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Angriff auf US-Botschaft in Bagdad – Iraker zeigen mehr Charakter als Deutsche

Eine vergleichende Analyse von Peter Haisenko

Deutschland und Irak haben gemeinsam, dass sie von den USA von einem Diktator befreit worden sind. So jedenfalls sehen es die USA selbst. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die großflächige Zerstörung von Wohnraum und Infrastruktur. Während sich die Deutschen mehr oder weniger freiwillig einer Umerziehung unterworfen haben, ist dies im Irak nicht gelungen.

Mit der Öffnung von Archiven wird immer deutlicher erkennbar, dass England mit den USA Deutschland zwei Kriege aufgezwungen hat. Während die perfide Rolle Englands vor dem Ersten Weltkrieg mittlerweile unzweifelhaft belegt worden ist, werden jetzt immer mehr Beweise gefunden und veröffentlicht, wie Roosevelt und Churchill den Zweiten Weltkrieg orchestriert haben. Zumindest was diese zwei Kriege betrifft, war das Deutsche Reich Opfer, nicht Täter. Bei den Kriegen gegen den Irak und auch dem iranisch-irakischen Krieg war von Anfang an nicht zu übersehen, dass die USA mit gezinkten Karten gespielt und ihre Lügengebäude als Rechtfertigung für ihre barbarischen Angriffe vorgeschoben haben. Im Irak hat man das nie angezweifelt und schon gar nicht vergessen.

Mission accomplished“ trifft auf Deutschland zu – nicht auf den Irak

Es gibt aber auch große Unterschiede. Während mit dem Deutschen Reich vor allem ein wirtschaftlicher Konkurrent ausgeschaltet und dann ausgebeutet werden sollte, ging es im Irak nur ums Öl. So waren die Siegermächte im Fall Deutschland klug genug, nach dem Krieg die deutsche Verwaltung und die Führungspersonen der Großindustrie im Amt zu belassen, ganz gleich, ob sie stramme Anhänger Hitlers waren oder nicht. Nur so war es möglich, bereits im Mai 1945 die deutsche Rüstungsindustrie wieder produzieren zu lassen. Und zwar Waffen, die im Krieg gegen Japan gebraucht wurden und dann für den Koreakrieg. Das war der Ursprung des „Wirtschaftswunders“ und nicht der hochgelobte „Marshallplan“.

Der „Morgenthau-Plan“, die vollständige Deindustrialisierung Deutschlands, wurde verworfen, denn das Ziel war, die deutsche Schaffens- und Innovationskraft für immer zum eigenen Nutzen auszubeuten. Das ist gelungen, aber damit das deutsche Volk nicht irgendwann dagegen aufsteht, musste es umerzogen werden, unter anderem mit einer befohlenen gefälschten Geschichtslehre. Deutsche sollen bis in alle Ewigkeit andauernd Asche auf ihr Haupt streuen und froh sein, dass sie so gute Freunde in Übersee haben. Auch das ist gelungen. Deutschland kasteit sich seither selbst und mit Frau Merkel demontiert es sich jetzt auch noch wirtschaftlich, weil es diesbezüglich für die Angelsachsen an Bedeutung verloren hat. Mit Frau Merkel ist auch das seit 100 Jahren vorrangige Ziel der USA, Deutschland und Russland zu entzweien, zu neuer Blüte erwacht. Während das „mission accomplished“ von Präsident Bush im Fall Irak eher ein schöner Wunsch war, trifft das auf Deutschland vollumfänglich zu.

Gemeinsam ist den beiden Kriegsverlierern aber auch die willkürliche Zerstörung von Wohnraum und Infrastruktur. Weiterhin standen beide Länder zwischen den Kriegen unter wirtschaftlichem Kuratel. Wie viele Menschen in Deutschland zwischen den Kriegen an Hunger und Entbehrungen gestorben sind, ist nicht dokumentiert. Im Irak hingegen ist bekannt, dass von 1991 bis 2003 mehrere hunderttausend Kinder und Erwachsene zu Tode kamen, wegen Unterversorgung von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Man hat im Irak nicht vergessen, dass es die Sanktionen der USA waren, die das verursacht haben. Sowohl Deutschland als auch der Irak sind nach Ende des jeweils zweiten Kriegs von den USA besetzte Länder, die nicht nur ausgebeutet werden, sondern auch als Plattform für weitere Angriffskriege dienen.

Die Iraker haben sich nie mit der amerikanischen Besatzung abgefunden

Nach Kriegsende 1945 haben die USA die besten deutschen Wissenschaftler nach Amerika geholt und hunderttausende Patente entschädigungslos geraubt. Diese Beute gab es im Irak nicht, dafür aber eine Menge Öl. Damit die Iraker dieses nicht mehr eigenständig fördern konnten, wurden dort die Techniker, die mit der Technologie vertraut waren, gezielt abgeworben oder umgebracht, wenn sie nicht willig waren. Aber die USA haben einen Fehler gemacht. Anders als in Deutschland haben sie die Verwaltungselite, die vorwiegend sunnitisch war, aus den Ämtern und dem Militär entfernt. So haben sie das geschundene Land in das seither andauernde Chaos gestürzt, was dann auch zur Bildung des IS geführt hat. Der war nämlich vor allem anfangs besetzt mit geschassten sunnitischen Militärs aus der Saddam-Zeit. Nur so ist zu erklären, warum der IS eine Zeit lang so erfolgreich sein konnte.

Die USA haben den Irak nie wirklich unter ihre Kontrolle gebracht. Trotz brutaler Gewaltanwendung und diverser Nachkriegsverbrechen hat man sich dort nie mit der amerikanischen Besatzung abgefunden. Besonders im Norden war der Widerstand stets präsent und dort konnte der IS dann auch ganze Großstädte unter seine Kontrolle bringen. Weil aber gerade dort das meiste Öl zu finden ist, haben die USA nachgeholt, was sie in Deutschland schon während des Kriegs verbrochen haben. So haben sie unter dem fadenscheinigen Argument, den IS zu bekämpfen, zum Beispiel Mossul dem Erdboden gleich gemacht und diese einst blühende Stadt wird wohl niemals wieder zu alter Größe zurückfinden, wenn sie überhaupt jemals wieder aufgebaut wird. Auch Falludscha ist wegen der großflächig verteilten Uranmunition unbewohnbar geworden. Auch das haben die Iraker nicht vergessen.

Wenn die Welt gerecht wäre, müssten die USA zu Reparationsleistungen verurteilt werden

Nach dem Schauprozess unter Siegerjustiz und der folgenden Ermordung von Saddam Hussein gab es in Bagdad nur noch Marionettenregierungen nach Gusto der Sieger. Weil Araber generell kriegerischer sind als Deutsche, ist im Irak seither niemals mehr Ruhe und Frieden eingekehrt. Seit nunmehr fast 30 Jahren. Das Land ist ebenso nachhaltig zerstört wie Libyen. Aber Araber sind nicht nur kriegerisch, sie sind auch stolz, was sie wiederum vom Nachkriegsdeutschen unterscheidet. Den Irakern konnte der Mythos von Erbschuld und Tätervolk nicht verinnerlicht werden, denn auch der Krieg mit Iran war nicht ihre Initiative. Der hatte schon Millionen Tote gefordert, auf beiden Seiten, aber die Iraker wissen noch ganz genau, wer sie in diesen Krieg getrieben hat und auch, dass die USA das Giftgas an Saddam geliefert hatten, mit dem in Mossul so viele Menschen ermordet worden sind.

Fasst man diese unvollständige Aufzählung der amerikanischen Verbrechen zusammen, ist es eigentlich ein Wunder, dass es so lange gedauert hat, bis sich die aufgestaute Wut der Iraker direkt vor der US-Botschaft entlädt. Natürlich kommt aus Washington postwendend eine Erklärung, die eigenes Verschulden für unmöglich hält: Der Iran ist Schuld, hat das organisiert. Natürlich haben Iraker mittlerweile Sympathien für Teheran entwickelt, denn sie können beobachten, wie die Perser den USA Paroli bieten. Da gibt es manche, die in einer Allianz mit Teheran die einzige Chance sehen, die verhassten Zerstörer und Besatzer aus dem Land zu treiben. Aber ich bin überzeugt, dass es keines Einflusses des Irans bedarf, um Aufstände gegen die Besatzer zu organisieren. Was haben die geschundenen Iraker noch zu verlieren? Das Land ist im Chaos versunken und die Gewinne aus der Ölförderung greifen die USA ab. Wenn es gerecht zuginge auf der Welt, müssten die USA von der UN wegen des nach allen völkerrechtlich und moralisch anwendbaren Regeln unrechtmäßigen Überfalls auf ein ehedem zumindest wohlhabendes Land zu erheblichen Reparationsleistungen verurteilt werden. Aber das wird nicht geschehen, solange die Medien von angelsächsischem Kapital beherrscht werden.

Die Iraker haben ihre Wut gegen ihre Besatzer lange unterdrückt

Die Zahlen gehen zwar auseinander, aber man darf davon ausgehen, dass mindestens drei Millionen Iraker aufgrund der militärischen Intervention der USA ihr Leben lassen mussten – Zivilisten und Kinder und das jeweils nach(!) den konkreten Kriegshandlungen. Bei etwa 40 Millionen Einwohnern sind das etwas weniger als zehn Prozent der Bevölkerung. Da gibt es keine (Groß-)Familie, die nicht mindestens ein Familienmitglied wegen der USA verloren hat. Oh ja, die arabische Rache hat Tradition. Nochmals: Es verwundert eher, dass sich die Wut der Iraker auf ihre Besatzer nicht schon früher entladen hat und der Angriff auf die US-Botschaft erst jetzt geschehen ist. Vergleichen wir das mit den zu Tode gekommenen Deutschen, nein, nicht während des Kriegs, sondern auch nach dem Krieg, so ist es den Deutschen wesentlich schlimmer ergangen.

Weil auf der Potsdamer Konferenz zwar eine „Reinigung“ der deutschen Ostgebiete vom deutschen Element beschlossen worden ist, aber keinerlei Schutz für die zu Vertreibenden vorgesehen war, sind allein von diesen mindestens sechs Millionen teilweise grausamst ermordet worden. Sie waren Freiwild. Insgesamt sind während der Jahre von 1945 bis 1949 mindestens 13,4 Millionen Deutsche eines unnatürlichen und unnötigen Todes gestorben. Teils in den US-Lagern auf den Rheinwiesen, teils auf der Flucht aus dem Osten und wegen der bösartigen und unnötigen Verknappung von Lebensmitteln. Beweise hierfür gibt es mittlerweile zuhauf und man kann diese einsehen in den Büchern des Kanadiers James Baque und in meinem Werk „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Bei einer Gesamtbevölkerung von damals etwa 80 Millionen sind das immerhin fast 17 Prozent aller Deutschen, die, wohlgemerkt, nach dem Ende des Kriegs vorzeitig zu Tode kamen. Da sind die vielen Frauen und Kinder noch nicht mitgezählt, die durch die kriegstechnisch unsinnigen Terrorangriffe auf deutsche Städte umgekommen sind.

Das US-Imperium ist ebenso am Ende wie das British Empire

Die Iraker zeigen Charakter, wenn sie sich jetzt auch gewaltsam gegen ihre Zerstörer und Besatzer auflehnen. Sie haben mein volles Verständnis dafür. Kein Verständnis habe ich hingegen, dass selbst 74 Jahre nach Kriegsende immer noch nicht begonnen werden darf, die Verbrechen der Alliierten gegen Deutschland zumindest wahrheitsgemäß zu benennen. Bezeichnender Weise sind es vor allem die Nachkommen von denjenigen, die stramme Anhänger Hitlers waren, die heute am lautesten behaupten, alle Deutsche seien Nazis gewesen und müssten deswegen in demütiger Erbschuld verharren und die Zerstörer deutscher Städte lobpreisen. Mit dieser Haltung wollen sie sich und ihre Vorfahren entlasten, denn es waren ja alle, die Schuld auf sich geladen haben. Dass das von Anfang an nicht der Fall war, beweist Reinhard Leube in seinen akribisch recherchierten Werken unzweifelhaft.

Es kann keinen Frieden auf Erden geben, solange nicht die Verbrechen aller benannt und geächtet werden. Solange die USA und Großbritannien (Kriegs-)Verbrechen in Serie begehen, und niemand sie auch nur ansatzweise zur Verantwortung zieht. Solange noch Millionen Tonnen amerikanischer Blindgänger im Boden des neutralen Laos lauern, die von Frauen vor Ort in mühseliger und tödlicher Kleinarbeit geräumt werden und die USA in keiner Weise daran denken, die Überreste ihrer Kriegsverbrechen selbst zu räumen, während die UN geflissentlich darüber hinweg sieht. Solange wir Regierungen haben, die alles tun, die Täter in Washington und London rein zu waschen und eine ansteigende Aggression gegen Russland zu fördern. Die erzwungene Umerziehung der Deutschen hat da ganze Arbeit geleistet und zu viele Deutsche erzeugt, die nicht genügend Charakter haben, zumindest gegen die gefälschte Geschichtsschreibung anzugehen. Nein, man badet sich lieber im Schuldkult, verleugnet ganz aktuell die schändliche Rolle Polens vor dem Zweiten Weltkrieg und wer das nicht mitmachen will, wer der Wahrheit zugetan ist, wird als rechtsradikaler „Geschichtsrevisionist“ verunglimpft.

Im Irak gibt es endlich Aufstände gegen die US-Besatzer und ihre Lügen. Das soll natürlich sofort mit der Entsendung von Soldaten niedergeschlagen werden. Das wird nicht gelingen und so kann man hoffen, dass sich nicht nur im Irak Kräfte versammeln, die, so wie Iran und Nordkorea, den USA die Stirn bieten. Das US-Imperium ist ebenso am Ende wie das British Empire. Frankreichs Macron streckt schon vorsichtig seine Fühler gen Moskau. So wird es wohl wieder einmal Deutschland sein, das als Letztes in Nibelungentreue fest zu den Kriegsverbrechern in Washington steht und so mit ihnen untergehen wird. Solange die Monopolmedien fest in angelsächsischer Hand sind, gibt es wenig Chancen, dass auch unsere Häuptlinge zu der Erkenntnis kommen, dass das Böse nicht in Moskau, Pjöngjang, Teheran oder Peking sitzt, sondern seine Heimat in Washington und London hat. Da sind uns die Iraker schon voraus.

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Wir haben es uns als AnderweltVerlag zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der letzten 150 Jahre frei von Ideologie und allein an Fakten orientiert darzustellen. Was mein oben zitiertes Werk mehr als Überblick darstellt, belegen die Bücher von Reinhard Leube im Detail mit unzähligen Quellenangaben. Florian Stumfall zeigt in seinem Werk “Tripoli Charlie”, wie, warum und von wem Libyen zerstört worden ist, inklusive der Vorgänge um Südafrika und Angola – das Ganze als spannenden Roman verfasst. Wenn auch Sie den ewigen Schuldkult in Deutschland nicht mehr hinnehmen wollen, wenn Sie wissen wollen, was während der letzten 150 Jahre anders abgelaufen ist, als man uns lehrt, dann schauen Sie beim AnderweltVerlag rein und können feststellen, dass wir auf dem Weg sind, der führende Verlag für jüngere Geschichte zu werden, begründet auf Fakten, wie sie aus inzwischen geöffneten Archiven ersichtlich werden. 

Das erste Buch gibt den Überblick, die Werke von Reinhard Leube überzeugen durch akribische Quellenarbeit. Eine Leserin hat mir geschrieben: “Ihr Buch hat mein Geschichtsbild ins Wanken gebracht, Reinhard Leube brachte es zum Einsturz.” Florian Stumfall eröffnet mit “Tripoli Charlie” einen neuen Blick auf Afrika. Alle Bücher sind erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier.

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