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Nachruf auf Donald J. Trump
Von Hans-Jürgen Geese
Am 16. April im Jahre 2023 erschien von diesem Autor ein Artikel im Anderwelt Verlag mit dem Titel „Trump ist so gut wie tot.“
Der Autor musste sich wohl geirrt haben. Denn Donald Trump lebt nach wie vor, trotz angeblich dreier Versuche, ihn zu töten.
Der Autor behauptete im April 2023, dass Donald Trump mit einem Programm von „America First“ und „No more wars“ (keine Kriege mehr) unmöglich Präsident werden könnte. Denn damit forderte er doch den Tiefenstaat (die eigentliche Regierung) heraus. Der Tiefenstaat würde sich das nicht gefallen lassen und daher unbedingt dafür sorgen, dass Trump niemals wieder Präsident werde. Entweder durch Manipulationen oder durch Mord. Wie bereits zuvor in der U.S. Geschichte.
Auf die damals absurde Idee, dass Donald Trumps Wahlkampf nichts weiter sei als eine gigantische Show, hinterhältiges Theater, eine Lügengeschichte, darauf kamen nur ganz wenige. Der Wunsch war mal wieder der Vater des Gedankens, und so geschah es, dass viele Menschen, dieser Autor eingeschlossen, auf eine Präsidentschaft Trump hofften. Der Mann würde endlich die Welt verbessern.
Ach, was hätte sein können? Aber leider wurden wir betrogen. Nun, lassen Sie uns zumindest den positiven Hoffnungsschimmer herausarbeiten, der sich aus diesem moralischen Tod von Trump ergibt. Und wenn es auch nur die simple Erkenntnis sein sollte, dass wir Menschen uns besser in der Geschichte auskennen müssen, wenn wir denn wirklich als mündige Bürger gelten wollen.
Der Fall Woodrow Wilson
Woodrow Wilson war 1910 der Präsident der Princeton Universität, Professor der Jurisprudenz und der Politikwissenschaften. Ende 1910 ging er in die Politik. Eine unglaubliche Karriere begann. In den Jahren 1911 bis 1913 war Wilson der Gouverneur des Staates New Jersey. Und in den Präsidentschaftswahlen 1912 schlug er die Schwergewichte William Howard Taft und Theodor Roosevelt.
Noch vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges sorgte Wilson dann als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika für die Gründung der Federal Reserve Bank und der Einführung einer Einkommenssteuer. Böse Zungen behaupten noch heute, dass damit alle Voraussetzungen für den Ausbruch eines großartigen Krieges gegeben waren. Geld für Krieg stand jetzt in Hülle und Fülle zur Verfügung.
Als der Erste Weltkrieg dann 1914 ausbrach gelobte Wilson hoch und heilig, dass sich Amerika aus diesem Krieg heraushalten und versuchen werde, einen Frieden zwischen den Kriegsparteien auszuhandeln.
Nun, Präsident Wilson brach dann allerdings sein Versprechen, trat in den Krieg ein, entschied mit seiner gigantischen Armee den Ausgang des Krieges und präsentierte schließlich großzügig einen Vertrag, der den ewigen Frieden auf Erden bringen sollte. Auf der Grundlage des 14 Punkte Programms von Woodrow Wilson legten die Deutschen die Waffen nieder. Der Rest ist Geschichte.
Was Sie aber vielleicht nicht wissen ist, dass Wilson seinen Gegenkandidaten, den Sozialisten Eugene Debs, vor der Wahl 1920, unter einem neu geschaffenen Gesetz, für 10 Jahre ins Gefängnis sperren ließ, weil Debs sich in aller Öffentlichkeit gegen den Krieg ausgesprochen hatte. Trotzdem erhielt Debs im Gefängnis fast 1 Million Stimmen, ein für die damalige Zeit beachtliches Ergebnis. Und diese beeindruckende Art von Demokratie wollte Woodrow Wilson dann über die Welt verbreiten. Über die ganze Welt. Der liebste Traum des Präsidenten.
Wilson war einer von diesen größenwahnsinnigen Amerikanern, die, von sich selbst besessen, stets unglaubliches Unglück über die Welt bringen. Bis auf den heutigen Tag. Von nur einer Ausnahme abgesehen. Man muss vermuten, dass diese Herren nicht selbst die Kontrolle über ihr eigenes Leben haben. Sie lenken nicht. Sie werden gelenkt. Das Motto von Wilson lautete: „To make the world safe for democracy“ (die Welt für die Demokratie sicher machen). Was für ein Witz!
Mal ehrlich, welcher im wahren Leben verankerte Mensch würde sich solch einen Schwachsinn ausdenken? Vielleicht will nicht alle Welt Demokratie? Ein für die Amerikaner unfassbarer Gedanke. Denn Demokratie ist heilig. Und Wilson sah sich tatsächlich als eine Art von Messias. Trump würde das verstehen.
Übrigens war Wilson ab Ende 1919 gesundheitlich so schwer angeschlagen, dass er als Präsident schließlich nicht mehr sein Amt ausführen konnte. Das wurde verschwiegen. Erinnern Sie sich an Biden? So ähnlich. Wilson ging nach Hause und machte von seinem Krankenbett aus weiter, zurückgezogen von der Welt, völlig auf seine Frau Edith angewiesen, die wahrscheinlich damals mehr Macht ausübte als der Präsident selbst. Obwohl er halb tot war, kandidierte Wilson 1920 nochmals für das Amt. Sie sehen, diesen Menschen ist in der Tat nicht zu helfen. 1923 verabschiedete sich Woodrow Wilson dann von dieser Welt.
Die sind alle Betrüger
Der U.S. Historiker Walter Karp gab zu Woodrow Wilson folgendes Urteil ab:
„Die hervorstechendsten Eigenschaften von Woodrow Wilsons politischem Charakter waren seine Selbstverherrlichung und ein Hunger nach Ruhm, der so auf sich selbst bezogen war und so gleichgültig gegenüber den Sorgen anderer, so überzogen ausgeprägt, dass diese Charaktereigenschaften ihn dahin führten, die Hoffnungen einer von dem Krieg zerrissenen Welt zu verraten.“
Der Vertraute Wilsons, Colonel House, versprach Wilson, dass er der erste Mensch in der Geschichte sei, der der Welt den ewigen Frieden bringen würde. Zitat: „Diese Rolle bist Du ausersehen zu spielen in dieser Weltentragödie. Es ist die edelste Rolle, die jemals von einem Menschensohn ausgefüllt wurde.“
Frage: Erkennen Sie in all dem Donald J. Trump wieder?
Dabei war die Analyse der U.S.A, die Trump dem amerikanischen Volk vor der Wahl 2024 präsentierte, völlig korrekt. Und auch andere Kandidaten damals erkannten ganz klar, von wo die Probleme der U.S.A. herrührten. Sie mögen sich an den Präsidentschaftskandidaten Vivek Ramaswamy erinnern, der in einem Interview, das Sie heute noch auf youtube finden, auf die Frage, was seine erste Amtshandlung als neuer Präsident sein werde, antwortete: „Die Auflösung des FBI“.
Das hatte der natürlich nicht ernst gemeint. Obwohl er Recht hatte. Aber er konnte das nicht ernst meinen. Denn der Mann ist Teil der Kabale. Er spielte brav seine Rolle und wird dafür wahrscheinlich demnächst reichlich belohnt werden. Falls er die Belohnung noch braucht.
Denn Vivek Ramaswamy ist ein Milliardär. Mit 40! Wie kam das zustande? Nun, er arbeitete zuerst für einen Investmentfonds. Dann kaufte er Patente von Pharmaunternehmen auf, die geprüft waren und als Nieten galten. Die IPO von Viveks Firma Axovant Sciences war die größte in der Biotechnologiegeschichte. Allerdings scheiterte das für die Firma zentrale Alzheimer-Medikament in klinischen Studien. Aber da hatte Herr Ramaswamy bereits sein Vermögen gemacht.
Jetzt kandidiert Ramaswamy als Vertreter der Republikanischen Partei für das Amt des Gouverneurs von Ohio und hat gute Aussichten, das Rennen zu gewinnen. Im Alter von 40 Jahren könnte es wohl sein, dass er es eines Tages tatsächlich noch zum Präsidenten schafft. Am Geld wird es nicht scheitern.
Übrigens finden Sie im Kabinett von Trump drei Milliardäre und eine große Schar von Millionären. Nein, leider kein Arbeiter und kein Bauer im Kabinett Trump. Was wollen Sie da also erwarten? Ich wundere mich immer, dass die Leute einfach nicht kapieren, dass das mit Wohlstand und Freiheit für alle, bei diesen Figuren da oben, dass das nie was werden kann. Was meinen Sie?
Wer war der Lehrer von Donald Trump?
Wenn Sie es im Immobilienmarkt New York zu Erfolg gebracht haben, dann müssen Sie aus hartem Holz geschnitzt sein. In New York regiert die Mafia.
Der Lehrer von Donald Trump war der berüchtigte, skrupellose Anwalt Roy Kohn, dessen Erfolge auf 7 Prinzipien basieren, die alle von Trump praktiziert werden:
Immer angreifen. Niemals in die Defensive gehen. Sollte Kritik aufkommen, dann noch härter zuschlagen. Immer „Angriff, Angriff, Angriff“.
Ohne Ausnahme behaupten, man habe gesiegt. Egal was geschehen ist, egal wie die Umstände sich darstellen, immer den Sieg für sich beanspruchen.
Selbst wenn die Beweise erdrückend sind, niemals einen Fehler zugeben. Alles, was gegen Dich vorgebracht wird, musst Du leugnen, musst die Fakten verdrehen.
Das Gesetz als Waffe. Immer mit einem Gerichtsverfahren drohen. In den Verfahren dann die Zeugen einschüchtern. Alle Tricks sind erlaubt.
Loyalität ist Bedingung für Erfolg im Unternehmen. Nur Mitarbeiter werden zugelassen, die sich bedingungslos Deinem Willen unterwerfen.
Netzwerke. Du musst ein Netzwerk einflussreicher Leute aufbauen. Dazu gehören neben den Politikern auch die Mafia-Bosse und natürlich die Journalisten.
Die Medien als Waffe. Die Medien haben die Aufgabe, Dich zu verherrlichen und alle Gegner zu diskreditieren.
Das ist die Welt von Donald J. Trump. Noch irgendwelche Fragen?
In welcher Realität leben wir?
Wenn Sie die Wahrheit in dem aktuellen Iran Konflikt wissen wollen, dann haben Sie zwei Optionen: Sie können verfolgen, was Donald Trump von sich gibt oder Sie können warten, bis die Iraner sich zu Wort melden und ihre Version der Ereignisse präsentieren.
Die Erfahrung bisher hat klar gezeigt, dass Trump fast immer lügt und dass die Sprecher des Irans fast immer die Wahrheit sagen.
Da hat der Donald Trump also einen Krieg ohne einen triftigen Grund vom Zaun gebrochen, den er unmöglich gewinnen kann. Was ihm auch seine Militärberater vorhergesagt hatten. Und auch das Urteil von 18 U.S. Geheimdiensten lautete einstimmig: Der Iran ist nicht dabei, eine Atombombe zu entwickeln. Es gibt keinen Grund, den Iran anzugreifen. So wurde es Trump präsentiert. Aber er hat sich trotzdem auf den Krieg eingelassen.
Man kann doch wohl nur zu einer Schlussfolgerung gelangen: Donald Trump lebt in einer anderen Realität als der Rest der Welt. Was für eine Realität ist das?
Trump lebt in der ihm von Israel vorgegeben Realität
Vor Beginn des Krieges besuchten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und der Direktor des Israelischen Geheimdienstes Mossad, David Barnea, Donald Trump im Weißen Haus. In dem Treffen am 11. Februar 2026 im „White House Situation Room“, in den sonst nie Ausländer zugelassen werden, saß Netanyahu an der Stirn des Tisches als der Boss. Mann muss das so sagen.
Was 18 U.S. Geheimdienste sagen hat für Trump keine Bedeutung. Die Analysen und Befehle aus Israel allein zählen. Man kann doch wohl zu keiner anderen Deutung der aktuellen Situation kommen.
Der Krieg im Mittleren Osten bringt keinerlei Vorteile für die U.S. oder für den Rest der Welt. Im Gegenteil, die Gefahr einer wirtschaftlichen Katastrophe, einer Hungersnot gar in Teilen der Welt, ist sehr real, da vor allem der Mangel an Düngemittel große Auswirkungen auf die Ernten dieses Jahr haben wird.
Das einzige Land, das ein Interesse an der Zerschlagung des Irans hat, ist Israel.
Und aus irgendeinem Grund, den wir nicht kennen, ist Trump völlig Israel hörig.
Trumps Dilemma
Ein Dilemma ist eine Zwangslage, bei der alle möglichen Handlungen zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Trump befindet sich auf den Hörnern eines Dilemmas, wie man im Englischen sagt. (“on the horns of a dilemma“)
Wenn Sie die sieben Regeln in Betracht ziehen, nach denen Trump sein Denken und Handeln ausrichtet (siehe oben), dann gibt es für den Mann in der Tat keinen Ausweg.
Verhandlungen mit dem Iran mögen Frieden zwischen dem Iran und den U.S.A. bringen. Aber diese Verhandlungen können keinen Frieden zwischen dem Iran und Israel bringen. Israel pocht weiterhin auf der Vernichtung des Irans.
In Trumps Kabinett finden Sie nicht nur schwerreiche Männer und Frauen, sondern auch eine Ansammlung von 100 % Zionisten. Die sind alle mehr oder weniger mit Israel verbandelt. Sonst hätten sie niemals ihren Job in Washington bekommen. Das ist wie bei der Mafia: Eine Hand wäscht die andere.
Was wird das amerikanische Volk tun?
Trump ist erledigt. So oder so. Die Absurdität seiner Aussagen hat inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass nur noch wenige Menschen in Amerika selbst und im Rest der Welt Trump ernst nehmen. Man muss zudem ernsthaft in Betracht ziehen, dass der Mann geistig nicht mehr voll zurechnungsfähig ist.
Aber so wie die Amerikaner dereinst Woodrow Wilson nicht loswerden konnten und daher von seiner Frau regiert wurden, so mag auch Donald Trump physisch bis zum Ende seiner Amtszeit durchhalten.
Es ist belanglos. Denn der Mensch Donald Trump, der im November 2024 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, dieser Mann ist tot. So tot wie all die Versprechen, mit denen er einst sein Amt antrat.
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Woodrow Wilson war ein zwiespältiger Mensch. Einerseits brachte er einen Friedensplan nach Versailles, der wirklich Frieden für Europa hätte bringen können. Vorher aber hatte er erkannt, dass die Kredite an England und Frankreich nicht zurückgezahlt werden könnten, wenn das Deutsche Reich diesen Krieg gewinnt. Vom DR hingegen würden die Kredite bedient werden, auch wenn der Krieg verloren ist. Und so hat er seine Soldaten nach Frankreich geschickt und das DR hat klein beigegeben. So ist der WKI zur Urkatastrophe geworden. Mehr über die Gründung des FED und Wilson erfahren Sie in diesem Werk: „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrer Buchhandlung,
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier.
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https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/






