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Die neuen G 8 überflügeln die alten G 7

Von Peter Haisenko 

Vor einigen Tagen ging das „Petersburger Wirtschaftsforum“ zu Ende. Es fand keine Resonanz in den westlichen Medien, obwohl Vertreter von etwa 140 Nationen teilgenommen haben. Am Rand dessen haben sich die neuen G 8 zusammengefunden. Deren Wirtschaftsleistung liegt schon jetzt 20 Prozent über den alten G 7.

G 7 war mal G 8, bevor Russland ausgeschlossen wurde. Spätestens da ist sichtbar geworden, dass G 8/G 7 zu einem Instrument verkommen ist, mit Hilfe dessen politischer Druck auf andere ausgeübt wird. Mit dem Ausschluss Russlands sind die G 7 nur noch ein Forum für ehemalige Kolonialmächte, wenn man Kanada als Teil des Commonwealth und so unter der britischen Krone stehend sieht. In diesem Sinn sollte man überlegen, welche gemeinsame Taktiken hier abgesprochen werden. Ist es abwegig zu vermuten, dass es um die Fortführung kolonialer Ausbeutung geht? Allerdings wird auf diesem Gipfel sicherlich auch der Niedergang der Teilnehmerstaaten thematisiert werden. Die Prognosen für alle diese sind niederschmetternd.

China hat die Wirtschaftsleistung der USA schon lange übertroffen. Die reale Wirtschaftsleistung. USA und England rechnen in ihr BIP nämlich die Gewinne aus dem Finanzsektor mit ein und das ist unredlich. BIP heißt Brutto Inlands PRODUKT. Im Finanzsektor wird aber nichts produziert und so dürften diese Einnahmen nicht dem BIP zugerechnet werden. Aber wie sonst sollte man diese Einnahmen angeben, ohne eingestehen zu müssen, dass es Gewinne aus betrügerischen Finanztransaktionen sind, die keiner realen Produktionsleistung entstammen? Will man also die reale Wirtschaftsleistung ermitteln, dann müssen die Einnahmen aus dem Finanzsektor abgezogen werden. USA und England sind im Übrigen die einzigen Länder, die derartige Einnahmen in diesem Ausmaß verbuchen. Sie betragen etwa 30 Prozent ihres BIP.

Die alten G 7 schaden sich mit ihren Sanktionen selbst

Weil die G 7 sehr hochnäsig mit dem Rest der Welt umgehen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Widerstand formiert. Mit dem Wirtschaftskrieg gegen Russland und der Erklärung der NATO, die auch China als Feind betrachtet, ist es nur logisch, dass sich jetzt eine neue G 8 zusammengefunden hat, die in Opposition zur alten G 7 steht. Alle diese sind schon Opfer der imperialen Politik der USA geworden und haben nur darauf gewartet, sich davon zu befreien. Als da sind mit ihrem BIP:
China – 27.206 Mrd. $, Indien – 10.218 Mrd. $ , Russland - 4.490 Mrd. $, Indonesien – 3.566 Mrd. $, Brasilien – 3.435 Mrd. $, Türkei – 2.943 Mrd. $, Mexiko – 2.666 Mrd. $ und Iran mit 1.436 Mrd. $.
Die gemeinschaftliche Wirtschaftsleistung der neuen G 8 beträgt 55.964 Mrd. $.

Die Wirtschaftsleistung der alten G 7 sieht so aus:
USA – 22.997 Mrd. $, Japan – 5.615 Mrd. $, Deutschland – 4.856 Mrd. $, England – 3.402 Mrd. $, Frankreich – 3.361 Mrd. $, Italien – 2.734 Mrd. $ und Kanada mit 2.024 Mrd. $.
Die gemeinschaftliche Wirtschaftsleistung der alten G 7 beträgt 44.993 Mrd. $.
Sie liegt also jetzt schon gut 20 Prozent niedriger, als die der neuen G 8. Die Entwicklung für die nächste Zeit steht dabei nicht unter einem guten Stern, denn es zeigt sich jetzt schon, wie sehr sich die alten G 7 mit ihren Sanktionen selbst schaden, nicht nur, was den Energiesektor betrifft.

Betrachten wir dazu den Zirkus, der um den G 7-Gipfel gemacht wird. Jede Menge Hundertschaften der Polizei sind abgeordnet. Straßen, ja ganze Regionen werden abgesperrt, Kanaldeckel zugeschweißt, sogar das Gleitschirmfliegen ist verboten und die Bürger rundum müssen leiden, bis hinein nach München. Jedenfalls mich erinnert das an Treffen der Mafia im Chicago der 1930-er Jahre. Müsste es nicht nachdenklich machen, wenn diesen Staatschefs offensichtlich bewusst ist, dass ihre Vorgehensweisen von nicht wenigen als so verwerflich erkannt werden, dass sie sich wie Schwerverbrecher vor Zornesausbrüchen schützen müssen? Meines Erachtens vor gerechtem Zorn, denn sie sind es, die seit Jahrzehnten die Ausbeutung der „Dritten Welt“ organisieren und jetzt mit den Russlandsanktionen den Bürgern schwere Einbußen versprechen.

140 Nationen sind zum Wirtschaftsforum nach Petersburg angereist

Im Vergleich dazu ist das Petersburger Wirtschaftsforum geradezu geräuschlos abgelaufen, obwohl etwa 140 Nationen daran teilgenommen haben. Petersburg wurde nicht in eine Festung verwandelt. Das hat sich als richtig erwiesen, denn es gab keine „terroristischen“ Attacken. Was sagt das aus über die G 7 und alle anderen? Offensichtlich haben die Teilnehmer in Petersburg mehr Zustimmung in ihren Bevölkerungen als die der G 7.

Spätestens seit acht Jahren führt der Westen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Die deutsche Außenministerin hat laut verkündet, dass sie die russische Wirtschaft ruinieren will. Dennoch müssen wir jetzt sehen, dass der russische Rubel gerade die stärkste Währung ist. Der Rubel steht so hoch, wie seit sieben Jahren nicht mehr. Jetzt hat der Westen Probleme mit der Energieversorgung und die sind selbstgemacht. Siehe hier:
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/deutschland-erstickt-am-eigenen-sanktionsregime/
Und jetzt kommt der Wirtschaftsfachmann Habeck daher und wirft Russland vor, es würde Wirtschaftskrieg gegen Europa führen. Selbst wenn es so wäre, könnte man es jemandem verdenken, wenn er mit gleicher Münze zurückzahlt? Bevor man einen Krieg anfängt, sollte man sich immer gut überlegen, mit wem man sich anlegt. Nur ein vollkommen Debiler konnte nicht sehen, in welcher Abhängigkeit sich der Westen gegenüber Russland befindet. Erst frech zuschlagen und jetzt herumheulen. So sehen Helden aus.

Russland sollte isoliert werden. Es hat sich aber gezeigt, dass es der Westen, NATOstan ist, der isoliert ist, obwohl von Seiten des Westens massiver Druck auf alle Länder ausgeübt wird, die Sanktionen gegen Russland mitzutragen. Kanzler Scholz hat sich dazu gerade eine herbe Abfuhr in Südafrika und Serbien abholen müssen. Der Beweis dafür ist unter anderem auch, dass eben etwa 140 Nationen zum Wirtschaftsforum nach Petersburg angereist sind. Die haben schon verstanden, wo die Zukunft liegt.

Die neuen G 8 stehen auf einer soliden, zukunftsfähigen Basis

Die Ukraine hat den Krieg schon verloren und die NATO-Staaten haben sich teilweise entwaffnet, indem sie große Teile ihrer Waffen und Reserven in die Ukraine geschickt haben. Dort angekommen, werden sie reihenweise „neutralisiert“. Ach ja, Russland darf und wird diesen Krieg nicht gewinnen, hat auch Kanzler Scholz verkündet. Der Krieg in der Ukraine hätte schon nach wenigen Tagen beendet sein können, wenn die USA, die NATO, Selenskij nicht verboten hätten, vernünftige, der Realität angemessene Verhandlungen zu führen. Wer trägt also die Schuld für die Zehntausenden von Toten, die jetzt zu beklagen sind? Und es sind immer mehr geworden, weil der Westen das Land mit Waffen flutet und das schon seit sieben Jahren. Jeder, der ein wenig über die Ukraine weiß, weiß schon lange, dass dieses Land in zwei, besser drei Einheiten aufgeteilt werden muss, wenn man dauerhaften Frieden erreichen wollte. Ja wenn....

Russland, Putin, haben über lange Jahre mit einer Engelsgeduld die Attacken des Westens ertragen und immer noch von „Partnern“ gesprochen. Damit ist Schluss. Russland hat eine Liste erstellt von Staaten, die sich gegenüber Russland feindlich verhalten Die können jetzt kein Pardon erwarten. Als logische Folgemaßnahmen haben sich jetzt um Russland und China acht Staaten zusammengefunden, die die neuen G 8 gegründet haben. Die sind jetzt schon in ihrer Wirtschaftsleistung stärker als die alten G 7. Sie stehen auf einer soliden, zukunftsfähigen Basis während sich die G 7 gerade selbst ins Aus schießen.

Afrika wird bald nichts mehr vom Westen brauchen

Ein afrikanischer Staat nach dem anderen wendet sich vom Westen ab und lädt Russland ein, ihnen auch mit Soldaten auf die Beine zu helfen. Mit China haben sie gute Erfahrungen gemacht, denn China bringt ihnen Mehrwert, auch wenn China nicht uneigennützig handelt. Afrika wird bald nichts mehr vom Westen brauchen und wenn das westliche Finanzsystem zusammenbricht, werden auch ihre Schulden vergehen, mit Hilfe derer sie so lange unter Kontrolle gehalten wurden.

Europa, Deutschland, werden in der weltpolitischen Bedeutungslosigkeit versinken und da können sie noch so viele G 7 Gipfel abhalten, mit denen sie nur Geld verpulvern und die Bevölkerung drangsalieren. Die einzige Chance für Europa, Deutschland, besteht darin, ihre „Politeliten“ zum Teufel zu jagen, die das Schlamassel angerichtet haben; die uns frieren und darben lassen wollen, mit dem einzigen Ziel, Russland zu schaden. Wie weit muss es noch kommen, wie schlecht muss es uns gehen, bis das geschehen wird? Die russische Operation in der Ukraine ist ein Katalysator dafür und da kann ich nur hoffen, dass es wenigstens bei uns unblutig ablaufen wird. Wirtschaftlich befinden wir uns schon mitten in einem Blutbad historischen Ausmaßes. Russland und die anderen neuen G 8 nicht. G 7 ist Vergangenheit, die neuen G 8 sind die Zukunft.

Zum Abschluss noch etwas zum Nachdenken: Was werden wohl sieben, ja sieben, Panzerhaubitzen aus Deutschland für den Ausgang der Kriegshandlungen in der Ukraine bewirken? Kann das etwas anderes als dämliche, aber halsgefährliche Symbolpolitik sein? 

Nachtrag: Ich schreibe hier der Einfachheit halber nur "BIP". Tatsächlich muss man bei genauer Betrachtung von "PPP" sprechen. (Purchasing Power Parity - also was man im Land für sein Geld in Landeswährung kaufen kann). Wenn man aber die ganzen Schwindeleien mit den Währungsparitäten auch noch in die Betrachtung einbeziehen wollte, ist es kein Artikel mehr, sondern ein dickes Buch. In diesem Sinn empfehle ich die Lektüre von "Die Humane Marktwirtschaft".  Die ist zwar kein dickes Buch, aber das erste komplett neu durchkonstruierte Modell für eine bessere Welt. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. 

 

Die Vorgehensweise gegenüber Russland zeigt starke Ähnlichkeiten mit der Vorgehensweise gegenüber dem Deutschen Reich, die zum Ersten Weltkrieg geführt hat. Was Litauen jetzt mit der Blockade für den russischen Eisenbahntransit nach Königsberg anzettelt, erinnert an die Blockade des „Danziger Korridor“ durch Polen, die durchaus als wesentlich für den Beginn des Zweiten Weltkriegs gesehen werden darf. Und wieder kommen die schärfsten Töne aus London, diesmal gegen Russland. Geschichte soll sich also wiederholen? Um das beurteilen zu können, empfehlen wir das aufklärende Werk von Peter Haisenko „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Ergänzend dazu und auf wichtige Details eingehend sämtliche Werke von Reinhard Leube im AnderweltVerlag. Besuchen Sie uns auf der Seite des AnderweltVerlags hier und machen Sie sich kundig.

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