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Keine Bange, ich habe auch Angst

Von Reinhard Leube  

Angst ist ja prinzipiell gar nicht verkehrt. Wer beim Blick von einer Felsenklippe hinunter ins Meer abwägt, ob es spannend wäre, blind hinunterzuspringen ins Wasser, oder ob man dort auf einem Felsen zerschellen kann, den man von oben nicht sieht, der hat erst einmal berechtigte Bedenken. Angst hat also ihre positiven Seiten.

Andererseits hat mir meine Mutter in der Kindheit mit auf den Weg gegeben: „Angst haben kannst du hinterher!“ Diese trainierte Einstellung hat mir schon mehr als einmal geholfen, in brenzligen Situationen beherzt zu reagieren. Das hat mich schon oft gerettet. 

Wenn wir schon in einer Demokratie nicht mehr wagen, der Politik einer Regierung zu widersprechen, weil uns von den Herrschern über die Medien eingetrichtert wurde, dass nun ausgerechnet das undemokratisch wäre, dann muss aus reinem Selbsterhaltungstrieb die Angst vor nicht mehr bezahlbaren Lebenshaltungskosten, vor dem Verlust der eigenen Einkommensquelle und inzwischen sogar vor einem Vernichtungskrieg größer sein als die Angst vor fragwürdigen Beschimpfungen durch fremde Leute. 

Unsere Demokraten haben allerdings auch ein sehr primitives Weltbild, wenn in jeder Hinsicht nur die Regierungslinie zählt und alle Kritiker der offiziellen Sicht Nazis sind. Waren die Nazis eine kriminelle Bande an der Macht oder Kritiker ihrer Regierung? Erstens gibt es mehr als ein Mitglied der Regierung und schon von daher mehrere Meinungen und zweitens gibt es in vielen Fragen auch viele Nuancen in den Sichtweisen darauf. Wo nur noch eine Meinung erlaubt wird, ist die Demokratie gestorben, unsere wie auch jede andere. Wenn unsere Firma in die Grätsche gegangen oder gleich unser ganzes Land militärisch ausgelöscht worden ist, hatten wir an der falschen Stelle Angst. 

Ich verstehe, dass viele Leute Angst haben, sich kritische Anmerkungen zu den offenkundigen Fehlentscheidungen der Demokratischen Einheitspartei Deutschlands von den Grünen bis zur CDU zu erlauben. Am anderen Ende glaube ich, dass wir alle – einschließlich der Gutmenschen unter uns – mehr Angst haben sollten vor den falsch gestellten Weichen als vor den unqualifizierten Beschimpfungen aus den Staatsmedien. Gerade die Gutmenschen sollten aus einem ganz persönlichen Interesse heraus Angst vor ihren Vorbetern haben. 

Wer bezahlt Menschen wie Taxifahrern, Geisteswissenschaftlern, Ärzten und allen anderen, die nichts selbst produzieren und auf dem Weltmarkt verkaufen, in Zukunft eigentlich jeden Monat ihr Gehalt, wenn aus dem letzten deutschen Nettosteuerzahler ein Arbeitsloser oder einer von jährlich Hunderttausenden Flüchtlingen ins Ausland geworden ist? Haben diese Menschen mehr Angst, Einwände laut zu machen, oder davor, dass sie als Arbeitslose, als Rentner oder als Kranke bald gar keine Leistungen mehr bekommen? 

Ich bin geradezu dankbar für den jüngsten Vorschlag, dass wir zu den gestiegenen Beiträgen zur Krankenversicherung jetzt obendrein auch noch unsere Zahnarztbehandlungen selbst bezahlen sollen. Wenn es den Gutmenschen nicht wirklich im eigenen Geldbeutel wehtut, werden sie nie aufwachen und selbst fordern, dass die Grenzen wieder dichtgemacht werden. 

Immer wieder ist zu hören, dass jemand Angst hat, es spiele den falschen Leuten in die Hände, wenn man beispielsweise darauf hinweist, dass nicht jeder Flüchtling froh und dankbar ist, dass er in einem Staat aufgenommen wurde, in dem man sich vor Jahren im Wesentlichen unbekümmert zu jeder Tages- und Nachtzeit frei bewegen konnte. Fremde Leute, die vor den Schrecken von Krieg und Gewalt geflüchtet sein wollen, verbreiten jetzt selbst in der Fremde Angst und Schrecken. Die Menschen in Deutschland wiederum haben Angst zuzugeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Vergewaltigung in aller Öffentlichkeit oder eines Angriffs mit der scharfen Klinge eines Messers fühlbar gestiegen ist. Die Medien sprachen in diesem Zusammenhang jahrelang von Fakenews und dann von Einzelfällen, aber wann wissen sie wieder, wie man mit kriminellen Einzelfällen umgehen muss? 

Was hat sich verändert und wer hat das zu verantworten? Es greift zu kurz, wenn man nur die jeweiligen Täter ins Visier nimmt, denn die Frechheit der einen geht immer nur so weit wie die Dummheit und die Feigheit der anderen. Wenn früher jemand kriminell auffiel, besonders wenn verschiedene Ethnien in Straftaten involviert waren, musste immer ein Zeichen gesetzt werden. Warum wurde das über Nacht außer Kraft gesetzt, als Fremde damit begannen, sich bei uns so aufzuführen, wie sie es sich zu Hause nie ungestraft wagen dürften? Warum wurde nicht bei den ersten bekannt gewordenen Fällen ein Zeichen gesetzt – medienwirksam, damit denkbare Nachahmer gar nicht erst auf den Gedanken kommen konnten, dass man sich in der neuen Heimat aufführen könnte wie ein Schwein?

Hätte es den schon länger hier Regierenden nicht extrem wichtig sein müssen, dass die Leute, denen man hier ein Obdach geboten hat, nun keinen Schaden anrichten, damit das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung reibungslos abläuft? Musste man nicht dafür sorgen, dass die Akzeptanz für die fremden Menschen nicht rapide abnimmt? Nachdenklich macht mich auf der anderen Seite auch, welche Vorstellungen jene haben, die über mehrere Jahre hinweg Tag für Tag Männer über Männer ohne Frauen ins Land lassen und hoffen, dass sie fortan lediglich brav bei uns arbeiten würden. Da kommen doch ganzheitlich betrachtet Menschen ins Land, die natürlich auch menschliche Bedürfnisse haben. Was sollte denn herauskommen, wenn so viele Männer halbe und ganze Jahre nie Sex haben können mit Frauen? Die meisten Leute haben ja doch eine Zukunft mit einer eigenen Familie vor Augen. 

Nun wird seit Jahren schon darüber diskutiert, ob und wie man wohl die Grenzen für illegale Grenzübertritte schließen könnte. Das kann man auch noch eine Weile so weitertreiben, bis hier gar nichts mehr geht. Wie stellt man sich zum Beispiel den Mathematik- oder den Biologie-Unterricht vor, wenn halbe und ganze Klassen nicht genug Deutsch verstehen, um dem Geschehen überhaupt folgen zu können? Es ist schwierig genug, Deutsch sprechenden Jugendlichen etwas zu erklären. Man frage nur einmal seine Kinder, wie es aktuell in ihren Schulen zugeht. Woher kommt dann aber der Nachwuchs für unsere Facharbeiter oder gar Ingenieure, wenn nicht aus unseren Schulen? Diese Spezialisten und nicht die Soziallabertaschen haben den Wohlstand geschaffen, von dem wir jahrzehntelang gut und gerne gelebt haben, auch die Wort-Akrobaten und Maulhelden innerhalb und außerhalb der Regierungen unserer Tage – und gerade sie greifen noch immer großzügig in den gefüllten Topf und bedienen sich selbst. 

Der irrwitzige Zuwachs an Fremden hat unsere Kommunen, unseren Wohnungsmarkt, die Kindereinrichtungen und Schulen sowie die Verwaltung längst an ihre Grenzen gebracht. Was könnte getan werden? Wer ab sofort noch ankommt, bekommt unverzüglich seine Befragung, in der dargelegt werden kann, welchen Asylgrund jemand geltend machen will. Binnen kurzer Frist wird über das Ersuchen entschieden und dann geht es zurück an die Landesgrenze. Wer hierher gefunden hat, findet auch wieder zurück. Mit der Ablehnung des Asylbegehrens ist das Recht auf Wohnraum und Geld von anderen Leuten verwirkt. Danach beginnt die Arbeit von Polizei und Bundesgrenzschutz. Bleiben Sie doch einfach einmal beim nächsten Urlaub im Hotel ihrer Wahl hocken und warten Sie darauf, dass Sie von Stund an von fremden Leuten gefüttert werden. Viel Erfolg! 

Kommen wir zu einem weiteren Minenfeld. Viele Leute haben Angst kritische Worte über den menschlichen Einfluss auf die Entwicklung der Temperaturen auf der Erde von sich zu geben, weil ihnen sonst besorgte Bürger unqualifizierte Ausdrücke bis hin zum Klimaleugner vor den Latz knallen. Viele nachdenkliche Leute lassen sich aus Angst davor aus dem öffentlichen Diskurs herausdrängen und überlassen das Feld anderen, die das nachbeten, was ihre Vorbeter in den „öffentlich-rechtlichen“ Medien tagein tagaus wiederholen. 

Sie sind nicht davon zu beeindrucken, dass sie in der Schule gelernt haben, dass es auf der Erde von Anfang an kältere und heißere Zeiten gab, Warmzeiten und Eiszeiten. Der Einfluss der jeweiligen Aktivität der Sonne auf die Temperaturen rund um ihre Planeten darf gerne öfter diskutiert werden. Wie kann es sein, dass dubiose Vorhersagen und Modelle höher gewichtet werden, wenn sich noch nichts davon bewahrheitet hat? Was wurde denn nun aus dem sauren Regen, aus dem Waldsterben und den Gefahren von dubiosen Seuchen, die alle hinwegraffen, bis zu Spahns Aussicht, in einem Jahr sei man entweder geimpft, genesen oder gestorben? Aus dem nüchternen Blick zurück leitet man noch am besten ab, ob man in Zukunft intelligent wirkenden Verschwörungstheoretikern oder den professionell bezahlten Experten mehr vertraut.  

Wer hat sich vor drei Jahrzehnten eigentlich darüber gewundert, dass die Panikmache über eine denkbare Schädlichkeit des Kohlendioxids nicht von Wissenschaftlern populär gemacht wurde, sondern von einem Politiker, und ausgerechnet von dem amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore, und dass jetzt die Firmen, die nach der Verteuerung der Energieträger bei uns keine günstige Energie mehr vorfinden, mit Subventionen in genau diese USA gelockt werden, wo sie dann wohl unschädliches Kohlendioxid in unsere Atmosphäre ausstoßen? 

Im übereifrigen Deutschland fingen Politiker aufgrund dieser Panikmache damit an, im Prinzip alle Energieträger unmöglich zu machen, um Kohlendioxid einzusparen, obwohl Kritiker zum Beispiel den Einwand erhoben, dass sich das Klima und die Temperaturen in der Erdgeschichte immer verändert haben – nach oben wie nach unten. Es hat unter anderem auch nicht interessiert, dass Pflanzen mit mehr Kohlendioxid besser wachsen. Jetzt lassen die grünen Umweltschützer Wälder roden und Felder versiegeln, um dort Windräder aufzustellen, die dann die Tiere der Lüfte schreddern. Was daran noch grün sein soll, bleibt das Geheimnis der einstigen Umweltretter. Als wir noch jünger waren, galten die Wälder immer als die grünen Lungen der Erde. Die Wälder des Amazonas müssen erhalten werden, aber die Wälder um die Ecke braucht kein Mensch. Da halte ich es mit Lisa Fitz: „Ich halte die globale Erwärmung für viel weniger gefährlich als die globale Verblödung.“ 

Bei uns stiegen die Energiepreise bis zu dem Punkt, an dem unter anderem die Bauindustrie unter den Kosten leidet, und obwohl viele der Flüchtlinge von 2015 schon seit Jahren in Notunterkünften hausen, werden viel zu wenige Häuser und Wohnungen gebaut. Zugleich findet eine Generation unserer jungen Leute keine bezahlbaren Wohnungen mehr, in die sie einziehen und eine eigene Familie gründen können. Mal sehen, wann sie endlich verstehen, woran das wohl liegen könnte. Trotz alledem wird weder die Energiewende gestoppt noch das Signal in die Welt gesendet, dass Deutschland keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen kann. 

Den Medienmachern ist es gelungen, jegliche Diskussionen über das Für und Wider einzelner Argumente versiegen zu lassen und ihre bloße Erwähnung als Links oder Rechts „einzuordnen“. Es muss jedoch stets um Inhalte gehen und nicht um Parteien. Wenn die Demokratische Einheitspartei Deutschlands unter ihren Köpfen Merkel, Scholz, Lindner und Merz nur einen Weg anbietet, der jedoch vor aller Augen in den Abgrund führt, dann muss es möglich sein, eine Alternative zu wählen. Wird sie verboten, sollen wir ohne eine demokratische Einflussmöglichkeit zusehen, wie wir zum zweiten Mal abgewickelt werden. Gut, vielen Leuten im Westen fehlt noch die Phantasie, wie sich Scheppern in den Abgrund und danach von vorn anfangen anfühlen mag. Es ist übrigens sehr unwahrscheinlich, dass uns diesmal wieder eines unserer Nachbarländer aus dem Sumpf herausholt. 

Nicht zuletzt ist da noch die Angst vor einem totalen Krieg. Wären alle Mitmenschen vernunftbegabte Wesen, würden sie sich dagegen wehren, dass immer eine Zeit lang die eine Wahrheit absolute Gültigkeit hat und jeweils von heute auf morgen eine andere. 2014 hieß es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch, dass die Ukraine das korrupteste Land in Europa ist. Bei den Minderheitenrechten bis hin zur körperlichen Unversehrtheit haben sie dort noch nie europäischen Maßstäben auch nur annähernd genügt. Österreich und Italien wurden schon gecancelt, weil sie konservative Politiker gewählt hatten. Die über 15.000 Russen, die zur gleichen Zeit vom ukrainischen Militär in die ewigen Jagdgründe geschickt wurden, waren den freien und unabhängigen Medien des Werte-Westens kaum eine einzige Erwähnung wert. 

Seit vier Jahren heißt es nun, wir würden ausgerechnet in der Ukraine europäische Werte verteidigen. Das krönende Beispiel für die Umkehrung der Werte ins Gegenteil ist sicherlich die Art der „Berichterstattung“ über den Krieg, der seit 2022 läuft. Als Engländer und Amerikaner jahrzehntelang demokratisch gewählte Regierungen weltweit stürzten, fremde Länder bombardierten und Millionen Zivilisten in die ewigen Jagdgründe schickten, war niemals die Rede von unprovozierten aggressiven Angriffskriegen. Diese Kreation entstand, als sich mit Russland zum ersten Mal ein Land gegen die militärischen Vorbereitungen zu seiner Enthauptung wehren konnte. 

Die Vorbeter in den Medien wussten, dass jede Runde der Ostausdehnung der NATO zu bedenklichen Worten aus Moskau geführt hatte und das immer dazu gesagt worden war: Aber nicht in die Ukraine! Warum wird eigentlich nie erwähnt, dass Moskau 1954, 1991 und im Jahr 2000 selbst in die Nato eintreten wollte? Damit wäre doch Ruhe im Karton gewesen! Wem wollen Sie jetzt mehrere zig Mal pro Tag einreden, dass daraus ein „unprovozierter aggressiver Angriffskrieg“ wurde? 

Ich bekomme auch Fragezeichen in den Augen, wenn ich mir den Umgang der Gutmenschen mit den Flüchtlingen vor Krieg und Not vergegenwärtige. Sie wollten Menschen vor dem Tod in einem Krieg retten, und bringen das Land, in das diese geflohen sind, jetzt selbst in Kriegsgefahr. Aber die guten Menschen haben ja vorher auch nicht verstanden, dass sich ihre Energiewende und ein deshalb stagnierender Wohnungsbau nicht mit der Aufnahme von immer mehr fremden Menschen verträgt. 

Im Westfernsehen läuft ein Umerziehungsprogramm in Dauerschleife und wesentlich aufdringlicher als es in Ost-Europa in den schlimmsten Zeiten des Sozialismus war und dann staunen sie hier Bauklötze, wenn die Leute die Bundesrepublik mit der DDR vergleichen. Der Bonuspunkt ist, dass man hier in die geschlossenen Zuchtanstalten kommt, wenn man die Gebühren für den Propagandafunk, den man noch nicht einmal nutzt, nicht mehr abführen will. 

Ob dreißig Prozent der Leute ein erklärtes Regierungsziel ablehnen oder fünfzig oder achtzig, interessiert in den Bunkern in Berlin niemanden und diese Ignoranz gegenüber der Demokratie verkaufen sie uns als den „Kampf für Unseredemokratie“. Die undemokratische Verhöhnung des Volkes gipfelt darin, dass sie ihre Propagandakampagnen von unserem eigenen Steuergeld finanzieren. Die regierenden Menschen sollen uns vertreten und nicht andere Süppchen auf unsere Kosten kochen. Es war schon clever, Unseredemokratie als eine repräsentative Demokratie einzurichten. So wird die Meinungsfreiheit auf ein Kreuz alle vier Jahre auf einem Zettel limitiert. 

Und was das neumodische Verständnis des Wortes Volk angeht – das waren im Osten immer die einfachen Leute, und am anderen Ende gab es die Regierenden in der Hauptstadt. Wie kämen wir dazu, dieses Wort auf einmal westdeutsch zu verstehen, wo man mit Volk eine ethnisch einheitliche Gruppe von Menschen meint? Wir sind das Volk. 

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Wenn es Ihnen gefällt, wie Reinhard Leube schreibt, kann ich Ihnen seine Serie zur Geschichte der Deutschen in Europa im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert empfehlen. Sie finden wohl auf jeder Seite seiner Bücher Wissenswertes, das Sie sonst weder in der Schule noch in den Medien zu sehen bekommen. Sehen Sie einfach rein beim AnderweltVerlag und entscheiden Sie, mit welchem Band von Reinhard Leube Sie Ihr Wissen um die deutsche Geschichte erweitern wollen. Zum AnderweltVerlag geht´s hier: https://anderweltverlag.com/ 

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