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Der Pandemieplan von 2012 hat mit der Realität von 2020 nichts zu tun

Von Peter Haisenko 

Es war wohl richtig, 2012 eine Risikoanalyse zu einer Pandemie zu erstellen und in einem Bericht zu veröffentlichen. In diesem Bericht kann man alles nachlesen, was wir jetzt erleiden müssen. Man geht also nach diesem Plan vor. Die Sache hat einen Haken: Diese Risikoanalyse geht von 7,5 Millionen Toten aus.

Am 3.01.2013 hat die Bundesregierung mit der Drucksache 17/12051 die Bevölkerung „unterrichtet“, über ihre „Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“. Die besteht aus zwei Teilen. Teil eins befasst sich mit extremen Hochwasserereignissen aus den Mittelgebirgen. Teil zwei ist überschrieben mit Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Mode-SARS“. Liest man da hinein, überkommt einen ein Déjà-vu-Erlebnis. Man fragt sich, ob die Analysten derart genial ein mögliches Ereignis vorhergesehen haben, oder ob der reale Ablauf der Risikoanalyse angepasst worden ist. Ich zitiere von Seite 5: (hier der Link zur Veröffentlichung der Bundesregierung:
https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf )

„Das Szenario beschreibt eine von Asien ausgehende, weltweite Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus, welches den Namen Modi-SARS-Virus erhält. Mehrere Personen reisen nach Deutschland ein, bevor den Behörden die erste offizielle Warnung durch die WHO zugeht. Darunter sind zwei Infizierte, die durch eine Kombination aus einer großen Anzahl von Kontaktpersonen und hohen Infektiosität stark zur initialen Verbreitung der Infektion in Deutschland beitragen.“ Erinnern wir uns dazu an die Realität von 2020: Zwei Mitarbeiter von Webasto hatten aus China als erste das Virus eingeschleppt. Dass beide keine besonderen Symptome entwickelt hatten, ist mittlerweile bekannt.

Horrorszenario im Planspiel

So weit so real. Dann aber versteigt sich die Risikoanalyse von 2012 in wahre Horrorszenarien: „Zum Höhepunkt der ersten Erkrankungswelle nach ca. 300 Tagen sind ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland an Modi-SARS erkrankt. Das Gesundheitssystem wird vor immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt werden können.“ Ist das nicht genau das, was man uns von März an andauernd prophezeit hat? Es geht weiter: „Nachdem die erste Welle abklingt, folgen zwei weitere, schwächere Wellen, bis drei Jahre nach dem Auftreten der ersten Erkrankungen ein Impfstoff verfügbar ist.“ Ist das nicht genau das, was wir seit einem halben Jahr immer wieder eingetrichtert bekommen?

Von Seite 55 an geht diese Risikoanalyse mit einem „Risikoszenario“ ins Detail. Es beginnt mit der Eintrittswahrscheinlichkeit: „Klasse C: bedingt wahrscheinlich, ein Ereignis, das statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren eintritt.“ Hätten wir damit folglich das Pandemierisiko für die nächsten 100 bis 1.000 Jahre „abgearbeitet“? Wohl kaum, denn der rasche Eintritt des Risikoszenarios fällt schon aus dieser Prognose. Es folgt eine Prognose zum Schadensausmaß. In folgenden Kategorien wird der höchste Schaden angenommen, Klasse „E“ oder auch absolut katastrophal: Tote, Verletzte/Erkrankte, Hilfsbedürftige...Auswirkungen auf die öffentliche Hand, private Wirtschaft, private Haushalte, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, politische und psychische Auswirkungen. All das müssen wir gerade erleben. Die Risikoanalyse liegt hier also richtig? Im Prinzip schon, aber...

78 Millionen Erkrankte und 7,5 Millionen Tote innerhalb von drei Jahren

Da müssen wir jetzt ins „Szenario“ einsteigen (Seite 57): Wir finden auf Seite 58 einen alten Bekannten: „Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Übertragung des Virus auf einen Menschen bis zu den ersten Symptomen der Erkrankung, beträgt meist drei bis fünf Tage, kann sich aber in einem Zeitraum von zwei bis 14 Tagen bewegen. Fast alle Infizierten erkranken auch. Die Symptome sind Fieber und trockener Husten, die Mehrzahl der Patienten hat Atemnot, in Röntgenaufnahmen sichtbare Veränderungen in der Lunge, Schüttelfrost, Übelkeit und Muskelschmerzen. Ebenfalls auftreten können Durchfall, Kopfschmerzen, Exanthem (Ausschlag), Schwindelgefühl, Krämpfe und Appetitlosigkeit.“ Interessant daran ist die hier schon vorgenommene Unterscheidung zwischen „Infizierten“ und „Erkrankten“, die in der Realität unter den Tisch fällt.

Hat man also die Zukunft genial vorhergesehen? Hat man nicht, wie der folgende Passus auf derselben Seite belegt: „Die Letalität ist mit 10% der Erkrankten hoch...“ Hier ist das Risikoszenario bereits fern der Realität. Aber es geht weiter, wieder mit einem alten Bekannten: „Es ist so lange mit Neuerkrankungen zu rechnen, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Für das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist.“ Was wir also unablässig von Spahn, Merkel, Söder und Co. eingetrichtert bekommen, hört sich an, wie direkt aus dem Risikoszenario abgeschrieben.

Liest man weiter, wird auf Seite 64 unübersehbar, wie weit diese Risikoanalyse von der Realität entfernt ist: „Über den Zeitraum der ersten Welle (Tag 1 bis 411) erkranken insgesamt 29 Millionen, im Verlauf der zweiten Welle (Tag 412 bis 692) insgesamt 23 Millionen und während der dritten Welle (Tag 693 bis 1052) insgesamt 26 Millionen Menschen in Deutschland. Für den gesamten zugrunde gelegten Zeitraum von drei Jahren ist mit mindestens 7,5 Millionen Toten als direkte Folge der Infektion zu rechnen.“ Abgesehen davon, dass diese Prognose unsauber formuliert ist – insgesamt? – wird wohl davon ausgegangen, dass während der Pandemie 78 Millionen, also fast alle, erkranken. Bei der angenommenen Letalität von 10 % ist die Annahme schlüssig, mit 7,5 Millionen Toten zu rechnen. Machen wir dazu einen „Faktencheck“.

Soll das Szenario von 2012 unbedingt nach Plan durchgeführt werden?

Von „Tag 1“ bis heute sind etwa 200 Tage vergangen. Während dieser Zeit sind knapp 300.000 als positiv auf Corona getestet registriert. Von Infizierten zu sprechen, wäre selbst nach der Definition des RKI falsch. Wie viele davon tatsächlich erkrankt sind, steht in den Sternen. Auch die Anzahl an oder mit Corona Verstorbener von knapp 10.000 entspricht nicht der Realität. Die genauere Analyse von Fachärzten in USA – das CDC selbst – und hierzulande verlangt eine Reduzierung dieser Zahlen mindestens im Faktor 10. Vielleicht sind in Deutschland also etwa 1.000 an Corona verstorben, aber nicht einmal das ist gesichert. Folgt man dem Risikoszenario haben wir also noch etwa 200 Tage Zeit, um 29 Millionen Erkrankte(!) und drei Millionen Tote „nachzuarbeiten“. Die Infektions- und Totenzahlen müssten im Faktor 100 zunehmen, um dem Szenario nahe zu kommen.

Warum zeige ich das alles auf? Ganz einfach. Die in dieser Risikoanalyse und diesem Risikoszenario beschriebenen Maßnahmen sind punktgenau durchgeführt worden und werden weiterhin abgearbeitet, obwohl das Risikoszenario nichts, aber auch gar nichts mit der Realität gemein hat. Da muss sich doch die Frage stellen, ob unsere Häuptlinge nicht in der Lage sind diese Unterschiede zu erkennen und sich zu korrigieren oder ob das Szenario von 2012 unbedingt nach Plan durchgeführt werden soll, aber leider nicht so abläuft, wie es geplant war. Der nächste Auszug aus der Risikoanalyse kann da vielleicht weiter helfen.

Auf Seite 69 findet sich folgendes: „Die zuständigen Behörden, zunächst die Gesundheitsämter und dort vornehmlich die Amtsärzte, haben Maßnahmen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten zu ergreifen. Das IfSG erlaubt dazu unter anderem Einschränkungen von Grundrechten (§ 16 IfSG), wie z. B. das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 GG). Im Rahmen von notwendigen Schutzmaßnahmen können zudem das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 GG) und die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG) eingeschränkt werden (§ 16 Absatz 5 bis 8 und § 28 IfSG). Neben diesen direkt vom Amtsarzt anzuordnenden Maßnahmen kann das Bundesministerium für Gesundheit durch eine Rechtsverordnung anordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben (§ 20 Absatz 6 IfSG), wodurch das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG) eingeschränkt werden kann.“

Positiv getestet“ und „infiziert“ ist ein großer Unterschied

Massiver kann in die Grundrechte und unsere Freiheit nicht eingegriffen werden. Selbst Zwangsimpfungen sind nicht tabu und wir erleben die erste Stufe dazu, nämlich Zwangstests, wenn man reisen will. Vergessen wir nicht, dass seit 2012 das IfSG mehrfach novelliert worden ist, mit noch weitergehenden Rechten zur Beschneidung der Grundrechte. Auf den folgenden Seiten wird alles beschrieben, was wir gerade erleben. Vom Verteilen von Geld mit der Gießkanne über Reiseverbote bis hin zu Urlaubssperren und der vornehmlichen Aufrechterhaltung von Infrastruktur und die gezielte Nutzung der Medien.

Der Punkt ist folglich, dass die Regierung punktgenau ein Szenario abarbeitet, das zwar in einem Planspiel detailliert ausgearbeitet ist, das aber in der Realität nicht existiert. Wir erleben auch, dass mit allen Mitteln, mit Massentestungen (1,4 Millionen pro Woche) an Symptomfreien, versucht wird, die Vorgaben der Risikoanalyse irgendwie herzustellen. Auch mit Begriffsverfälschungen. Das RKI selbst beschreibt den Unterschied zwischen „positiv getestet“ und „infiziert“, serviert aber der Öffentlichkeit wider besseres Wissen positiv Getestete als Infizierte. Man operiert wie geplant mit Angst und Panik.

So kann ich nicht anders, als das Handeln unserer Regierungen als Theaterinszenierung zu bezeichnen, wider besseres Wissen. Selbst einem mittelmäßig begabten Bankkaufmann sollte auffallen, wenn er mit einer vorgefertigten Agenda einfach an der Realität vorbei läuft. Die Risikoanalyse beschreibt haarklein die katastrophalen Auswirkungen auf Wirtschaft und Psyche. Spätestens nachdem nicht zu übersehen ist, dass die vorgefertigte Agenda nicht zur Realität passt, muss sie eingestellt werden, um die prognostizierten Schäden einzudämmen. Aber da müssten Merkel, Spahn, Söder und Co. ja eigene, angepasste Verfahren entwickeln. Vielleicht liegt hier das Problem: Sie sind dazu nicht fähig und so müssen sie an dem festhalten, was echte Fachleute vor Jahren als ultimative Handlungsanweisung für einen echten Katastrophenfall vorformuliert haben – auch wenn es ihn nicht gibt.

Hier noch ein Vorschlag für die Kommunikation mit Maskenfetischisten:

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