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Wird mit dem Corona-Virus ein globaler Testlauf gefahren?

Von Peter Haisenko 

China ist mehr oder weniger isoliert. Der Flugverkehr von und nach China ist praktisch eingestellt und auch im Landesinneren stark eingeschränkt. Die Meldungen überschlagen sich und die wildesten Theorien sind im Umlauf. Täglich werden Zahlen über neue Infektionen und Todesfälle veröffentlicht, die jedoch kaum überprüfbar sind. Was ist gefährlicher? Das Virus selbst oder die „Kollateralschäden“?

Über die Anzahl von Menschen, die in Deutschland an Grippeviren verstorben sind, gibt es weit voneinander abweichende Statistiken. Die gehen für den Winter 2017/18 von 1.176 (Statista) bis 25.000 (Tagesspiegel). Hieran ist bereits erkennbar, wie schwierig es ist festzustellen, ob ein Todesfall tatsächlich dem Grippevirus zuzuordnen ist. Ist es nicht eher so, dass ein bereits geschwächter Organismus durch eine zusätzliche Erkrankung den Todesstoß erhält, die auch anderen Ursprungs sein kann als Grippe? Stirbt der Patient an Grippe oder doch an einem schwachen Herzen? Dieselbe Frage muss gestellt werden bezüglich der Todesfälle, für die das Corona-Virus als Ursache angegeben wird.

Die Nachrichten, die uns aus China erreichen, sind dramatisch. Menschenleere Städte, Angstgeschrei und immer ansteigende Infektionsfälle. Regionen mit mehr Einwohnern als mancher europäische Staat sind komplett abgeriegelt, isoliert. Das Verkehrsnetz Chinas ist weitgehend stillgelegt, internationale Flüge gibt es kaum noch. All diese Meldungen sind schwer überprüfbar und leiden sowieso unter Skepsis, weil sie ja aus dem totalitären China kommen. Doch betrachten wir einfach die offiziellen Meldungen: In der Region Wuhan sind jetzt über 20.000 Corona-Infektionen gemeldet mit knapp 500 Todesfällen. Die Region Wuhan zählt etwa 10 Millionen Einwohner. Das ergibt eine Infektion pro 500 Einwohnern oder einen Todesfall auf 20.000. Würde irgendjemand einen Notstand ausrufen, wenn in einer Kleinstadt wie Traunstein eine Person an einer (un-)bestimmten Krankheit verstirbt oder 40 infiziert sind?

Die Auswirkungen auf die globalisierte Wirtschaft sind noch nicht abschätzbar

Es sind vor allem zwei Dinge, die mich von Anfang an irritieren: Der wunderbar griffige Name Corona-Virus, der in allen Sprachen gut aussprechbar ist und die sofort weltweit zur Verfügung stehenden Diagnosemittel – z. B. auf Kreuzfahrtschiffen – für ein Virus, das angeblich in einer ganz neuen Variante aufgetreten sein soll. Letzterer Umstand lässt den Schluss zu, dass die „Verschwörungstheoretiker“ wohl recht haben mit der Behauptung, dieses Virus wäre schon seit langem bekannt aus Laboren und ist jetzt irgendwie an den Menschen gelangt. Wenn dem so wäre, wäre auch erklärbar, warum derart drastische Maßnahmen ergriffen worden sind. Schließlich wüsste man dann, wie virulent oder gefährlich dieses Virus wirklich ist. So ganz überzeugt mich diese These aber nicht und so überlege ich, ob etwas ganz anderes hinter dieser globalen Hysterie stecken könnte.

In der deutschen Medienlandschaft taucht bereits die Frage auf, ob das Corona-Virus das Potential hat, die deutsche Industrieproduktion lahmzulegen. Das hat es natürlich nicht, aber der Umgang damit schon. So steht das Webasto-Werk in Stockdorf nahe München bereits seit einer Woche still, ebenso wie das zugehörige Werk in Wuhan. Gut, das ist auf den ersten Blick nur eine Kleinigkeit, aber die globalisierte Wirtschaft ist zu ihrem reibungslosen Funktionieren auf jedes auch noch so kleinste Rädchen angewiesen. Denken wir hierzu nur an die vielen kleinen Teile wie Motoren für Fensterheber, die nahezu ausschließlich aus China kommen. Gibt es hier Lieferengpässe, steht die Produktion bei VW, BMW und Co. still und es ist nahezu unmöglich, in kurzer Zeit Ersatzlieferanten zu bekommen. Es wird folglich interessant sein, wie sich die Weiterungen im Umgang mit dem Corona-Virus auswirken werden.

Ich bin sicher nicht der Einzige, der hochgespannt ist, inwieweit sich diese vergleichsweise kleine „Störung“ auf das gesamte Gefüge der globalisierten Wirtschaft auswirken wird. „Klein“ im Vergleich zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems, zum Beispiel, oder der großflächigen Verwüstung ganzer Regionen durch Vulkanausbrüche oder Erdbeben. Steht dann in dieser Region eine Produktionsstätte, die allein die ganze Welt mit ihrem speziellen Produkt beliefert, kann das den Stillstand ganzer Produktionsketten weltweit verursachen. Für eine derartige Notlage gibt es noch zu wenig Erfahrungswerte, aber die wird es zumindest in einer gewissen Näherung geben, wenn die Einschränkungen durch das Corona-Virus zunehmen. Aber es wird noch andere Erkenntnisse daraus geben.

Gesichertes, öffentlich zugängliches Wissen gibt es nicht

Der Flugverkehr von und nach China ist praktisch eingestellt. Chinesische Fluggesellschaften haben bereits Piloten fremder Nationalität freigestellt. Das heißt, dass eine direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch oder eine persönliche Inspektion vor Ort in China nicht mehr möglich ist – auch in der Gegenrichtung. Wie wird sich das auswirken, auf die Funktionalität international aufgestellter Firmen? Auch daraus werden sich spannende Erkenntnisse ergeben. Ist der Besuch vor Ort ersetzbar durch elektronische Kommunikation? Wie viele persönliche Reisen werden sich als überflüssig erweisen? Muss nicht darüber nachgedacht werden, Produktionsstätten wieder zu dezentralisieren, gar „nachhause>“ zu holen? Ist es überhaupt sinnvoll, Güter, die eigentlich überall hergestellt werden können, von einem zentralen Ort um die halbe Welt zu schiffen, um wenige Cent pro Stück einzusparen? Ist das globalisierte System überhaupt zu störanfällig? Und nicht zuletzt die Frage, welche Gefahren erst durch den überbordenden Reiseverkehr in die ganze Welt getragen werden können oder sogar unausweichlich getragen werden.

Was wissen wir also über das Corona-Virus und was wissen wir nicht? Gesichertes, öffentlich zugängliches Wissen gibt es praktisch nicht. Nicht einmal die offiziellen Zahlen über Infektionen oder Todesfälle können als gesichert angenommen werden. Nachdem festgestellt worden ist, dass zumindest in Deutschland Infektionen praktisch symptomfrei verlaufen, muss angenommen werden, dass das in China nicht viel anders ist. Der Chef des Robert Koch Instituts hat dazu ausgeführt, dass zumeist nicht mehr als übliche Erkältungssynmptome auftreten werden. So ist die Angabe von der Regierung in China über 20.000 Infizierte wahrscheinlich nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt, mehr aber nicht. Wer will ausschließen, dass es nicht Millionen sind, die die Infektion bereits haben aber symptomfrei überstehen? Sind 500 angebliche Todesfälle eine zuverlässige Anzahl oder hat es gar keine gegeben? Sind die „Todesfälle“ einfach angegeben worden, um auch dem Letzten die Ernsthaftigkeit der Situation zu vermitteln? Und damit natürlich die Notwendigkeit der doch sehr drastischen Maßnahmen.

Wie ist das Virus auf den Menschen übertragen worden? Kam es tatsächlich aus einem chinesischen Labor oder ist doch etwas dran an dem Gerücht, die Firma WuXi Pharma Tech inc. in Wuhan wäre involviert, die mit George Soros in Verbindung steht? Kann ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Eskalationsstufe im US-chinesischen Handelskrieg handelt, möglicherweise von einem autonomen Einzeltäter durchgeführt? Nachdem wir wissen, dass dieses Virus nicht oder nur selten zum Tod führt, kann es auch aus einem Labor außerhalb Chinas im Körper eines Reisenden eingeführt worden sein. Vielleicht sogar vorsätzlich, um China zu schaden oder eben Erkenntnisse zu erlangen, wie so etwas ablaufen könnte und inwieweit es dann beherrschbar ist. Wo befindet sich die Schwelle, von der an die Bevölkerung gegen Zwangsmaßnahmen rebelliert? Auch wenn diese als überlebenswichtig dargestellt werden.

Was weiß man in Peking über diese Corona-Variante wirklich?

Weitere Erkenntnisse werden sich ergeben, inwieweit es überhaupt möglich ist, isolierte Mega-Städte unter Quarantäne mit dem Lebenswichtigsten zu versorgen. Können Regionen mit Millionen Menschen im zweistelligen Bereich überhaupt isoliert werden, ohne die dort lebenden Menschen ihrem Verderben zu überlassen? Was geschieht, wenn in ganzen Regionen über Monate die Industrieproduktion zum Erliegen kommt? Oder von der bösen Seite aus gedacht, wie einfach wäre es, gerade in so dichtbesiedelten Gegenden wie in China eine Biowaffe einzusetzen, deren Ursprung nicht nachgewiesen werden kann? In diesem Sinn ist es schon bemerkenswert, mit welch drastischen Maßnahmen die Regierung in Peking reagiert hat und die in anderen Ländern auch. Was weiß man in Peking – oder Washington - über diese Corona-Variante wirklich? Ist es vielleicht ein Retro-Virus, der nach einmaliger Infektion im Körper verbleibt, wie Herpes? Und dann Dauerschäden verursacht, eben auch wie Herpes oder Gürtelrose?

Die Informationslage an wirklich gesicherten Erkenntnissen über dieses Corona-Virus ist dünn. Die Behandlung in den Medien ist geeignet, Panik zu verbreiten. Wie sehr wird dieser gesamte Vorgang die Wirtschaft Chinas beschädigen oder die der ganzen Welt? Wird der Vorgang dazu führen, weitere Produktionsstätten wieder aus China abzuziehen? Im Sinn der Trump’schen Politik „Amerika first“? Ist es möglich, ein diesmal noch eher harmloses Virus und dessen Auswirkungen auf ein Land einzugrenzen? Was macht es mit der Psyche von Chinesen, wenn sie jetzt schon weltweit gemobbt werden durch Restaurantverbote und Kontaktverweigerung? Ist das Teil einer psychologischen Kriegführung?

Das Wichtigste erscheint mir jetzt, dass der Umgang mit diesem Virus entspannt angegangen wird. Einen Grund für Panikreaktionen gibt es in Deutschland nicht. Jedenfalls noch nicht. Ob es überhaupt Todesfälle gegeben hat, die hauptsächlich dem Corona-Virus zugeordnet werden können, ziehe ich stark in Zweifel. Aber ohne diesen angeführten Zusammenhang sind die drastischen Maßnahmen nicht vermittelbar. Allerdings vermisse ich hier eine Verhältnismäßigkeit. Warum wird nicht ähnlich vorgegangen bei Grippewellen, die doch angeblich tausende Todesfälle verursacht haben sollen? So oder so: Ich denke, das Wesentliche werden die Erkenntnisse sein, die aus diesem Vorgang gewonnen werden. Dabei ist es unerheblich, ob das geplant, also vorsätzlich war, oder ob es sich um einen Unfall handelt oder gar eine natürliche Mutation eines Virus’, das schon lange bekannt ist.

Nachtrag: Interessant ist aber die neueste Nachricht aus Peking. Präsident Xi hat das Corona-Virus als „Probe für das chinesische System“ bezeichnet. Was ist eine Probe anderes als ein Test(-Lauf)?

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