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Merkel kassiert Prügel und knickt ein

Von Peter Haisenko 

Wenn es etwas gibt, womit Merkel nicht umgehen kann, dann ist es breite Kritik an ihrer Person. Stimmen dann noch ihre Hofberichtserstattungsmedien mit ein, kommt sie gänzlich ins Schwimmen. Ihre ML-Schulung zu DDR-Zeiten hat diesen Fall einfach ausgelassen, weil er in diesem System nicht als Möglichkeit vorgesehen war.

Unglaubliches ist geschehen in den letzten Tagen. Eine breite Front aus allen Schichten der Republik hat Merkels „Oster-Lockdown“ scharf kritisiert. Das war nicht einfach Kritik. Vielmehr haben exakte Analysen des Wahnsinnsbeschlusses aufgezeigt, dass dieser Beschluss die Situation nur verschlimmern kann. Die Rechnung ist auch zu einfach und offensichtlich: Wenn man einen von sowieso schon überfüllten Einkaufstagen vor Feiertagen streicht, wird es zwei geben, an denen sich 50 Prozent mehr Menschen in den Geschäften zusammendrängen müssen. Diese einfache Überlegung sollte sogar der Kanzlerin möglich sein. Die Frage steht folglich im Raum, ob es Absicht war, auf diese Weise noch mehr positive Testergebnisse zu erhalten, um noch drastischere Maßnahmen zu rechtfertigen.

Mit großem Erstaunen durfte der geschundene Bürger wahrnehmen, dass diesmal sogar die Monopolmedien unverhohlen Kritik publiziert haben. Das ist im System Merkel nicht vorgesehen und so hat es die Merkelbande kalt erwischt. Merkel hat Prügel kassiert und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Das Oster-Diktat einfach zurückzunehmen, ist keine Lösung. Das wirft nämlich peinliche Fragen auf. War dieser Beschluss wissenschaftlich begründet zwingend und zielführend? Wenn ja, hätte er nicht zurückgenommen werden dürfen. Nun ist er aber zurückgenommen und so wird selbst für Merkel-Gläubige erkennbar, dass dieses neuerliche Diktat weder wissenschaftlich zwingend begründet oder zielführend sein konnte. Wie gesagt, wäre er das gewesen, hätte es nicht revidiert werden dürfen. In der Folge muss die nächste Frage auf den Tisch, inwieweit denn alle vorangegangenen Diktate sinnvoll, zielführend oder einfach willkürlich waren, die wegen ausbleibender Kritik nicht zurückgenommen wurden.

Ein blödsinniges Corona-Ritual: der Ellenbogengruß

Betrachten wir dazu, was Merkel im November gesagt hat, als es um Schließungen diverser Dienstleistungen ging. Speziell um Nagelstudios. Frei zitiert klang das so: Wir wollten noch irgendetwas schließen, und da waren eben die Nagelstudios dran. Im Klartext heißt das, es wird reine Willkür praktiziert. Erinnern wir dazu kurz an das, was Herr Spahn im September gesagt hat, der Bankkaufmann, der Gesundheitsminister spielen darf: Mit dem heutigen Wissen wird es keine Schließungen von Friseuren und Restaurants mehr geben. Diese Aussage war den Analysen gefolgt, die klar ergeben haben, dass von diesen Bereichen keine besondere Infektionsgefahr ausgeht, ebenso wenig wie von Nagelstudios oder Sporteinrichtungen.

Merkels Aussage zu Nagelstudios ist besonders pikant. Betrachtet man die abgefressenen Wurstfinger der Chefin, ist unübersehbar, dass sie noch nie den Betrieb in einem Nagelstudio erlebt hat, wahrscheinlich nicht einmal weiß, wie man Nagelstudio überhaupt schreibt. Andernfalls wüsste sie, dass es gerade dort besonders einfach ist, den gewünschten Abstand von Nase zu Nase einzuhalten. Dazu werfe ich noch einen Blick auf andere Corona-Rituale: Der Ellenbogengruß. Es geht los damit, dass man in den Ellenbogen husten soll. Prima Idee, wenn man dann mit Ellenbogenkontakt seinen Auswurf weiter gibt. Aber es kommt noch blöder. Reiche ich jemandem die Hand, ohne nähere Umarmung, beträgt der Nasenabstand beinahe natürlich die geforderten 1,5 Meter. Bringt man aber die Ellenbogen zusammen, nähern sich die Gesichter zwangsläufig auf deutlich weniger als einen Meter an. Abgesehen davon, dass es völlig bescheuert aussieht mit dem Ellenbogenritual, wird so das Infektionsrisiko drastisch erhöht.

Das Oster-Diktat war weder wissenschaftlich begründet noch zielführend

Merkel hat sich jetzt dazu herabgelassen, um Verzeihung zu bitten. Sie, und nur sie als Chefin ist für alles verantwortlich. Nein, Frau Merkel, Verzeihung steht Ihnen nicht zu! Zuviel haben Sie unserem Land schon angetan. Zudem folgt sie nur den bereits zweimal erfolgten Ankündigungen ihres Ministers Spahn, man werde möglicherweise um Verzeihung bitten müssen. Das war im Mai 2020 und im Herbst. Was wusste Spahn also bereits vor Monaten, was Merkel zu dieser Zeit noch nicht wissen konnte oder wollte? Sicherlich nichts, was die Chefin in Verantwortung nicht wusste. Das lässt nur einen Schluss zu: Merkel und ihre Bande handeln bewusst destruktiv. Das wird eben auch belegt durch Herrn Spahn und dessen Aussage zu unnötigen Schließungen, die dann unwiderlegbar wider besseres Wissen doch befohlen wurden und noch dazu verschärft worden sind. Nein, Frau Merkel, Ihr gesamtes Gefängnisregime und insbesondere das Oster-Diktat waren weder wissenschaftlich begründet noch zielführend im Sinne der Gesundheit.

Aber es wäre nicht Merkel, wenn sie nicht mit der Bitte um Verzeihung gleich den nächsten Hammer ankündigte: Auslandsreisen verbieten. Wie schon so vieles der Coronatoren von Gerichten gekippt worden ist, haben sich hierzu sofort diverse Juristen gemeldet, dass das nun gar nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar ist. Was denkt sich die Katastrophe aus der Uckermark eigentlich, wenn sie überhaupt denkt? Ach, bei uns in der DDR war das normal und jetzt sollen die Kapitalisten im Westen auch mal spüren, wie sich das anfühlt? Ja, ich habe sie schon als „Honeckers Rache“ tituliert.

Merkels Regierungsstil zeichnet sich dadurch aus, dass sie nichts entscheidet oder gar Zukunftsperspektiven vorstellt. Sie sitzt alles aus, bis ihr Umfrageergebnisse vorgeben, was sie am ungefährdetsten als ihre Entscheidung präsentieren wird. Dass sie auf diese Weise ihre alten „Überzeugungen“ ins Gegenteil verkehrt, haben wir nicht nur bei der Atomkraft erleben müssen. Auch ihre ablehnenden Reden zu weiterer Zuwanderung sind en Masse im Internet verfügbar, bis sie 2015 aufs direkte Gegenteil umgeschwenkt ist. Bei all dem konnte sie sich immer auf die bedingungslose Unterstützung ihrer Hofberichterstatter verlassen. Da ist jetzt etwas gekippt. War es schon vor etwa einer Woche der Bild-Chef Reichelt, der einen Wutausbruch ob ihrer Corona-Politik in die Öffentlichkeit gebracht hat, breitet sich das jetzt aus. Zu Recht! Da hat es nicht einmal geholfen, an Reichelt ein Exempel zu statuieren; ihn wegen alten und internen Fehlverhaltens anzuklagen und auszusortieren.

Die Monopolmedien spielen offensichtlich nicht mehr mit

Bei der Fülle ihrer Wahnsinnstaten ist Merkel zwingend darauf angewiesen, sich auf den Applaus der Monopolmedien verlassen zu können. Das hat bis jetzt auch zuverlässig funktioniert. Was für ein Schock muss es jetzt für sie gewesen sein, wenn sie Prügel von ihrer treuen Gefolgschaft kassieren muss! Es ist auch zu beobachten, dass immer mehr Journalisten der Monopolmedien erkennen, dass das Mantra von der Freiwilligkeit bei Testen und Impfen eine Chimäre ist und das auch formulieren, sogar in Talkshows. Damit kann sie nicht umgehen und so ist sie erst einmal umgekippt. Natürlich nicht ohne die alten Verfahren ganz zu streichen. Sie dankt den Bürgern für ihre Vernunft und mahnt weitere an. Damit ist sie mit Söder bei der alten Leier, wir würden Lockdowns und andere Corona-Unbilden nur der Unvernunft weniger verdanken. So treibt sie die Spaltung der Gesellschaft weiter voran und auch das dürfte eines ihrer Grundziele sein. Teile und herrsche, das hat sie schon in der DDR gelernt.

Sofort hat Merkel Forderungen aller Oppositionsparteien abgelehnt, die Vertrauensfrage zu stellen. Wie ernst muss die Lage sein, wenn sogar Linke und Grüne eine derart ungebührliche Forderung formulieren? Ihre Ablehnung zeigt aber, dass sie sehr genau weiß, wie wackelig ihre Position vor dem Bundestag ist. Auch innerhalb der C-Fraktionen. Manche CSU-ler haben ihr den Umgang mit Seehofer nicht vergessen und in der CDU selbst gibt es schon länger diverse „konservative“ Zirkel, die mit ihr nicht mehr einverstanden sind. Selbst Laschet hat begriffen, dass mit dieser amorphen Gestalt keine Wahl gewonnen werden kann. Warum sonst hat er sich vor einem Monat exponiert mit der Aussage, man dürfe nicht jede Woche neue Zahlen zu Corona erfinden. Aber auch dieser kleine Rülpser des kleinen Mannes wurde binnen Tagen von Merkel wieder eingefangen.

Werden die Monopolmedien den hoffnungsvollen Ansatz fortführen, ihre eigentliche Aufgabe wahrzunehmen, nämlich Regierungsarbeit zu analysieren und zu kritisieren, wenn notwendig? Man wagt es kaum zu hoffen. Aber wenn dem so sein sollte, kann Merkel damit nicht umgehen. Wird sie dann nicht nur einknicken, sondern umfallen? Aber was dann? Ihre eigene Partei hat sie so „gesäubert“, dass kein brauchbarer Kandidat für irgendetwas übrig ist. Außer Söder vielleicht, aber der ist CSU und bezüglich Corona kommen wir mit ihm vom Regen in die Traufe. Nicht nur da. Er ist ein Chamäleon wie Merkel selbst, der wahrscheinlich ganz anderen Herren dient, als seinem Souverän, dem Wähler.

Das „System Merkel“ funktioniert nicht mehr

Merkel hat es geschafft, ein einst blühendes Land auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes zu schrumpfen, was Wirtschaft, Bildung, Rechtsstaatlichkeit und politische Kultur angeht. Ihre Arbeit war so nachhaltig, dass es Jahrzehnte dauern wird, das halbwegs zu reparieren. Das haben nicht einmal die Engländer in zwei aufgezwungenen Kriegen geschafft. Wem dient diese Ausgeburt der Hölle also wirklich? Ob wir das jemals erfahren werden? Selbst dann, wenn sich Merkel tatsächlich einmal vor Gericht für ihre Taten verantworten müsste?

So ganz ausschließen will ich das nicht, denn wie sich gezeigt hat, funktioniert das „System Merkel“ nicht mehr, sobald sie Prügel von ihren Hofberichterstattern beziehen muss. Und wie es so ist, werden sich die Feiglinge in den Redaktionsstuben reihenweise in die neue Linie flüchten, sobald absehbar ist, dass das jetzt angesagt ist. Ja, wir brauchen einen totalen Neustart, aber nicht so, wie Merkel, ihre Herren und ihre Bande sich das vorstellen. Mit dem zurückgenommenen Oster-Diktat werden immer mehr erkennen müssen, was man uns und unserem Land angetan hat. Was Merkel uns angetan hat. Dass Merkel und Co. überzogen haben, war schon sichtbar. Dass aber selbst die Monopolmedien das jetzt artikulieren, ist zumindest ein Hoffnungsstreifen am Horizont.

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