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Weißrussland: Es kann der Bravste nicht in Frieden leben....

Von Peter Haisenko 

wenn´s dem Nachbarn nicht gefällt. In diesem Fall sind es viele „Nachbarn“, die dieses friedliche Land destabilisieren wollen. Woran mag das liegen?

Um das vorab unmissverständlich klarzustellen: Ich hege keinerlei Sympathien für den weißrussischen Präsident Lukaschenko und das war schon immer so. Ich möchte nicht in einem Land leben, das ein politisches System wie Weißrussland hat. Doch gerade deswegen sehe ich mich verpflichtet, die Vorgänge in Weißrussland so unvoreingenommen wie möglich zu betrachten.

Weißrussland, oder neuerlich politisch korrekt Belarus, gibt es als eigenständigen Staat erst seit dreißig Jahren. Ziemlich genau, nämlich seit dem 27. Juli 1990. Sieht man von der andauernden Kritik an Präsident Lukaschenko ab, hat sich kaum jemand um dieses Land gekümmert. Das mag daran liegen, dass es in Weißrussland kaum etwas gibt, was die Begehrlichkeiten wecken könnte. Kein Öl, kein Gas und auch sonst keine bemerkenswerten Bodenschätze. Mit etwa neun Millionen Einwohnern gleicht es Österreich, hat aber fast die dreifache Fläche (207.600 km²). Mit einem BIP von etwa 64 Mrd. $ liegt es etwa auf einem Siebtel des österreichischen. Nein, Weißrussland zählt gewiß nicht zu den reichen Industrienationen, obwohl es dort sehr wohl Schwerindustrie gibt. Die Außenhandelsbilanz ist ausgeglichen, also gesund. Das Land ist nicht verschuldet. Allerdings werden in letzter Zeit vermehrt Agrarflächen von Westkonzernen aufgekauft, zum Beispiel in der Ukraine und in Weißrussland ist das verboten. 

Um beim Vergleich mit Österreich zu bleiben, betrachten wir die Militärausgaben. Mit 632 Millionen betragen die in Weißrussland weniger als ein Fünftel der österreichischen. Es sind die niedrigsten in Europa. Aber vor wem könnte sich dieses Land verteidigen wollen/müssen? Am ehesten noch gegen den Nachbarn Polen, der im Lauf der Geschichte schon manche Beutezüge in dieser Richtung gefahren hat. Aber ein Krieg mit Polen wäre aussichtslos. Also was soll´s? Weißrussland kann sich gegen niemanden verteidigen und da kann man vernünftigerweise (fast) ganz auf die unsinnigen Militärausgaben verzichten. Bravo für so viel Mut und Realismus! Da könnten wir uns ein Beispiel nehmen!

Die Bürger dürfen ausreisen, wie das Beispiel Tichanowskaja zeigt

Der „ewige“ Staatschef Präsident Lukaschenko ist von seiner Erscheinung und Auftritt keiner, dem spontane Sympathie zufällt. Dennoch hat er sein Land aus allen internationalen Händeln heraushalten können und es gab eine Zeit, da war der individuelle Wohlstand über dem der russischen Föderation. Weißrussland ist ein Hort des Friedens und es hat noch nie jemanden bedroht. Der für mich wesentliche Punkt ist aber, dass die Bürger ausreisen dürfen. Dass dem so ist, ist gerade bewiesen worden, weil die seltsame Präsidentschaftskandidatin, die 37-jährige Tichanowskaja, nach ihrer Wahlniederlage nach Litauen ausgereist ist.

Man kann das Land also verlassen und für mich ist das das entscheidende Kriterium, ob man ein Land als brutale Diktatur bezeichnen kann. Besonders interessant empfinde ich daran, dass so wenige Weißrussland verlassen wollen oder verlassen haben. Die Bevölkerung wächst. Während aus Ländern der EU, Polen, Rumänien, Bulgarien, massenweise die „Intelligenzia“ abwandert, ist das aus Weißrussland nicht bekannt. Deutlich sichtbar wird das auch im horizontalen Gewerbe, wo sich sehr viele Frauen aus den genannten Ländern in Deutschland anbieten, sind keine aus Weißrussland dabei. Und das nicht etwa, weil es dort keine schönen Frauen gäbe! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es in Weißrussland eine Menge wirklich spektakulär schöne Frauen gibt – wie in Russland auch.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl, die natürlich auch als undemokratisch bezeichnet worden ist, habe ich eine Reportage im ÖRR gesehen. Da wurde eine ältere Landfrau gefragt, warum sie Lukaschenko wählt. Die Antwort war einfach und klar. „Wir haben zu essen, sind nicht im Krieg, wohnen können wir auch, wir müssen nicht frieren und es geht zwar langsam, aber stetig voran. Was sollte ich mehr wollen? Ich bin zufrieden mit meinem Präsident!“ Dazu kann ich nur sagen, so erhält man immer wieder Zustimmungsergebnisse um die 70 bis eben jetzt 80 Prozent. Man muss tun, was dem Volk gefällt und so sind auch Putins andauernde Erfolge zu erklären.

Weißrussland hat den Corona-Zirkus nicht mitgemacht

Dass es bei dieser Wahl 20 Prozent der Stimmen für Oppositionskandidaten gegeben hat, belegt, dass es eine Wahl war, die andere Stimmen zugelassen hat. Inwieweit eine gleichgeschaltete Presse da Einfluss drauf hat, lasse ich dahingestellt. Ich gebe aber zu bedenken, dass auch bei uns die Medien darüber bestimmen, wer unser Land führen soll und dieser Zustand herrscht schon seit vielen Jahrzehnten. Wir haben eine „Mediendiktatur“. Realistisch betrachtet muss dazu angemerkt werden, dass auch bei uns eine Kandidatin wie Tichanowskaja kaum 10 Prozent erreichen könnte. Ihr Ergebnis ist so schon Ausdruck einer gewissen Unzufriedenheit, die aber ebenso wie bei uns ein starkes Stadt-Land-Gefälle aufweist. Auch bei uns haben die Grünen in manchen Städten Traumergebnisse eingefahren, stellen aber im Bundestag keine 10 Prozent. Warum also wird gerade jetzt auf Weißrussland eingeschlagen?

Da müssen wir Corona in die Betrachtung einbeziehen und die WHO und den IWF. Lukaschenko hat den Corona-Zirkus einfach nicht mitgemacht. Noch konsequenter als Schweden und die Weißrussen sind auch nicht ausgestorben. Mehr noch als Schweden steht also Weißrussland für den Nachweis, dass der ganze Corona-Zirkus völlig überflüssig war und ist. Dazu steht die Frage im Raum, warum so viele Länder den Zirkus mitmachen. Die Antwort findet sich auch in Weißrussland. Wie mittlerweile bekannt geworden ist, hat zuerst die WHO versucht, Weißrussland zu erpressen. Wenn ihr nicht mitmacht, werden wir euch alle (möglichen) Hilfen streichen. Das konnte Lukaschenko nicht beeindrucken und er hat eine Abfuhr erteilt.

Dann wurde der IWF aktiviert. Wenn ihr nicht mitmacht, dann wird es keine Kredite mehr vom IWF geben. Lukaschenko, der Fuchs, hat sofort erkannt, das er keine Kredite brauchen wird, wenn er den Zirkus nicht mitmacht und konsequenterweise auch denen eine Abfuhr erteilt. Wundert es jetzt noch jemanden, dass jetzt der ganze Staat destabilisiert werden soll? Der Staat, der völlig unbotmäßig den Beweis bringt, dass der Corona-Wahnsinn schädlich und nutzlos ist? Im Übrigen habe ich auch noch herausgefunden, dass mit etlichen afrikanischen Staaten ähnlich verfahren wurde, die ursprünglich auch nicht mitmachen wollten. Die meisten sind eingeknickt, einige wenige nicht und die sind dann auch noch konsequent aus der WHO ausgetreten. Es stellt sich heraus, dass die WHO und der IWF in unheiliger Allianz mit Erpressung oder Bestechung dafür gesorgt haben, dass möglichst alle Staaten den Corona-Wahnsinn mitmachen.

Ob die Mehrheit mit dem zufrieden ist, was sie hat, ist ungeklärt

Eine Regierung, die Wahlergebnisse größer 60 Prozent erwarten kann, braucht keinen Wahlbetrug. Auch dann nicht, wenn eine Tichanowskaja verkündet, sie habe die Mehrheit, weil sie nur Leute gesehen hat, die Lukaschenko abgewählt sehen wollen. Dass das nur eine Beschreibung ihrer eigenen Blase sein kann, sollte dem Dümmsten klar sein. Dass es eine Einseitigkeit der Medien in Weißrussland gibt, will ich nicht bestreiten. Aber, wie gesagt, ist das bei uns auch nicht anders. Dennoch ist ein Ergebnis von 80 Prozent Zustimmung auf diese Weise allein nicht herstellbar, außer in den ehemaligen kommunistischen Ländern, wo es eine echte Wahlmöglichkeit nicht gab. Die gibt es aber sowohl in Russland als auch in Weißrussland.

Dazu muss man auch die Mentalität der Russen einbeziehen. Zumindest auf dem Land sind die eher zufrieden, wenn sie nur genug zu essen und natürlich zu trinken haben und ansonsten in Ruhe gelassen werden. Natürlich wird man so keinen Staat schaffen können, auf dem Luxusniveau Deutschlands. Aber die Frage ist ungeklärt, ob die Mehrheit dort mit dem zufrieden ist, was sie hat. Oder ist sie eben dadurch geklärt, dass der amtierende Präsident mit so großer Mehrheit wiedergewählt worden ist?

Erinnern wir uns noch, dass Lukaschenko geradezu als Held gefeiert worden ist, als er in Minsk die Verhandlungen anberaumt hatte, die zu den „Minsk-Abkommen“ wegen der Ukraine geführt haben? Die besonders von Kiew niemals mit Leben erfüllt worden sind und unsere Regierung das dort niemals angemahnt hat? Als man also Lukaschenko brauchte, war er in Ordnung, nach langen Jahren der Kritik. Jetzt aber muss der Corona-Rebell geschlachtet werden, weil er sich internationalen Anweisungen widersetzt. Daran kann man wieder einmal sehen, wie schnell die internationale Kabale ihre Richtung ändert, nach Belieben und wie wenig die UN-Richtlinien bezüglich Souveränität irgendeinen Wert haben.

Die neun Millionen Weißrussen gehen uns eigentlich nichts an. Der Staat ist friedlich und bedroht niemanden. Man kann das Land verlassen, wenn man will. Tichanowskaja hat das schon getan. Wer nicht geht, ist offensichtlich mehr oder weniger zufrieden, Jedenfalls so zufrieden, dass er seine Heimat nicht verlassen will. Warum also kann man dieses Land nicht einfach in Ruhe lassen, seinen eigenen Weg gehen lassen? Und selbst wenn sie Lukaschenko noch wählen wenn er auf der Totenbahre liegt, geht uns das nichts an. Das ist die alleinige Sache der Weißrussen und das gilt für alle Länder, denen der „Wertewesten“ mit Bomben und Verderben unbedingt unser heiliges System aufzwingen will. Ja so ist es: Es kann der Bravste nicht in Frieden leben... aber es ist klar, wer der böse Nachbar nur sein kann. 

Nachtrag:
Die EU plant Sanktionen gegen Weißrussland. Man darf gespannt sein, womit man das begründen will. In jedem Fall wäre das eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staats. Siehe Venezuela hier: 
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20202/us-senator-murphy-wir-haben-den-putsch-in-venezuela-vemasselt/ 

Hier gibt es Informationen darüber, wie die WHO und der IWF nicht nur Weißrussland zu "Corona-Maßnehmen" erpressen/bestechen wollten: 
https://connectiv.events/weissrussland-haben-who-und-iwf-lukaschenko-geld-geboten-um-in-seinem-land-einen-lockdown-umzusetzen/?fbclid=IwAR3MUxZ3hrdRHF9hHoEo9DGnV6Fr_C4SWhalv7pLl6k98UzNjePIcYVv68s 

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