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Skandalöse Forderung: Berliner Revuetheater will keine AfD-Wähler im Publikum

Von Hubert von Brunn

Der Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palasts, Bernd Schmidt, will keine AfD-Wähler als Zuschauer in seinem Revuetheater haben. Das machte er in einer Rundmail an die Mitarbeiter des Hauses deutlich, in der er schrieb: „Wir werden uns künftig noch deutlicher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht“. Na klar, wer mit so üppigen Zuschüssen aus der Landeskasse (9,6 Mio. in diesem Jahr, 11 Mio. im nächsten) bedacht wird, ist auf die paar Kröten an Eintrittsgeldern nicht angewiesen.

Die Intendanten der großen Berliner Theater und Opernhäuser sowie zahlreiche Politiker aller Couleur reagierten kopfschüttelnd bis empört über Schmidts Ausgrenzungspolitik. Vorbehaltlos positiv äußerte sich dazu allein Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Schmidt habe mit seinem Statement „eindeutig Stellung gegen den zunehmenden Rechtspopulismus bezogen“ und das finde er „absolut in Ordnung“. Die „Hohlköpfe mit Migrationshintergrund“ hat der Herr Senator geflissentlich unterschlagen. An der Fassade des Friedrichstadt-Palasts prangt übrigens die bunte „Respect“-Fahne, die Toleranz und Respekt gegenüber allen legalen Sicht- und Lebensweisen ausdrücken soll. Herr Schmidt war höchstpersönlich dabei, als diese Flagge gehisst wurde.

Ist noch mehr Verlogenheit denkbar? Ist dies das Demokratieverständnis all jener, die lautstark und mit Vehemenz gegen alles protestieren, was in den Ruch von Intoleranz, Ausgrenzung, ja faschistoidem Gebaren geraten könnte? Jene Inhaber der alleinigen Wahrheit, die uns, dem normalen, blöden Volk vorschreiben, was politisch korrekt ist? – Ich danke schön. Das, was Herr Schmidt da von sich gegeben hat, ist nicht faschistoid, sondern reinrassiger Faschismus.

Ausgrenzung – die bevorzugte Vorgehensweise von Despoten und Tyrannen

Erinnerungen an die 1930-er Jahre werden wach, als vor vielen Bars, Restaurants, Cabarets, Theatern, Kinos, Kaufhäusern etc. das Schild prangte: „Juden nicht erwünscht“. So weit sind wir also inzwischen wieder gekommen – und der Affront kam dieses Mal nicht von rechts, sondern von einem Gralshüter der Toleranz, unterstützt von einem Politiker der Linken. Nicht die AfD spaltet die Gesellschaft, Leute wie Schmidt und Lederer tun das. Beide sollte man augenblicklich aus dem Amt jagen. Pauschale Ausgrenzung anstelle des kritischen und konstruktiven Dialogs war und ist Ausdruck der Schwäche und bevorzugte Vorgehensweise von Despoten und Tyrannen. Aber davon sind die Herrschaften natürlich weit entfernt. Sie sind doch die Hüter der political correctness, sie bestimmen, was richtig ist und was falsch, was man sagen darf und was nicht, was man wählen darf und was nicht.

Ein ganz banaler Aspekt dieser skandalösen Forderung ist schlicht und ergreifend der, dass auch Wähler der AfD Steuern bezahlen und mit ihren Abgaben dazu beitragen, dass der Friedrichstadt-Palast Zuschüsse in Millionenhöhe einstreichen kann. Das ist in Ordnung, das dürfen sie, sich die Show ansehen, dürfen sie nicht. Das Eintreiben von Steuern geschieht anonym, da das Finanzamt nicht nach der politischen Gesinnung fragt, sondern sich einfach seinen Anteil nimmt, von dem was der Bürger erwirtschaftet hat. Allein von dieser Warte aus betrachtet, müsste man Herrn Schmidt zum Teufel jagen. Aber da kommt ja noch ein ganz praktisches Problem auf den Hüter des Gutmenschentums zu: Wie will man das überwachen? Wer will wie kontrollieren, ob ein Gast, der an der Kasse oder über Internet sein Ticket kauft, die AfD gewählt hat. Etwas so: „Hey Sie! Sie sehen so rechtsradikal aus. Sind Sie AfD-Wähler? Bekennen Sie!“ – Das erscheint doch ziemlich unwahrscheinlich. Also wie will Herr Schmidt seinen großartigen Plan in die Realität umsetzen?

Die linken Weltverbesserer wähnen sich immer auf der „richtigen“ Seite

Nach derzeit gültigen Maßstäben und in Einvernehmen mit dem Grundgesetzt ist das schlicht nicht machbar. Dann müsste man schon zu härteren Bandagen greifen – und da fallen mir wieder die 1930-er Jahre ein. Mit Nachfrage sind die Nazis auch nicht weit gekommen, um Juden zu identifizieren und entsprechend zu stigmatisieren. Also haben sie befohlen, dass jeder Jude den Davidstern auf dem Mantel, Jackett, Kleid tragen muss. Jetzt wäre das eben kein gelber Stern, sondern ein blauer Kreis mit rotem Balken. – Nein, so weit wird es nicht kommen. Die dafür notwendige Grundgesetzänderung werden auch die linken Weltverbesserer nicht hinkriegen. Schlimm genug aber ist, dass so ein Ansinnen überhaupt in die Welt geblasen wird in dem Selbstverständnis, auf der „richtigen“ Seite zu stehen und damit jedes Recht zu haben, einen derart undemokratischen Vorgang zu initiieren.

Halten wir fest: Diejenigen, die am lautesten gegen vermeintlich antidemokratische, faschistoide, staatsschädigende „Elemente“ in der Gesellschaft vorgehen, sind die eigentlichen neuen Faschisten. Siehe G20-Gipfel in Hamburg, wo Linksautonome unter dem Deckmäntelchen der „Antifa“ in verbrecherischer Weise schlimmsten Terror ausgeübt haben. Das war physische Gewalt. Von der zutiefst undemokratischen Intention her müssen sich die Herren Schmidt und Lederer mit ihren verbalen Gewaltbekenntnissen gleichermaßen in diesen Mob einreihen. Dass sich Herr Schmidt jetzt über den Shitstorm aufregt, den seine Aufforderung zur Ausgrenzung von AfD-Wählern in den Sozialen Medien ausgelöst hat, kann man nur mit infantilem Realitätsverlust erklären.

 


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