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Am Inflationsziel zwei Prozent wird Draghis Geldpolitik scheitern!

Von Peter Haisenko 

Mario Draghi setzt seine Politik fort, die Geldmärkte zu fluten. Damit will er sein Ziel erreichen, die Inflation auf zwei Prozent zu setzen. Von einer Seite wird er gelobt, andere sind enttäuscht. Die Börsen reagieren mit Kursverlusten. Der fortgesetzte Ankauf von Staatsanleihen ist den einen zu wenig, den anderen zu viel. Eines muss klar festgestellt werden: Das Inflationsziel von zwei Prozent wird er mit dieser Politik nicht erreichen.

Angesichts dessen, dass sowieso einhundert mal mehr Geld im Umlauf ist, als für den weltweiten Warenaustausch benötigt wird, dürfen Zweifel am Verstand derjenigen angebracht sein, die mit einer weiteren Geldzufuhr irgendetwas „verbessern“ wollen. Tatsächlich geht es weder um Inflationsziele, noch um ernsthafte Bemühungen, das globale Geldsystem in Ordnung zu bringen. Das wahre Ziel ist einzig und allen, den unausweichlichen Crash hinauszuzögern, das komatöse System zu beatmen. Draghi´s Geldpolitik ist eine große Lüge, mit der vor der Öffentlichkeit der wahre Zustand des Systems verschleiert werden soll.

Seit mehr als dreißig Jahren hat die Geldpolitik als solche kaum noch bis überhaupt keinen Einfluss auf die Inflationsrate. Wie gesagt, Geld ist im Überfluss vorhanden und wenn die alten Regeln der Marktwirtschaft noch irgendeine Gültigkeit haben sollten, dann hätten wir schon lange eine gewaltige Inflation gehabt. Die Geldmenge als solche hat schon lange keinen Einfluss mehr auf die Inflation. Wie kam es dazu? Ich zitiere aus einem Kapitel des neuen Werks von Hubert von Brunn und mir, aus der Humanen Marktwirtschaft:

Turbokapitalismus und Globalisierung

Spätestens zu dieser Zeit (1970er Jahre – die Red.) ist eine wesentliche Grundlage der ökonomischen Lehre entfallen: der permanente Mangel. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation ist nur dann gegeben, wenn grundlegender Mangel herrscht. Nur dann wird eine größere Geldmenge zu größerer Nachfrage führen und Inflation auslösen. In den 1970er-Jahren verhielt es sich in den hoch entwickelten Industriestaaten bereits so, dass die Bedürfnisse elitärer Bevölkerungsteile weitestgehend gesättigt waren. Gab man diesen gesättigten Schichten – also den oberen etwa 30 Prozent – mehr Geld in die Hand, haben sie ihren Konsum dennoch nicht erhöht. Schon damals ist die Bevölkerung geteilt gewesen in relativ wenige Reiche, die im Überfluss leben, und eine klare Mehrheit der Ärmeren.

Die Schere der sozialen Ungleichheit hat sich seitdem immer weiter geöffnet, sodass wir heute eine zweigeteilte Gesellschaft haben. Ein sehr kleiner Teil lebt im aberwitzigen Überfluss, der andere, weitaus größere Teil wird gezielt knapp gehalten. Aber genau dieser größere, ärmere Teil ist derjenige, der zusätzliches Einkommen ausgäbe, wenn er es hätte. Weil er aber nicht mehr Geld bekommt, wirkt sich die Geldmenge nicht mehr auf die Inflation aus, und gleichzeitig konnten und können sich enorme Geldmengen entwickeln, die für den einfachen Warenaustausch keinerlei Funktion mehr haben. Sie dienen allein dem Zweck, sich selbst zu vermehren und die Machtzentren von der Politik in die Bankhäuser zu verlagern. Der ehemalige Präsident der EZB, Jean-Claude Trichet, hat diesen Zustand ebenso lapidar wie treffend beschrieben: „Die Märkte funktionieren nicht mehr.“

Wie konnte es gelingen, die überflüssigen Geldmengen von den unteren Schichten fernzuhalten und so die eigentlich zwangsläufige Inflation durch Geldmengenerhöhung auszuschalten? Der Vorgang ist so einfach wie undemokratisch: Schon in den 1980er-Jahren haben die Gewerkschaften ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr wahrgenommen, nämlich die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Sie haben sich dem Primat des Geldes und der diesem Primat gehorchenden Politik unterworfen und ihre Forderungen streng begrenzt. So sorgen sie dafür, dass denjenigen, die inflationsauslösend handeln würden, das nötige Geld vorenthalten wird. In der Welt der überflüssigen freien Geldmengen wird Inflation also nicht mehr verhindert durch die strenge Regulierung der Geldmengen, sondern durch Tarifverträge.

Gewerkschaften als Handlanger

Die stillschweigend einvernehmliche Zusammenarbeit der Gewerkschaften mit den Geldgewaltigen hat einen vollkommen neuen Mechanismus geschaffen, der die Zweiteilung der Gesellschaften weiter vorantreibt: Hier die knapp gehaltenen Arbeiterschichten, dort die anderen wenigen, die ihre Massen an Geld nicht mehr für Konsum ausgeben können, weil sie schon alles haben und übersättigt sind. Wie bereits gesagt, kann Inflation nur ausgelöst werden, wenn Schichten mit unerfüllten Bedürfnissen mehr Geld in die Hand gegeben wird.

Somit haben es heute die Gewerkschaften in der Hand, die Höhe der Inflationsrate zu lancieren. Sie sind es, die punktgenau bestimmen, wie viel Geld der einfache Arbeitnehmer zur Verfügung hat und ausgeben kann. Sie bestimmen darüber, inwieweit eine erhöhte Nachfrage inflationär wirken kann. Man darf in dieser Hinsicht durchaus von einer „globalen Verschwörung“ des Kapitals mit den Gewerkschaften sprechen, die das Ziel hat, das bereits gescheiterte Geldsystem am Leben zu erhalten, indem der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation ausgeschaltet wird. Das gilt aber nur für die einfachen Bürger. Tatsächlich ist die Welt auch in der Hinsicht zweigeteilt, dass es „oben“ Inflation gibt, „unten“ jedoch nur in streng kontrolliertem Ausmaß.

Soweit der Auszug aus der Humanen Marktwirtschaft. Dass es oben eine gewaltige Inflation gegeben hat, mag man unter anderem daran ermessen, dass vor weniger als 30 Jahren ein Millionär durchaus als Mitglied der Oberklasse glänzen konnte. Heute? Wer nicht Milliarden sein Eigen nennen kann, wird von den wirklich Reichen nur belächelt. Das ist immerhin der Faktor Tausend. Das Finanzwesen und mit ihm die ganze Gesellschaft ist gespalten. Während im realen Leben um Millionen gefeilscht wird, z.B. wenn es um die Versorgung von Flüchtlingen, um die Sanierung maroder Schulgebäude oder um andere reale Projekte geht, werden für die Rettung von Banken mal eben Hunderte Milliarden aus dem Hut gezaubert. Das neue, einfach generierte Geld Draghi´s kommt bei den einfachen Bürgern niemals an und kann sich so definitiv nicht auf die Inflationsrate auswirken.

Das alte System hat ausgedient – aber es gibt eine Alternative

Die hilflose Aktion Draghis zeigt eines überdeutlich: Das gesamte System muss grundrenoviert werden. Das völlig aus dem Ruder gelaufene System von unendlichen Schulden, Gewinnen aus Zins und Zinseszins und die wundersam eigenständige, schier unendliche Kapitalvermehrung muss ein Ende haben. Kein Staat der Welt kann und wird seine Schulden je begleichen können. Dieser Zustand beschreibt punktgenau die Voraussetzung für ein zwingendes Insolvenzverfahren.

Die Welt braucht ein Insolvenzverfahren und danach einen soliden Neuanfang, denn ohne einen solchen wird es kein Ende des Diktats des unbeherrschbaren Kapitals geben können. Ehrliche Finanzfachleute widersprechen dem nicht, haben jedoch ein grundlegendes Problem: Wenn man nach einem „reset“ mit dem alten System wieder anfängt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder in derselben Falle sitzen. Endlich gibt es ein wirksames Mittel, das dieses Problem ein für alle Mal aus der Welt schafft. Am 1. Dezember 2015 haben wir die Humane Marktwirtschaft vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein komplett durchdachtes System, das Bewährtes behält, alle untauglichen Regeln und Paradigmen aber ignoriert und einem fundamental andersgearteten Denkansatz folgt. Man bedenke, dass alle Regeln der Finanzwirtschaft keinem Naturgesetz unterliegen. Sie sind menschengemacht, und zwar von Menschen, die nur das eine Ziel haben, für sich selbst maximalen Profit mit minimaler Arbeit zu ergaunern.

Die Humane Marktwirtschaft basiert auf dem Gedankengut des Humanismus, der tatsächlich der wahre Antagonist des Kapitalismus ist. Es ist nicht der Sozialismus, denn dieser war und ist in seiner realen Form nichts anderes als Staatskapitalismus, dient der Ausbeutung der „Unterklasse“ zu Gunsten der Nomenklatura. Die Humane Marktwirtschaft geht völlig neue Wege, fördert ehrlichen Wettbewerb und verfolgt das Ziel, dass es allen Menschen gut geht – den individuellen Lebensumständen entsprechend, so gut wie möglich. Sie kommt ohne Inflation aus, ist langfristig stabil und braucht keinen Herrn Draghi mehr, der sich darüber den Kopf zerbricht, wie er mit untauglichen Maßnahmen Inflation herstellen oder steuern kann. Neugierig? Skeptisch? Kann nicht sein? Ist nicht möglich? Ist es doch! Lesen Sie die Humane Marktwirtschaft von Hubert von Brunn und mir und entscheiden Sie selbst!

Wer mitreden will, muss es gelesen haben!

In einer Welt, in der alles käuflich ist – vom Mörder über Medien bis zu Abgeordneten –, ist echte Demokratie unmöglich. Wer Demokratie will, muss als wichtigste Voraussetzung ein Finanz- und Wirtschaftssystem fordern, das die Macht des Kapitals bricht, der „wundersamen Geldvermehrung“ durch Zins und Zinseszins ein Ende setzt und das Bestechung und Korruption weitgehend unmöglich macht. Die Humane Marktwirtschaft wird das leisten, und nicht nur das. Sie wird den Menschen Freiheit schenken in bisher nicht gekanntem Ausmaß; ein Leben frei von Lohnsteuer und Inflation und damit eine zuverlässig planbare Zukunft. Um das zu erreichen bedarf es keiner blutigen Revolution, sondern lediglich der Rückbesinnung auf die Grundsätze des Humanismus’ – und deren konsequente Umsetzung.

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Die Humane Marktwirtschaft. ISBN 978-3-940321-13-8  Preis: 15,- €