
.
Der Turmbau zu Washington
Von Hans-Jürgen Geese
Sie werden die Geschichte von der Sintflut kennen. Wie die Bibel berichtet, breiteten sich im Anschluss daran die Nachkommen von Noah über die Erde aus. Im 11. Kapitel des Ersten Buch Moses heißt es: Sie zogen nach Osten und fanden schließlich im Lande Sinear eine fruchtbare Gegend, in der sie sich niederließen.
Vor Ihrem geistigen Auge können Sie jetzt nachvollziehen was die Menschen dort so trieben. Sie richteten sich ihr Leben ein. So wie alle Menschen es tun würden. Doch dann geschah etwas fürwahr Außerordentliches: Die Geisteskranken unter ihnen kamen nämlich auf die Idee, einen Turm zu bauen. Zitat: „Sie sprachen: Wohlauf, lasst uns einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen.“
Nein, sie bauten den Turm nicht, um darin Wohnungen für die Armen und Kranken unter ihnen einzurichten. Sondern: „Damit wir uns einen Namen machen.“
Das war damals die Geburtsstunde der Größenwahnsinnigen. Man kann sagen: Das Schicksal der Menschheit ist leider, dass diese Größenwahnsinnigen inzwischen die Welt unter ihre Kontrolle gebracht haben.
Größenwahnsinnige regieren
Die wichtige Frage drängt sich zwangsläufig auf: Wie lange kann das mit dem aktuellen Größenwahn noch so weitergehen? Denn die Geschichte lehrt uns anhand vieler Beispiele, dass sich irgendwann einmal jeder Größenwahn erschöpft.
Britannien wurde einst zu Großbritannien. Heute ist Großbritannien ein erbarmungswürdiges Land. Das Land der Germanen wurde einst zu einem Land mit Namen Deutschland, dann zu Großdeutschland und dann zu dem Land, in dem Sie heute versuchen, zu überleben. Die U.S.A., die Vereinigten Staaten von Amerika befanden sich dereinst östlich der Appalachen. Sie sollten die Indianer jenseits davon in Ruhe lassen. Auf dass Frieden herrschen konnte. Aber dann setzten sich, wie immer, die Größenwahnsinnigen durch und marschierten los. Sie führten Krieg gegen die Indianer, gegen Kanada, gegen Mexiko, gegen Spanien und schafften es schließlich zum mächtigsten Land, das je auf Erden herrschte. Bis selbst Amerika die Luft ausging und jetzt dabei ist, sich selbst zu zerstören.
Dabei sollte es sich doch wohl in der Welt inzwischen herumgesprochen haben, dass der Größenwahn schließlich immer im Untergang endet. Immer. Es ist einfach kein stabiles System. Was dem einfachsten Denker unmittelbar einleuchtet.
Hätten die größenwahnsinnigen Politiker im Westen nach 1990 die NATO abgeschafft und sich um Freundschaft anstatt um Krieg gekümmert, dann gäbe es heute Frieden in Europa. Nein, es war und ist wirklich nicht kompliziert.
Kleinwahnsinnig
Sind Sie mit dem Wort „kleinwahnsinnig“ vertraut? Nein? Haben Sie noch nie gehört? Warum ist das wohl so? Nun, das liegt daran, dass „klein“ niemals in Wahnsinn ausarten kann. „Klein“ ist das menschliche Mass. Die Alternative.
Wenn Auswüchse von Größenwahn geheilt werden sollen, dann werden diese Auswüchse wieder auf ein unbedeutendes Maß reduziert werden müssen.
Der liebe Gott wusste das natürlich. Was tat also der liebe Gott damals? Was sagt die Bibel? Er spaltete das Grosse in viele kleine Einheiten auf. Problem gelöst.
Beispiel aus unserer Zeit: Die Amischen leben seit 300 Jahren in Amerika in Frieden und Wohlstand. Sie leben in kleinen Gemeinschaften (etwa 300.000 in 500 Siedlungen) und haben immer den Kriegsdienst verweigert. Sie sind in Amerika und im Rest der Welt hoch geachtet. Die Amischen leben in Harmonie mit sich selbst, in Harmonie mit der Gemeinschaft, in Harmonie mit der Natur und in Harmonie mit ihrem Gott. Wenn Sie das beste Saatgut haben wollen, dann gehen Sie zu den Amischen. Wenn Sie die besten Möbel haben wollen, dann gehen Sie zu den Amischen. Und so weiter. Der Größenwahn ist ihnen fremd.
Konzentration von Macht schafft Probleme. Nicht umgekehrt. Wenn der Mensch in Glück, Erfüllung und Frieden ausreichend mit sich selbst zu tun hat, dann kommt er natürlich nicht auf die verrückte Idee, die Welt erobern zu wollen.
Daher war das mit der sogenannten Wiedervereinigung der totale Schwachsinn, das Ergebnis von kranken Menschen im Größenwahn. Man hätte stattdessen die Chance ergreifen müssen, die Bundesrepublik wieder in ihre ursprünglichen Gebiete aufzuteilen. Damit die Deutschen wieder in Freiheit leben können. Und um sich die Russen zu Freunden und Partnern zu machen. Ist das kompliziert?
Der Größenwahn verschlingt die Freiheit
Viele kleine Einheiten bieten viele Alternativen. Nehmen wir das Beispiel Amerika. Während der Corona Diktatur mochten Sie in Amerika in einem Staat leben, in dem die Auflagen der Regierung sehr drastisch waren. Wenn Ihnen das nicht passte, dann hatten Sie zumindest theoretisch die Möglichkeit, in einen anderen Staat zu ziehen, in dem die Auflagen viel milder waren. Sie hatten Alternativen.
In dem aktuellen Größenwahn eines amerikanischen Präsidenten, der sich zusehends als göttliches Wesen betrachtet, gibt es keine Alternativen. Daher sehen inzwischen über 50 % der Amerikaner nur einen Ausweg: Bürgerkrieg.
Der Bürgerkrieg könnte als Ergebnis haben, dass sich entweder alle 50 Staaten oder einige unter ihnen wieder als unabhängig erklären. Denn den Amerikanern ist eines klar geworden: Wenn Du keine Wahl hast im Leben, wenn es keine Alternativen gibt, dann hast Du auch keine Freiheit.
Sollte es in deutschen Landen wieder Bayern und Sachsen und Baden geben, dann gäbe es Konkurrenz, dann gäbe es Alternativen, dann würde der Größenwahnsinn sich in Grenzen halten. Denn eines müssen wir unbedingt anerkennen: Der Größenwahnsinn, als Krankheit, gehört nun einmal zur Menschheit. Den kann man nicht ausrotten. Den kann man nur in seine Schranken weisen.
Geisteskranke regieren die Welt heute
Das liegt in der Logik der aktuellen menschlichen Zivilisation. Geisteskranke sind bereit, physische Gewalt anzuwenden. Und überwältigende physische Gewalt besiegt das zumeist wehrlose Gute. Schauen Sie sich um in der Welt. Wir leben heute in einer Art von Endzeit, in der diese Geisteskranken, diese Größenwahnsinnigen es fasst geschafft haben, die Welt, bei Anwendung physischer und psychischer Gewalt, unter ihre Kontrolle zu bringen. Ein völlig logischer Prozess:
In dem Spiel der Macht auf Erden gibt es drei Ebenen: Die oberste Ebene gehört den sogenannten Mächtigen dieser Welt, die es geschafft haben, infolge ihres unermesslichen Reichtums, soviel Einfluss auf den Rest der Welt auszuüben, dass sie als „Klasse“ vollkommene Kontrolle über den Rest der Welt besitzen.
Die zweite Ebene bilden die Mitarbeiter der Mächtigen dieser Welt, deren Personal, über das die Mächtigen totale Kontrolle haben. Auf dieser zweiten Ebene bewegen sich auch die Politiker (zumindest die führenden Politiker). Das bedeutet, dass die Politiker jenen Mächtigen zuarbeiten, dass sie deren Willen in Taten umsetzen. Also: Die Politiker sind nicht (nicht!!!) dazu da, den Willen des Volkes umzusetzen. Soll ich das tausendmal wiederholen?
Die unterste Ebene ist das Volk, das sich redlich abmüht, ein einigermaßen anständiges und angenehmes Leben zu führen. Das Volk hat keinerlei Macht.
Es gibt zwischen diesen drei Ebenen keine sozialen Beziehungen. Die leben alle für ihre eigenen Interessen. Ja, das war früher einmal anders. Daher glauben manche ältere Bürger noch immer, dass Politiker ihre Interessen vertreten. Das ist nicht mehr der Fall. Die reden nur noch, erschöpfen sich in Illusionen und Versprechungen und schaffen Probleme, an denen sie sich dann abarbeiten. Es ist also völlig egal, welche Partei Sie wählen. Warum? Weil das System herrscht.
Das System herrscht
Friedrich Merz ist Teil eines politischen Systems, dem er sich verschrieben hat. Er dient seinen Herren. Er dient nicht dem Volk.
Sollten die Arbeitgeber vom Herrn Merz mit dem Mann nicht mehr zufrieden sein, dann wird der Herr Merz von einem anderen Diener der Herrschenden abgelöst. Es erscheint ein anderes Gesicht in der Tagesschau, vielleicht von einer anderen Partei, aber das bereitet keinen Unterschied. Der redet zwar ein wenig anders, macht aber genau so weiter wie der bisherige Politikdarsteller.
Das muss so sein. So funktioniert das System. Die Darsteller kommen und gehen, aber das System etabliert sich immer unumstößlicher, so dass die kümmerliche Macht des Volkes inzwischen völlig belanglos ist. Sie können durch Wahlen nichts verändern, weil es da nichts zu wählen gibt. Alle Parteien dienen dem System. Alle Politiker dienen dem System. Sonst wären sie nicht mit im Spiel.
Die Medien nun präsentieren Ihnen jeden Tag Politiktheater. Sie arbeiten sich vor allem an Personen ab, an irgendwelchen Skandälchen, die für das Wohl und Wehe der Bürgerinnen und Bürger völlig belanglos sind. Scheinprobleme zuhauf. Die wirklichen Probleme dürfen die Politiker nicht lösen. Das ist ihnen verboten und wird bei Zuwiderhandlung bestraft. Das muss so sein. Das liegt in der Logik des Systems. Denn es geht ausschließlich um die Interessen von wem?
Das Beispiel Donald Trump
Kürzlich haben sich einige ehemalige Mitstreiter von Donald Trump öffentlich beim amerikanischen Volk entschuldigt. Selbst der politisch blindeste Amerikaner muss doch wohl inzwischen erkannt haben, dass Donald Trump als Präsident nicht der gleiche Mensch ist wie vor der Wahl zum Präsidenten.
Trump hatte sich vor der Wahl stets vehement gegen Krieg gestellt und versprochen, dass die Zeit der Kriegstreiberei vorbei sei. Immer und immer wieder kam er auf dieses Thema zurück, machte sich über die ehemaligen sinnlosen Kriege geradezu lustig. Wie konnte man nur so blöd sein, fragte er.
Und was ist geschehen? Nun, der Mann macht gerade so und gerade da weiter wo seine Vorgänger aufgehört haben. Krieg folgt auf Krieg.
Wie konnte das passieren? Ist Trump ein Lügner? Wie ist es überhaupt möglich, dass ein Kandidat für ein öffentliches Amt eine Reihe von Versprechungen abgibt und dann das genaue Gegenteil tut? Wie kann das erlaubt sein?
Nun, die Erklärung für das Verhalten des amerikanischen Präsidenten ist recht einfach: Es geht eben nicht um Donald Trump. Es geht um das politische System, das in Amerika, wie in allen westlichen Ländern, einer machtvollen Oligarchie von sehr reichen Menschen dient. Das System ist vorgegeben. Da kann der Trump nicht daherkommen und seine eigenen Ideen verwirklichen wollen.
Daher führt Trump Krieg. Obwohl diese Kriege nichts mit den Interessen der amerikanischen Bürgerinnen und Bürger zu tun haben. Mit all den Billionen von Dollar könnte deren Leben entscheidend verbessert werden. Aber darum geht es eben nicht. Trump schaut nach oben, fragt seine Vorgesetzten, was er zu tun habe. Er schaut nicht nach unten zum Volk. Da unten ist lediglich Showtime, Theater. Trump hat das amerikanische Volk schlicht und einfach total verarscht.
Der Ausweg? Die Amerikaner sind den Europäern um ein paar Schritte in dem Prozess der Erkenntnis voraus: Das System ist nicht reformierbar. Das System muss verschwinden. Wie macht man das in den U.S.A.? Bürgerkrieg. Man kann mit Psychopathen nicht verhandeln. Die werden nicht klein beigeben. Fragen Sie die Iraner. Die Iraner haben immer und immer wieder versucht zu verhandeln.
Man kann mit Psychopathen nicht verhandeln
Es fällt dem gemeinen Menschen schwer, die Welt der Psychopathen zu verstehen, die eben nicht von Empathie, von Mitleid, von den Geboten der Güte und Ethik geleitet werden, sondern nur von ihren eigenen Interessen, die sie gnadenlos durchzudrücken versuchen. Psychopathen sind bereit, jeden Preis zu zahlen, um ihre Macht zu erhalten und auszubauen. Selbst Menschenleben bedeuten ihnen nichts. Donald Trump hat tausende von Menschenleben auf dem Gewissen. Das rührt den Mann nicht an. Der protzt sogar noch mit seinen Morden.
Donald Trump ist ein Symptom der Endzeit. Die Tatsache, dass solch ein Mensch es zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika schaffen konnte ist eine ungeheuerliche Bankrotterklärung unseres politischen Systems. Das gleiche gilt für die europäischen sogenannten Demokratien. Das sind alles kranke Systeme, mit kranken Politikern, die nicht mehr überlebensfähig sind.
Endzeit
Der Historiker Neil Howe, neben anderen großen Denkern, hat versucht, Gesetzmäßigkeiten im Ablauf der menschlichen Geschichte ausfindig zu machen.
Seine Theorie vom Saeculum (Zeitalter) besagt, dass sich Gesellschaften über einen Zeitraum von 80 bis 100 Jahren (der Lebensspanne eines Menschen) wandeln, ähnlich den Jahreszeiten. Unser aktuelles Saeculum begann mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Wir befinden uns momentan im „Winter“.
Dieser „Winter“ begann mit dem wirtschaftlichen Kollaps im Jahre 2008.
Howes Ausweg besteht darin, dass die Menschen wieder zu sich selbst zurückfinden, nicht nur als Individuum, sondern auch als Mitglied der Gemeinschaft, vor allem aber in dem Bewusstsein, ein Glied, ein Nachfahr in der Geschichte ihrer Vorfahren zu sein, deren Vertreter sie im hier und heute sind. Wenn der Mensch nicht den Zweck, den Sinn seines Lebens erkennt, dann lebt nicht nur der einzelne Mensch in der Krise, sondern die Gemeinschaft insgesamt. So Neil Howe.
Eine Bewusstseinsänderung ist notwendig
Die Herausforderung für jeden einzelnen von uns liegt darin, dass wir ein anderes Bewusstsein entwickeln müssen, um überhaupt noch überleben zu können. Die Mächtigen dieser Welt haben beschlossen, dass acht Milliarden Menschen auf Erden zu viele sind. Wenn Sie das verstehen, verstehen Sie was da momentan passiert. Es geht nicht um Energie. Es geht um viel mehr. Und alle Politiker, alle Parteien machen mit.
Wir müssen zum einen die Manipulationen erkennen, die mit uns geschehen sind und dann den praktischen Ausweg finden, um wieder in die Freiheit zu gelangen. Das erfordert ein neues Denken. Ein neues Bewusstsein. Einen neuen Menschen, der sein wirkliches Menschsein wiederentdeckt hat. Der weiß: Ohne wahre Freiheit ist alles nichts. Die Germanen wussten das. Auch die Iraner wissen das.
Harte Zeiten stehen uns bevor
In dem im Jahre 2000 herausgebrachten Film „Gladiator“ erscheint eine Szene, in der der ehemalige Gladiator und jetzige Sklavenhalter Proximo dem Gladiator Maximus den Lauf der Welt erklärt: „And then, when enough men have died, perhaps, you will have your freedom.“
„Und dann, später, wenn genug Männer gestorben sind, wirst Du, vielleicht, Deine Freiheit erlangen.“
-----------
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier.
Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen:
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/





