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Das Einwegbecher-Müll-Problem könnte sofort gelöst werden

Von Peter Haisenko 

In der BRD gibt es viele Probleme, die bekannt sind und seit langer Zeit immer wieder angeführt, aber nicht gelöst werden. Für die meisten gäbe es schnelle und einfache Lösungen. Die werden aber nicht einmal andiskutiert. Warum nicht?

Sehen wir uns dazu beispielhaft das „Einwegbecher-Müll-Problem“ an. Die Innenstädte, vor allem die Bereiche um Hamburger-Läden oder große Kaffee-Ketten, sind zugemüllt mit Einwegbechern und anderem Verpackungsmüll. Der muss auf Kosten der Steuerzahler von den Gemeinden weggeräumt werden. So verursacht er nicht nur Müll, sondern Kosten und die Verursacher bleiben außen vor. Und ja, auch die Konsumenten sind da zu benennen, die die leeren Verpackungen zumeist nicht anständig entsorgen oder überhaupt akzeptieren und kaufen. Es wäre zu sehr ein Allgemeinplatz, für dieses Verhalten den Verlust von Anstand, Gemeinsinn, Moral und Ehre anzuführen, obwohl es richtig wäre.

In allen möglichen und unmöglichen Bereichen spielt sich der Staat als Erzieher auf. Und zwar meistens mit Steuern und auch mit Verboten. Man denke da an Alkohol, Tabak oder die CO2-Steuern. Geht es um grüne Projekte wie E-Autos, wird der Absatz mißbräuchlich mit Steuergeld gefördert oder mit der Verteufelung der Diesel-PKW. Nun sollte man meinen, auch die Vermeidung von Verpackungsmüll ist ein grünes Projekt. Warum wird hier nicht ebenso schnell gehandelt, wie es immer wieder mit der Tabaksteuer geschieht? Geht nicht? Ginge ganz einfach. So, wie das Flaschenpfand muss auch auf Einwegbecher ein Pfand angeordnet werden. Und zwar nicht kleckern, sondern klotzen! Was spricht dagegen, Einwegbecher mit einem Pfand von 50 Cent oder besser einem Euro zu belegen? Gibt man den Becher zurück, erhält man das zurück. Was glauben Sie, wie schnell die Müllmenge schrumpfen wird? Aber das wird nicht alles sein.

Manchmal können sogar die USA ein Vorbild sein

Oder Singapur. Dort gibt es strenge Strafen, wenn Abfall einfach fallengelassen wird. So hat sich in den USA eine Kultur entwickelt, für Kaffee oder andere Getränke seinen eigenen Becher mitzubringen und befüllen zu lassen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass der Müll reduziert wird. Die eigenen hochwertigen Trinkgefäße können Thermogefäße sein und der Kaffee ist noch heiß, wenn er vom Geschäft ins Büro getragen wird. Man kann ein solches Gefäß auch in die Hand- oder Aktentasche stecken ohne Gefahr zu laufen, dass es einknickt und den Inhalt in die Tasche entleert. Aber da ist natürlich ein gewisser Aufwand von Seiten des Konsumenten nötig. Der wird aber nur betrieben, wenn es Verbote gibt oder Kosten vermieden werden können. Wird ein Pfand erhoben, ist es schnell so, dass der persönliche Aufwand für die Rückgabe den übersteigt für die Anschaffung des eigenen Bechers. Nicht zu vergessen, dass ein Kaffee aus einer soliden Tasse besser mundet als aus dem Pappbecher. Letzteres ist eine Unkultur.

Die soziale Komponente

In Zeiten, wenn Rentner Pfandflaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen, wird das Pfand auf Einwegbecher das Leben armer Rentner einfacher machen. Sie müssen nicht mehr sperrige Flaschen aufsammeln um wenige Cent pro Flasche zu erhalten, sondern können dann diese Becher aufheben und die sind stapelbar. Zwanzig oder mehr geben einen Stapel, der kleiner ist als eine einzige Pfandflasche. Bei einem Pfand von nur 50 Cent hat er so einen Wert von zehn Euro in der Hand. Die kann er sich dann bei Mac & Co auszahlen lassen. Oder bei einem Euro das Doppelte. Was glauben Sie, wird man dann noch diese Becher irgendwo rumliegen sehen? Und das Beste dabei ist, dass es den Staat, den Steuerzahler, keinen Aufwand und keinen Euro kostet. Man muss es nur zum Gesetz machen, so, wie es mit den Flaschen geschehen ist.

Liegen dann immer noch vereinzelt Becher herum, muss der Verkäufer für deren Entsorgung aufkommen. Verursacherprinzip. Da kämen für die Gemeinde nochmals Einnahmen dazu. Natürlich müssten die Kunden bei jedem Kauf erstmal das Pfand vorstrecken und das wird auch dazu führen, dass die Getränke vermehrt in eigene Becher abgefüllt werden. Kann man sich ein besseres „grünes Projekt“ vorstellen? Eines, das ausnahmsweise mal sinnvoll ist und niemanden belastet, der sich daran angepasst hat. Und ja, das wäre eine sinnvolle „Erziehungsmaßnahme“, die den Menschen vor Augen führt, was sie mit ihren Einwegbechern anrichten. Etwa so, wie man den Hund stubenrein erzieht, indem man ihn mit der Nase in seinen Haufen steckt, den er im Wohnzimmer verloren hat. Man könnte auch extra Behälter für diese Becher aufstellen und so das Leben für arme Rentner noch einfacher machen. Allerdings füge ich hier an, dass es sowieso eine Schande ist, dass es im besten Deutschland aller Zeiten Rentner gibt, die von ihrer Rente nicht in Würde leben können. Auch wegen der zu hohen Mieten, aber das ist ein anderes Thema.

Großkonzerne bestimmen über die Politik

Warum also wird das nicht gemacht? Einfach gemacht? So, wie den Bürgern immer neue Abgaben aufs Auge gedrückt werden. Da muss doch der Verdacht aufkommen, dass die Lobbyisten der Großkonzerne ihre Finger drin haben. Ebenso wie die ganz große Frage, wer dieses Land wirklich regiert. Horst Seehofer hatte es ja schon am 20. Mai 2010 bei „Pelzig“ gesagt, und der muss es wissen:
Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.
Gibt es folglich kein Pfand für Einwegbecher, weil keine Regierung der letzten Jahrzehnte wagt, diesen (amerikanischen) Großkonzernen strengere, aber vernünftige Vorschriften zu machen? Obwohl es sich hier um ein echtes „grünes Projekt“ handeln würde. Wie „grün“ sind sie also alle, die sich grün nennen inklusive Merkel & Co? Ebenso wie die Frage, wie es sein kann, dass gerade Grüne Politiker die schlimmsten Kriegstreiber sind. Siehe Hofreiter etc. Und das, wo doch Krieg per definitionem die größte Umweltkatastrophe ist.

So kann ich nicht anders als sagen, dass die ganze grüne Agenda eine riesige Lüge ist. Durchgezogen von Leuten, die keine Ahnung von Physik oder anderen nützlichen Wissenschaften haben. Denen es offensichtlich nur darum geht, Deutschland endgültig in die Entindustrialisierung zu treiben. Es sind dieselben Leute, die verhindern, dass in der BRD überhaupt noch etwas vorangehen kann, weil bei jedem Projekt irgendeine Ersatzschnepfe wichtiger ist, als zum Beispiel die Bahnzulaufstrecke zum Brennerbasistunnel. Vergessen wir nicht, dass es ein alter grüner Traum ist, den Benzinpreis auf fünf Mark (!) pro Liter zu bringen. Deswegen jubilieren sie jetzt bei 2,50 €. Sie haben Ihr Ziel erreicht... Wenn es aber um etwas sinnvolles geht, das noch dazu nichts kostet, eben wie ein Pfand auf Einwegbecher, dann sind sie einfach verschwunden.

Keine Hoffnungsträger in den „demokratischen Parteien“

Die BRD wird nicht von der Regierung regiert, sondern vielmehr von Lobbyisten, NGOs, dubiosen Umweltverbänden und Gerichten. Von Gerichten, die über die Jahrzehnte besetzt worden sind von Alt-68ern und links-grünen Fanatikern. In den Regierungen selbst werden die wichtigen Posten schon lange nicht mehr besetzt mit Fachleuten, Spezialisten für ihren Bereich, sondern mit ideologisch ausgewählten Laien. Mit Leuten, die ihren Amtseid nicht ernst nehmen und deren Tätigkeit eben nicht darin besteht, zum Wohle des deutschen Volks zu handeln. Es ist ihnen wichtiger, ihre krude Ideologie zu verfolgen als vernünftige Entscheidungen zu treffen. Wie Seehofer schon sagte, haben sie nichts zu entscheiden. Sie müssen nur brav das tun, was ihnen von wem auch immer vorgegeben wird. Nur so können sie ihren Listenplatz behalten.

Gewissensentscheidungen? Das verhindert der verfassungswidrige Fraktionszwang zuverlässig. Deutschland braucht eine Grundrenovierung, nach der wieder Fachleute die wichtigen Entscheidungen treffen. Aber die findet man in den „demokratischen Parteien“ nicht einmal mehr in der zweiten oder dritten Reihe. Für mich wäre der Indikator für einen Fortschritt in dieser Hinsicht, dass ein Pfand auf Einwegbecher angeordnet wird. Das kostet nichts, wird aber schnell sichtbare Verbesserungen bringen. So einfach könnte es sein, aber genau deswegen muss es ja rechtsradikal sein, wie alle einfachen und logischen Verfahren. Gut, dass uns davor die „Brandmauer“ schützt! Andernfalls könnte es passieren, dass Deutschland wieder auf einen grünen Zweig kommt. Grüner Zweig im Sinne gesunden beginnenden Wachstums.

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