend durch sein Umfeld zieht. Und eine angemessene Haltung gegenüber Russland, das unsere letzte Rettung vor dem Energiekollaps sein kann. Russland hat uns genauso wenig angetan wie der Iran. Die Kiew-Ukraine hingegen sabotiert die letzten Pipelines aus Russland und wird mit zig Milliarden unterstützt. Da kann man nur noch sagen: Herr, lass Hirn regnen und verbanne die grünen Ideologen und Kriegstreiber in die Schmuddelecke, wo sie hingehören.

Übrigens, wussten Sie, wo die weltweit erste erfolgreiche Bohrung nach Öl stattgefunden hat?
Es war in Wietze in Niedersachsen, im Jahr 1858.
Ob man da schon einen Zusammenhang mit dem Angriff Frankreichs auf deutsche Länder vermuten darf? Ging es auch da schon um Öl?

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