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Wir können mit absoluter Sicherheit sagen, dass Russland mutmaßlich einen Cyberangriff gestartet hat

Von Peter Haisenko 

So wie die leicht humoristisch überspitzte Überschrift, lauten alle Vorwürfe gegenüber Russland in ihrer Essenz. Die westliche Dominanzklasse agiert im Panikmodus. Nachdem Skripal und Giftgas nicht mehr verfangen, der feige Angriff auf Syrien wirkungslos verpufft ist, wird wieder die alte Mär von russischen Cyberangriffen aus der Schublade gezogen. Wie immer, bleiben Beweise aus und die Historie wird verdreht dargestellt.

Zunächst will ich darauf hinweisen, dass ich den eher klassisch positiv besetzten Terminus „Eliten“ ersetze durch „Dominanzklasse“, was die Handlungsweisen und Ziele dieser kleinen Gruppe von Finanzgewaltigen und Politikern besser beschreibt. Der sichtbare Teil dieser Gruppe hat nun wieder die Karte Cyberattacken gezogen und in gewohnter Weise behauptet, Russland wäre da eine kontinuierliche Abfolge vorzuwerfen. Das Gegenteil ist wieder einmal die Wahrheit, denn außer fortlaufenden Anschuldigungen entbehrt diese Behauptung jeglichen Beweises und über den Status „mutmaßlich“ ist kein einziger Fall hinausgekommen. Bei den USA sieht das anders aus.

Die USA haben eine belegbare Historie an Cyberattacken

Wer kann sich noch an „Stuxnet“ erinnern? Stuxnet ist ein Computerwurm, der im Juni 2010 entdeckt und zuerst unter dem Namen „RootkitTmphider“ beschrieben wurde. Da bis Ende September 2010 der Iran den größten Anteil der infizierten Computer besaß und es zu außerplanmäßigen Störungen im iranischen Atomprogramm kam, lag es nah, dass Stuxnet hauptsächlich entstand, um die Leittechnik der Urananreicherungsanlage in Natanz oder des Kernkraftwerks Busher zu stören, sagt Wikipedia. Dass die USA und Israel hinter Stuxnet steckten, um Irans Atomprogramm zu torpedieren, gilt mittlerweile als gesichert. Zuverlässigen Quellen zufolge war Stuxnet Teil des Programms „Nitro Zeus“. In dessen Rahmen hätten sich die USA elektronischen Zugang zu verschiedensten kritischen Infrastrukturen des Iran verschafft, um die gegebenenfalls in kürzester Zeit lahmlegen zu können.

Wir sprechen bei Stuxnet also nicht von mutmaßlich oder wahrscheinlich, sondern von unwiderlegbaren Beweisen, dass es die USA waren, die diesen kritischen Cyberangriff durchgeführt haben. Auch das Motiv lässt hier keinen Zweifel zu. Irans Atomprogramm sollte vom Friedensnobelpreisträger Obama angegriffen und zerstört werden. Nicht nur das. Stuxnet hatte die Fähigkeit und wohl auch das Ziel, weltweit, nicht nur im Iran, Infrastruktur wie Versorgungsunternehmen lahmzulegen oder massiv zu beschädigen. In Washington ist also seit mehr als zehn Jahren mit hohem Personal- und Kapitaleinsatz an Cyberwaffen gearbeitet und mindestens Stuxnet eingesetzt worden. Es ist also nicht Russland, sondern die USA, die eine belegbare Historie an Cyberattacken haben. Weiterhin ist hinreichend bekannt, dass Microsoft in seinen Programmen Hintertüren eingebaut hat, die jedes seiner Systeme für unerlaubte Zugriffe nicht nur von Geheimdiensten zugänglich macht. Der Quellcode wird nach wie vor geheim gehalten.

Wir werden nach allen Regeln der Kunst für blöd verkauft

Dass die NSA alles und jeden ausspioniert, ist spätestens seit Edward Snowden auch über jeden Zweifel erhaben ebenso, wie Industriespionage eines der Hauptziele ist. So ist es zum wiederholten Mal die übliche Masche, dem „Feind“ Russland das vorzuwerfen, was man selbst schon lange tut und natürlich muss dafür kein Beweis vorgelegt werden. Überhaupt „Beweise“. Wo sie nicht erbracht werden können, weil sie (diesmal wahrscheinlich!) nicht existieren, wird die „Geheimdienstkarte“ gezogen. Wie im Fall Skripal oder generell Giftgas in Syrien wird einfach behauptet, man könne die Beweise der Geheimdienste nicht veröffentlichen, denn das würde deren Arbeit kompromittieren. Wir werden also für dermaßen blöd verkauft, dass wir den notorischen Lügnern alles auf Zuruf glauben sollen und natürlich Russland nicht, wenn von dort ein Dementi kommt.

A propos „für blöd verkauft werden“: Da wird der Raketenangriff auf Syrien von den USA, ihren Verbündeten und den westlichen Medien als „großer Erfolg“ gefeiert. Drei für die Produktion und Lagerung von Giftgas relevante Einrichtungen seien getroffen und vernichtet worden, heißt es. Da stellt sich doch die Frage: Was ist mit dem Giftgas passiert, das bei der Explosion der Sprengköpfe doch tonnenweise hätte freigesetzt werden musste? Hätten da nicht Hunderte, wenn nicht Tausende Menschen in der näheren Umgebung kontaminiert werden müssen? Keine Spur! Vielmehr wird berichtet, es habe keine Toten gegeben. Wie ist das möglich? – Kein Politiker, kein Journalist hat diese sich aufdrängenden Frage gestellt. Dann bleibt logischerweise nur eine Antwort: In den Gebäuden, die uns als Trümmerberge nach erfolgten Raketentreffern in den Medien vorgeführt wurden, mag sich alles Mögliche befunden haben – nur kein Giftgas. Die einzige für die Notwendigkeit des Bombardements vom Westen vorgebrachte Begründung löst sich damit regelrecht in Luft auf. Fake News!

Außenminister Maas: Zurück zum „Assad muss weg“

Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Syrien durch – darf man sie wieder eine „Koalition der Willigen“ bezeichnen? – hat der deutsche Außenminister Maas die Hosen runter gelassen. Er ist zurückgekehrt zum „Assad muss weg“, das in der letzten Zeit aus Vernunftgründen beinahe verschwunden war. Maas zeigt hier die ganze hässliche Fratze der westlichen Interventionspolitik. Wer sich uns, dem US-dominierten Westen, nicht bedingungslos unterwirft, der muss zerstört werden. Auch sein „Gesprächsangebot“ an Russland schlägt in dieselbe Kerbe. Russland muss jetzt zur Vernunft kommen, meint er, und Assad fallen lassen. Klar doch, und damit Russland wieder ein glaubwürdiger „Partner“ werden kann, muss es sich auf den Rücken legen und die Kehle zum Biss anbieten und natürlich Putin zum Teufel jagen, was ja noch 2014 das offizielle Ziel der Sanktionen gegen Russland war – und wohl heute noch ist, aber inoffiziell.

Tatsache ist also, dass der deutsche Außenminister mit seinem Gesprächsangebot nur eine Lösung für Syrien akzeptiert, die in Damaskus eine Vasallenregierung des Westens zur Folge hat. Mutmaßlich. Die Realität ist aber eine andere. Der „Westen“ hat den Krieg verloren. In absehbarer Zeit wird es in Syrien keine demokratisch gewählte Regierung geben, die in irgendeiner Weise dem Westen vertrauen kann. Maas und Co. betreiben also Schadensbegrenzung, wenn sie jetzt die Diplomatiekarte ziehen wollen, um ein Bein in Syrien zu behalten. Schließlich verfangen die Lügen nicht, Assad hätte seine Infrastruktur zerstört. Nein, es waren die Amerikaner, die gezielt Brücken und Ölraffinerien vernichtet haben, wenn sie nicht im Bereich des IS waren. Es waren die Amerikaner, die Rakka dem Erdboden gleich gemacht haben und die Waffen geliefert haben, mit denen die „Rebellen“ sieben Jahre lang Krieg gegen die rechtmäßig demokratisch gewählte Regierung führen konnten. So ist es eben nicht Assad, der für die Hunderttausenden Toten im Land verantwortlich ist, sondern alle die, die die Waffen ins Land geschleust und Terroristen ausgebildet haben. Und jetzt Erdogans Türkei, die in Afrin mit ihrem wiederum völkerrechtswidrigen Angriff die nächsten Leichen produziert. Nicht zu vergessen, dass ein Großteil der Unterstützung für den IS durch die Türkei gelaufen und so auch für Tausende Tote verantwortlich ist.

Die Wiederholung von Lügen hat Methode

Churchill hat es schon gesagt. Im Krieg ist die Wahrheit so wertvoll, dass sie immer von einer Lüge begleitet werden muss. So ist es keine Lüge, aber geschickte Propaganda, wenn mit absoluter Sicherheit über eine Mutmaßung berichtet wird. Dass das überhaupt keine Aussage ist, entgeht dem geneigten Zuhörer. Es bleibt aber im Gedächtnis hängen, dass man sich absolut sicher ist. Die tatsächliche Aussage ist: Wir wissen nichts, aber das mit absoluter Sicherheit. Goebbels konnte das nicht besser. So wird in vielen Gehirnen verankert, dass es eine Vielzahl von Vergehen Russlands und anderer Schurkenstaaten gab und das zugehörige „Mutmaßlich“ wird nicht abgespeichert. So kann mit jeder neuen Lüge auf die alten verwiesen werden und diese alten Mutmaßlichkeiten werden dann als schlüssige Beweisführungskette angeführt.

Die Methode der steten Wiederholung von Lügen und Verunglimpfungen sowohl Assads als auch Putins haben dazu geführt, dass sich niemand mehr traut, etwas zu ihren Gunsten zu sagen, ohne den obligatorischen Zusatz: In Russland ist auch nicht alles in Ordnung, ich bin ja kein Putinversteher, ich mag den Schlächter Assad ja auch nicht. Wenn es darum geht, über die Lügen der Amerikaner oder Engländer zu sprechen, wird immer vorangeschickt: Es wird auf allen Seiten gelogen. Das ist aber die Handlungsweise von Feiglingen, die sich nicht dem Diktat der politisch korrekten Sprechweise widersetzen oder Putinversteher schimpfen lassen wollen. Wer aber so handelt, hat sich dem Meinungsdiktat schon unterworfen und verloren. Ach ja, in den letzten Tagen hörte ich eine neue Wortschöpfung dazu: Trumpversteher.

Gerade wenn es darum geht, wer wirklich andauernd lügt, ist eine klare Sprache ohne Wenn und Aber vonnöten. Deswegen sage ich hier ganz klar und unmissverständlich: Es ist der Westen, England und die USA, die andauernd in höchst raffinierter Weise lügen und von Russland sind mir keine Lügen bekannt! Es war die Sowjetunion und jetzt ist es Russland, die noch niemals Verträge gebrochen haben, im Gegensatz zu den Angelsachsen, die sich nur an Verträge halten, solange diese für sie opportun sind. Das letzte Beispiel hierzu ist der Raketenangriff auf Syrien, der gegen den Vertrag über das Völkerrecht verstößt. Es ist also mindestens unredlich, davon zu sprechen, dass alle lügen. Es ist die übliche Entschuldigung oder Rechtfertigung von Lügnern, die um ihre eigenen Lügen wissen. In dem Sinn, dass man natürlich lügen darf, denn alle anderen tun es ja auch.

Abschließend drehe ich den Spieß um: Ich bin mir absolut sicher, dass England wahrscheinlich den Anschlag auf Skripal selbst inszeniert hat und auch für die Lügen über Assad verantwortlich ist. Und um im Tenor zu bleiben: Eine andere Erklärung ist nicht vorstellbar. Ich bin mir aber auch absolut sicher, dass May, Maas, Merkel und Co. wahrscheinlich ihre eigenen Lügen auch noch selbst glauben. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die aufeinander aufbauenden Lügen tatsächlich in sich schlüssig erscheinen. Sie funktionieren aber nur, solange man von der falschen Grundlage ausgeht, dass Russland grundböse ist und das zum Ziel hat, was in Wirklichkeit das Ziel Londons und Washingtons ist. Da bin ich mir diesmal absolut sicher, ohne mutmaßlich.

Eine weiterführende Betrachtung zum Thema: Lügen glaubt man ihnen - die Wahrheit nicht   



Mit dem Jahr 1945 wurde Deutschland von den Siegern vorgeschrieben, wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts zu lehren ist. Es ist schon lange aufgedeckt, dass diese befohlene Geschichtsschreibung gespickt ist mit Lügen wie die „Alleinschuld“ am Ersten Weltkrieg. In meinem Werk „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ decke ich diese Lügen auf und erzähle die wahre Geschichte. Hier eine Reaktion von Lesern dieses Werks:

Sehr geehrter Herr Haisenko,

nun haben wir Ihr o.g. Buch bis zur letzten Seite gelesen. Grandios! Ein Meisterwerk!

Schon vor vielen Jahren entsorgten wir wegen geistiger Verblödungsgefahren unser TV-Gerät. Seitdem verbringen wir unsere Abende vor allem mit Vorlesen, im Wechsel schöngeistiges Buch/Sachbuch. Im Laufe der Zeit sind so mehrere "Regalmeter" zusammengekommen.

"England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert" ist das wichtigste und beste Geschichtsbuch über unsere jüngere Vergangenheit, welches den Weg zu uns gefunden hat! Es ist nicht nur lehrreich und augenöffnend, sondern auch flüssig und locker geschrieben, bei keiner Zeile kam Langeweile auf!

Wir sprechen hier nicht über eine Lobhudelei - da wir selbst als Buchautoren (Spezialgebiet Reiseführer) arbeiten, können wir den Wert und die Leistung eines Verfassers auch real einschätzen. 

Dieses Buch sollte an allen Schulen, Universitäten, Behörden, Ministerien, etc. als Pflichtlektüre gelten, da nur derjenige die Gegenwart versteht und die Zukunft bauen kann, der auch seine Vergangenheit kennt. Mit dem Wissen aus Ihrem Werk war es uns beispielsweise jüngst ein Leichtes, bei den ersten Meldungen über den Fall Skripal die richtigen Schlüsse zu ziehen. Jetzt nach einigen Wochen lüftet sich der Schleier langsam und wir lagen wohl von Anfang an richtig. 

Als gelernte DDR-Bürger haben wir zwar das dialektische Denken und Schlussfolgern sowie das Lesen zwischen den Zeilen gelernt, aber nun wissen wir dank Ihnen, dass wir auch in der Ex-DDR an Schulen und Universitäten und über die Medien über die Geschichte des 20. Jahrhunderts fast vollständig belogen wurden. Nicht anders in der BRD! Der einzige Unterschied besteht heute darin, dass wir durch mühsame Eigeninitiative auch an Quellen herankommen, die uns in der DDR verschlossen waren. Aber die Politik und die Mainstreammedien lügen genauso weiter, wie es die SED-Schergen taten. Das Geschichtsbild steht auf dem Kopf. Sie haben es für Ihre Leser wieder auf die Füße gestellt.

Man kann wohl mit einiger Sicherheit behaupten, dass 99,9% der Deutschen keine Kenntnis von den im Buch beschriebenen Zusammenhängen haben und somit ein völlig verqueres Geschichtsbild in sich tragen. Tröstlich bleibt aber die Tatsache, dass sich die Wahrheit bislang immer durchgesetzt hat - so wird es auch diesmal sein und eines Tages wird das Lügen-Kartenhaus zusammenstürzen. Die neuen freien Internetmedien sind da schon auf dem richtigen Dampfer. Autoren wie Sie verstärken diesen Effekt durch das verständliche Erklären von großen geschichtlichen Zusammenhängen.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viel Schaffenskraft!

Ihre dankbaren Leser
(Namen der Red. bekannt)

"England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert" ist in der fünften Auflage (9.500 verkaufte Exemplare) und ist erhältlich im Buchhandel oder Sie können es direkt beim Verlag bestellen hier.

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