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Gabriel: „Erstmals seit 1949 wieder echte Nazis im Bundestag“ - ein Faktencheck

Von Peter Haisenko 

Es ist die immer gleiche Methode: Was man selbst verbricht, wirft man dem Gegner vor. Ob es nun Putins „aggressives Russland“ ist, das seine Grenzen so weit nach Westen verschoben hat, bis es an die NATO stieß, oder eben jetzt Gabriel, der erstmals echte Nazis im Bundestag erkennen will. Ist es nur selektive Geschichtsvergessenheit oder doch bewusst vorsätzliche Propaganda?

Zunächst werde ich den inflationär missbrauchten Begriff „Nazi“ beleuchten. Wer Mitglied der NSDAP war, oder ein Mitläufer, der war zweifellos Nazi. Wofür stand aber die NSDAP? Die „National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei“? Sie war national orientiert, sozialistisch, deutsch und den Arbeitern zugetan. Damit unterschied sie sich von der „Sozialistischen Internationale“ im Wesentlichen nur durch die nationale Ausrichtung. Was die Vernichtung, Ermordung, von unliebsamen Zeitgenossen anging, hat sie keinen Weltmeistertitel verdient. Da laufen ihr Kommunisten/Sozialisten wie Stalin, Mao oder Pol Pot leicht den Rang ab. Auch die Briten und die USA sollten nicht vergessen werden, die zwar im eigenen Land keine Massenmorde begangen haben, jedoch weltweit die Spitze halten, was die Ermordung von Menschen in Ländern anbelangt, die sie wegen ihrer ideologischen Ausrichtung hassen.

Die AfD ist national ausgerichtet. Und natürlich Deutsch. Damit sind ihre Gemeinsamkeiten mit der NSDAP aber schon beendet. Deutsch kann kein Verbrechen sein, denn das findet man bei der CDU, der FDP und natürlich auch bei der SPD. Sie haben das „D“ in ihrem Namen. Ein Vorwurf an die AfD ist, dass sie bezüglich „sozial“ oder konkreter Stellungnahme pro „Arbeiter“ eher unterbelichtet ist. Übrig bleibt folglich nur das „Verbrechen“, national zu denken. Nehmen wir nun die LINKE. Diese ist sozialistisch und will die Arbeiter vertreten. Damit kann ihr eine doppelt so große Nähe zur NSDAP nachgesagt werden, als der AfD. Dasselbe gilt abgeschwächt für die SPD. Auch die CSU hat ein „Sozial“ im Namen, ist zwar nicht direkt national, dafür aber stramm lokalpatriotisch. Auf die CDU und ihr Verhältnis zu Nazis werde ich noch eingehen. Ich stelle fest: Ergebnisoffen betrachtet, ist die AfD nicht näher an der NSDAP als die anderen.

Aus der jüdischen Ecke kam bereits die Mahnung, dass Nazis verharmlost werden, wenn die AfD als solche bezeichnet werden. Das ist wohl richtig. Wie gesagt, es fehlen elementare Teile der NS-Ideologie. So ist es die AfD mit der LINKEn, die gegen Kriegstreiberei und Einsätze der Bundeswehr sind. Und die AfD natürlich gegen die sozialistische Ausrichtung. Ist man schon rechtsradikal, wenn die Forderung aufgestellt wird, die Interessen des eigenen Landes anderen voran zu stellen? Ja, natürlich, wenn man aus der Ecke der Sozialistischen Internationalen kommt, die die ganze Welt im Sozialismus vereint sehen will. Wäre es folglich ganz verkehrt, die Globalisierer und diejenigen, die „national“ als verdammenswertes Schimpfwort sehen, als Vertreter der Ideen der Sozialistischen Internationale zu sehen? Wie war es denn bei Mc Carthy oder im Kalten Krieg bis 1990?

Doch nun zu Gabriel und seiner „Erleuchtung“, dass mit der AfD erstmals seit 1949 „echte Nazis“ im Bundestag vertreten sein werden. Wieder einmal ist das Gegenteil die Wahrheit. Mit der AfD zieht die erste Partei in den Bundestag, die keine „echten“ (Alt-)Nazis in ihren Reihen hat oder hatte. Im Jahr 2011 hat die LINKE hierzu wohl unfreiwillig Aufklärung geschaffen, mit einer großen Anfrage im Bundestag. Es kam eine endlose Liste zur Veröffentlichung, die die Namen ehemaliger Mitglieder der NSDAP nennt, die Im Bundestag und in Regierungsverantwortung nach 1949 integriert waren. Nicht nur das. Der AnderweltVerlag wird in Kürze ein Buch veröffentlichen, in dem der Nachweis geführt wird, wie viele alte Nazi-Blut-und-Boden-Schreiberlinge von den Amerikanern nach dem Krieg in die deutschen Medien eingesetzt worden sind. Beispielhaft sei hier genannt Karl Ude, der Vater von Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Christian Ude, der sofort für die „Süddeutsche“ schreiben durfte. Der Karl Ude, der noch Monate vorher Artikel veröffentlicht hatte, mit Sätzen wie „es ist eine Ehre, für den Führer zu sterben“.

Als strammer Parteigänger der NSDAP konnte man es nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus weit bringen: Beispielsweise zum CDU-Bundesvorsitzenden und baden-württembergischen Ministerpräsidenten wie Hans Filbinger oder wie Kurt-Georg Kiesinger sogar zum CDU-Bundeskanzler.

Die „Führungselite“ Nachkriegsdeutschlands war jahrzehntelang durchseucht mit ehemaligen Mitgliedern der NSDAP. Das entsprach einer Notwendigkeit, denn die Alliierten haben damals nicht den Fehler begangen, den sie im Irak gemacht haben. Sie wussten, dass zum Aufbau und der totalen Kontrolle über das zerstörte Deutschland „Fachleute“ benötigt werden, ganz gleich, welche Vergangenheit sie hatten. Alle diese, und besonders die Journalisten, waren leicht und vollständig zu kontrollieren, immer mit dem Damoklesschwert über den Köpfen, als aktive Nazis entlarvt zu werden. Nur mithilfe dieser höchstprofessionellen „Fachleute“ konnte die „Umerziehung“ der Deutschen und die totale Kontrolle verwirklicht werden. Keiner von ihnen konnte „aus dem Ruder laufen“ und es war gesichert, dass sie entsprechend der NS-Ideologie Kommunistenhasser sind. Inwieweit die deutsche Nachkriegsregierung so unter Kontrolle gehalten worden ist, sollte auch einmal betrachtet werden.

Es ist wirklich traurig, wie geschichtsvergessen führende Politiker in Deutschland sind, wenn sie nicht sogar bewusst wider besseres Wissen primitive Propaganda betreiben. So eben auch, wenn sie stereotyp vom „aggressiven Russland“ sprechen. Oder von der Leyen, die den Beginn des deutschen Rentensystems von Bismarck auf 1949 verlegt hatte. Heißt es nicht zurecht: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gestalten? Damit ist Gabriel für diese Aufgabe disqualifiziert und nicht nur er.

Noch ein Blick auf die Grünen. Die Partei, die mit der SPD Deutschland wieder in Kriege geführt hat. Ausgerechnet Göring-Eckardt von der Partei, die die unsägliche Claudia Roth auf den Posten der Bundestagsvizepräsidentin „entsorgt“ hat, erfrecht sich nun, als kleinste Fraktion darüber bestimmen zu wollen, welcher AfD-Abgeordnete diesen Posten besetzen dürfen soll. Da haben sie wieder einmal Demokratie mit Diktatur einer Minderheit verwechselt. So, wie der gesamte Altbundestag einfach neue Regeln für den Alterspräsident des Bundestags beschlossen hat, um einen Alterspräsident der AfD zu verhindern. Nein, ihr „Demokraten“, das ist nicht demokratisch, das trägt faschistoide Züge!

Wer im Glashaus sitzt..... Ja, Herr Gabriel und Co, es kann peinlich werden, wenn mit einer populistisch propagandistischen Aussage alte Leichen im eigenen Keller revitalisiert werden. Fakt ist, dass die AfD die einzige Partei ist, in der niemals „echte Nazis“ gewesen sind. Es spielt hierbei keine Rolle, dass das auch unmöglich ist, weil diese Partei erst seit wenigen Jahren existiert. Gabriel, der Minister ist, sollte das wissen. Und wenn nicht, ist es noch schlimmer. In jedem Fall wird hier klar, wer mit welchen niederen Mitteln tatsächlich versucht, Hass herzustellen. Die AfD hat die deutsche Demokratie aus der Starre gezwungen und man kann nur hoffen, dass die „Jungen Wilden“ in den Altparteien den Aufruf der Wähler wirklich verstehen, und ihre verkrusteten Parteien von innen heraus renovieren. Solange Merkel und Co an ihren Sesseln kleben, weiterhin niedrigste Propaganda verbreiten, wird die AfD stärker und stärker werden.

Damit Sie sich ein eigenes Bild über Nazis im Bundestag und anderen Regierungspositionen machen können, füge ich hier die Liste mit Mitgliedern der NSDAP an, die der Bundestag 2011 veröffentlicht hat. Da gibt es manches „Aha-Erlebnis“, auch was deren Nachkommen anbelangt, die sich heute besonders hervortun, andere als Nazis zu verunglimpfen – siehe Christian Ude.

Nationalsozialisten in den Reihen der Altparteien

Achenbach, Ernst  (1909-1991); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; ab 1950 Mitglied des Landtags NRW; 1957-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB); 1964-1977 Mitglied des Europaparlaments.

Adelmann von Adelmannsfelden, Raban Graf von (1912-1992); NSDAP ab 1939, auch SA; nach 1945 CDU; 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Ahrens, Adolf (1879-1957); NSDAP ab 1934; nach 1945: 1949-1953 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Ahrens, Hermann (1902-1975); NSDAP 1931-1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP ab 1955; 1951–1963 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1965-1969 Mitglied des Bundestages, ab 1962 Bundesvorsitzender der GDP.

Ahrens, Karl (* 1924); NSDAP ab 1942; nach 1945 SPD; 1969-1990 Mitglied des Bundestages, 1983-1986 Präsident der Parlamentsversammlung des Europarates.

Albrecht, Erwin (1900-1985) 1936–1945, auch SA 1936-1945, auch SA; nach 1945: CDU; ab 1955 Mitglied des saarländischen Landtags, ab 1957 Vorsitzender der CDU-Fraktion daselbst.

Alef, Heinrich (1897-1966); NSDAP 1930-1945, 1933-1945 NS-Bürgermeister von Bad Godesberg; nach 1945: FDP; kandidierte ab 1953 für den GB/BHE zum Deutschen Bundestag, später in der FDP im Landkreis Altena aktiv und Kreistagsmitglied in Meinerzhagen.

Angermeyer, Joachim (1923-1997); NSDAP ab 1941; nach 1945: FDP; 1976-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Arndt, Rudi (1927-2004); NSDAP 1944-1945; nach 1945: SPD; 1956-1972 Landtagsabgeordneter und Ministerämter in Hessen, 1972-1977 Oberbürgermeister Frankfurt am Main, 1979-1989 MdEP, davon 1984-1989 als Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas.

Asbach, Hans-Adolf  (1904-1976); NSDAP 1933-1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP ab 1950; Minister für Soziales, Arbeit und Flüchtlingsfragen bzw. Stellvertretender Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.

Aschoff, Albrecht (1899-1972); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages .

Auer, Theodor (1899-1972); NSDAP ab 1934; bis 1964 Botschafter der Bundesrepublik.

B

Bachmann, Georg (1885-1971); NSDAP ab 1940; nach 1945: CSU; 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung Bayerns, bis 1962 Mitglied des Bayerischen Landtages.

Bading, Harri (1901-1981); NSDAP 1937-1939 (Austritt); nach 1945: SPD (ab 1945); Mitglied des Deutschen Bundestages.

Baeuchle, Hans-Joachim (1922-2007); NSDAP ab 1933; nach 1945: SPD (ab 1946); 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestages

Baier, Fritz (1923-2012); NSDAP ab 1941; nach 1945: CDU; 1956-1977 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Bargen, Werner von (1898-1975); NSDAP 1933-1945; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.

Bartels, Wolfgang (1903-1975); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1945); 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Bartram, Walter (1893-1971); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU (ab 1946); 1950-1951 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, 1952-1957 Mitglied des Bundestags.

Bauer, Josef (1915–1989); NSDAP am 1937; nach 1945: CDU (ab 1951); 1953-1969 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Bayerl, Alfons (1923-2009); NSDAP ab 1941; nach 1945: SPD (ab 1955); 1967-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Becher, Walter (1912-2005); NSDAP 1931-1945; nach 1945: Deutsche Gemeinschaft (DG) ab 1947, ab 1954 GB/BHE, ab 1967 CSU.

Berg, Hermann (1905-1982); NSDAP ab 1937; nach 1945: FDP, FVP, DP; 1955-1957 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Binder, Paul (1902-1981); NSDAP ab 1940 als NSBDT; nach 1945: CDU (ab 1946); 1947-1952 Landtag von Württemberg-Hohenzollern, 1953-1960 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

Birrenbach, Kurt (1907-1987); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1953), Mitglied des Deutschen Bundestags.

Bismarck, Otto von (1897-1975); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU ab 1946); Mitglied des Deutschen Bundestags.

Blankenhorn, Herbert (1904-1991); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1953); Mitglied des Deutschen Bundestags.

Bläsing, Anneliese (1923-1996); NSDAP 1941-1945; nach 1945: NPD; Sekretärin im Deutschen Bundestag 1953-1957, Mitglied des hessischen Landtags für die NPD (1966-1970).

Bockenkamp, Walter (1907-1994; NSDAP 1930-1945; nach 1945: DP, CDU; 1959-1967 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1955-1960 Mitglied des Rundfunkrats des NDR.

Böhme, Georg (* 1926); NSDAP ab 1944; nach 1945: CDU (ab 1951); 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Böhme, Günter (1925-2006); NSDAP ab 1943; 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Bosselmann, Gustav (1915-1991); NSDAP ab 1937; nach 1945: CDU; 1963-1982 Mitgl. des niedersächsischen. Landtags, 1965-1970 niedersächsischer Justizminister, 1976-1977 Innenminister.

Brandes, Bruno (1910-1985); NSDAP ab 1933; nach 1945: CDU; 1969 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1981-1985 Landrat des Landkreises Holzminden.

Brecht, Julius (1900-1962); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD (ab 1957); 1949-1953 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft,1957-1962 Mitglied des Deutschen Bundestags

Bremm, Klaus (1923-2008); NSDAP ab 1941; nach 1945: CDU (ab 1950); 1967-1969 Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages, 1969-1976 Mitglied des Bundestags.

Brese, Wilhelm (1896-1994); NSDAP ab 1937; nach 1945 CDU (ab 1945); 1949-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Brückner, Reinhard (* 1923); NSDAP 1941-1945; nach 1945: Die Grünen; Mitglied des hessischen Landtags 1982–1984.

Bucher, Ewald (1914-1991); NSDAP bis 1945; nach 1945: FDP/DVP 1950–1972, ab 1984 CDU; 1962–1965 Bundesminister der Justiz, 1965–1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau.

Buchka, Karl von (1885-1960); NSDAO 1933-1945; nach 1945: DVP, ab 1948 CDU; 1953-1958 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Buggle, Wilhelm (1915-1989); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1964-1984 Mitglied des Baden-Württembergischen Landtags.

Büttner, Fritz (1908-1983); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD ab 1945; 1957-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

C

Campe, Carl von (1894-1977); NSDAP ab 1940; nach 1945: DP; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.

Conring, Hermann (1894-1989); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1953-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Carsten, Karl (1914-1992); NSDAP 1940-1945, SA an 1933; nach 1945: CDU (ab 1953); Bundespräsident.

Caspar, Helmut (1921-1980); NSDAP 1939-1945; nach 1945: SPD; 1963-1978 Mitglied des hessischen Landtags.

Conrad, Wilhelm (1911-1980); NSDAP 1937-1045; nach 1945: SDP; Mitglied des hessischen 1958-1970 Landtags.

Croll, Willi (geb. 1924); NSDAP 1942-1945; nach 1945: SPD; 1970-1976 Mitglied des hessischen Landtags.

D

Dahlgrün, Rolf (1908-1969); NSDAP bis 1945; nach 1945: FDP ab 1949; 1962-1966 Bundesminister der Finanzen.

Dannemann, Robert (1902-1965); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1949-1955 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Deist, Heinrich (1902-1964; NSDAP ab 1938; nach 1945: SPD; 1953-1964 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Diebäcker, Hermann (1910-1982); NSDAP ab 1937; nach 1945: CDU; 1957-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Diel, Günter (1916-1999); NSDAP ab 1939; Staatssekretär im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Botschafter in Neu-Delhi und Tokio.

Doepner, Friedrich (1893- ?); NSDAP 1941-1945; nach 1945: GB/BHE; 1954-1958 Mitglied des Schleswig-Holsteiner Landtags.

Dorls, Fritz (1910-1995); NSDAP 1929-1945; nach 1945: CDU (ab 1946) 1949 GuD/DKP-DRP, ab 1949 SRP; Vorsitzender der SRP.

Dreher, Eduard (1907-1996); NSDAP 1937-1945; Ministerialdirigent im Bundesjustizministerium.

Dreyer, Hugo (1910-1982); NSDAP ab 1935; nach 1945: GB/BHE, CDU; 1955-1967 Mitglied des niedersächsischen Landtags.

Dreyer, Nicolaus (1921-2003); NSDAP ab 1939; nach 1945 FDP, CDU; 1963-1970 Mitglied des niedersächsischen Landtags.

Duckwitz, Georg (1904-1973); NSDAP 1932-1945; Botschafter, Staatssekretär.

Duckwitz, Richard 1886-1972; NSDAP 1933-1945; nach 1945: DP, GDP; Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

Dürr, Hermann (1925-2003); NSDAP ab 1943; nach 1945: FDP, DVP, SPD; 1957-1965 uns 1969-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.

E

Eckhardt, Walter (1906-1994); NSDAP ab 1933; nach 1945: CSU (ab 1956); 1957-1961 uns 1964-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Edert, Eduart (1880-1867); NSDAP ab 1933; nach 1945: CSU (ab 1956); 1949-1953 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Effertz; Josef (1907-1984); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1961-1968 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Ehmke, Horst (1927 – ?); NSDAP 1944-1945; nach 1945: SPD (ab 1947); 1973-1991 SPD-Vorstand, Bundesminister der Justiz, dann für besondere Aufgaben,  Chef des Kanzleramts, Bundesminister für Forschung und Technologie, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.

Eisenmann, Otto (1913-2002); NSDAP ab 1933; nach 1945: DP, FDP (1958-1979), CDU (ab 1970); 1957-1967 Mitglied des Bundestags, 1967-1969 Minister für Arbeit, Soziales und Vertriebene in Schleswig-Holstein.

Elsner, Martin (1900-1971); NSDAP 1939-1945; nach 1945 GB/BHE, 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Enders, Christian (1899-1984); NSDAP 1937-1945; nach 1945: SPD; 1962-1970 Mitglied des hessischen Landtags.

Engelbrecht-Greve, Ernst (1916-1990); NSDAP ab 1935; nach 1945: CDU; 1953-1962 Mitglied des Bundestags, 1962-1975 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schleswig-Holstein, 1971-1975 Stellvertreter des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein.

Engell, Hans-Egon (1897-1974); NSDAP 1931-1945, SS 1933-1945; nach 1945: GB/BHE (ab 1950); 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Enseling, Elisabeth (1907-1998); NSDAP ab 19540; nach 1945: CDU; 1966-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Entemann, Alfred (geb. 1927); NSDAP 1944-1945; nach 1945: CDU; 1964-1984 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

Eppler, Erhard (geb. 1926); NSDAP 1944-1945; nach 1945: GVP (ab 1952), seit 1956 SPD; 1968-1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Erdmann, Gerhard (1896-1974); NSDAP 1933-1945; 1949-1954 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der dt. Arbeitgeberverbände, Vorsitzender der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und -arbeitslosenversicherung

Ernesti, Leo (1925-1996), NSDAP ab 1943; nach 1945: CDU (ab1951); 1967-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Ertl, Josef (1925-2000); NSDAP ab 1943; nach 1945: FDP; 1961-1987 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1969-1983 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Etzdorf, Hasso von (1900-1989); NSDAP 1933-1945; Botschafter in Großbritannien.

F

Farke, Ernst (1895-1975); NSDAP ab 1937; nach 1945: DP; 1949–53 Mitglied des. Bundestags.

Fassbender; Heinrich (1899-1971); NSDAP 1931-1933; nach 1945:  NDP ab 1945, ab 1946 FDP, ab 1955 DP, ab 1962 DNVP, ab 1964 NPD; 1949-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Feuring, Adolf (1902-1998); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD (ab 1946); 1967-1969 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Fiedler, Eduard (1890-1963); NSDAP bis 1945; nach 1945: GB/BHE, ab 1962 FDP; 1953 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Filbinger, Hans (1913-2007); NSDAP 1937-1945; nach 1945 CDU (ab 1951); Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Fischer, August (1901-1986); NSDAP ab 1937-1945; nach 1945: parteifrei; Bürgermeister von Kempten/Allgäu.

Frank, Karl (1900-1974); NSDAP ab 1937; nach 1945: FDP; 1951-1960 Finanzminister in Baden-Württemberg, 1952-1964 Mitglied des dortigen Landtags.

Franken, Paul (1903-1984); NSDAP 1933-1940; nach 1945: CDU; erster Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung.

Friedrich, Bruno (1927-1987); NSDAP1944-1945; nach 1945: SPD (ab 1954); 1972-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Friedrich, Otto Andraes (1902-1974); NSDAP 1941-1945; 1969-1973 Präsident der Bundesvereinigung der dt.  Arbeitgeberverbände.

Fuhrhop, Hans-Jürgen (geb. 1915); NSDAP ab 1937; nach 1945 CDU; 1970-1982 Mitglied des niedersächsischen Landtags.

G

Gemein, Heinz (1906-1958); NSDAP1930-1945; nach 1945:GB/BHE; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Genscher, Hans-Dietrich (geb. 1927); NSDAP 1945; nach 1945: LDPD (DDR)1946-1952, ab 1952 FDP; 1965-1998 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1974-1992 Bundesaußenminister.

Giesecke, Gustav (1887-1958); NSDAP 1925-1945; nach 1945: SRP 1949-1952; 1951-1952 Mitglied des Niedersächsischen Landtags.

Gille, Alfred (1901-1971); NSDAP 1937-1945, SA ab 1933; nach 1945: GB/BHE ab 1950, ab 1961 GDP; Mitglied des Landtages Schleswig-Holstein, Mitglied des Deutschen Bundestags für die GDP.

Glüsing, Hermann (1908-1981); NSDAP: 1928-1933, auch SA; nach 1945: CDU (ab 1945); 1949-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Goppel, Alfons (1905-1991); NSDAP1937 oder 1939-1945, ab 1933 auch SA; nach 1945: CSU;  Bayerischer Innenminister (1958-1962), Ministerpräsident von Bayern (1962-1978).

Grewe, Wilhelm (1911-2000); NSDAP 1933-1945; nach 1945: Völkerrechtler im Beraterstab Adenauers, 1955 Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amts.

Güde, Max (1902-1984); NSDAP 1940-1945; nach 1945: GP, NPD; Mitglied des Deutschen Bundestags.

Gutmann, Wilhelm (1900-1976); NSDAP 1931-1945; nach 1945: GP, NPD; 1968-1972 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

H

Halt, Karl Ritter von (1891-1945); NSDAP 1933-1945; Präsident des Westdeutschen Olympischen Komitees.

Hellwig, Karl (1924-1993); NSDAP 1944-1945; nach 1945 SPD; 1970-1983 Mitglied des hessischen  Landtags.

Hellwig, Günter (1914-1996); NSDAP 1938-1945; nach 1945 SPD; 1939 SS; 1940 SD; 1943-1944 Gestapo Marseille; 1957 Mitglied des Landtags NRW, 1958 Bundesvorstand der SPD.

Henckel von Donnersmarck, Georg Graf (1902-1973); NSDAP 1937-1945; nach 1945 CSU; 1953-1957, 1959-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Höcherl, Hermann (192-1989); NSDAP 1931-1932 uns 1935-1945; nach 1945: CSU (ab 1949); 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Hopf, Volkmar (1906-1997); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CSU; ab 1959 Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, ab 1964 Präsident des Bundesrechnungshofs.

Hunke, Heinrich (1902-2000); NSDAP 1923-1945; nach 1945: BHE; ab 1955 Mitglied des niedersächsischen Landtags, Staatsbeamter in Niedersachsen, zuletzt Ministerialdirigent (bis 1967).

Hütter, Margarete (1900-2003); NSDAP 1943-1945; nach 1945: DVP/FDP; 1949-1953 und 1955-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

J

Joel, Georg (1898-1981); NSDAP 1926-1945; nach 1945: DRP; 1955-1959 Mitglied des Niedersächsischen Landtags.

Jordan, Pascual (1902-1980); NSDAP 1933-1945, ab 1933 auch SA; nach 1945 CDU; 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.

K

Kempfler, Friedrich (1904-1985); NSDAP 1932-1945, nach 1945: CDU (ab 1949); 1957-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Kiep, Walther Leisler (geb. 1926); NSDAP 1944-1945; nach 1945: CDU;  1965-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1971-1992 Bundesschatzmeister der CDU.

Kiesinger, Kurt Georg, (1904-1988); NSDAP 1933-1945; nach 1945 CDU; 1958-1966 Ministerpräsident von Baden Württemberg, 1966-1969 Bundeskanzler.

Klaus, Udo (1910-1998); NSDAP 1933-1945, auch SA; nach 1945: CDU; 1951 bis 1954 stellvertretender, dann Geschäftsführer des Landkreistags NRW; 1954-1975 Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland.

Klausner, Wolfgang (1906-1958); NSDAP 1940-1945; nach 1945: CSU; 1953-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Kley, Gisbert (1904-2001); NSDAP 1940-1945; nach 1945: CSU; 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Köhler, Otto (1897-1960); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP (ab 1955); 1957-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Kohlhase, Hermann (1906-2002); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; 1956-1958 Wirtschaftsminister in NRW, 1966-1970 Minister für Landesplanung in NRW.

Körner, Georg (1907-2002); NSDAP 1929-1945; nach 1945: GB/BHE, FDP, FVP, DP, GDP und NPD; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Kracht, Ernst (1890-1983); NSDAP 1933-1945; 1950-1958 Leiter der Staatskanzlei der schleswig-holsteinischen Landesregierung.

Kraft, Waldemar (1898-1977); NSDAP 1943-1945; nach 1945: 1950–1955 GB/BHE, ab 1956 CDU; 1950-1953 Finanzminister in Schleswig-Holstein, 1951-1953 geschäftsführender Justizminister in Schleswig-Holstein, 1953-1956 Bundesminister für besondere Aufgaben.

Krapf, Franz (1911-2004); NSDAP ab 1936, ab 1933 auch SS; bis 1976 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik beim NATO-Rat in Brüssel.

Kuntscher, Ernst (1899-1971); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CDU; 1949-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Kunz, Lothar (1892-1972); NSDAP 1938-1945; nach 1945: GB/BHE; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

L

Lange, Heinz (1914-1985); SS-Division „Das Reich“ bis 1945; nach 1945: FDP / CDU; 1954-1975 Mitglied des Landtags NRW,  1969-1970 Vorsitzender der FDP-Fraktion, später CDU.

Langeheine, Richard (1900-1995); NSDAP spätestens ab 1933; nach 1945: DP, GDP, CDU; 1955-1974 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1955-1959 niedersächsischer Justiz- bzw. Kultusminister, 1959-1961 Vizepräsident des Landtags, 1965-1970 niedersächsischer Kultusminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Lemke, Helmut (1907-1990); NSDAP bis 1945; nach 1945: CDU (ab 1950); Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.

Leverkuehn, Paul (1893-1960); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1958-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Lindrath, Hermann (1896-1960); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1953-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1957-1960 Bundesminister für den wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

M

Maunz, Theodor (1901-1993); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CSU; 1957-1964 Bayerischer Kultusminister.

Melchers, Wilhelm (1900-1971); nach 1945: Botschafter der Bundesrepublik Deutschland (bis 1965).

Meyer, Philipp (1896-1962); NSDAP 1932-1945; nach 1945 CSU; 1953-1962 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Mikat, Paul (1924-2011); NSDAP 1943-1945; nach 1945: CDU; 1962-1966 Kultusminister NRW

Mix, Erich (1898-1971); NSDAP1932-1934 und 1939-1945, SS-Standartenführer; nach 1945: FDP; Mitglied und Vizepräsident des hessischen Landtags.

N

Neinhaus, Carl (1888-1965); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1952 Präsident der Verfassungsgebenden Landesversammlung und bis 1960 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, 1952-1958 Oberbürgermeister in Heidelberg.

Neumann, Erich Peter (1912-1973); NSDAP bis 1941; nach 1945: CDU; 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Nüßlein, Franz (1909-2003); NSDAP; nach 1945: Generalkonsul in Barcelona.

O, P

Oberländer, Theodor (1905-1998); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP, ab 1950 GB/BHE, ab 1955 CDU; 1953-1960 Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen, 1953-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Petersen, Helmut (1903-1982); NSDAP bis 1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP (ab 1950); 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Pohle, Wolfgang (1903-1971); NSDAP1933-1945; nach 1945: CDU, später CSU; 1953-1957 und 1965-1971 Mitglied des Bundestags.

R

Redeker, Martin (1900-1970); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein.

Reichmann, Martin (1907-2000); NSDAP ab 1. August 1932; nach 1945: FDP; Mitglied des Deutschen Bundestags (4. und 5. Legislaturperiode).

Reinefarth, Heinz (1903-1979); NSDAP ab 1932, auch SS; nach 1945: GB/BHE; Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein.

Rieger, Alfred (1907-1990); NSDAP ab 1. Oktober 1931; nach 1945: FDP; 1956 Hauptgeschäftsführer des FDP-NRW, 2. Oktober 1961-1970 Nachrücker als Mitglied des Landtags NRW.

Röder, Franz-Josef (1909-1979); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; Ministerpräsident des Saarlandes (1959-1979), 1957 Mitglied des Bundestags.

Rößler, Fritz (Dr. Franz Richter) (1912-1987); NSDAP 1930-1945; nach 1945: DKP-DRP, 1950 DRP und SRP; Mitglied des Deutschen Bundestags.

S, Sch, St

Saam, Hermann (1910-2005); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP/DVP; 1952-1955 und 1960-1964 Mitglied des Baden-Württembergischen Landtags, 1965-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1966-1968 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP.

Samwer, Adolf Franz (1895-1958); NSDAP 1936-1945; nach 1945: GB/BHE, CDU; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Schachtschabel, Hans-Georg (1914-1993); NSDAP 1937–1945, ab 1933 SS; 1969-1983 Mitglied des Bundestags, ab 1974 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Schallwig, Friedrich-Wilhelm (1902-1977); NSDAP 1932-1945; nach 1945: BHE; Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

Scheel, Walter (* 1919); NSDAP 1941-1945; nach 1945: FDP (ab 1946); 1974-1979 Bundespräsident.

Schiess, Karl (1914-1999); NSDAP bis 1945; nach 1945: CDU; 1964-1980 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, 1972-1978 Innenminister von Baden-Württemberg.

Schepmann, Wilhelm (1894-1970); NSDAP 1923-1945; nach 1945: BHE; Kreistags- und Stadtabgeordneter Gifhorn, stellvertr. Bürgermeister.

Scheringer,  Richard (1904-1986); NSDAP 1923-1931, ab 1931 KPD; nach 1945 KPD/DKP; 1972-1982 Gemeinderat in Kösching.

Schild, Heinrich (1895-1978); NSDAP 1932-1845; nach 1945: DP/CDU; 1953-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Schiller, Karl (1911–1994); NSDAP 1937-1941/45; nach 1945: SPD; 1966-1972 Bundeswirtschaftsminister, 1971/72 auch Bundesfinanzminister.

Schleyer, Hans-Martin (1915-1977); NSDAP 1937-1945, SS ab 1933 (zuletzt Untersturmführer der Waffen-SS); nach 1945: CDU (ab 1979); 1973-1977 Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände.

Schlitter, Oskar (1904-1970); NSDAP ab 1934; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.

Schmitt-Widmack, Karl-Franz (1914-1987); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CDU: 1953-1955 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Schneider, Heinrich (1907-1974); NSDAP 1930-1937; nach 1945: DPS bzw. FDP (ab 1950); Stellvertretender Ministerpräsident des Saarlandes.

Schneider, Ludwig (1893-1977); NSDAP 1933-1945; nach 1945: DVP, später FDP; Mitglied des hessischen Landtags.

Schönhuber, Franz (1923-2005); NSDAP 1941-1945; nach 1945: Die Republikaner (1983-1995), danach NPD; 2005 Bundestagskandidat der NPD; Europaabgeordneter.

Schranz, Helmuth (1897-1968); NSDAP 1925-1945; nach 1945: DP/GDP; 1953-1961 Mitglied des Bundestags.

Schröder, Gerhard (1910-1989); NSDAP 1933-1941 (Austritt); nach 1945: CDU (ab 1950); 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung.

Schütz, Hans (1901-1982); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CSU; 1949-1963 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Schwann, Hermann (1899-1977); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP, ab 1961 VDNV, ab 1965 AUD; Mitglied des Deutschen Bundestags.

Seiboth, Frank (1912-1994); NSDAP 1939-1945; nach 1945: GB/BHE ab 1952, ab 1961 GDP, ab 1967 SPD; Mitglied des Deutschen Bundestags.

Seidl, Alfred (1911-1993); NSDAP 1937-1940; nach 1945: CSU; 1958-1986 Mitglied des bayrischen Landtags, 1972-1974 Fraktionsvorsitzender,  1974-1978 Staatssekretär im Justizministerium Bayern, 1977-1978 Innenminister.

Siemer, J. Hermann (1902-1996); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1947-1951 Mitglied des Niedersächsischen Landtags, 1953-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Stegner, Artur (1907-1986); NSDAP 1931-1945; nach 1945: FDP ab 1945, ab 1957 GB/BHE); 1949-1957 Mitglied des Bundestags, 1951 Landtagsabgeordneter in Niedersachsen, Landesvorsitzender der FDP in Niedersachsen.

Strathmann, Hermann (1882-1966); NSDAP ab 1940; nach 1945: CSU; 1946-1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.

Stücklen, Richard (1916-2002); NSDAP 1939-1945; nach 1945: CSU; 1979-1983  Bundestagspräsident, 1957-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1949-1990 Mitglied des Bundestags.

Stürtz, Gustav (* 1915); NSDAP 1934-1945; nach 1945: NPD; Mitglied des hessischen Landtags.

T

Taubert, Eberhard (1907-1976); NSDAP 1931-1945; nach 1945: ab 1950 Volksbund für Frieden und Freiheit.

Troßmann, Hans (1906-1993); NSDAP 1935-1945; nach 1945: CSU; ab 1949 erster Direktor beim Deutschen Bundestag.

V, W, Z

Vogel, Werner (1907-1992); NSDAP 1938-1945; nach 1945: Die Grünen; 1983 gewählter Bundestagsabgeordneter (vor Konstituierung des Bundestags Mandat niedergelegt).

Weirauch, Lothar (1908-1983); NSDAP 1934-1945; nach 1945: FDP; 1950-1954 FDP-Bundesgeschäftsführer; danach Ministerialbeamter und Agent des Stasi der DDR in Bonn.

Weyer, Willi (1917-1987); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; ab 1950 Mitglied des Landtags NRW; 1953 bis 1954 MdB; 1954-1958 und 1962-1975 NRW-Minister, zeitweise stvellvertr. Ministerpräsident; 1957-1987 Präsident des Landessportbundes NRW; 1974-1986 Präsident des Deutschen Sportbundes.

Willeke, Friedrich-Wilhelm (1893-1965); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1953-1965 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Wittenburg, Otto (1891-1976); NSDAP 1937-1945; nach 1945: DP; 1949-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Woitschell, Gerh. (1910-1969); NSDAP 1928-1945; nach 1945: NPD; Mitglied des hessischen Landtags.

Wurz, Camill (1905-1986); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

Ziegler, Wilhelm (1891-1962); NSDAP 1933-1945; nach 1945: GB/BHE; 1950-1954 Mitglied des hessischen Landtags.

Zimmermann, Friedrich (1925-2012); NSDAP 1943-1945; nach 1945: CSU; 1957-1990 Mitglied des Bundestags, 1982-1989 Bundesinnenminister,1989-1991 Bundesverkehrsminister.

Zoglmann, Siegfried (1913-2007); NSDAP ab 1934; nach 1945: FDP, ab 1974 CSU; 1963-1968 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der NRW-FDP, ab 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages (CSU).

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