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Ist Daniel Cohn-Bendit ein pädophiler Sozialschmarotzer?

Von Peter Haisenko

Wer die sogenannten „68er“ noch live erlebt hat, weiß, mit welch unsubstantiierter Arroganz diese Mischpoke Andersdenkende oder überhaupt selbstständig Denkende diffamiert hat. Heute würde man sagen, gemobbt hat. Sie hatten die Wahrheit für sich gepachtet, und Cohn-Bendit war einer der Schlimmsten unter ihnen. Wie es denn so ist, pflegen Menschen, die mit einer solchen Grundhaltung durchs Leben gehen, die Hybris: Regeln von Moral und Anstand gelten für alle – nur für mich nicht! Vertreter dieser Spezies finden wir natürlich auch heute allenthalben – in der Politik und insbesondere in den Managementetagen der (Finanz-)Konzerne. Aber das ist ein anderes Thema.

Der „Spiegel“ hat Cohn-Bendit in seiner Ausgabe 20/2013 die Gelegenheit gegeben, sich endlich von den unsäglichen Dingen zu distanzieren, die er über sein Verhältnis „zur kindlichen Sexualität“ geschrieben und gesagt hat. Ich zitiere aus „Der große Basar“, geschrieben 1975 von Cohn-Bendit, Seite 143:

Mein ständiger Flirt mit den Kindern nahm erotische Züge an. Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln.“

Weiterhin hat Cohn-Bendit während eines Talkshow-Auftritts Anfang der 80er Jahre gesagt:

Wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, Sie auszuziehen, ist es phantastisch. Es ist phantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ Wohlgemerkt, diesen Satz hat ein Mann gesagt, der älter als 35 war. Als pubertäre Jugendsünde kann ein solches Verhalten mithin nicht abgetan werden.

Dialektisches Pharisäertum bis zum Erbrechen

Die „Spiegel“-Redakteure beginnen ihr Interview mit einer überflüssigen Frage. Überflüssig deswegen, weil deren Beantwortung von vorn herein feststehen musste: „Herr Cohn-Bendit, haben Sie jemals ein Kind unsittlich berührt?“

Dann haben sie Cohn-Bendit mit obigen Zitaten konfrontiert. Sie haben ihm auf vier Seiten Gelegenheit geboten, sich ernsthaft von diesen Phantasien zu distanzieren, wenn es denn bei Phantasien geblieben war. Cohn-Bendit hat die Steilvorlage nicht genutzt. Im üblichen substanzlosen Geschwätz der 68er hat sich Cohn-Bendit hinter „gezielten Provokationen“ versteckt. Er weist hin auf den Unterschied zwischen „Sex mit Kindern“ und „kindlicher Sexualität“.

Pflichtgemäß sagt der Politprofi zwar, dass er nicht pädophil sei und er den Anblick nackter Kinder nicht aufreizend empfinde. Dann legt er aber nach: „Ich fand es reizvoll in dem Sinn, wie ich es gerade erläutert habe: Ich habe die Kraft und den Willen der Kinder dabei bewundert.“ Cohn-Bendit führt explizit aus, dass nackte Kinder in seiner erotischen Phantasiewelt keine Rolle spielen. Ich kann aber in dem gesamten Interview keinen Satz finden, mit dem Cohn-Bendit in gleicher Klarheit feststellt, dass das auch für Vorgänge gilt, wie sie obige Zitate beschreiben. Das Lesen dieses Interviews hat mich mit wachsendem Ekel ob dieses dialektischen Pharisäertums erfüllt.

Waisenrente fürs Nichtstun

Doch nun zu Teil zwei: Sozialschmarotzer. Es sind zwar nur Nebensätze – von den „Spiegel“-Redakteuren geflissentlich ignoriert – mit denen sich Cohn-Bendit als Sozialbetrüger outet. Mit dem für die 68er üblicherweise fehlenden Unrechtsbewusstsein beschreibt er, wie er sein Studium zwar aufgegeben hatte, aber weiterhin als Student eingeschrieben blieb, um seine Waisenrente bis zum 27sten Lebensjahr kassieren zu können. Abgesehen davon, dass Cohn-Bendit hier vorsätzlichen Sozialbetrug offen zugibt, stellt sich eine weitere Frage: Wieso erhält Cohn-Bendit eine staatliche Waisenrente?

Sein Vater hatte sich 1952 in Frankfurt als Anwalt niedergelassen und er selbst ist ihm mit seiner Mutter 1958 dorthin gefolgt. Daniel Cohn-Bendit hat die teure private „Odenwaldschule“ besucht und dort sein Abitur gemacht. Möglicherweise gibt es ja einen Zusammenhang zwischen dem Besuch dieser Schule und den pädophilen Ergüssen des Daniel Cohn-Bendit.

Bei der Waisenrente handelte es sich um eine sogenannte „Wiedergutmachungshilfe“ des Landes Hessen, die ihm nach dem Tod seiner Eltern zugesprochen worden war. Seine Eltern hatten bereits 1933 Deutschland verlassen und sind so den schrecklichen Entwicklungen in Deutschland ausgewichen. Speziell im Fall Cohn-Bendit trifft also die moralische Verantwortung Deutschlands auf die moralisch zweifelhafte Ausnutzung derselben durch vorsätzlichen Sozialbetrug.

Zu den zumindest schriftlichen und verbalen sexuellen Entgleisungen Cohn-Bendits hat sich bereits Klaus Kinkel am 1. Februar 2001 in der „BZ“ geäußert: „Dass...wer nur einen kleinen Funken Verantwortung habe, in einer so ungeheuerlichen Sache nicht nach Rechtfertigung suchen dürfe. Der selbsterklärte große Moralisierer der Achtundsechziger habe sich mit seiner Reaktion jetzt entlarvt. Die schrecklichen, unter keinem Titel zu rechtfertigenden sexuellen Missbräuche von anvertrauten fünfjährigen Kindern sind eines. Das andere ist das große Schweigen, das sich heute über diese furchtbaren Ereignisse ausbreitet. Bei der Beurteilung der Vergangenheit von linken Politikern werden beide Augen zugedrückt. Und diejenigen Tatsachen, deren Durchsickern an die Öffentlichkeit nicht verhindert werden kann, werden heroisch verniedlicht und mit den damaligen Zeitumständen erklärt. Die Geschichte der Achtundsechziger wird noch geschrieben werden müssen.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

Einmal Schmarotzer – immer Schmarotzer

In den letzten Jahren haben unkorrekte Doktorarbeiten manchen Politiker und Minister Amt und Würden gekostet, auch wenn schon Jahrzehnte seit der Schummelei vergangen waren. Muss man Daniel Cohn-Bendit oder ein Alt-68er sein, damit ekelhafte Ausführungen zu sexuellen Aberrationen als Bagatelle abgetan werden? Oder Gewaltexzesse, wie die von Joseph („Joschka“) Fischer, die dieser nicht nur praktiziert, sondern auch als richtig und notwendig dargestellt hatte? Wieso gestatten die Medien solchen Figuren immer noch, sich zu Anstand und Moral zu äußern, anstatt sie aufzufordern, endlich ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten?

Wie der Ex-Außenminister Fischer hat Cohn-Bendit sein Wohlleben durchgängig vom Steuerzahler finanzieren lassen. Ein normaler Beamter verliert seinen Arbeitsplatz, seine soziale Stellung und seine Pension, wenn ihm die Berührung mit Kinderpornographie nachgewiesen wird. Nicht so ein Daniel Cohn-Bendit. Er darf sich auf großzügigste Pensionszahlungen aus diversen öffentlichen Kassen Europas freuen, und niemand wird es wagen, diese ungerechtfertigte Alimentierung – da war doch was mit Schmarotzertum – in Frage zu stellen. Warum eigentlich?

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