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Rente mit 70 ohne Ölheizung – jetzt drehen sie völlig durch!

Von Peter Haisenko

Mir ist unverständlich, dass keine Welle des Protests durch Deutschland fegt. In sechs Jahren soll der Einbau von Ölheizungen verboten werden und niemand sagt, wie dann geheizt werden soll. Das Bertelsmann-Institut verkündet, dass in 50 Jahren das Rentenalter auf 70 angehoben werden soll. Die DUH fordert ein Verbot für Feuerwerke. Die Medien und die Bürger protestieren nicht.

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass die Politik mit der Zeit spielt. Kostenangaben für „Reformen“ beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und verschleiern so die aktuellen- und Gesamtkosten. Gewerkschaften stellen Forderungen für zwei oder mehr Jahre und verschleiern so, dass ihre Forderung kaum den Inflationsausgleich abdeckt. Offensichtlich unmögliche Pläne wie die Abschaltung von Kern- und Kohlekraftwerken werden mit Daten versehen, die so weit in der Ferne liegen, dass die Bürger denken, das gehe sie nichts an. Auch die Rentenprognosen reichen zu weit in die Zukunft, in eine Zeit, über die niemand seriöse Prognosen erstellen kann. Die Krone setzt dem jetzt natürlich das Bertelsmann-Institut auf, indem es sich zu einer Prognose versteigt, die zwei Generationen in der Zukunft liegen soll.

Seriöse Prognosen was in 50 Jahren sein wird, sind schlicht unmöglich

Kann es sinnvoll sein, heute über den Rentensatz zu diskutieren, der in 50 Jahren gelten soll? Die Erfahrung hat gezeigt, wie oft Prognosen einfach falsch waren. Niemand kann heute wissen, ob es in 50 Jahren überhaupt noch Menschen auf der Erde gibt. Gut, das ist jetzt überspitzt, aber wie viele Kinder bis dahin in Deutschland das Licht der Welt erblicken werden, steht im wahrsten Sinn des Wortes in den Sternen. Genauso, wie niemand heute wissen kann, welche Entwicklungen die Technik in diesem Zeitraum nehmen wird. Warum also wird eine derart idiotische Prognose so breit kommuniziert und die Systemmedien sehen keinen Anlass, diesen Unsinn zu hinterfragen? Ja, man applaudiert sogar.

Der AfD wird vorgeworfen, sie instrumentalisiere die Angst. Was aber könnte es anderes sein, als ein Spiel mit der Angst, wenn den Wählern ein Rentenalter von 70 Jahren in Aussicht gestellt wird? Oder will man den Menschen signalisieren, wie gut es ihnen doch geht, angesichts dessen, was sie noch erwartet? Vielleicht will man auch davon ablenken, dass die Merkel-Regierung keinerlei Zukunftsprojekte hat? Seht her, wir planen sogar 50 Jahre voraus! Sind wir nicht toll? Ja, wir planen auch zehn Jahre voraus, indem wir bis dahin alle Kohlekraftwerke abschalten wollen und damit bin ich beim nächsten Aufreger: Ölheizungen sollen ab 2026, also in sechs Jahren, nicht mehr in Häuser eingebaut werden dürfen.

Mit Kadavergehorsam wird diese Meldung entgegengenommen. Es ist ja ein Kotau vor der idiotischen grünen Agenda. Habe ich in Kommentaren die Frage gehört, wie dann in Wohngebäuden eine angenehme Temperatur hergestellt werden soll? Ganz konkret: Womit soll dann geheizt werden? Mit Strom aus abgeschalteten Kern- und Kohlekraftwerken, den aber die Elektroautos schon für sich reserviert haben? Mit Gas aus Russland und der zugehörigen Abhängigkeit von diesem verachteten Land? Klar, mit Fernwärme aus Müllverbrennungsanlagen, die gerade in München vom Netz genommen werden. Da muss man sich schon fragen, ob in den Köpfen der Regierungsmitglieder, die das durchgewinkt haben, noch irgendetwas Hirnähnliches zu finden sein könnte.

Individuelle Unabhängigkeit in der Energieversorgung ist nicht erwünscht

Das Verbot von Ölheizungen hat noch einen anderen Aspekt und der ist ziemlich hässlich. Wer nämlich einen Öltank im Keller und ein Dieselauto in der Garage hat, der ist für einige Zeit einigermaßen sicher, was Heizung und Mobilität anlangt. Dem Diesel schmeckt Heizöl nämlich vortrefflich und wenn man dann noch einen Dieselgenerator im Keller hat, ist man in der Energieversorgung für geraume Zeit geradezu autark, selbst wenn der Strom ausfällt. Fernwärme und Gas können dagegen genauso schnell abgestellt werden wie die Stromversorgung. Wer also keine Ölheizung hat, kann bezüglich Wärme und Mobilität keine eigene Vorratshaltung betreiben. Er ist der Willkür der jeweils Mächtigen ausgeliefert.

Kombinieren wir das noch mit vernetzten Strom- und Gaszählern und internetgesteuerten Thermostaten, die jeder auslesen kann, sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass grüne Ökodiktatoren das Gas abdrehen, wenn man seine Wohnung über das erlaubte Maß erwärmt. Gut, das ist jetzt schon sehr pessimistisch gedacht, aber wer Ölheizungen verbieten will, ohne eine Alternative auch nur zu beschreiben, dem traue ich alles zu. Vor allem deswegen, weil private Wärme-Kraft-Anlagen nicht gefördert werden. Damit meine ich Stromgeneratoren im Keller, die das Netz entlasten und das Haus beheizen. Ach ja, die machen auch autark. Kann es deswegen sein, dass diese Anlagen nur mit Gasbetrieb angeboten werden (dürfen?) und nicht ölbetrieben?

Bis 2050 soll Deutschland CO2-neutral sein, sagt die Kanzlerin mit einem Kotau vor grünen Utopisten. Wie das gehen soll? Keine Ahnung! Wie das aussehen soll? Muss dann auch das CO2 kompensiert werden, das wir ausatmen? Darf ich meine Zimmerpflanzen zu Gunsten meiner persönlichen Bilanz anführen? Ja, 2050 ist noch weit weg. Da wäre es wohl verwegen, bereits jetzt die Frage zu stellen, wie das gehen soll. Dafür sollen wir aber heute schon wissen, dass unsere Kinder und Enkel malochen dürfen bis sie 70 sind. Da ist die Deutsche Umwelt Hilfe DUH schon ehrlicher. Sie will Dieselautos sofort aus den Städten verbannen und schon zu diesem Jahreswechsel sollen Feuerwerke verboten werden. Ob das aus dem Kalkül der Ökodiktatoren stammt, um den Zorn der Bürger auf diesen Blödsinn zu konzentrieren?

Die Energiepläne der Regierung führen in die Ökodiktatur

Die Energiepläne der Merkelregierung sind unausgegoren bis hirnrissig. Sie führen direkt in die Ökodiktatur. Es sei denn....die Regierung verschweigt uns etwas ganz anderes. Wie weit sind denn Technologien für echte alternative Energien gediehen? Also nicht Wind oder Sonne, sondern die „kalte Fusion“ oder andere, die vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Gerade im Bereich der kalten Fusion habe ich von Zeit zu Zeit sehr überzeugende Berichte gelesen. Da werden schon Anlagen zum Verkauf angeboten, die mit wenigen Gramm Brennstoff ein großes Haus über Jahre versorgen können. Ich gestehe, dass ich mich selbst noch nicht aufraffen konnte, diese Angebote in Augenschein zu nehmen oder bei mir zu installieren. So kann ich nicht sagen, ob sie wirklich funktionsfähig sind. Es fällt nur auf, dass nichts darüber berichtet wird, obwohl die Ankündigungen sensationell sind.

Bis echte Alternativen zu fossilen Brennstoffen gefunden sind, gibt es keine Alternative. Wind und Sonne gibt es bei uns vor allem dann, wenn man sie nicht braucht und mit dem Wind ist das sowieso so eine Sache. Wenn ich Windräder auf dem Acker sehe, stehen sie meistens still. Ein Industrieland wie Deutschland braucht aber zuverlässige Energie und da liegt schon heute einiges im Argen. Die Netzfrequenz hatte einst Eichqualität. Netzgestützte Uhren liefen über Jahre sekundengenau. Das ist vorbei. Da sind Abweichungen von Minuten pro Woche zur Normalität geworden und das ist ein Zeichen dafür, dass das Netz nicht mehr stabil ist. Dass das wieder besser werden könnte, wenn noch mehr Wind und Sonne eingespeist werden, glaubt wohl nur ein Ökofreak.

Betrachtet man die „Pläne“ der Regierung zu Energie, kann einem angst und bange werden. Da steht eine totale Abhängigkeit von Lieferungen aus ausländischen (Atom-)Kraftwerken im Raum. Ist es da noch nötig, den Bürgern mit unsinnigen Rentenrechnungen noch mehr Angst zu machen? Was immer das bezwecken soll, erschließt sich mir nicht. Es sei denn, es ist der Weg in die Ökodiktatur. Die Grünen wollen das. Verbote und Kontrollen. Die Rente mit 70 ist an mir vorbeigegangen. Meine Kinder und Enkel betrifft das aber schon. Merkel, Altmaier & Co. haben keine. Also was soll´s, wenn meinen Nachkommen die Rente mit 70 droht, in einer kalten Wohnung ohne Ölheizung. Dann gibt es auch keinen Grund mehr, das neue Jahr mit einem Feuerwerk zu begrüßen.

 

Wenn man sich schon Gedanken über mögliche Zukunftsszenarien machen will, sollte man über das Finanz- und Wirtschaftssystem nachdenken und diskutieren. Weil das aktuelle System früher oder später zusammenbrechen muss, sollten Alternativen bewertet werden. Wir haben mit der Humanen Marktwirtschaft ein alternatives Modell vorgestellt, das ohne Inflation und Lohnsteuer funktioniert und allein deswegen nicht den zyklischen Zusammenbruch benötigt. Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie, wie eine Welt aussehen könnte, die nicht vom Kapital beherrscht wird. „Die Humane Marktwirtschaft“ nach Haisenko/von Brunn ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier.

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