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Corona-Berichterstattung kippt bei BILD-Zeitung – 75 „Corona-Tote“ auf eine Million

Von Peter Haisenko 

Man mag von der BILD-Zeitung halten was man will, sie ist nach wie vor einer der wichtigsten „Meinungsführer“ in Deutschland. Seit einigen Tagen ist zu beobachten, dass Bild immer kritischer über die Corona-Hysterie berichtet. Ob das an dem neuen Eigentümer KKR liegt?

Die Investmentgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) hat vor etwa einem Jahr begonnen, die Aktienmehrheit des Springer-Konzerns (BILD und Welt) zu erwerben. Zum April dieses Jahres war es dann so weit. KKR kontrolliert Springer. Ebenfalls seit etwa einem Jahr fällt auf, dass sich BILD aus dem allgemeinen Trump-Bashing verabschiedet hat. Man sagt KKR eine gewisse Nähe zu Trump nach. Auffällig ist aber vor allem, wie kritisch die BILD seit kurzem über die Corona-Maßnahmen berichtet. So konnte man am 30.04. auf bild.de einen Bericht mit dem Titel lesen: „Nach Saarland Urteil – Riesen-Zweifel ob Corona-Maßnahmen wirklich helfen“ Link https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/corona-nach-saarland-urteil-riesen-zweifel-ob-massnahmen-wirklich-helfen-70361550.bild.html

Richter zweifeln an Wirksamkeit von Ausgangsbeschränkungen

Kaum ein anderes Blatt hat darüber berichtet, dass der saarländische Verfassungsgerichtshof verfügt hat, dass die Landesregierung die strengen Ausgangsbeschränkungen sofort lockern muss. Die Richter begründen ihre Entscheidung mit massiven Zweifeln an der Wirksamkeit von Ausgangsbeschränkungen, wie sie überall in Deutschland – wenn auch in verschiedenen Ausprägungen – eingeführt wurden.„Aus einem Vergleich der Infektions- und Sterberaten in den deutschen Bundesländern mit und ohne Ausgangsbeschränkung“, so die Richter, lasse sich „kein Rückschluss auf die Wirksamkeit der Ausgangsbeschränkung ziehen“. Die Richter berufen sich auf eine „aktuelle Studie von Schweizer Wissenschaftlern“, die belege, dass die Ausgangsbeschränkungen im Gegensatz zu anderen Maßnahmen „nur geringe zusätzliche Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben“. Es handelt sich um eine Studie der Eidgenössischen Technischen Universität Zürich (ETH), die den Einfluss „nicht-pharmazeutischer Interventionen“ auf Corona-Infektionen untersucht, meldet BILD.

Aber damit nicht genug. BILD stellt dazu eine Grafik vor, - siehe unten - die die „Corona-Toten“ pro eine Million Einwohner aufzeigt. Das ist jetzt nicht sensationell, denn wer den Dreisatz beherrscht, kann das selbst ausrechnen. Mit dieser eindrucksvollen Grafik aber wird selbst Lesern, die diese einfache Rechenkunst nicht beherrschen, vor Augen geführt, worum es in Deutschland wirklich geht. 75 Corona-Tote pro Million Einwohner. Runter gebrochen auf eins ist das weniger als ein Corona-Toter pro 10.000 Bürger über einen Zeitraum von mittlerweile zwei Monaten. Also einer pro Tag auf 600.000 Bürger (10.000 x 60 Tage). Fragt man sich bereits bei dieser Zahl, ob es angemessen sein kann, deswegen ein Land zu schikanieren und die Wirtschaft stillzulegen, muss man diese Zahl noch weiter zerpflücken.

Niemand verfügt über wirklich zuverlässige Zahlen

Das RKI hat selbst zugegeben, dass in dieser Todeszahl von jetzt etwa 6.000 alle Verstorbenen beinhaltet sind, die mit, nicht am Corona-Virus gestorben sind. So hat der Chef der Rechtsmedizin an der Hamburger Uni, Professor Klaus Püschel, bei seinen Obduktionen festgestellt, dass von den Toten, die bisher auf seinem Tisch lagen, kein junger Mensch dabei gewesen sei und ALLE erhebliche Vorerkrankungen hatten – höchst wahrscheinlich die eigentlichen Todesursachen. Folglich muss man die Zahl von 6.000 „Corona-Toten“ um den Faktor 10 bis 100 korrigieren. Die breite Fehlerquote ergibt sich daraus, weil generell immer noch nicht konsequent durch Obduktionen geklärt wird, woran die Menschen wirklich gestorben sind, die als Corona-Tote deklariert werden. Aber bereits bei Faktor zehn haben wir nur einen Corona-Toten pro 100.000 Einwohner für zwei Monate und bei Faktor 100 ist es nur noch einer auf eine Million. Dieser Faktor 100 ist keineswegs unrealistisch, denn es gibt keinen „Fachmann“, der behauptet, er hätte zuverlässige Zahlen.

Selbst wenn man also besonders wohlwollend und regierungstreu den Faktor nur auf 20 oder 50 setzt, ist das immer noch nur ein Toter pro 200.000 oder 500.000 Einwohner, die während der letzten zwei Monate verstorben sind. Also ein echter Corona-Toter für eine Stadt von der Größe wie etwa Bremen oder das gesamte Saarland, und ich wiederhole, während zweier Monate. Allein diese Tatsache ließ den Richtern im Saarland wohl gar keine andere Wahl als so zu entscheiden. Wenn man dann noch zusätzlich das Durchschnittsalter der „Corona-Toten“ mit in Betracht zieht, nämlich deutlich über 80, dann wird es nur noch absurd. Zugespitzt kann man sagen, dass hier ein Land stillgelegt worden ist und die Bürger massiven Gehorsamkeitsübungen unterworfen werden, weil weniger als zehn Greise pro Million Bürger in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben sind. Der Grüne Boris Palmer wird für eine ähnliche Ansage schon geprügelt.

Setzt man diesen Wahnsinn noch ins Verhältnis zu den etwa 40.000 Patienten, die jedes Jahr in Krankenhäusern an multiresistenten Keimen sterben, muss man sich fragen, welches Spiel hier mit uns gespielt wird. Da kommt nämlich eine wirklich erschreckende Quote zu Tage: Jedes Jahr stirbt einer von 2.000 Bürgern an diesen Krankenhauskeimen. Wohlgemerkt, diese Quote bezieht sich nicht auf Krankenhauspatienten, sondern auf alle Bürger quer durch alle Altersgruppen. Würden hier auch nur annähernd dieselben Maßstäbe angelegt wie bei Corona, müsste man sofort alle Krankenhäuser schließen. Aber über diese tödliche Gefahr findet nicht einmal eine ernsthafte Diskussion statt. Wie auch, wenn unter dem Merkel-Regime die Krankenhäuser kaputt gespart wurden und der Bankkaufmann Spahn noch weitere schließen will.

Es ist unübersehbar: Die Stimmung kippt

Ich kann beobachten, wie selbst bei ansonsten „braven“ Bürgern der Unmut wächst. Da stellt sich mir die Frage, ob die BILD diesen Trend mit ihrer neuen Richtung aufgreift, um das Unternehmen zu retten oder ob der neue Eigentümer diese Richtung wünscht. So oder so, BILD ist immer noch ein Meinungsführer in Deutschland und wenn die jetzt gegen den befohlenen Gehorsamkeitsjournalismus aufmucken, brennt die Hütte in Berlin. Das wird auch sichtbar an der von der Kanzlerin eigentlich verbotenen „Lockerungsdiskussionsorgie“, an der sich seit gestern sogar der bayrische Ministerpräsident Söder beteiligt, nachdem er bislang den forschen „Macher“ und Verbotsmeister herausgestellt hatte. Die Stimmung kippt, nicht nur bei BILD. Geradezu panisch wird nach einer Strategie gesucht, aus dem selbst verschuldeten Schlamassel halbwegs ungeschoren heraus zu kommen.

Bayern und Herr Söder geben anders als das saarländische Gericht ein krasses Beispiel, wie der Rechtsstaat ad absurdum geführt wird. Da hat das oberste Gericht entschieden: „Die 800 qm-Regel ist unrechtmäßig“. Fein, mag man denken, wenn nicht dasselbe Gericht dazu sagt, dass sein eigenes Urteil keine Rechtskraft hat, also für die Regierung nicht bindend ist. Wozu braucht es dann überhaupt noch Gerichte, im Merkel-Land? Ach ja, es gibt ja noch das Saarland.

Anglizismen verschleiern, was wirklich passiert

Noch ein kurzes Wort zur Verharmlosung von Maßnahmen durch Anglizismen. Tracking oder Tracing-Apps: In klarem Deutsch heißen die Verfolgungsprogramme oder gar Jagdprogramme. Oder der Lockdown: Die Übersetzung heißt: ein- oder wegsperren. Werden diese und viele andere Anglizismen verwendet, um vor den Bürgern zu verschleiern, was man wirklich tut? Oder wird hier vollendet, was ohne die Zerstörung der deutschen Sprache nicht möglich ist? Man bedenke dazu die uralte Erkenntnis: Ein Land ist erst dann vollständig erobert, unter ewige Kontrolle gebracht, wenn die Ursprache ausgemerzt ist. Betrachtet man dazu die nahezu ausschließlich englischsprachliche Musik im Rundfunk, ist das zumindest in diesem Bereich schon erreicht. Wie tief muss ein Land gesunken sein, das sogar auf internationalen Musikwettbewerben seine Sänger nicht deutsche, sondern englische Lieder vortragen lässt – und nicht mal dafür Punkte bekommt.

Man kann nur hoffen, dass weitere „Systemmedien“ der Regierung die Folgsamkeit verweigern. Auch die Werbewirtschaft liegt am Boden. Es ist ja auch schlicht unsinnig, Werbung zu machen für Produkte, die man nicht kaufen kann, weil die Geschäfte geschlossen sind. Im Fernsehen werden die Werbepausen gefüllt mit Eigenwerbung und Corona-Durchalte-Spots, die wahrscheinlich von der Regierung, also uns selbst, bezahlt werden. Oder auf Nebenkanälen, wo die Filme plötzlich kürzer sind, als im Programm angekündigt. Eben weil niemand Werbung schalten will. Das gilt natürlich auch für Printmedien, denen Werbeeinnahmen massiv weggebrochen sind. Gestern wurde gemeldet, dass schon tausende der kleinen lokalen Anzeigeblätter ihren Betrieb einstellen mussten.

So könnte es sein, dass kapitalistische Maximen dafür sorgen, dass bezüglich Corona wieder kritischer Journalismus betrieben wird. Und wir können vielleicht sogar dem Islam dankbar sein, weil wegen des Ramadan schon Versammlungsverbote aufgeweicht worden sind. Im Wissen, dass es nicht möglich sein wird, spätestens zum Ramadan-Ende, dem Zuckerfest, „Social distancing“ durchzusetzen. Ach ja, das ist auch so ein Anglizismus, der einfach besser klingt wie soziale Abgrenzung oder einfach Kontaktsperre. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Loblied auf die BILD singen würde. Jetzt aber sage ich, macht weiter so, der Wahnsinn muss ein Ende haben!

Nachtrag: Heute, 2. Mai, hat der Zeitungsmogul Dirk Ippen eine große Sonntagskolumne in der tz und den zugehörigen Blättern mit der Überschrift: „Öffnet endlich Kitas und Schulen ganz!“

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