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Vom Dorftrottel zum Hochschulprofessor

Von Hans-Jürgen Geese 

Charles Darwin entdeckte die Gesetze der Evolution. Seiner Lehre zufolge verdrängt der Stärkere stets den Schwächeren, wodurch langfristig eine Auslese zu einer Elite stattfindet. Sie können sich also stolz auf die Schultern schlagen und mit einer gewissen Genugtuung morgens in den Spiegel schauen: Den Regeln der Evolution zufolge sind Sie das Beste was die Natur bisher hervorgebracht hat. Und das Gleiche gilt für die Gesellschaft insgesamt. Oder etwa nicht?

Wir haben in Deutschland den Mangel überwunden. Niemand bräuchte mehr zu hungern. Im Gegenteil: Wir leben im Überfluss. Man könnte sogar so weit gehen zu behaupten, dass die Evolution an ihrem Ende angekommen sei. Besser geht nimmer. Und da dem so ist, da die Evolution nicht mehr weiter weiß, hat der Mensch den Fortschritt in seine eigenen Hände genommen. Nicht nur das. Er definiert sogar per Dekret was denn Fortschritt überhaupt noch bedeutet.

Die törichte Evolution hatte zum Beispiel die störrische Angewohnheit, maximal 20 % von deutschen Schülern das Zeugnis der Reife auszustellen. Doch als der Mensch sich aus den Fesseln der Evolution befreit hatte beschloss er kurzerhand, mithilfe der Weisheit des Bildungsministeriums, dass 50 % der Schülerinnen und Schüler in Deutschland Abitur haben sollten. Und so geschah es. Ach, wie stolz war man doch im Land der Dichter und Denker. Und es überrascht wenig, dass man sich sogleich ein neues Ziel steckte: 70 % sollen es sein. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die klugen Menschen im Bildungsministerium auch dieses Ziel erreichen werden. Man kann diese Genies eigentlich nur bewundern. Die haben es doch tatsächlich geschafft, den Darwin zu widerlegen und selbst dem lieben Gott mal so richtig zu zeigen, wo es lang gehen muss. Wie man so sagt im Hochgefühl des überschwänglichen Erfolges: Der Fortschritt ist fürwahr nicht aufzuhalten. Schon gar nicht beim Bildungsministerium in Berlin.

Wer hat recht? Deutschland, Österreich oder die Schweiz?

Das ist die Situation in Deutschland. Und auch in Österreich sind die Ambitionen ähnlich gelagert. Aber in der Schweiz beträgt die Abiturquote nach wie vor lediglich etwa 20 %. Und die machen in der Schweiz auch keine Anstalten, das ändern zu wollen. Diese Primitivlinge in den Bergen hängen nach wie vor den doch völlig überholten Lehren von dem Charles Darwin an. Und kommen trotzdem zu einem wesentlich höheren Lebensstandard als in Deutschland. Die haben sogar eine wesentlich niedrigere Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz. Und überholen Deutschland regelmäßig auf dem Glücksbarometer. Sollte das zu denken geben?

Das Glücksbarometer für das Jahr 2023 weist die folgenden Länder als die glücklichsten Länder in der folgenden Reihenfolge aus: Finnland, Dänemark, Island, Israel, Niederlande, Schweden, Norwegen, Schweiz. Ist Ihnen was aufgefallen? Das sind alles kleine Länder. Sollte auch das Ihnen nicht zu denken geben? Den Regeln der Evolution zufolge leben in großen Ländern nun mal keine glücklichen Menschen. Deutschland ist einfach zu groß. Da können Sie mal sehen.

Die Frage drängt sich natürlich auf, ob es auch eine Beziehung zwischen Abitur und Glückseligkeit geben könnte. Theoretisch. In der Praxis wurde die Frage bereits beantwortet (siehe oben). Warum dann drängen die in Deutschland wie verrückt mit dem Abitur? Nun, diese Frage ist nicht rational zu beantworten. Die angestrebte Maximierung von Abiturienten ist eine politische Entscheidung.

Was ist eine politische Entscheidung?

Sie müssen heutzutage Politik mit Religion vergleichen. So wie dereinst die Bibel als Handlungsanweisung galt so gilt heute das Parteiprogramm oder das Regierungsprogramm als Handlungsanweisung. Sie können mit dem lieben Gott nicht diskutieren. Sie können mit einem Parteiprogramm nicht diskutieren. Das ist vorgegeben. Und muss dann umgesetzt werden. In dieser Hinsicht haben es Politiker sogar einfacher als Gott, der sich mit seinen moralischen Zwängen lediglich ab und zu durchsetzen kann. Wohingegen der Politiker über ein Budget verfügt, über Geld, mit deren Vergabe er Macht ausübt. Wer gehorcht kriegt Geld, wer nicht, eben nicht. Und zwar immer. Vor allem auf dem Gebiet der Bildung.

Mit Geld und gutem politischen Willen geriet die Abiturgeschichte zum ganz großen Erfolg: Nie gab es nicht nur mehr Abiturienten, nie gab es auch bessere Noten. Trotzdem weigert sich das Glücksbarometer, solch Triumph anzuerkennen und Deutschland nach oben zu bewegen, anstatt nach unten, wie gerade wieder mal passiert. Dem Deutschen scheint sein Glück nicht wichtig zu sein.

Den Extremfall dieses Phänomens können Sie derzeit beim Thema Ukraine erleben. Die politische Entscheidung lautet, dass die Ukraine gewinnen wird, dass die Ukraine alle Mittel erhalten wird, um diesen Sieg zu erringen, und dass selbst die Meinung der Wählerinnen und Wähler auf diese Entscheidung keinen Einfluss erhalten wird. Und dann machen die halt. Augen zu und durch. Denn ein Politiker, wie Gott, kann und darf sich einfach nicht irren. Sie können an den Fingern Ihrer rechten Hand abrechnen wie viele Politiker sich nach dem Covid Desaster bei Ihnen entschuldigten. Falls sich überhaupt jemand entschuldigte.

Das Abitur als Fetisch

Ein Fetisch hat angeblich magische Kraft. Und somit ist das Abitur ein Fetisch. Denn es besitzt in der Tat ungeheure magische Kraft. Sie können mit diesem Abitur zu einer Universität marschieren und dort studieren. Und dann können sie den Doktortitel erwerben und später sogar Professor werden. Ein Professor ist kein Politiker. Nennen wir den Professor daher einen Halbgott. Der Professor hängt vom Willen des Politikers ab. Was zeichnet einen Professor aus? Antwort: Wenn Hinz und Kunz Ihnen was erzählen wollen, dann hören Sie nicht hin, nicht immer, aber wenn ein Professor spricht, dann saugen Sie jedes Wort gierig auf.

Viele Professoren gelten heutzutage auch als sogenannte Experten. Sie erinnern sich an die Covidzeiten? Und wenn ein Experte sowohl Politiker als auch Professor ist, dann kann man die einfach nur noch anbeten. Und man muss denen natürlich glauben. Und gehorchen. Ein Experte in Gestalt eines Professors, in unserer Zeit, verpasst Ihnen sozusagen die garantierte, reine Wahrheit.

Und somit haben wir den Bogen gespannt von der Geburtsstunde der potentiellen Wahrheit, dem Abitur, bis zur angeblichen Wahrheit des Herrn Professors. Es wird Ihnen leicht einsichtig sein, dass die Qualität dieser Wahrheit irgendwie mit der Geburtsstunde dieser Wahrheit, mit der Qualität des Abiturs, im Zusammenhang stehen muss. Und an diesem Punkt wird es jetzt richtig interessant.

Was ist ein Abitur?

Ich muss Sie jetzt leider enttäuschen. Es ist nicht möglich, ich wiederhole, es ist nicht möglich, dass 50 % oder mehr von Schülerinnen und Schülern in einem Land das Abitur erwerben und dass dieses Abitur die gleiche Qualität hat wie ein Abitur vor 50 Jahren, als die Abiturientenquote viel niedriger lag. Um diese 50 % zu erreichen müssen Sie die Standards senken. Anders ist das nicht möglich. Warum? Weil nun einmal die Menschen nicht gleich sind. Nicht jedes Kind ist in der Lage, den Anforderungen eines Gymnasiums zu genügen. Jedes Kind hat andere Talente. Das hat mit Intelligenz an sich nichts zu tun. Und wie wir gesehen haben, schon gar nicht mit Glückseligkeit. Man kann eine bestimmte Art von Intelligenz und Glückseligkeit nicht kaufen. In diesem einen Falle hilft Geld leider nicht weiter. Und nicht einmal die magischen Kräfte unserer genialen Politiker.

Die Konsequenz all dieser Betrachtungen ist, dass das heutige Abitur in vielen Fällen einem Betrug gleichkommt. Es wird als etwas verkauft was es nicht ist. Denn das Zeugnis der Reife bedeutet doch, dass ein Mensch gelernt hat, selbständig und kritisch zu denken. Wenn er das nicht gelernt hat, dann kann man nicht von einem reifen Menschen sprechen. Von Bildung schon gar nicht. „Wissen“ in unserer Zeit wird in Form von einseitiger Kost serviert, was nicht nur nicht das Wachstum fördert, sondern was im Extremfall zum Kotzen führt.

Der selbständig denkende, der sich kritisch verhaltende Bürger ist heute nicht mehr nicht nur nicht erwünscht, er wird geradezu als Gefahr für die Gesellschaft betrachtet und muss daher bekämpft werden. Gefragt und gepriesen wird der angepasste, gehorsame, liebdienerische Bürger, dem dann alle Wege in die höchsten Ämter in der Gesellschaft offen stehen. Diese Typen werden auf den Gymnasien heutzutage in riesigen Massen produziert, werden dann mit ihrem beschränkten Geist auf die Universitäten geschickt und praktizieren auch dort erfolgreich ihr bereits antrainiertes Verhalten: Hinauf die Erfolgsleiter klettern bis zum Herrn Professor. Und immer brav sein. Sonst werden sie ausgesondert.

Jordan Peterson

Jordan Peterson ist ein Professor für Psychologie von der Universität Toronto in Kanada. Bis vor ein paar Jahren war der Mann außerhalb Kanadas so gut wie unbekannt. Heute ist Jordan Peterson ein weltweites Phänomen. Weil er gewagt hat, selbständig zu denken, als Professor, und dann die Ergebnisse seines Denkprozesses dem Rest der Welt mitzuteilen. Das konnte natürlich nicht gut gehen. Und somit ist Jordan Peterson quasi ein Staatsfeind in Kanada. Solche Kritiker des Systems werden in der Regel mit Gerichtsverfahren überhäuft, finanziell in den Schwitzkasten genommen und als Paria dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen. Ausgestoßene der Gesellschaft. Trotzdem hat der Mann Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft, hat Millionen von „Followern“ und füllt die Vortragssäle, wohin auch immer er reist.

Hier in Neuseeland wollte ihm die Regierung die Einreise verweigern. Es bedurfte einer Gerichtsentscheidung, die dann tatsächlich die Regierung in die Schranken wies. Doch dann gab es Probleme mit dem Vortragsort. Die wollten nicht mehr. Und so weiter. Es stellte sich mal wieder heraus, dass, wenn die Oberaufsicht über die Bildung von der Regierung ins Extrem getrieben wird, dann immer die Qualität leidet. Weil die Regierung Qualität mit niedrigem Niveau und Gehorsam gleichsetzt. Gleichsetzen muss, denn sonst würden die Gebildeten und Aufgeklärten und unabhängig Denkenden, die Jordan Petersons dieser Welt, die Regierung und deren Treiben in Frage stellen. Und dann diese Armleuchter der Regierung in die Wüste jagen. Das kann und darf natürlich nicht sein. Eine blöde Regierung braucht ein blödes Volk. So einfach!

Die Bildungsfalle

Die offensichtliche Frage ist natürlich: Werden all diese Abiturienten wirklich gebraucht? Und werden all diese Akademiker wirklich gebraucht? Wenn wir die Schweiz als Maßstab nehmen, dann kann die Antwort nur negativ lauten. Zudem hat die Schweiz einen höheren Lebensstandard als Deutschland. Die Schweiz ist übrigens Auswanderungsland Nummer eins für die Deutschen.

Vielleicht sollte man sich zumindest mal anschauen, was die dort anders machen. Und siehe da, es ist mal wieder ganz einfach: Die duale Bildung ist das Geheimnis. Wer hätte das gedacht? Die Schweizer haben herausgefunden, dass Leben in der richtigen Welt wichtiger ist als geistige Hochflieger zu züchten, die sich mit oftmals an den Haaren herbeigezogenen „Wissenschaften“ ihr Leben versauen.

Arbeitslosigkeit in Deutschland ist am höchsten in welchen Berufen? Naturwissenschaften 7,5 %, Mediengestaltung, Werbung und Marketing 6,7 %, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften 6,3 %.

Trotzdem wird der „Bildungswahn“, der mit Bildung immer weniger zu tun hat, in Deutschland weiter vorangetrieben werden. Noch einmal die grausame Wahrheit: Das ist nur möglich, wenn das Niveau gesenkt wird. Die Erfolgszahlen werden vorgegeben. Und dann geht es los. Wie? Der sogenannte Erfolg wird mit viel Geld für die Universitäten belohnt. Das Ding ist ein Selbstläufer. Das Ende daher nicht abzusehen. Oder doch? Nun, wenn jeder Abitur hat und dann selbst der Dorftrottel zum Hochschulprofessor befördert worden ist, dann, und nur dann, wird sich die Schöpferkraft in diesem Wahnsinn erschöpft haben.

Was aber noch viel schlimmer ist: Bildung wird hier geradezu in ihr Gegenteil verkehrt. Bildung ist und wird immer mehr zu einem politisch erwünschten Verblödungsprozess. Bildung bezieht sich mehr und mehr vor allem nur noch auf die Anforderungen für den Produktionsprozess in der Wirtschaft. Halbgare Bildung wird zum Sklaven des Geldes. Und protzt mit Titeln. Selbst die sogenannten Geisteswissenschaften werden in diesen Prozess eingebunden.

Damit der ganze Schwindel überhaupt funktionieren kann muss die Gesellschaft stets neue Verhaltensregeln erfinden, neue Arbeitsgebiete erfinden, wie zum Beispiel diesen Genderschwachsinn, dessen Akzeptanz der an den Haaren herbeigezogenen Logik und der Einhaltung neuer Regeln unbedingte Voraussetzung ist, um am Gesellschaftsgeschehen überhaupt vollwertig teilnehmen zu dürfen.

Fortschritt, der keiner ist

Im Jahre 1950 arbeiteten 32,5 % der Deutschen im Dienstleistungsbereich, 42,9 % im produzierenden Gewerbe und 24,6 % in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei. Heute arbeiten etwa 75 % der Deutschen im Dienstleistungsbereich. Heute arbeiten nur noch etwa 24 % der Deutschen in einem produzierenden Gewerbe. Und nur noch 1,3 % in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei. Im Jahre 1965 arbeiteten sogar 49,2 % der Deutschen in einem produzierenden Gewerbe. 49,2 %!!! Ab den 1970er Jahren ging es bergab.

Was geschah? Einfache Antwort: Überproduktion. Wir stellten mehr her als wir zum Leben brauchten. Also, logischerweise, hätte man doch die Arbeitszeit dramatisch verkürzen können? Genau! Wohlstand für alle war in der Tat möglich und wurde bis zu einem gewissen Grad bis in die 70er Jahre tatsächlich als Politik verfolgt. Doch dann tauchten alle diese Dienstleistungsarbeitsplätze auf, meistens ausgefüllt von Frauen. Und ein Konsumrausch brach aus, der sich selbst heute noch immer nicht ausgetobt hat. Der Überfluss wurde zum Selbstläufer. Um Geld zu verdienen. Ob Sie all das Zeugs brauchen ist völlig belanglos. Ich kann Ihnen verraten, Sie brauchen nicht viel zum Leben. Das meiste was da angeboten wird ist schlicht und einfach überflüssig. Positiv ausgedrückt.

Wenn denn wirklich der Mensch die Umwelt zerstört, dann bräuchte man lediglich die Produktion selektiv um 50 % zurückzufahren, was überhaupt kein Problem wäre. Aber was dann tun mit all den Menschen? Denn die meisten Berufe im Dienstleistungsbereich sind ebenfalls völlig überflüssig. Vor allem die beim Staat. Was also tun? Antwort: Noch mehr sinnlose „Berufe“ schaffen. Viel mehr!

Im Wintersemester 2021/2022 boten die deutschen Hochschulen 9.400 Bachelor-Studiengänge an. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Studienangebote um mehr als ein Drittel gestiegen. Sind die völlig durchgeknallt? Das ist eine künstlich geschaffene Welt, die mit Realität immer weniger zu tun hat.

Die Verleugnung von Wirklichkeit

Wenn es Armut im Lande gibt, wenn Menschen sich Sorgen machen, ihre Rechnungen bezahlen zu können, wenn Sinnlosigkeit im Lande um sich greift, dann kann man doch unmöglich von Fortschritt sprechen. Nein, es gibt keinen Fortschritt. Diese Einsicht ist unbedingte Voraussetzung, um überhaupt wieder auf den rechten Weg zu kommen, Realität anzuerkennen und die Probleme zu lösen, die in dieser Realität Priorität haben: Die Grundprobleme im Zusammenhang mit dem Wohl jedes einzelnen Deutschen.

Viktor Orban, der Premierminister von Ungarn, hat in einem hoch interessanten Gespräch vor kurzem in drei Worten zusammengefasst, worauf es ankommt: Familie, Volk, Gott. Der spricht vieles offen aus und wird deswegen angefeindet. Er erklärte zum Beispiel, dass in Russland Freiheit anders definiert wird als im Westen und dass selbst Demokratie nicht gleich Demokratie sei. Orban hat auch das Volk befragt. Das Volk entschied: Nein, wir wollen keine Ausländer, wir wollen Ungarn im Lande. Daher: Wenn in Ungarn nicht genügend Kinder geboren werden, dann unterstützt der Staat massiv die Familien. Orban weiß, dass man sich Familien überhaupt erst einmal leisten können muss. Nein, das Leben ist wirklich nicht kompliziert. Sonst wären die Menschen längst ausgestorben. Die Verleugnung von Wirklichkeit ist das Hauptproblem unserer Zeit. Politiker sind Traumtänzer. Die sind angestellt, uns von der Realität fernzuhalten. Sonst fliegt der ganze Hokuspokus Laden in Berlin auf. Reden wir also von der Realität.

Geben und nehmen

Jede funktionierende, gesunde, vitale Gesellschaft lebt nach dem Prinzip von geben und nehmen. Jeder einzelne leistet in einer gesunden Gesellschaft seinen Beitrag in dieser Gesellschaft. Und erhält im Gegenzug die Solidarität und Unterstützung dieser Gesellschaft. Es kann keine funktionierende, gesunde, vitale Gesellschaft geben, in der der Einzelne keinen Beitrag leistet. Was uns ja täglich vor Augen geführt wird.

Die Abschaffung der Wehrpflicht war eine Katastrophe. Man hätte stattdessen das Model noch weiter ausbauen müssen: Wer Soldat sein will und Soldat sein kann soll Soldat sein. Wer nicht, der leistet Sozialdienst.

Wenn wir denn eine Armee brauchen, dann muss es wieder eine richtige Armee sein, mit richtigen Soldaten und richtigen Waffen. Eine Elitearmee. Dazu gehört, dass alle Frauen aus der Armee verschwinden. 5.000 Jahre Geschichte der Menschheit sind Beweis genug, um zu dieser Entscheidung zu kommen.

Jeder Deutsche, jede Deutsche muss nach Schulabschluss ein soziales Jahr oder zwei soziale Jahre ableisten. Ausnahme: Handwerker haben die Wahl. Sie können, müssen aber nicht. Die Jugendlichen würden mit der wirklichen Welt konfrontiert. Die Situation in den Altersheimen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen würde sich schlagartig verbessern. Die Menschen fänden wieder zusammen. Die Gesellschaft insgesamt würde wieder zusammenwachsen.

Handwerk hat goldenen Boden

Neben der Landwirtschaft muss das Handwerk und müssen die Handwerker im Zentrum des gesellschaftlichen Geschehens stehen. Abgesehen von der eigentlichen Leistung der Handwerker verkörpern sie auch Tradition und Kultur. Und wie wir alle wissen ist das duale Ausbildungssystem, die Kombination von praktischem und theoretischem Wissen, unschlagbar. Wir brauchen in Deutschland nicht 165.186 Anwälte und Heerscharen von allen möglichen Spielarten von Sozialberufen, die eine kranke Gesellschaft heilen sollen. Das ist nicht möglich. Es geht darum, eine heile, eine gesunde, eine vitale Gesellschaft zu schaffen. So wie es auch im persönlichen Bereich zu empfehlen ist, gar nicht erst krank zu werden.

Der Werkunterricht an den Schulen muss massiv ausgebaut werden. Schülergenossenschaften müssen massiv ausgebaut werden und in Partnerschaft mit Firmen in der Gemeinde arbeiten.

Jede Schule muss einen groß angelegten Garten haben.

In der Schule müssen die Jugendlichen lernen, wie man ein Unternehmen aufbaut, vor allem mit Schwerpunkt auf Genossenschaften. Und lernen, Arbeitgeber zu sein. In kleinen Betrieben. Das Handwerk vor allem muss wieder den Platz in der Gesellschaft erhalten, den es traditionell innehatte und den es verdient.

„Ehre deutsches Volk und hüte, treulich deinen Handwerksstand. Als das deutsche Handwerk blühte, blühte auch das deutsche Land.“

Nachwort: Wenn Schulen und Universitäten zu Verblödungsinstitutionen verkommen, wenn Wahrheitsalternativen verpönt sind und der dröge Drill der Hirnsubstanz nach vorgegebenen Mustern als Bildung angepriesen wird, dann sollten Schüler und Personal, zur Besinnung, erst einmal für eine Weile nach Hause gehen, einen Apfelbaum pflanzen und beten. Das reinigt die Seele. 

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Mensch, lern das und frag nicht!

Wir haben im AnderweltVerlag einen Autor gewinnen können, der aus der Praxis über die Zustände im deutschen Bildungssystem berichten kann. Er deckt auf, wie in deutschen Schulen nicht mehr selbstständiges kritisches Denken gelehrt wird, sondern viel mehr von Anfang an der Schwerpunkt auf systemkonforme Indoktrination gelegt worden ist. Mit konkreten Beispielen aus aktuellen Lehrbüchern für die Schule zeigt er auf, wie skrupellos Inhalte vermittelt werden, die nicht hinterfragt werden sollen. Das hat nichts mehr mit „gymnasialer Bildung“ zu tun. Aber wie Herr Geese dargelegt hat, kann sich ein System wie die BRD keinen Nachwuchs leisten, der zu kritischen Fragen ausgebildet ist. Warum Sie dieses Werk lesen sollten? Ganz einfach: Es geht um unsere Kinder und Enkel und so um die Zukunft von uns allen. Wer da Einhalt gebieten will, muss wissen, wie schon in den Schulen reine Propaganda angewendet wird. Wie sonst könnte konstruktive und wirksame Kritik angebracht werden? Bestellen Sie Ihr Exemplar „Mensch, lern das und frag nicht!“ direkt beim Verlag hier. Dieses Werk wird in den nächsten Tagen aus der Druckerei kommen und dann ausgeliefert. 

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier. 

Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen: 
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/ 

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