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Große Windkraftanlagen schaden unserem Klima

Von Peter Haisenko 

Allgemein werden die riesigen Windräder als Klimaretter gesehen. Ist das so? – Schon vor Jahren haben sich Forscher in Kanada damit auseinandergesetzt, welchen Einfluss diese Giganten auf das lokale Klima haben können. Jetzt kann angenommen werden, dass die ungewöhnlichen Trockenzeiten im Norden Deutschlands mit den Windkraftanlagen zusammen hängen.

Moderne Windräder erreichen mit dem Rotor eine Gesamtbauhöhe von gut 200 Metern. Das entspricht einem kleineren Mittelgebirge und wir wissen, dass selbst diese eher unscheinbaren Berge auf der Leeseite Föhnerscheinungen aufweisen. Setzt man auf diese Hügel ein Windrad, wird die Wirkhöhe verdoppelt. Aber das ist nicht der einzige Effekt. Die von den Windrädern erzeugte Wirbelschleppe kann sich bis zu 40 Kilometer hinter dem Windrad auswirken. Was macht das mit dem lokalen Klima?

Streicht mäßiger Wind übers Land, dann gilt meteorologisch gesehen: Die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe nach unten ab. Je nach geomorphologischer Lage kann sie am Boden nur noch halb so groß sein und auch die Richtung ändert sich um bis zu 40 Grad. An geschützteren Stellen kann der Wind so weit abnehmen, dass er kaum noch spürbar ist. Trifft nun Sonnenschein auf die Erde, erwärmt sich diese, weil nur wenig Wind über den Boden streicht. Diese lokale Erwärmung bildet warme Luftblasen, die sich beim ungestörten Aufstieg vereinigen und so die Zellen bilden, aus denen Regenwolken entstehen, bis hin zu heftigen Gewittern. Wir wissen aber auch, dass solche Zellenbildungen im Lee von Bergen kaum auftreten können. Wegen des Föhneffekts. Baut man nun auf diese Hügel große Windräder, wird dieser Föhneffekt drastisch verstärkt. So weit, so schlecht, aber dabei bleibt es nicht.

Wo die Wolkenbildung verhindert wird, kann es keinen Regen geben

So, wie ein Flugzeugpropeller eine Wirbelschleppe erzeugt, tun das die großen Windräder auch. Allerdings in riesigem Maßstab. Der Durchmesser der Rotoren hat 120 Meter erreicht und die Blattspitzen bewegen sich mit bis zu 350 Km/h. Das ist im Grenzbereich, wo die Luft noch als „unkompressibel“ berechnet wird. Im Bereich des unteren Radius pfeifen die Rotorblätter nur in 80 Meter Höhe über den Boden. Bei kleineren Anlagen noch tiefer. Wir wissen aber auch aus der Luftfahrttechnik, dass die Wirbelschleppen von Propellern mit wachsendem Abstand im Durchmesser zunehmen. Das heißt, dass nach wenigen hundert Metern die Wirbelschleppen über den Boden streichen und im weiteren Verlauf Luftbewegungen in Bodennähe verursachen, die sich bis 40 Kilometer auswirken können. Das gilt insbesondere für Anlagen, die in der Ebene aufgestellt sind. Welche Auswirkungen hat das?

Wie bereits gesagt, nimmt die Windgeschwindigkeit mit der Höhe nach unten ab. Normalerweise. Im Wirkungsbereich der Wirbelschleppen aber wird die Luft in Bodennähe turbulent, also örtlich schneller. Das bewirkt, dass der sonnenerwärmte Boden schneller von den Luftströmen gekühlt wird. Zudem verwirbeln die Wirbelschleppen die bodennahe Luft und die Bildung von Wärmeblasen, die aufsteigen sollten, ist stark beeinträchtigt. Und zwar auf bis zu 40 Kilometer Länge. Das heißt, dass die Entstehung von Wolken im Lee von Windrädern deutlich reduziert ist und – je nach Umfang der gesamten Anlage – auf 40 Kilometer sogar gänzlich verhindert werden kann. Steht nun in einer Entfernung von weniger als 40 Kilometer leeseitig die nächste Anlage, oder kurz dahinter, dann kann über mehrere 100 Kilometer die vormals normale Wolkenbildung beeinträchtigt bis verhindert sein.

Ohne Wolken kein Regen. So einfach ist das. Die Auswirkung der Wirbelschleppen zieht sich aber mit der Höhe weiter Richtung Lee, weil im unteren Luftbereich nicht gebildete Wolken auch nicht beim Aufstieg ihre normalerweise aus der Kondensation gewonnene potentielle Energie haben, die den weiteren beschleunigten Aufstieg und damit Regen und Gewitter erst ermöglicht. Das ganze Aggregat wird mit dem Wind versegelt. So ist es möglich, dass Hunderte Kilometer hinter großen Ansammlungen von Windkraftanlagen Niederschläge einfach ausbleiben. Allerdings ist es aber auch so, dass die Luft deswegen ihren Wassergehalt nicht reduziert, eben nicht frühzeitig abregnet. Die Niederschläge werden viel weiter leeseitig niedergehen und natürlich heftiger ausfallen, weil die Luft mehr Zeit hatte, Wasser aufzunehmen.

Weiß unsere Regierung mehr als sie der Öffentlichkeit mitteilt?

Großflächig aufgestellte Windkraftanlagen verändern also das Klima windabwärts. Es gibt Lee-Effekte, die ähnlich dem Föhn Trockenlagen verursachen. Betrachtet man nun, dass Niedersachsen die meisten Windkraftanlagen hat und Westwind vorherrschend ist, dann wird plötzlich erklärlich, warum gerade im Raum Berlin/Brandenburg außergewöhnliche Trockenperioden zu beobachten sind. An einer allgemeinen Erwärmung kann es nicht liegen, denn wärmere Luft kann mehr Wasser tragen und würde ungestört allgemein mehr Niederschlag bedingen. Auch die ausbleibenden Niederschläge in Nordbayern lassen sich so mit den großen Windparks in der Gegend von Leipzig erklären. Es ist also wieder einmal so, dass die scheinbare Lösung eines (erfundenen) Problems, nämlich die Reduzierung von CO2-Ausstoß, ein neues Problem schafft. Und zwar mit sofortiger Wirkung und lokal fatalen Folgen.

Wohlgemerkt, ich spreche hier von Klima, nicht von Wetter. Klima ist das durchschnittliche Wetter von dreißig Jahren und die Auswirkungen der Windkraftanlagen werden über diesen Zeitraum spürbar sein. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass die klimaschädlichen Auswirkungen der Windkraftanlagen nicht wirksam sind bei Windstille, im Winter und nur reduziert bei Frontdurchgängen.

Weil die Untersuchung der kanadischen Wissenschaftler bereits aus dem Jahr 2015 stammt, kann man davon ausgehen, dass sie unserer Regierung bekannt ist. So erhält die neue Regelung zur Aufstellung neuer Windkraftanlagen möglicherweise eine ganz andere Komponente. Die neue Regelung hat die Errichtung neuer Anlagen praktisch zum Erliegen gebracht. Ist das so gewollt, weil die fatalen Folgen der Großwindanlagen erkannt worden sind? Will man das nur der Öffentlichkeit nicht mitteilen, weil das das gesamte „Energiekonzept“ der Grünideologen als Irrweg entlarven würde? Als ein Weg, der wie die meisten Ideen der Grünideologen mehr Schaden anrichtet, als es eine Lösung sein könnte?

Der Mensch verändert das Klima in vielfältiger Weise, nur nicht mit dem CO2-Ausstoß. Das großflächige Versiegeln von ehemals grünen Flächen lässt die Temperatur in Städten um zwei bis drei Grad ansteigen. Der Bau von riesigen Stauseen und Bewässerungsanlagen bringt nicht nur mehr Wasser in die Atmosphäre, sondern auch Niederschläge, die es sonst nicht gäbe. Insgesamt wird die Atmosphäre energiereicher durch die großflächige Bewässerung in Gebieten, die eigentlich aride Zonen waren. Das bewirkt natürlich kräftigere Unwetter, auch fernab der Ursache. Und jetzt die Windkraftanlagen, die sich eher kleinräumig auswirken.

Ideologie statt Sachverstand – daraus ist noch nie etwas Gutes geworden

So unpassend es erscheinen mag, stelle ich fest, dass die einzige Energiequelle, die wirklich „klimaneutral“ ist, die Kernenergie ist. Da sollte mehr geforscht werden, um noch bessere und sicherere Anlagen bauen zu können. Für Forschungen in dieser Richtung gibt es aber keine Förderungen, speziell in Deutschland, ja, sie sind von den Klimahysterikern total verpönt. Es ist immer dasselbe: Wenn Ideologie vor den Verstand, echten Sachverstand gesetzt wird, kann nichts nachhaltig Gutes dabei herauskommen. Und wer nicht glauben will, wie sehr sich Windkraftanlagen auf das (lokale) Wetter auswirken, der betrachte das Bild unten.

Hier wird sichtbar, wie die Wirbelschleppen eine niedrige stratiforme Bewölkung durcheinander wirbeln, sie direkt hinter dem Windrad auflösen, teilweise neue, höhere verwirbelte schaffen und sich dann vereinigen und am oberen Ende sichtbar einen wolkenfreien Bereich schaffen, der links und rechts eingerahmt ist, von unverwirbelten Wolkenfeldern. Nicht nur in diesem Fall ist es also sogar so, dass diese Windräder durch die Wolkenauflösung mehr Sonnenlicht an die Erdoberfläche bringen und so auch noch zu einer zumindest lokalen Erwärmung beitragen. Bei all dem bin ich bewusst nicht auf die Gefahren eingegangen, die solche Anlagen naturgemäß mit sich bringen: Massenhaft erschlagene Vögel und Insekten, brennende und sogar umstürzende Anlagen, bis hin zur Frage, wie der Sondermüll entsorgt werden soll, wenn diese Anlagen ausgedient haben. Es lebe die Windkraft, sie wird uns noch viele heiße und trockene Sommer bescheren, zumindest in einigen Regionen. 

Hier können Sie sich über Dimensionen und Technik von Windkraftanlagen informieren: 
http://bi-berken.de/resources/Dimensionen+Windkraftanlagen_.pdf 

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