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AKK rechnet bei ihrer Antrittsrede gnadenlos mit von der Leyen ab

Von Peter Haisenko 

Die letzten sechs Jahre war von der Leyen verantwortlich für die Bundeswehr – Jahre des Versagens und der Skandale. Die Bundeswehr ist in einem jämmerlichen Zustand und jetzt hat sich die neue Verteidigungsministerin in ihrer Antrittsrede geradezu einen Freibrief für ihr mögliches eigenes Versagen ausgestellt.

Hier und dort wird AKK bereits satirisch „Kampf Knarrenbauer“ genannt. So hat sie wie „Flinten-Uschi“ schon ihren Spitznamen weg. Ob sie für das Amt die nötige Qualifikation mitbringt, ist mehr als zweifelhaft. Wer aber ihre Antrittsrede gehört hat, muss sich fragen, wie sehr AKK ihre Vorgängerin UvdL hasst. Hat sie doch gnadenlos den grausamen Zustand der Bundeswehr in allen unglaublichen Details angeführt. Wohlmeinend könnte man annehmen, sie wollte damit nur bekanntgeben, was sie in den nächsten Jahren alles aufarbeiten will. Dass das eine Menge ist, steht außer Frage. Tatsächlich aber war ihre Rede eine gnadenlose Abrechnung mit ihrer Vorgängerin, die selbst die ärgsten Feinde von UvdL nicht brutaler hätten formulieren können.

In welchem Zustand wird von der Leyen Europa nach fünf Jahren hinterlassen?

AKKs Rede beginnt mit den üblichen Allgemeinplätzen und der Wiederholung, dass auch Sie den Verteidigungsetat auf zwei Prozent des BIP bringen will. Dann aber, ab Minute 12, zählt sie auf, was zu tun ist. Ja, da hat sie recht, aber ist das nicht eine Aufzählung dessen, was ihre Vorgängerin alles versäumt hat, während der letzten sechs Jahre selbst zu tun? Ab Minute 17 sagt sie den entscheidenden Satz: „...es gibt viel zu tun für eine einsatzbereite Bundeswehr, für eine Bundeswehr, auf die unser Land stolz sein kann....“ Die neue Verteidigungsministerin sagt also ohne rot zu werden, dass die Bundeswehr, die sie von ihrer Vorgängerin übernehmen musste, nicht einsatzbereit ist und wir jetzt nicht stolz auf sie sein können. Wäre es anders, gäbe es eben nicht „viel zu tun“.

Das gilt auch für Material und Ausrüstung, für die sie verspricht, für unsere Soldaten „nur das Beste“ anzuschaffen. Sie will auch wieder dafür sorgen, dass alle Truppenteile wieder ausreichend Übungsmöglichkeiten erhalten, um mit ihrem (Flug-)Gerät professionell umgehen zu können. Kann man seine Vorgängerin brutaler vorführen als so? Indem man ihr bescheinigt, dass sie einen Sauhaufen hinterlässt, der jetzt mühsam wieder auf Vordermann gebracht werden muss?

Die Rede war abgelesen. Wer immer diese geschrieben hat, muss einen gewaltigen Zorn auf Flinten-Uschi haben, weil sie mit diesem Amt heillos überfordert war. Ich glaube nicht, dass AKK selbst verstanden hat, was sie da abgelesen hat an Kritik an ihrer Vorgängerin. Schließlich ist diese während der letzten sechs Jahre in der Verantwortung gewesen und alle von AKK aufgeführten und dringend notwendigen Zukunftsplanungen sind so eine Ohrfeige für von der Leyen und ihr Versagen. So könnte man sagen: Gut, dass sie jetzt nach Europa verbracht worden ist. Allerdings sollte man sich angesichts des Zustands der Bundeswehr fragen, in welchem Zustand die EU nach fünf Jahren von der Leyen sein wird. AKK selbst kann sich bei eigenem Versagen genau auf diese Rede berufen, denn die Aufarbeitung der benannten Defizite kann nur einem Herkules gelingen.

Hier der Link zur Rede von AKK: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kramp-karrenbauer-als-verteidigungsministerin-vereidigt-100.html (Es ist das zweite Video etwas weiter unten)

 

Selbst der als systemkonform bekannte Til Schweiger konnte offensichtlich nicht umhin, seine Geringschätzung für die neue Verteidigungsministerin in die Öffentlichkeit zu tragen. Er hat dieses Bild ins Netz gestellt.

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