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Auch die Gaslügen sind Rattengiftpolitik

Von Peter Haisenko 

Wer der Regierung und den Systemmedien glaubt, kann sich entspannt zurücklehnen. Die Gasversorgung Deutschlands ist gesichert und wir beziehen kein Gas mehr aus Russland. Die Abhängigkeit von Russland ist gebrochen. Nichts davon ist wahr.

Beginnen wir mit der ersten Grundlüge: Russland, Putin, hat uns den Gashahn zugedreht. Tatsache ist, dass die BRD den Erhalt von Gas aus Russland durch Nordstream ablehnt, eingestellt hat. Russland selbst bietet nach wie vor an, Gas durch die zweite Röhre von Nordstream II zu liefern, die unbeschädigt geblieben ist. Aber diese Verdrehung der Tatsachen ist nur ein Teil der Lüge. Deutschland, Europa, bezieht nach wie vor Gas aus Russland, und zwar durch die Ukraine und das in erheblichen Mengen. Wiederum ist Tatsache, dass die EU im Jahr 2023 bis jetzt der größte Abnehmer für russisches Gas ist und damit sogar weit vor China liegt. Russland hat also bis jetzt, und bei dem „jetzt“ kann sich ein Problem ergeben, Gas an Deutschland geliefert und sogar an die Ukraine.

Dasselbe gilt auch für russisches Öl, das über diverse Kanäle nach Deutschland, nach Europa kommt. So befinden wir uns in einer doppelten Abhängigkeit. Sowohl Russland als auch die Ukraine können den Gashahn zudrehen. Wenn das geschieht, dann haben wir ein ernsthaftes Problem und da helfen auch gefüllte Gasspeicher nur wenig. Der nächste Winter kommt ja auch noch... Zudem ist unklar, wie sich die Preise für Flüssiggas entwickeln werden, wenn da ein Mangel und ein Monopol entstehen. Den wenigsten ist bewusst, was eine Gasmangellage wirklich bedeutet.

Ohne Strom steht alles still

Wenn Strom bei einer Mangellage abschnittsweise abgeschaltet werden muss, ist das zwar unangenehm, aber beherrschbar. Natürlich ist das Wiederanfahren nicht einfach, denn tausende von Thermostaten, zum Beispiel an Kühlschränken, Wärmepumpen oder Heizanlagen, haben auf „ein“ geschaltet und das gibt dann eine Verbrauchsspitze, sobald der Strom wieder zugeschaltet wird. Beim Gas sieht das ganz anders aus. Fehlt der Druck, werden alle Pilotflammen gelöscht. Man kennt das bei Gasherden, die nach dem Zünden erst gehalten werden müssen, bis der Thermofühler die Kochstelle freigibt. Will man also eine Gastherme wieder in Betrieb nehmen, muss zuerst die Pilotflamme gezündet werden. Moderne Anlagen können das manchmal automatisch, aber wenn gerade kein Strom da ist, geht das nicht. Gasthermen können ohne Strom sowieso nicht arbeiten. 

Vergessen wir nicht, dass Verbrauchsspitzen beim Strom mit Gaskraftwerken abgefedert werden. Und wenn dann zu wenig Gas zur Verfügung steht? Dann beginnt die Not- und Mangelwirtschaft. Über den Stillstand von Industrien will man da gar nicht nachdenken. Ebenso wenig darüber, dass es Industrieanlagen gibt, die nicht erkalten dürfen, weil dann aus einem Topf mit flüssigem Eisen ein solider Eisenblock wird, den man kaum noch schmelzen kann. Die Anlage ist kaputt. So muss man erkennen, wenn das Gas ausgeht, dann gute Nacht für Deutschland. Im wahrsten Sinn des Wortes. Stellen Sie sich doch einfach mal vor, wie es wäre, einen, gar zwei oder drei Abende ohne Strom, also ohne Fernsehen, Komputer und natürlich auch ohne Unterhaltung von DVD´s zu verbringen. Haben Sie schon mal versucht, nur bei Kerzenlicht zu lesen? Und das dann, im Winter, bei ausgefallener Heizung? Und nein, nicht einmal ein warmes Bad wäre möglich, das ja sonst bei Kerzenlicht ganz romantisch sein könnte. Und was geschieht mit dem Inhalt von Kühl- und Gefrierschränken?

Günstige Energie ist Wohlstand

Energie ist die Lebensgrundlage für moderne Gesellschaften und Wohlstand. Genau deswegen wurden langfristige Verträge abgeschlossen mit Russland. Russland hat sich immer an Verträge gehalten und tut das auch bis jetzt. Es ist die Bundesregierung, die den Gasvertrag mit Russland nicht einhält. Den mit der Ukraine schon, denn die Einnahmen für die Durchleitung dürfen Kiew ja nicht genommen werden. Diese perverse Vorgehensweise hat uns aber tatsächlich über den letzten Winter gerettet und ermöglicht, die Gasspeicher zu füllen. Aber was wird sein, wenn dem Kreml, Putin, der Geduldsfaden reißt?

So, wie sich die Regierung in Berlin gegenüber Russland verhält, bettelt sie geradezu darum, dass der Energiefluss aus Russland abgeschnitten wird. Nicht nur das. Deutschland befindet sich im Zustand des Waffenstillstand mit Russland. Mit USA, Frankreich, England und einem weiteren Dutzend ebenso. Mit dem, was die BRD für die Ukraine tut, hat Deutschland schon den Waffenstillstand gebrochen. Russland hat folglich jedes Recht, alle Energielieferungen nach Deutschland einzustellen. Das ist aber – noch – nicht geschehen. Tatsächlich ist es so, dass Russland, wenn es den Waffenstillstand für beendet erklärt, wir uns also wieder im Kriegszustand befinden, gar keine Truppen nach Deutschland schicken muss, um Deutschland zur erneuten Kapitulation zu zwingen. Es reicht aus, den Gashahn zuzudrehen. Auch den für die Ukraine. Und natürlich zum Beispiel Indien zu verbieten, russisches Öl nach Deutschland weiter zu verkaufen. Auch dazu hat Russland jedes Recht.

Ohne Russland gehen die Lichter aus

Wir sehen also, Russland sitzt am längeren Hebel. Nicht nur gegenüber Deutschland. Ganz Europa ist abhängig von Russland. Da habe ich die Kernbrennstäbe aus Russland für Atomkraftwerke noch nicht erwähnt, die nicht nur Frankreich benötigt. Jede Behauptung, die Gas- und Energieversorgung für Deutschland sei gesichert, ist eine infame Lüge. Eine gefährliche Lüge, die wohl nur einem Zweck dient: Einen sofortigen Aufstand gegen die Russlandpolitik zu unterdrücken. Oder ist es noch schlimmer? Hat Selenskij gar von sich aus gedroht, den Gasfluss durch die Ukraine abzudrehen, wenn Deutschland nicht pariert? Nordstream II in Betrieb zu nehmen, ist uns ja von Washington verboten.

So hat die Russlandpolitik in keiner Weise irgendeine Abhängigkeit reduziert. Im Gegenteil hat sich Berlin von einem zuverlässigen Partner abgewendet, um sich jetzt mit einer unkalkulierbaren Menge an neuen Abhängigkeiten in eine Situation zu bringen, die die Energieversorgung zu einem unsicheren Tagesgeschäft macht. Aber das ist ein Zustand, den eine Industrienation nicht überleben kann. So wird mit der Gaslüge die Rattengiftpolitik fortgesetzt. Rattengiftpolitik heißt, dass Gesetze gemacht werden, die erst in einigen Jahren ihre fatale Wirkung entfalten. So, wie man Ratten nur Gift geben kann, das erst nach einigen Tagen tödlich wirkt. Auf diese Weise können Ratten nicht mehr erkennen, was zum Tod geführt hat und sie fressen die tödlichen Köder weiter. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Verbrennerverbot. Es soll erst 2035 in Kraft treten. Wer wird da schon heute dagegen auf die Straße gehen? Ist ja noch lange hin...

Rattengiftpolitik auf allen Ebenen

Die Gaslüge selbst ist da noch schlimmer. Habeck & Co lügen uns glatt an mit der Behauptung, die Gasversorgung wäre sicher. So lehnen sich die denkfaulen Bürger entspannt zurück, anstatt eine sichere Energieversorgung zu fordern. Oben drauf kommt noch die Wasserstofflüge, die im Übrigen auch Rattengiftpolitik ist. Man verspricht etwas, das erst in unabsehbarer Zeit verwirklicht werden soll. Die Wahrheit dazu ist aber, dass die Energieversorgung mit Wasserstoff unmöglich ist. Jedenfalls nach dem Stand der Technik. Nicht einmal die bestehenden Gasleitungen können für den Transport von Wasserstoff genutzt werden. Wasserstoffgas ist zu flüchtig und wird durch die alten Leitungen einfach entweichen. Über den unmöglichen Transport von Wasserstoff haben wir schon ausführlich berichtet:
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/der-wasserstoff-aus-der-wueste-technisches-wissen-anstelle-von-wunderglauben/

Die deutsche Regierung ist Teil des Imperiums der Lügen. Was wird aber geschehen, wenn im nächsten Winter wenigstens die Gaslüge auffliegt? Dann ist es zu spät, den Schaden zu reparieren. Oder wird man einen Kniefall vor dem Kreml machen und um Gas durch Nordstream II bitten müssen, weil die Menschen auf der Straße sind? Vergessen wir nicht, auch die Covid-Spritzen sind Rattengift. Die Schäden dadurch kommen auch verzögert und werden jetzt als Hitzetote deklariert. Derweil flutet die Ampel das Land mit Schuldgeld, das auch irgendwann bezahlt werden muss. Ist das auch Rattengiftpolitik? Deutschland braucht einen kompletten Neuanfang. Die Frage dazu ist nur, ob das ohne eine vorübergehende Militärregierung möglich sein wird, um das unausweichliche Chaos überleben zu können. Dieser Möglichkeit sehe ich aber gelassen entgegen, denn dilettantischer als jetzt kann unser Land nicht „regiert“ werden und es wird das Ende aller Lügen sein.

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