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Röslers Irrtum

Von Peter Haisenko

Die etwas unglückliche Debatte um das fremdländische Aussehen des FDP-Chefs Philipp Röslers geht am Thema vorbei. Unglücklich deswegen, weil meines Erachtens Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn etwas ganz anderes sagen wollte und bei dem Versuch gescheitert ist, sich nicht direkt als Rösler-Kritker parteiinternen Angriffen aussetzen zu müssen.

Der überraschende Erfolg der FDP in Niedersachsen ist FDP-intern und auch allgemein zwar politisch korrekt interpretiert worden, dennoch oder gerade deswegen aber völlig falsch. Die Wähler haben in Niedersachsen FDP gewählt, weil es die Ankündigung gab, dass Rösler abtreten wird. Wie blauäugig oder parteiintern feige muss man sein, die Niedersachsenwahl als Erfolg Röslers zu werten?

Es kann in Deutschland nicht darum gehen, wie ein Politiker aussieht oder anderweitig von der Norm abweicht. Das haben zu viele Homosexuelle in exponierten Positionen schon bewiesen. Kann ein Vizekanzler mit vietnamesischen Wurzeln peinlicher sein als ein schwuler Außenminister, der in Begleitung seines Lebensgefährten Staatsvisiten absolviert? Ein Grünen-Chef mit türkischen Wurzeln ist ja auch kein Problem.

Liebe FDP-ler, lasst euch nicht durch falschverstandene Rassismusdebatten davon abhalten, den Versager Rösler endlich aus der Parteispitze zu entfernen. Man muss auch in Deutschland einen Versager einen Versager nennen dürfen, selbst wenn er einen Migrationshintergrund hat, Jude oder Muslim ist.

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