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De Maizière und der muslimische Feiertag: Darauf haben die Deutschen gewartet

Von Hubert von Brunn 

Mit seiner historisch völlig haltlosen Feststellung: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ hat unser Kurzzeit-Präsident Christian Wulff (CDU) vor ziemlich genau sieben Jahren die Spur gelegt. Von der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen, hatte sich Herr Schäuble (CDU) bereits 2006 auf der Islamkonferenz ähnlich geäußert. Frau Merkel (CDU) hat den Wulff-Satz wenig später (ohne „auch“) nachgeplappert und jetzt kommt unser Innenminister daher und denkt laut über die Einführung eines muslimischen Feiertags nach. Tolle Idee, Herr de Maizière (CDU), genau darauf hat das deutsche Volk gewartet!

Ich bin bereit, darüber zu reden, ob wir auch mal einen muslimischen Feiertag einführen. Kann man gerne vielleicht mal machen“, sagte der Minister und als bedürfe der in diesem Statement zum Ausdruck gebrachte Schwachsinn noch einer Steigerung, schob de Maizière als „Begründung“ hinterher: „Es gibt auch Gegenden, da ist Allerheiligen ein Feiertag, anderswo nicht“. Sieh an, wer hätte das gedacht? Es gibt auch Gegenden, in denen werden Andersgläubige, vor allem Christen, ihres Glaubens wegen verfolgt und umgebracht, anderswo nicht. Dass alle Christen in muslimischen Ländern endlich ohne Furcht vor Repressalien ihren Glauben leben dürfen und die gleiche Religionsfreiheit genießen wie die Muslime bei uns – diese Diskussion sollten Sie in Gang setzen, Herr Minister. Dieses in vielen vom Islam dominierten Ländern gegen Angehörige UNSERES Glaubens praktizierte Unrecht muss auf die Agenda. Aber dazu fehlt Ihnen und all den anderen devoten Schönrednern und Kulturleugnern der Mut.

Die deutsche Kultur ist christlich-jüdisch geprägt und hat mit dem Islam nichts zu tun

Unsere Kultur ist eindeutig christlich-jüdisch geprägt und hat mit dem Islam – Gott sei Dank – nicht das Geringste zu tun. Dank des Sieges der Entsatzarmee des Heiligen Römischen Reiches und Polens in der Schlacht am Kahlenberg (bei Wien) am 12. September 1683 konnte die Zweite Wiener Türkenbelagerung beendet und das weitere Vordringen des muslimischen Glaubens nach Europa endgültig gestoppt werden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich die Kämpen im christlichen Heer wacker geschlagen und dafür gesorgt haben, dass ich in der christlichen Tradition erzogen werden konnte und bis heute nach diesem Wertekanon leben kann. Ich schätze die großartigen geistigen, künstlerischen, wissenschaftlichen Leistungen, die unsere Kultur in den zurückliegenden Jahrhunderten hervorgebracht hat. Für mich reduziert dich die deutsche Geschichte keineswegs auf 12 Jahre Nazizeit, wie das manche „Historiker“ gern tun.

Die Kultur des Landes, das sich heute Deutschland nennt, ist sehr reich und vielfältig und hat sich im Laufe der Jahrhunderte unter Einbeziehung unterschiedlichster Einflüsse aus anderen europäischen Kulturen entwickelt und zu etwas Eigenständigem geformt. Wer das nicht erkennt oder gar leugnet wie die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Aydan Özoguz (SPD), hat sich entweder nie mit der Geschichte der Deutschen beschäftigt oder vertritt in ideologischer Verblendung eine gerade in linken Kreisen weit verbreitete pauschal antideutsche Haltung. Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“, hat Frau Özogus vor nicht allzu langer Zeit in einem Zeitungsartikel geschrieben. Dieses Statement ist an Ignoranz nicht zu überbieten. Im Kontext mit diesem Zitat: „Einwanderern kann man keine Anpassung an eine vermeintlich tradierte Mehrheitskultur per se verordnen“, wird dann endgültig klar, wes Geistes Kind die Dame mit türkischen Wurzeln ist.

Ohne klar definierten Orientierungsrahmen ist Integration unmöglich

Ich will Frau Özoguz nicht in Anatolien „entsorgen“, aber ich will doch festhalten, dass sie als Integrationsbeauftragte eine glatte Fehlbesetzung ist. Wohin sollen Flüchtlinge und Asylsuchende aus dem Nahen Osten oder aus Afrika denn integriert werden, wenn man diesen Menschen keine klare Vorstellung gibt von der Andersartigkeit der Kultur, in der sie sich nun zurechtfinden sollen? Ohne verständliche und klar definierte Vorgaben, anhand derer sich die Menschen orientieren können, bleiben sie sich selbst überlassen. Wenn ich zum Bahnhof gehe und mir einen Fahrschein kaufe, sollte ich mein Ziel kennen. Wenn ich nicht weiß wohin ich will, ist meine Bemühung um einen Fahrschein völlig sinnlos. Also bleibe ich, wo ich bin. – Genau so wie die Migranten, denen man keinen Orientierungsrahmen für unsere Sitten und Gebräuche und Traditionen bietet, unter sich bleiben und Parallelgesellschaften etablieren, die wir garantiert nicht brauchen und auch nicht haben wollen. Von Integration keine Spur.

Religionsfreiheit ist ein hohes Gut und hierzulande vom Grundgesetz garantiert. Niemand wird an der Ausübung seines Glaubens gehindert; Schüler, die einer nichtchristlichen Glaubensgemeinschaft angehören, dürfen sich jederzeit an einem ihrer Feiertage vom Unterricht freistellen lassen, Arbeitnehmer können einen Tag Urlaub nehmen. Von derartigen Privilegien können Christen in Saudi-Arabien, im Jemen oder im Irak nur träumen. – Nein, Herr de Maizière, wir brauchen ganz bestimmt keinen landesweiten muslimischen Feiertag. Ebenso wenig wie einen jüdischen, buddhistischen, hinduistischen, atheistischen oder sonst wie gearteten Feiertag. Die Deutschen sind, auch jene, die nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen, mit den christlich orientierten Feiertagen zufrieden. Die Bayern haben ein paar mehr, die Berliner ein paar weniger. Na und? Der Festtagsrhythmus von Ostern, Pfingsten und Weihnachten bestimmt unseren Kalender und daran werden wir auch weiterhin festhalten. Das Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadan mögen getrost die feiern, die dem islamischen Glauben angehören. Ich kann gern darauf verzichten, ebenso wie auf Politiker wie Sie und Frau Özoguz.

Nachtrag: Dass diese Anbiederungen an die Muslime ausgerechnet aus den Reihen der CDU kommen (siehe oben), ist irgendwie schon bemerkenswert. Gerade die Partei, die das „christlich“ im Wappen führt, sollte doch erst recht Wert darauf legen, die christliche Tradition in unserem Land zu pflegen und zu erhalten. Oder ist etwa schon eine MDU in Planung? Wobei: Muslimisch und demokratisch passt irgendwie nicht zusammen.

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