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Erst Venezuela, dann Kuba – die USA drehen durch

Von Peter Haisenko 

Vor mehr als 60 Jahren haben die USA Kuba mit schärfsten Sanktionen belegt. Kuba ist standhaft geblieben und hat sich nicht gebeugt. Jetzt will Trump Kuba endgültig fertig machen. Er will diese Karibikinsel von der Ölversorgung abschneiden. Kuba hat den USA nichts angetan.

Die piratischen Akte der USA gegen Venezuela, ihren Präsident und ihre Öltanker, haben einen weiteren Aspekt erhalten. Venezuela darf kein Öl mehr an Kuba liefern. Der Wertewesten schweigt dazu, obwohl diese Machtdemonstration an Arroganz kaum noch zu überbieten ist. Es geht um mehr. Die USA wollen jeden sanktionieren, auch mit Zollandrohungen, der Kuba noch Öl liefern wird. So, wie sie Zölle androhen, wenn jemand russisches Öl kauft. Ist Trump jetzt völlig durchgeknallt oder zeigt er nur die hässliche Fratze der USA, die immer schon da war?

Vergessen wir nicht: Jede Sanktion, die die Wirtschaft eines souveränen Staats zerstören soll, ist de facto eine Kriegserklärung. Folglich befinden sich die USA mit allen Staaten im Krieg, die von ihnen sanktioniert oder mit Zöllen bedroht werden. Der Rest des Westens nimmt an diesen Kriegen Teil, weil er mitmacht oder zumindest nicht dagegen interveniert. Das, obwohl auch die BRD selbst davon betroffen ist, weil Präsident Biden die Gasversorgung aus Russland gesprengt hat. Im Fall der BRD ist es besonders pervers. Die BRD-Regierung selbst hat sich mit Sanktionen belegt, indem sie sich weigert, vertragsgemäß Gas aus Russland zu beziehen. Das, obwohl noch ein Strang von Nordstream II funktionsfähig ist und Präsident Putin erst vor wenigen Tagen angeboten hat, Gas durch diese Röhre zu liefern. Russland hält sich an Verträge. Die über das Gas laufen allerdings 2030 aus. Bis dahin muss die BRD die vereinbarten Gasmengen bezahlen, ob sie das Gas nun nimmt oder nicht. Ja, so blöd kann man sein.

Der Hass auf Trump schärft den Blick auf die USA

Venezuela, Kuba, Iran. Nicht nur für die gilt Seitens USA: Und wenn du nicht willig bist, gebrauche ich Gewalt. Wer sich also den USA nicht bedingungslos unterwirft und keine Atomwaffen hat, sieht sich der Willkür der USA ausgeliefert. Das ist nicht erst seit Trump so. Schließlich haben die USA während der letzten hundert Jahre unzählige Kriege vom Zaun gebrochen. Eben immer, wenn sich jemand nicht bedingungslos unterordnen wollte. So gehen Millionen Leichen auf das Konto der USA inklusive der Länder, die nach den Bombardements im Chaos versunken sind. Erst der Hass auf Trump hat bewirkt, dass jetzt ganz leise kritische Stimmen aus dem Westen zu vermerken sind. Die richten sich aber nur gegen Trump und nicht gegen die USA als solche. Solange es nicht Trump war, gab es keine Einwände gegen die Völkerrechtsverletzungen, ja Missachtungen der USA.

Sowohl bezüglich Grönland als auch Kuba sind die Argumente Washingtons nur noch Irrsinn. Grönland kann nur von den USA gegen Russland und China geschützt werden. Als ob irgendjemand Grönland angreifen oder gar erobern wollte, außer den USA selbst. Und bei Kuba wird es noch verrückter. Trump ruft den nationalen Notstand aus wegen Kuba. Da gibt es eine Karibikinsel, die gerade mal elf Millionen Einwohner hat, kein Militär, das irgendjemandem gefährlich sein könnte, und das soll die USA derart bedrohen, dass der nationale Notstand ausgerufen werden muss? Und der Wertewesten schweigt dazu.

Handel nur noch mit Genehmigung aus Washington?

Dieser Machtmissbrauch muss einmal klar dargestellt werden. Die USA erdreisten sich darüber bestimmen zu wollen, wer mit wem und wie Handel treiben darf. Und wieder macht die EU mit, indem sie selbst Öltanker mit Sanktionen belegt, die russisches Öl an Bord haben und neuerdings solche sogar selbst aufbringt, wie es nur Piraten tun. Auch gegen die „ewigen“ Sanktionen gegen Kuba unternimmt die EU nichts und das muss als Zustimmung gewertet werden. Aber nicht einmal die EU ist ausgenommen von den US-Drohungen mit Zöllen. Sind die alle von Sinnen? Da meine ich nicht nur die USA, sondern den gesamten Westen.

Betrachten wir dazu die Zollandrohungen der USA. Es gibt kein Land, das von Importen abhängiger ist als die USA, wohingegen es kaum ein Land gibt, das wirklich von Importen aus USA abhängig ist. In den USA werden selbst einfache, aber für das tägliche Leben notwendige Dinge nicht mehr produziert. Ähnlich sieht es für den ganzen Westen aus. Sollten aus Asien keine Textilien mehr geliefert werden, wird der Westen sehr schnell nur noch in Lumpen herumlaufen, um nur ein Beispiel zu nennen. Aber sogar mit „High-Tech“ sieht es kaum besser aus. Woher kommen denn all die Smartphones und Komputer? Nein, die werden nicht in USA hergestellt. Auch die kommen aus Asien respektive aus Taiwan. Software? Ein Großteil der Microsoft-Programmierer lebt in Indien.

Nur noch ausgeglichene Handelsbilanzen

Es wäre folglich einfach, die USA zur Räson zu bringen. Stellt alle Lieferungen in die USA ein. Tatsächlich wäre das kaum ein Verlust für die Exporteure, denn als Gegenleistung erhalten die vornehmlich Dollar, die aus dem Nichts geschaffen worden sind. So plädiere ich dafür, für die USA ein Handelsregime einzuführen, wie es für Russland während der Jelzin-Ära galt. Ware gegen Ware. Produkte dürfen nur nach Amerika verkauft und geliefert werden, wenn deren Wert nicht die Exporte aus USA übersteigt. Wem das unrealistisch erscheint, der möge sich erinnern, dass Weltwirtschaft nur funktionieren kann, wenn die Handelsbilanzen aller Länder ausgeglichen sind. Das heißt, dass kein Land mehr an Werten importiert, als es selbst exportiert. Logisch, dass dann auch kein Land mehr exportieren darf, als es selbst importiert. Genau da liegt das Problem mit den USA und so mit der gesamten Weltwirtschaft, weil die USA ihre Importe weniger mit Exporten abdecken, als mit frisch gedrucktem Geld aus dem Nichts.

Die Macht des US-Dollars schwindet, der Petrodollar ist nicht mehr das Brecheisen der Macht des US-Kapitalismus. Das sieht man auch in USA und Trump hat das wohl auch erkannt. Der Dollarkurs sinkt weiter ab und das wird bislang von Trump begrüßt, denn es ist derselbe Effekt, der durch Importzölle erreicht werden soll. Die Importe nach USA lassen nach. Allerdings wird es da einen Kipppunkt geben, wenn durch den fallenden Dollarkurs alle Importe für die USA unerschwinglich werden. Folglich hat Trump etwas neues erfunden. Er, und nur er bestimmt darüber, wer mit wem Handel treiben darf. Abgesichert wird dieses Verfahren mit militärischer Macht, piratischen Akten und Drohungen. Das Verbot, Kuba mit Öl zu beliefern, steht dabei allerdings frei im Raum. Da kann es sich nur um einen Racheakt handeln, weil es auch nach 60 Jahren nicht gelungen ist, Kuba zu einer US-genehmen „Demokratie“ zu zwingen. Dieses schlechte Beispiel muss aus der Welt geschafft werden, denn es zeigt auf, wo die Macht der USA endet.

Nochmals kurz zum Iran

Die NATO hat die Ukraine aktiv gegen Russland unterstützt. Mit Waffen, Logistik und einem Haufen Geld. Ohne das alles hätte dieser Krieg nicht stattfinden können. Muss man da nicht auch Russland und China zugestehen den Iran zu unterstützen, wenn er von den USA angegriffen wird? Und nochmals: Der Iran hat den USA nichts angetan, aber Kiew hat seiner russischsprachigen Bevölkerung den Krieg erklärt und bereits mehr als 14.000 Zivilisten ermordet und den Ostteil bombardiert und zerstört, was immer sie konnten. Mit Hilfe der NATO und Waffen, die die NATO geliefert hat. Gut, es gab kleine Einschränkungen keine Waffen zu liefern, die tief ins russische Hinterland treffen können. Es gab aber keine Einschränkungen, die russische Armee anzugreifen. Transferieren wir das auf den Iran.

Wollte der Iran die USA direkt angreifen, bräuchte er Interkontinentalraketen. Die hat er nicht und Russland oder China werden die nicht liefern. Was spricht aber analog zur Ukraine dagegen, dass der Iran mit Waffen beliefert wird, die das US-Militär treffen können? Zum Beispiel einen Flugzeugträger versenken. Die USA wissen nicht, wie weit die iranische Militärtechnik fortgeschritten ist, auch im Verbund mit Russland. Der letzte Krieg mit Israel hat aber schon gezeigt, wieviele Treffer Israels Militär erhalten hat, die nicht abgewehrt werden konnten. Auch nicht vom US-Militär, das sich an der Seite Israels engagiert hatte. Ich vermute, das ist der Grund, warum Trumps Iran-Manie noch nicht zu einem direkten Angriff geführt hat. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass tatsächlich ein Flugzeugträger versenkt wird. Wenn das geschieht, ist die Militärmacht der USA am Ende, nur noch ein Papiertiger, der noch gegen Staaten wie Venezuela oder Kuba auftrumpfen kann. Am anderen Ende der Welt.

Die USA stehen mehr und mehr isoliert da

Die Frage ist nun, wie lange die EU da mitmachen will und kann. Militärisch kann sie jetzt schon nicht. Und wirtschaftlich? Wie lange noch wollen die Europäer ihre Wirtschaft ruinieren und mit den USA zusammen untergehen? Russland hat sich in kürzester Zeit unabhängig vom Westen gemacht und China ist das sowieso. Die russische Produktion von Zivil-Flugzeugen kommt ohne ein einziges Teil aus dem Westen aus und die Regale in den Supermärkten sind voll. Russland hat nur ein Problem. Kiew und die NATO und das ist rein militärisch. Aber auch das geht dem Ende zu. Russland wird den Friedensschluss mit Kiew herstellen und zwar zu seinen Bedingungen. Es gibt keinen Grund von diesem Ziel auch nur einen Millimeter abzuweichen. Und die Sanktionen? Die interessieren Russland nicht mehr. Sie sind keine Verhandlungsmasse mehr. Der Westen und die USA haben nichts, was sie Moskau anbieten könnten, was Russland wirklich interessieren könnte.

Die USA stehen mehr und mehr isoliert da. Nur noch die NATO-Staaten sind treue Vasallen, aber auch das hat mit dem Grönlandzirkus einen Dämpfer erhalten. Und jetzt noch oben drauf die Epstein-Akten. Da zeigt sich, wie sehr die USA von Israel erpressbar sind, geradezu kontrolliert werden. Das passt einigen NATO-Ländern auch nicht. So steht das Ende der NATO im Raum, wie wir sie kennen. Das Imperium der Lügen beginnt sich aufzulösen und ganz verhalten wird Kritik geübt an den piratischen Akten der USA. Aber was bleibt Washington noch anderes übrig, als sich an den schwächsten Gliedern abzuarbeiten? Eben an Venezuela und Kuba. Der Iran lässt sich nicht mehr erpressen und ich erwarte, dass es zu einer Übereinkunft mit den USA kommen wird. Schließlich bleibt Teheran bei seiner Doktrin, keine Atomwaffen bauen zu wollen und das ist eigentlich das einzige, was Trump überhaupt vom Iran fordern könnte. Nun ja, da laufen sie offene Türen ein. So komme ich zu dem Schluss, dass das Ende des „Amerikanischen Jahrhunderts“ gekommen ist. Anders kann ich mir die seltsamen Volten Trumps nicht erklären. Sie sind das letzte Zucken, bis es auch Trump verstanden hat. 

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Eine Frage kann auch ich nicht endgültig beantworten: Im Verhältnis zwischen England und den USA, wer ist da der Hund und wer der Schanz? Welche Machtmittel, vor allem finanzielle, hat London, mit denen die USA unter Kontrolle gehalten werden können? Wie war das mit dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg? England hat damals die USA erst kriegsreif gemacht, mit massiver Propaganda innerhalb der USA. Und die amerikanische FED, die Zentralbank der USA? An den beteiligten (Privat-)Banken hatte und hat England noch immer Anteile. Wer ist denn nun der Böse? London oder Washington? Oder gar „die Juden“? Nähern Sie sich den Antworten, indem Sie mein Werk „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ lesen. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. Anmerkung: Obwohl wir, der AnderweltVerlag, nur ein ganz kleiner Verlag sind, ohne Zugang zu Pressemeldungen, haben wir mittlerweile etwa 17.000 Exemplare dieses einmaligen Werks verkaufen können. Die Nachfrage bricht nicht ab. Seien Sie dabei! 

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