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Das Corona-Virus und die globalen Auswirkungen: Ein Probelauf für den Finanzcrash?

Von Peter Haisenko

Es geht nicht darum ob, sondern nur noch wann das Finanzsystem zusammenbrechen wird. Ein Problem dabei ist, dass es keine Erfahrungswerte gibt, wie das globalisierte Wirtschaftssystem darauf reagieren kann. Der Umgang mit dem Corona-Virus bringt jetzt Zustände, die einem Finanzcrash in leichter Form vergleichbar sind.

Noch ist es nicht so weit, aber es ist absehbar, wann auch in Deutschland die ersten Produktionsbänder still stehen werden. Einfach deswegen, weil die globalen Lieferketten die benötigten Einzelteile nicht mehr termingerecht bereitstellen können. Vor allem Kleinteile aus China werden hier in erster Linie betroffen sein. Nicht zu vergessen, Medikamente oder Grundstoffe dafür sind jetzt schon so knapp, dass Apotheken nicht mehr ausreichend versorgen können. Noch ist die Situation nicht dramatisch, aber genau darum wird es gehen festzustellen, wie mit einer dramatischen Lage umgegangen werden kann, wenn es so weit kommen sollte.

Mit dem Corona-Virus sind Maßnahmen ergriffen worden, die es so noch nicht gegeben hat. Es werden in China ganze Regionen unter Quarantäne gestellt, die größer sind als mittlere Staaten in Europa. In Europa selbst gibt es auch Quarantäne-Maßnahmen, die die Bewegungsfreiheit in kleinen Städten einschränken und Grundrechte außer Kraft setzen. Weltweit sind mehr als tausend Messen abgesagt worden und mache Großereignisse stehen bereits auf der Liste. Züge werden auf offener Strecke gestoppt und die Fahrgäste gleichsam in Haft gehalten. An Grenzen wird in neuer Qualität kontrolliert und Menschen werden in „häusliche“ Quarantäne verhaftet. Die Polizei hat die Pflicht, das durchzusetzen. Das alles, obwohl noch nicht einmal wirklich geklärt ist, wie gefährlich dieses Virus ist.

Erfahrungswerte über die Zuverlässigkeit der Tests gibt es nicht

Angeblich soll es sich bei dem Corona-Virus um einen sehr jungen, neuen Typus handeln. Da kommt es mich doch seltsam an, wie schnell Testmethoden zur Verfügung stehen und das auch noch in ausreichender Menge. Wo sonst jahrelange Testreihen erforderlich sind, neue medizinische Methoden auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen, war das bei den Corona-Tests gar nicht möglich. Diese Tests ermitteln das Vorhandensein bestimmter Genschnipsel in den in Proben gefundener Viren. Wegen der kurzen Zeit gibt es überhaupt keine Erfahrungswerte, inwieweit diese Tests zuverlässig sind und nicht auf andere Viren genauso reagieren und sie anzeigen. Die Zahlen zu angeblichen Infektionen sind also allesamt Makulatur, ebenso wie die verkündeten Sterbequoten. Es herrscht sogar weitgehende Einigkeit darüber, dass die tatsächlichen Infektionszahlen um ein Vielfaches höher sein können. Das vor allem, weil „normale“ Infektionen weitgehend symptomarm verlaufen. Warum also wird damit so ein Zirkus veranstaltet?

Das „Infektionsschutzgesetz“ von 2001 ist in den letzten Jahren mehrmals novelliert und damit verschärft worden. Interessant daran ist heute, dass es erheblich stärkere Eingriffe in die persönlichen Freiheiten erlaubt, als sogar die Notstandsgesetzgebung. Zudem sind vor der Anwendung der Notstandsgesetze hohe Hürden zu beachten, während es für das Infektionsschutzgesetz wesentlich einfacher ist. Es reicht aus, einfach die Notwendigkeit zu proklamieren mit dem üblichen Zusatz, dass das nur zu unserem Besten, unserem eigenen Schutz geschieht. Wer wird deswegen protestierend auf die Straße gehen wollen? Was könnte also einfacher sein, radikale Maßnahmen und die dafür notwendigen Strukturen zu testen, um die Bevölkerung in einer dramatischen Situation unter Kontrolle halten zu können? Zum Beispiel eben, wenn der Finanzcrash eintrifft.

Die Natur nimmt keine Notiz vom Geld

Ebenso wie mit dem Corona-Virus werden im Fall des Finanzcrashs die globalen Lieferketten zumindest eine Zeit lang nicht funktionieren können. Dafür gibt es aber bislang keine Erfahrungswerte. Die wird uns aber jetzt das völlig überbewertete Corona-Virus liefern. Es steht zu erwarten, dass wegen fehlender Zulieferteile aus China ganze Großproduktionsanlegen stillstehen werden. Das wird die Frage beantworten, welche Auswirkungen es hat, wenn zum Beispiel einen Monat lang überhaupt keine Autos mehr vom Band rollen. Oder gar ein halbes Jahr lang oder ein ganzes. Dieselbe Frage gilt für die gesamte Konsumgüterindustrie. Wer diese Frage in Ruhe durchdenkt, wird feststellen, dass zunächst überhaupt nichts passieren wird. Niemand wird zu Fuß gehen, auf den täglichen Fernsehkonsum verzichten oder gar nackt herumlaufen müssen. Die einzigen Probleme, die sehr schnell auftreten werden, betreffen den Geldumlauf und damit sind wir wieder in der Nähe des Finanzcrashs.

Wenn Produzenten keine Ware mehr verkaufen können, können sie auch keine Gehälter zahlen. Wer kein Gehalt bekommt, kann auch bald keine Lebensmittel mehr kaufen. Und weil ich gerade bei Lebensmitteln bin, ist festzustellen, dass da andere Gesetzmäßigkeiten gelten. Die Natur nimmt keine Notiz vom Geld. Die Kühe geben Milch, das Getreide wächst und die Hühner legen Eier. Diese überlebenswichtige Produktion muss unters Volk gebracht werden, einfach auch wegen des natürlichen Verderbs und der unablässigen Produktion. Diese Notwendigkeit besteht unabhängig vom Vorhandensein von Geld oder Gehaltszahlungen.

Das haben unsere Häuptlinge wohl auch schon erkannt und so zwei aufeinanderfolgende Versprechen abgegeben. Zum Einen: Wer nicht arbeiten kann, aber willig ist, dem muss weiter Gehalt bezahlt werden. Dem folgte am nächsten Tag zum Zweiten: Wenn die Firmen selbst kein Geld mehr für Gehaltszahlungen haben, springt der Staat ein. Das wird verlautbart, wegen der eher überschaubaren Auswirkungen des Umgangs mit dem Corona-Virus. Aber sind das nicht eher schon Maßnahmen, die im Fall eines Finanzcrashs überlebensnotwendig sein werden? Führen diese angekündigten Maßnahmen nicht bereits das gesamte Finanzsystem ad absurdum? In dem Sinn, dass man einfach Geld unters Volk bringen muss, aus dem Nichts geschöpftes Geld, um den totalen Zusammenbruch zu verhindern? Ja, um die Wirtschaft als Ganzes funktionsfähig zu erhalten? Zumindest in den wichtigen Teilen.

Landwirtschaft und Energieversorgung müssen funktionsfähig bleiben

Um das nochmals zu verdeutlichen: Stünde die gesamte Industrieproduktion, also ausgenommen die Landwirtschaft, für einen gewissen Zeitraum still, würde deswegen niemand ernsthaften Mangel leiden müssen. Unbedingt funktionsfähig erhalten werden muss die Energieversorgung. Ohne Strom geht nichts mehr in unserer hochtechnisierten Welt. Beim Transportwesen hingegen können drastische Einschnitte hingenommen werden, wiederum nicht bei der Lebensmittelversorgung. Das Einzige, was in unserer gelddominierten Welt einen (vorübergehenden) Produktionseinbruch nicht zulässt, ist das Finanzsystem selbst. Ohne Produktion können die Zinsen nicht bedient werden und das gilt vom Großkonzern bis zum Verbraucherkredit.

Aber denkt man ganz ketzerisch, wird man feststellen können, dass Banken und Finanzhaie überhaupt nichts produzieren und so für die Produktionsprozesse an sich überflüssig sind. Banken sollten nur die Aufgabe haben, Zahlungsvorgänge abzuwickeln und die sollten im internationalen Verkehr so ausgeglichen sein, dass die handelnden Bankinstitute nur feststellen müssen, dass sie ausgeglichen sind, auch über Zahlungsdreiecke. Das ist eine wichtige und komplexe Aufgabe, ebenso wie über Banken Geld für große Investitionen konzentriert werden kann. In unserem Schuldgeldsystem ist es aber so, dass es das System selbst wider jede Vernunft unmöglich macht, einmal innezuhalten und eine Pause einzulegen, bei der steten Überproduktion von Dingen, die die Welt überhaupt nicht braucht.

Da reden wir über CO2-Einsparungen und müssen gerade lernen, wie die „Corona-Krise“ da mehr Einsparungen bringt, als alle anderen mehr oder weniger sinnvollen Maßnahmen zusammen. Was auch immer man vom „Klimaschutz“ halten mag, solange das auf stetes Wachstum angewiesene Finanzsystem die „Spielregeln“ diktiert, wird es nicht möglich sein, hier ernsthafte Veränderungen durchzuführen. Vor allem auch, was den gesunden Umgang mit endlichen Bodenschätzen betrifft, den ich für notwendig erachte.

Über die ausgeuferte Globalisierung muss nachgedacht werden

Minister Spahn hat es selbst gesagt: Mit dem Corona-Virus werden Organisationsketten auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Ich füge an, dass auch getestet wird, wie weit sich Menschen kujonieren lassen, bis sich offener Protest breit macht. Ich denke da an das Sturmtief „Sabine“, als praktisch der gesamte öffentliche innerdeutsche Verkehr eingestellt worden ist. Und das, obwohl es objektiv keine Notwendigkeit gab, weil zum Beispiel nur innerdeutsche Flüge abgesagt wurden, internationale nicht. Die Schäden waren derart geringfügig, dass RTL Bilder aus dem Jahr 2013 zeigen musste – ehrlich als solche deklariert –, weil es durch „Sabine“ verursacht keine spektakulären gab. Als dann die Woche drauf wirklich kräftige Stürme übers Land zogen und erhebliche Schäden anrichteten, gab es keine „präventiven“ Maßnahmen mehr. Weil der erste Test schon abgehandelt war?

In der ganzen Welt sind wegen des Corona-Virus über tausend Messen abgesagt worden. Wie bescheuert ist das denn, angesichts dessen, dass sich jeden einzelnen Tag Millionen Menschen Wange an Wange in den S- und U-Bahnen drängen? Wird hier also getestet, ob es wirklich notwendig ist, andauernd Messen abzuhalten mit den zugehörigen Reisetätigkeiten? Wer entschädigt die Veranstalter und Aussteller für ihre Ausfälle? Wird das auch mit Geld aus dem Nichts finanziert? Wo soll es sonst herkommen? Aber für Messen gilt: Tolle Meldung, aber wenig Betroffene und so auch wenig Protestpotential. Beim Fasching und beim ÖPNV ist das anders und deswegen lässt man davon die Finger.

Der Umgang mit dem Corona-Virus könnte selbst der Auslöser für den großen Finanzcrash sein. Das wiederum könnte die letzte Möglichkeit sein, die Wiederwahl von Donald Trump zu verhindern. Oder ihn wenigstens daran zu hindern, selbst das Ende der Schuldenkrise einzuleiten, indem er die Schulden der USA einfach annulliert. In jedem Fall werden durch den Umgang mit dem Corona-Virus Erkenntnisse gewonnen, mit deren Hilfe dann die Auswirkungen des früher oder später unausweichlichen Finanzcrashs zumindest abgefedert werden können. Positiv daran könnte sein, dass auch über die ausgeuferte Globalisierung nachgedacht wird und Lieferketten wieder verkürzt und zurückgeführt werden zugunsten der Produktion vor Ort. Die Welt ist im Umbruch. Mit dem Corona-Virus wird wohl die Chance wahrgenommen – geplant oder die Gelegenheit beim Schopf ergriffen – zu überprüfen, inwieweit die existierenden Mittel ausreichen und funktionsfähig sind, beim Finanzcrash Bürgerkrieg und Chaos zu verhindern. 

 

Wie soll es weiter gehen, nach dem Finanzcrash? Mit den alten „Regeln“ einfach wieder von Neuem beginnen? In dem Wissen, dass es wieder nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das System selbst aufgefressen hat? Mit Schuldgeld und Inflation? Wäre es nicht vernünftiger, sich vorab Gedanken zu machen, wie man es besser, nachhaltiger und krisenfest gestalten könnte? Genau das haben wir getan und unsere „Humane Marktwirtschaft“ vorgestellt. Es ist ein von Grund auf neu gedachtes System, dass keinen der Fehler des alten hat. Keine Inflation, Zinszahlungen nur noch in Ausnahmefällen und eine gesicherte Wertaufbewahrung, die dem System kein Geld entzieht und zuverlässig verhindert, dass das Kapital die Macht über die Demokratie übernimmt. Geht nicht? Geht doch, wie uns viele Wissenschaftler bestätigt haben. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild! „Die Humane Marktwirtschaft“ ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier.

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