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Warum soll Friedrich Merz mit allen Mitteln verhindert werden?

Von Peter Haisenko 

Es war schon ein Meisterstück der Merkel-Medien, als sie den Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, von ursprünglich 70 Prozent Zustimmung auf unter 50 Prozent herunter agitiert haben. So konnte AKK mit hauchdünnem Vorsprung CDU-Chefin werden und Merkels Macht war gesichert. Jetzt stehen wir an derselben Stelle wie vor anderthalb Jahren und man schießt sich schon wieder ein auf den aussichtsreichen Kandidaten Merz.

Zweifellos gibt es Argumente, die gegen Friedrich Merz als CDU-Chef oder Kanzlerkandidat sprechen und die sollten durchaus ernst genommen werden. Die Geschichte mit Black Rock ist allerdings schon abgegriffen und so werden jetzt Positionen von Merz aus der Kiste gezogen, die Jahrzehnte zurückliegen. Nachdem es lange ruhig war um den kaltgestellten Merz, sorgt die akute Gefahr, er könnte diesmal die CDU-Spitze erobern, für eine neuerliche Kampagne gegen ihn. Immerhin trägt ihn wieder die überwältigende Zustimmung an der Basis. Da stellen sich zwei Fragen: Warum soll er unbedingt verhindert werden und ist er nicht gerade deswegen der Richtige für diese Aufgabe?

Nachdem einigermaßen klar war, dass weder Herr Laschet noch Herr Spahn gegen Herrn Merz bestehen können, hat jetzt sogar der unsägliche Herr Röttgen seinen Hut in den Ring geworfen. Prompt stehen ihm die Medien zur Seite und bei ihm graben sie nicht die Geschichten seines permanenten Versagens aus. In manchen Blättern wird er gar als Retter vor einem Rechtsruck der CDU dargestellt. Allerdings muss festgestellt werden, dass Röttgen genauso wie Merz ein strammer Transatlantiker ist. Im Gegensatz zu Merz ist er aber besonders aufgefallen mit seinem offenen Hass gegen Donald Trump und Russland. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Röttgen beinahe in Ohnmacht gefallen wäre, als er Trumps Wahlsieg direkt miterleben musste. Röttgen ist ein Kriegstreiber und so möge uns das Schicksal vor ihm als Kanzler bewahren. Nicht zu vergessen, dass Röttgen getrost als Schoßhündchen der Kanzlerin bezeichnet werden darf und so wäre er als CDU-Chef der Garant für Merkels Machterhalt.

Merz kann es sich leisten, zu sagen was er denkt

Für Herrn Laschet gilt dasselbe. Mit seinem Auftreten und seinen wachsweichen Positionierungen kann ich ihn nur einen männlichen Merkel nennen. Dass Herr Spahn immer noch als ernsthafter Kandidat dargestellt wird, ist mir nach seinen zahlreichen missglückten Profilierungsversuchen gänzlich unverständlich. So bleibt nur Friedrich Merz übrig, der tatsächlich derjenige sein könnte, die CDU vor dem totalen Untergang zu retten. Warum also wird er schon wieder demontiert?

Abgesehen davon, dass Friedrich Merz mit seiner Größe von 1,98 Metern Gardemaß hat und so schon körperlich aus dem Zwergenverein herausragt, kann man ihn nicht mehr mit Versprechen für die Zeit nach seinem Amt ködern. Er ist mit seinen 64 Jahren und finanzieller Unabhängigkeit zu den „gefährlichen alten Männern“ zu zählen, die sich wie Trump und Putin nur noch vor dem letzten Gericht fürchten müssen. Sein Engagement bei Black Rock wird ihm vielfach negativ ausgelegt – ich sehe das genau anders herum. Er kennt die Schweinereien und Pläne dieser Finanzgiganten genau und er ist derjenige, der denen qualifiziert und ohne teure Berater in die Suppe spucken könnte, wenn er es denn wollte. Ob er das will, ist zur Zeit nicht absehbar, aber wenn man sich an seine „Bierdeckelinitiative“ erinnert, darf man es auch nicht ausschließen. Wenn man dazu die neuerliche Hetzkampagne betrachtet, die von den Medien gegen ihn gefahren wird und die Lakaien des Kapitals sind, gewinnt dieser Gedanke sogar an Wahrscheinlichkeit. Mit seinem Insiderwissen ist er ein gefährlicher Mann für die Finanzindustrie.

Friedrich Merz gehört nicht zu den Weicheiern, die sich in substanzlosem Gelaber verlieren. Natürlich macht er sich so angreifbar, wenn er mal wieder politisch unkorrekte Worte wählt, aber genau das macht ihn mir in gewisser Weise auch sympathisch. Er kann es sich leisten, eben weil er nicht mehr darauf angewiesen ist, aus Karrieregründen am besten gar nichts zu sagen, was nicht dem Meinungsdiktat entspricht. Kurz und gut, Herr Merz hat das Potential und auch etwas Charisma, die CDU neu aufzustellen und Wähler zurückzugewinnen. Damit steht er im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern. Würde er CDU-Chef, wäre das frühzeitige Ende der Ära Merkel eingeläutet – und allein das ist ein Grund, ihn zu favorisieren. Auch damit steht er im Gegensatz zu Laschet und vor allem Röttgen. Aber genau das könnte ihm wieder zum Verhängnis werden, denn die Merkel-Lakaien wissen auch, dass Merz für sie nicht karriereförderlich sein wird.

Mit einem „Führungsteam“ sieht Röttgen seine einzige Chance

Wie wichtig dieser Aspekt ist, kann gerade in Thüringen beobachtet werden, wo die CDU alles tut, um Neuwahlen zu verhindern, die die Anzahl ihrer Posten nochmals halbieren würden. Damit das nicht geschieht, knickt die Thüringen-CDU gerade ein und will tatsächlich Herrn Ramelow von der Linken ihre Stimmen schenken. Allerdings haben sie sich dabei auf einen Termin für Neuwahlen geeinigt, der erst in einem Jahr sein soll. Ob das eventuell etwas mit der Pensionsordnung in Thüringen zu tun hat? Damit, dass etliche CDU-Mitglieder im Landtag erst in einem Jahr pensionsberechtigt sind? So oder so zeigt das auf, dass es nicht ums Land geht, sondern um Fleischtöpfe für Versager. Inzwischen kommt starker Gegenwind aus der Berliner Partei-Zentrale für dieses Vorhaben. Man darf gespannt sein auf die nächste Szene im Thüringer Possenspiel.

Der unsägliche Herr Röttgen hat all das erkannt und bringt die feigste aller Varianten ins Spiel: Ein „Führungsteam“ soll es richten. Wer könnte da etwas dagegen haben, führt er an. Hat er vergessen, dass das bei der SPD schon zweimal nichts gebracht hat? Oder weiß er, dass er gegen Merz nicht gewinnen kann und sieht so die letzte Möglichkeit, seine Haut zu retten? Dass er als Merkel-Lakai unter Merz nicht mehr reüssieren kann, dürfte ihm klar sein. Aber die Variante mit dem Führungsteam ist seine einzige Chance, noch ein wenig mitzumischen. Er hat ja als erster seine Kandidatur selbst verkündet und will dann selbstverständlich Teil dieses Teams sein. Ich kann zu diesem feigen Konzept nur sagen, dass es in einem „weiter so“ enden wird und die CDU der SPD folgen wird – auf dem Weg in die Belanglosigkeit.

Rot-rot-grün ist ein Albtraum – wie das Beispiel Berlin zeigt

Die Frage ist nun, ob das genau so gewollt ist. Ist das der Plan der Kanzlerin, den sie auch auf direkte Fragen partout nicht offenlegen will? Will sie ihr Zerstörungswerk an Deutschland krönen, indem sie eine Parteienlandschaft hinterlässt, die keine stabilen Regierungen mehr ermöglicht? Und sie dann als letzte Inhaberin des Amtes in die Geschichtsbücher eingeht, nach der niemand mehr irgendetwas voranbringen konnte? Ihre Vasallen jedenfalls handeln so, indem sie in völliger Verkennung der Realitäten behaupten, ein Bruch mit Merkel würde die CDU weiter in der Wählergunst schrumpfen lassen. Das Gegenteil wurde bereits bewiesen, als sie den Parteivorsitz aufgab und prompt die Umfragewerte für die CDU nach oben gingen. Als dann klar wurde, dass das nur ein Manöver war, sich aus dem Schussfeld zu nehmen und so ihre Macht zu erhalten, verpuffte dieser kurzzeitige Effekt vollständig.

So lange Frau Merkel Kanzlerin ist, wird sich die CDU weiter an die zwanzig Prozent nähern und vielleicht sogar diese Marke reißen – auf dem Weg nach unten. Analog wird die AfD zulegen und die Grünen auch, denn zu viele frustrierte Wähler, die nicht mehr CDU wählen wollen, aber schon so gegen die angebliche „Nazi-Partei“ indoktriniert sind, machen dann ihr Kreuz bei der Partei, die den Industriestandort Deutschland auch zerstören will. Will die CDU also wieder echte Mehrheiten erzielen, jenseits von 40 Prozent, diesmal nach oben, muss mit dem amorphen Brei der Merkel-Politik radikal ins Gericht gegangen werden. Da ist aber außer Herrn Merz niemand in Sicht, der das bewerkstelligen könnte.

Ich will nun nicht sagen, Friedrich Merz wäre der Ideale Kanzler oder der Erretter Deutschlands. Man kann aber auch nicht schon im Vorfeld wissen, ob er es nicht ist. Genauso wenig wie man wissen kann, inwieweit Merz sich noch dem Kapital, Black Rock und Co. verpflichtet fühlt oder sogar ist. Aber er ist zur Zeit der einzige, der dem Merkel-Spuk ein Ende bereiten kann und das wohl auch will. Die links-grünen Medien wollen das nicht und so muss Merz mit allen Mitteln verhindert werden und auch Röttgen will dazu seinen Beitrag leisten. Weil aber auch in naher Zukunft nicht zu erwarten ist, dass die einzig verbliebene Oppositionspartei die Regierung stellen könnte, sehe ich mit Friedrich Merz die einzige Chance, rot-rot-grün unter grüner Führung zu verhindern. Ein Blick nach Berlin sollte genügen zu erkennen, welchen Albtraum das nach sich ziehen würde.

 

Deutschland schafft sich ab, hat Thilo Sarrazin sein umstrittenes Werk genannt. Allerdings hat er auch einige krude Thesen verarbeitet. Hans-Jürgen Geese ist da mit seinem Werk „Die Deutschen – Das klügste Volk auf Erden verabschiedet sich von der Geschichte“ einen seriöseren Weg gegangen. Er konzentriert sich auf einfache Fakten, vor allem was das Personal in deutschen Führungsebenen und deren nicht vorhandene Kompetenz betrifft. Aber auch er ist nicht weniger direkt in dem, was er dem deutschen Michel ins Stammbuch schreibt. In jedem Fall nicht nur ein Lesevergnügen, sondern eher ein Muss für alle, die wissen wollen, was wirklich hinter den Kulissen läuft. Dieses Werk ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier. 

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