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„Die einzigen guten Indianer, die ich je gesehen habe, waren tot.“

General Philip Sheridan

Auf nach Amerika!

Von Hans-Jürgen Geese 

Der Homestead Act von 1862 war ein US-Bundesgesetz, unterzeichnet von Abraham Lincoln, das Millionen von Hektar Bundesland an Siedler verteilte, um die Westexpansion zu fördern. Gegen eine geringe Gebühr und die Verpflichtung zur Bewirtschaftung und zum Bau eines Hauses erhielt jeder Erwachsene 160 Acres (etwa 65 Hektar).

Der Homestead Act ermöglichte Millionen von Siedlern, darunter viele Einwanderer, Land zu erwerben. Diese richtungsweisende Entscheidung der amerikanischen Regierung, die sogar Armen den Zugang zu dem sogenannten amerikanischen Traum ermöglichte, hatte allerdings verheerende Folgen für die Indianer, deren Land gestohlen wurde. Bald galt das Motto von General Philip Sheridan: „Die einzigen guten Indianer, die ich je gesehen habe, waren tot.“

Auschwitz, November 1889

Die amerikanische Wirtschaftselite im 19. Jahrhundert war sich bewusst, dass ein ständiger Import von Arbeitern die Löhne niedrig hielt und die Kapitalrendite erhöhte. Andrew Carnegie verglich im Jahre 1886 die Immigration von Arbeitern mit einem „goldenen Strom, der jedes Jahr in das Land mündet.“

Was für die Einen die Einwanderer sind, sind für die Anderen die Auswanderer. Diese Menschen kamen aus Europa. Die meisten Ende des 19. JH aus Osteuropa. Viele Millionen. Die Auswirkungen veranlassten schließlich Regierungen, in den Prozess von diesem Exodus einzugreifen. Sie warteten nur auf den rechten Zeitpunkt. Der war gekommen als es 1889, nahe dem Ort Auschwitz, zu einem aufsehenerregenden Prozess kam, der Journalisten aus vielen Ländern anzog.

65 angeklagte Juden aus der Stadt Auschwitz waren angeblich, so die Anklage, in eine Art Sklavenhandel verwickelt, obwohl sie behaupteten, nichts weiter getan zu haben, als Männern, Frauen und Kindern aus Osteuropa die Auswanderung nach Amerika zu ermöglichen.

Diese Art von Vermittlern, die auch die Tickets verkauften, war damals gang und gäbe. Viele dieser Vermittler waren Juden, die im 19. JH wie heute unter Antisemitismus zu leiden hatten. Die öffentliche Meinung war gegen sie eingestellt. Die Verurteilung am 12. März 1890 war daher nichts weiter als eine Formalität.

Was in dem Prozess der Juden von Auschwitz nicht offen ausgesprochen wurde: Die Emigration von vielen Millionen von Europäern (in dem Zeitraum von 1846 bis 1940 schließlich über 50 Millionen) ermöglichte es den Ausreiseländern, vor allem in Osteuropa, die Juden loszuwerden. Bei aller Heuchelei muss man klar aussprechen, dass damals die Juden in keinem Land in Europa beliebt waren. Alle wollten sie loswerden. Die Emigration nach Amerika war ein Ausweg.

Abgesehen von der Frage um die Juden bot der Prozess in Auschwitz zum ersten Mal die Gelegenheit, umfassend über das Problem der Auswanderung all dieser Europäer in aller Öffentlichkeit zu sprechen. Und die Frage drängte sich natürlich auf: Warum wollten all diese Menschen nach Amerika? Denn es war für die meisten von ihnen, vor allem für die aus Osteuropa, ein fürchterliches Abenteuer, überhaupt erst einmal nach Amerika zu kommen und aufgenommen zu werden.

Die Reise nach Amerika

Die Auswanderung von Millionen und Millionen von Menschen war ein riesiges Geschäft, an dem sich viele bereicherten. Man kann daher durchaus behaupten, dass ein Großteil der Auswanderer zu dieser Tat überzeugt oder ermutigt werden musste. Von sich allein heraus hätten sie sich nicht auf den Weg gemacht.

Man sprach damals in Osteuropa von einem Fieber, das ansteckend wirkte und dafür sorgte, dass ganze Ortschaften sich leerten, weil diese Menschen sich in Amerika ein neues, ein besseres Leben einrichten wollten. Natürlich hatten sie alle davon gehört, dass man in Amerika Land fast für umsonst erhielt.

Die wichtigsten Ausreisehäfen waren Hamburg und Bremen. Die Osteuropäer mussten also erst einmal über die Grenze nach Deutschland kommen und dann in den Norden an die Küste gelangen. Für einen Bauern aus Galizien oder aus Russland war das keine Kleinigkeit, zudem sie unterwegs von allen möglichen Leuten ausgenommen werden konnten.

Im Jahre 1892 brach in Hamburg die Cholera aus. Angeblich von diesen Emigranten eingeschleppt. Daraufhin wurde eine Hygienestation in Ruhleben, nahe Berlin, eingerichtet, die alle Emigranten durchlaufen mussten. Eine für die Emigranten fürchterliche Erfahrung. Mary Antin aus Polotzk in Russland hielt das Erlebnis in ihrem Tagebuch fest (1894):

„Man nahm uns unsere Sachen weg... Ein Mann kam, der uns inspizierte, so als ob er den Wert eines Jeden feststellen wollte... Kinder schrien... Wir mussten uns ausziehen. Unsere Körper wurden mit einer glitschigen Substanz eingerieben... Ohne Warnung kam dann warmes Wasser aus einer Dusche über uns... Dann mussten wir unsere Sachen wiederfinden... Wir wurden angetrieben: „Schnell, schnell, oder ihr verpasst den Zug.“ Ach, wir werden doch nicht ermordet. Sie bereiten uns nur auf unsere Reise vor. Gott sei Dank.“

Der amerikanische Traum

Sie müssen sich einmal in die Lage dieser Emigranten versetzen. Als sie endlich in Amerika angekommen waren hatten die meisten ihren letzten Pfennig ausgegeben. Wovon sollten sie leben? Sie mussten also sofort arbeiten. Sie nahmen jeden Job an, der sich ihnen bot. Der Lohn oftmals zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Da wartete kein Paradies auf sie. Die Einwanderer waren die billigsten Arbeitskräfte. Bereits am Hafen standen die spähenden Agenten, die ganz genau ihre Pappenheimer erkannten und auch deren Sprache sprachen.

Als Einwanderer hatten diese Europäer jetzt theoretisch zwei Möglichkeiten: Sie konnten entweder in den Städten bleiben und sich dort unter oftmals erniedrigenden Bedingungen in den Fabriken durchzuschlagen versuchen. Denn von den Hungerlöhnen konnte niemand reich werden oder Geld nach Hause schicken.

Die andere Option war, nach Westen zu ziehen und an dessen Eroberung teilzunehmen, hoffend, dass ihnen die Regierung ein Stück Land zuweisen würde. Aber damit verbunden war natürlich ein gnadenloser Überlebenskampf, der dann eines Tages aus diesen Immigranten Amerikaner machte. Es war ein harter Lernprozess, bei dem sie auch lernen mussten, Menschen zu töten, wenn sie denn nicht selbst getötet werden wollten. Wenn Sie diese Erfahrung von Millionen von Amerikanern verinnerlicht haben, dann verstehen Sie das Amerika von heute viel besser. Diese Menschen haben gestohlen und getötet, um sich in einem eroberten Land einzurichten. Und nennen das neue Land dann „God’s own country.“ Und um der ganzen Kriminalität dann den Schein von Folklore zu geben hat Hollywood später unzählige Filme produziert, in denen der böse Indianer die blonden Mädchen schänden und dem fleißigen Farmer sein Land stehlen wollte.

Vom Traum zum Albtraum

Nein, Sie finden in Amerika kein Denkmal, das der gemordeten Indianer gedenkt, die in einem der größten Genozide in der Geschichte der Menschheit systematisch vertrieben, verfolgt, abgeschlachtet und fast ausgerottet wurden.

Im Jahre 1890 gab die amerikanische Regierung schließlich offiziell bekannt, dass eine Grenze im Westen nicht länger existiere. Der Westen war erobert. Damit war die Zeit gekommen, dass die Amerikaner über den Rest der Welt herfallen konnten. Was sollten sie auch sonst tun? Denn das Töten und Erobern war jetzt tief in sie eingebettet. Aus den Emigranten von einst waren Soldaten und Missionare geworden, die uns alle im Rest der Welt plötzlich mit dem Märchen von der Demokratie glücklich machen wollten. Verstehen Sie das?

Als der U.S. Präsident Woodrow Wilson irgendwie rechtfertigen musste, Deutschland im Jahre 1917 den Krieg erklärt zu haben, verfiel er auf die völlig absurde Idee, mit folgenden Worten die Amerikaner einzulullen: „To make the world safe for democracy“ (die Welt für die Demokratie sicher zu machen).

Diese Amerikaner, einst Deutsche, Franzosen, Russen, Polen, Ungarn oder Schweden oder Italiener usw. fielen plötzlich über Europa her, töteten ihre eigenen „Vorfahren“ und maßen sich an, die neuen Herren der Welt zu sein.

Heute sind die Amerikaner die bestgehassten Menschen auf Erden. Mehr als 800 Militärbasen besitzen sie, über den Globus verteilt. Welch Größenwahn ist über diese Geisteskranken gekommen? Mittlerweile angeführt von einem psychisch bedenklich auffälligen Präsidenten, der nach Belieben tötet und stiehlt und sich dabei ganz groß vorkommt. Was haben die aus Amerika gemacht? Ein Fluch breitet sich über das Land aus.

Noch mehr Amerikaner gesucht

Im 19. Jahrhundert wehrten sich schließlich die europäischen Länder, denen die Einwohner davonliefen. Denn Menschen stellen doch einen Wert dar. Und wenn auch nur als Soldat. Ohne Soldaten konnte man nicht sein Land verteidigen.

Wenn denn diese Emigration schon sein musste, dann aber nur mit von der Regierung ausgesuchten Leuten, die sie gerne loswerden wollte. Das waren Minderheiten im eigenen Land. Vor allem auch Juden (Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts allein etwa 2,5 Millionen aus Osteuropa). Die Juden setzten sich in Amerika fast ausschließlich in den Großstädten fest.

Die Juden galten damals in Amerika als Außenseiter, die allerdings in der Hierarchie der Rassen eine Stufe über den Schwarzen standen. Die Eliteeinrichtungen (Schulen und Universitäten) waren den Juden lange Zeit verwehrt. Ebenso die Clubs der Reichen. Zum Teil sogar Hotels. Gerade deswegen auch muss man den Juden großen Respekt zollen, dass sie es trotz der Diskriminierungen schließlich schafften, Amerika unter ihre Kontrolle zu bringen und jetzt sogar einen „jüdischen“ Präsidenten im Weißen Haus sitzen haben. Respekt.

Die Regierungen Europas versuchten also, ihre Elite im eigenen Land zu halten, wenn es sein musste mit Gesetzen oder gar Gewalt. Aber im Jahre 1922 schloss Amerika ohnehin die Grenzen. Der Protest der eigenen Bevölkerung war zu groß, denn die wirtschaftliche Krise im Lande sorgte für Massenarbeitslosigkeit.

Noch dazu erinnerte man sich der Worte, die der Präsident der Harvard Universität, Lawrence Lowell, Anfang des 20. Jahrhunderts geäußert hatte: „Die Massen von Immigranten, die Ende des 19. Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten strömten, stellten eine schreckliche Bedrohung der amerikanischen Demokratie und des angelsächsischen Charakters unserer nationalen Kultur dar.“

Der österreichische Generalkonsul Baron Hoening bereiste im Jahre 1908 Florida, Georgia, Alabama und South Carolina. In seinem Report heißt es:
„Alle Beispiele haben bewiesen, dass das Mischen von Rassen sehr unglückliche Resultate hervorbringt. Die Staaten mit einer großen Mischbevölkerung sind kulturell, wirtschaftlich und moralisch rückständig.“

Die Folge? Die Amerikaner wollten schließlich damals nur noch eine Elite ins Land bringen. Die Europäer wollten unerwünschte Minderheiten loswerden. Vor allem die Juden. Aber die Juden stellten einen wesentlichen Teil der Elite dar.

An dem Wunsch der Amerikaner hat sich bis heute nichts geändert. Sie wollen die sogenannten illegalen Einwanderer aus Mittel- und Südamerika wieder loswerden. Sie wollen die Elite aus Asien und Europa ins Land locken.

Worauf warten Sie also noch?

Es geht letztendlich, wie immer bei diesen Spielchen mit Politikern, um Macht. Wer hat die beste Bevölkerung mit dem besten Potential, um Macht ausüben zu können? Da Amerika dabei ist zu verblöden, müssen die hoch gebildeten Menschen importiert werden. Das ist die gleiche Erkenntnis, auf die man in Amerika bereits bei Produkten des täglichen Bedarfes gestoßen ist: Importieren ist eben besser und billiger. Und das hat ja bisher auch ganz großartig funktioniert:

Vor allem nach 1933: „Das kreative und wissenschaftliche Talent, das nach 1933 den Atlantik überquerte war das größte und konzentrierteste Beispiel eines kulturellen und intellektuellen Transfers, den die Welt je gesehen hat.“

„Die Vereinigten Staaten von Amerika nahmen die größte Anzahl von Flüchtlingen auf und profitierten davon entsprechend. Man sprach damals von „Hitlers Geschenk.“

Das war damals. Jetzt, nachdem die Amerikaner es zum dritten Mal geschafft haben, Deutschland am Boden zu zerstören, besteht wieder die Einladung für die deutsche Elite, nach Amerika zu kommen. Man wird euch auch dieses Mal ganz herzlich begrüßen und alles tun, um von eurem Wissen zu profitieren. Es stimmt: Das ist eine Art von Kolonialismus. Aber eben eine ganz besondere Art.

Im 19. Jahrhundert wussten sich die Europäer schließlich nicht zu helfen. Und so wird es auch heute sein. Eine riesige Auswanderungswelle wird über Europa herfallen, denn die Regierungen tun alles, um die Elite zu vertreiben.

Die Bevölkerung als Waffe

Und Sie dachten wohl immer, dass die Bevölkerung nur als Waffe gebraucht werden kann, wenn man sie mit einem Gewehr versieht. Weit gefehlt.

In Europa findet momentan bereits ein Krieg statt, von dem der Herr Merz bisher lediglich mit Aussicht auf die Zukunft faselt. Dabei erleben Sie den Krieg schon heute. Sie müssen nur einmal ganz genau hinschauen.

Europa ist der Plünderung preisgegeben. Der totalen Plünderung. Als junger Mensch würde ich mich so schnell wie möglich auf und davon machen. Allerdings würde ich sicherlich nicht nach Amerika gehen, das ebenfalls dem Untergang preisgegeben ist. Wohin also?

Die Sonne geht im Osten auf. Im Westen geht sie unter. Wer die Geschichte der Menschheit genauer kennt, der weiß, dass die Kultur der Menschen vor langer Zeit im Osten aufging. Und jetzt geht sie, vor unser aller Augen, im Westen unter. Das ganze initiiert von Geisteskranken in Amerika und London und Tel Aviv. Ich kann mich nur wiederholen: „Wir hätten alle zuhause bleiben sollen.“ Alle.

Anmerkung: Ein Großteil der Zitate und der Bericht von dem Verfahren in Auschwitz stammen aus dem Buch „The Great Departure“ von Tara Zahra. 

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Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier. 

Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen: 
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/ 

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