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Islamistischer Terrorismus: Frankreich handelt, wir sehen zu

Von Hubert von Brunn 

Allahu-Akbar (Gott ist größer) ist der mörderische Kampfruf der islamistischen Killer, die Terror und Tod nach Europa tragen: Der Tschetschene, der einen französischen Lehrer enthauptet, der Syrer, der in Dresden zwei Passanten niedersticht, der Tunesier, der jetzt in einer Kirche (!) in Nizza drei Menschen mit dem Messer tötet, und unzählige andere. Im Namen Allahs werden unschuldige Menschen brutal ermordet – und die muslimische Welt, allen voran natürlich Recep Tayyip Erdogan, klatscht Beifall.

Samuel Paty, Geschichtslehrer in einer Kleinstadt nahe Paris musste sterben, weil er im Unterricht anhand der Mohamed-Karikaturen im Satireblatt „Charlie Hebdo“ mit seinen Schülern über das Recht der Meinungsfreiheit in einem demokratischen Staat diskutiert hat. Wegen dieser Karikaturen wurden bereits 2015 zwölf Journalisten und Polizisten von islamistischen Terroristen gekillt. Jetzt also der Lehrer, weil der Vater einer Schülerin, die im Übrigen bei der Unterrichtsstunde gar nicht anwesend war, im Internet gegen ihn gehetzt hat. Das wiederum hat den 19-jährigenn Abdoullakh Anzonov derart angestachelt, dass er sich bemüßigt fühlte, „diesen kranken Schuft“ zu enthaupten. Ehe er von der Polizei erschossen wurde, hatte er noch Zeit, ein Foto seines Opfers ins Internet zu stellen, um Präsident Macron, dem „Führer der Ungläubigen“ auszurichten: „Ich habe einen Ihrer Höllenhunde hingerichtet, der es wagte, Mohammed herabzusetzen.“

Macron verteidigt die Werte seines Landes – Erdogan spuckt Gift und Galle

Der französische Präsident hat sofort nach der Mordtat eindeutig Stellung bezogen und klar gemacht: „Wir werden den Säkularismus fördern. Wir werden nicht auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen.“ Er hat betont, dass dieser Angriff nicht nur einem Lehrer gegolten hat, sondern dem gesamten französischen Volk, dessen Selbstverständnis bis zum heutigen Tag von den Slogans der Französischen Revolution: Egalité, Liberté, Fraternité getragen ist. Diese Werte werde er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen und schickte eine Drohung hinterher: „Islamisten dürfen nicht mehr ruhig schlafen“.

Das war eine klare Ansage, der sogleich Taten folgten: Es kam zu einer Verhaftungswelle von Salafisten und islamistischen Hetzern im Internet; rund 80 Ermittlungsverfahren gegen Leute, die den Tod des Lehrers in sozialen Netzwerken begrüßt hatten, wurden eingeleitet. Das Innenministerium ließ verlauten, dass 231 mutmaßliche Extremisten ausländischer Herkunft umgehend ausgewiesen werden. Von dieser konsequenten Vorgehensweise könnte sich Herr Seehofer mal eine Scheibe abschneiden.

Ein Präsident stellt sich vorbehaltlos vor sein Volk und die Werte, für die es steht, und sagt gleichzeitig allen, die diese Werte nicht akzeptieren wollen, den Kampf an. Das passt dem Kalifen von Ankara natürlich überhaupt nicht. Postwendend bezichtigt er Macron der Islamfeindlichkeit und meint, jener sei ein „Krankheitsfall“ und müsse sich auf seine geistige Gesundheit untersuchen lassen. Was für eine bodenlose Frechheit. Wenn sich einer auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen sollte, dann ist es Erdogan. Er hält sich für den Allergrößten und mischt sich überall ein, wo er eigentlich nichts verloren hat: Syrien, Libyen, neuerdings auch in dem Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um Bergkarabach. Hier muss er allerdings vorsichtig sein, denn Putin unterstützt die andere Seite, Armenien. Dem Nato-Partner Griechenland droht er mit militärischer Gewalt, weil die sich dagegen wehren, dass die Türken vor Zypern in griechischen Gewässern mit Erkundungsschiffen nach Bodenschätzen suchen.

Der Kalif von Ankara träumt von einem neuen Osmanischen Reich

Nur Macron zu beleidigen, war Erdogan aber noch nicht genug. In seiner zügellosen Selbstüberschätzung forderte er vielmehr seine Landsleute auf, französische Waren zu boykottieren, weil die Franzosen und ihr Präsident nicht kommentarlos hinnehmen wollen, dass Mitbürger von fanatischen Islamisten gekillt werden. Dieser Boykott-Aufruf steht in eklatantem Widerspruch zu den Vereinbarungen zwischen der Türkei und der EU, den freien Warenverkehr betreffend. Die Warnung aus Brüssel an Ankara kam prompt, verbunden mit dem Hinweis, dass sich die Türkei durch derartiges Gebaren immer weiter von einer möglichen Mitgliedschaft in der EU entferne. Das alles interessiert den Kalifen von Ankara jedoch nicht im Mindesten. Er träumt vom Wiederaufleben des großen Osmanischen Reiches mit ihm als uneingeschränkten Herrscher an der Spitze.

Von dieser Großmannssucht erzählt schon allein der hässliche Protzpalast mit 1000 Räumen, den sich Erdogan unter erheblichen Rechtsbrüchen hat bauen lassen. Er mimt den von Allah gesandten Rambo, der keinen Widerspruch duldet (Hunderttausende türkische Journalisten, Juristen, Künstler, Studenten usw. mussten das schon am eigenen Leib erfahren; die Gefängnisse sind überfüllt.) Selbst eine im internationalen Konzert so unbedeutende Figur wie der Niederländer Geert Wilders hat jetzt eine Anzeige von Erdogan an der Backe, weil er mit kritischen Äußerungen „Ehre, Würde und Ansehen“ des türkischen Präsidenten verletzt habe. Wie mickrig muss das Ego dieses Möchtegern-Diktators sein?

Uneingeschränkten Zuspruch zu seiner antieuropäischen Haltung erfährt er natürlich von einer ganzen Reihe muslimischer Staaten: Jordanien, Marokko, Katar, Kuweit, Pakistan und andere haben sich voll und ganz auf Erdogans Seite gestellt und Macron heftig kritisiert. Ganz weit aus dem Fenster gelehnt hat sich der tschetschenische Präsident, dessen Namen – Ramsan Kadyrow – sowieso kaum jemand kennt, indem er Macron einen „Terroristen“ genannt hat. – Ach so ist das. Ein Präsident, der sich vor sein Volk und gegen islamistische Mörder stellt, ist ein Terrorist. Der tschetschenische Killer hingegen ist wohl ein „guter Junge“, der fortan als Märtyrer verehrt wird und sich im Paradies mit sieben Huris vergnügen darf. Was ist das für eine kranke Religion!

Was für ein schwaches Land sind wir nur geworden!

Die Seuche des islamistischen Terrorismus’ macht sich überall in Europa breit, besonders betroffen aber ist Frankreich. Das hat natürlich nicht zuletzt mit der kolonialen Vergangenheit des Landes zu tun – wie man auch wieder bei dem jüngsten Attentat in Nizza sieht: Der Killer kommt aus Tunesien. Er hat sich für seine abscheuliche Tat einen auf der ganzen zivilisierten Welt akzeptierten Ort des Friedens ausgesucht: eine Kirche! Das ist an Perfidie und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten.

Das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor fünf Jahren hat schon darauf hingedeutet, Nizza zeigt es überdeutlich: Die Islamisten führen einen Glaubenskrieg. Sie wollen die „Ungläubigen“, insbesondere Christen, auslöschen, um im Namen Allahs die Macht über die Welt zu übernehmen. Es wird weitere furchtbare Attentate in Frankreich und auch bei uns geben – einen hundertprozentigen Schutz vor fanatischen Islamisten, Selbstmordattentätern, radikalisierten Dschihadisten und Salafisten usw. gibt es nicht. Doch so lange es mutige Staatenlenker wie Präsident Macron gibt, die sich nicht einschüchtern lassen, werden die Mörder im Namen Allahs nicht siegen – mögen sie auch noch so laut „Allahu-Akbar“ rufen.

Bemerkenswert ist natürlich schon, wie der französische Präsident mit solche Situationen umgeht. Er redet nicht nur, er setzt Zeichen. Dem enthaupteten Lehrer Samuel Paty hat er am Grab die letzte Ehre erwiesen und ihm sogar posthum den Orden der Ehrenlegion verliehen. Fünf Stunden nach dem Attentat von Nizza war Macron vor Ort und hat so nicht nur seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht, sondern für alle sichtbar Flagge gezeigt – für sein Land und die Werte, für die es steht. Da mag sich Erdogan noch so echauffieren: Die Grande Nation wird in diesem Kulturkampf nicht klein beigeben.

Bei uns sieht das durchaus etwas anders aus. Hat sich irgendjemand aus der Führungsriege in Dresden blicken lassen, um in vergleichbarer Klarheit wie Macron ein Statement gegen islamistischen Terrorismus abzugeben? Ich habe nichts davon gehört. Hat irgendjemand das schwer verletzte Opfer im Krankenhaus besucht und Trost gespendet? – Nicht dass ich wüsste. Das ist eben der Unterschied. Die Raute ist vor Erdogan schon immer eingeknickt und auch der weißhaarige Quadsprech im Schloss Bellevue hat nicht die Traute, um bei der Gelegenheit einmal klare Worte zu finden. Mehr als ein (sinngemäß): „Da müssen wir unser Asylrecht überprüfen, ob Abschiebungen nicht zügiger realisiert werden können, unter Umständen auch nach Syrien“ ist nicht dabei herausgekommen. Was für ein schwaches Land sind wir nur geworden!

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Die Überfremdung Deutschlands durch kulturfremde Zuwanderer hat nicht erst mit Merkel 2015 begonnen. Schon unter Schröder/Fischer wurde darauf hingearbeitet. Lesen Sie, was ein Insider aus den Ministerien darüber berichtet: „Auf nach Germania“ belegt, wie lange schon auf den Untergang der deutschen Kultur hingearbeitet wird. „Auf nach Germania“ ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier. 

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