Was will Putin? – Falsche Frage!

Von Peter Haisenko 

Immer wieder wird die Frage gestellt, was Putin will. Zu viele Talkshows haben sich damit beschäftigt und sind zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen. Kein Wunder, denn diese Frage ist längst und wiederholt von Putin selbst beantwortet worden. Es wäre richtiger und ehrlicher zu fragen, ob wir bereit sind, Putin zu glauben. Noch wichtiger wäre allerdings die Frage: Was wollen wir oder besser die USA?

Bereits als Russland noch Sowjetunion hieß war eines unbestritten: Man konnte sich auf ihre Vertragstreue verlassen. Die russische Kultur unterscheidet sich von der westlichen unter anderem dadurch, dass Freundschaft und das gesprochene Wort einen sehr hohen Stellenwert haben. Man kann sich darauf verlassen. Diese Mentalität hat dann auch dazu geführt, dass Gorbatschow nicht darauf bestanden hat, ja nicht einmal auf die Idee kam, die (mündlichen) Versprechen der USA/NATO in schriftlichen Verträgen dokumentieren zu lassen. Wir wissen, dass das ein Fehler war – siehe NATO-Osterweiterung.

Die USA wollen die einzige Supermacht sein

Putin hat in vielen Reden, auch vor dem Bundestag, immer wieder in einfachen Worten dargelegt, dass er Frieden, Freundschaft und wirtschaftliche Zusammenarbeit wünscht – von Lissabon bis Wladiwostok. Er hat besonders im letzten Jahr auch gesagt, dass er die russische Identität nicht aufgeben will und bereit ist, diese zu verteidigen. Ein durch und durch nachvollziehbares Ziel, das mit den unseren keinesfalls kollidiert. Warum also stellen unsere Vordenker immer wieder die Worte Putins in Frage? Warum wird Russland zum Aggressor stilisiert? Könnte es sein, dass ein notorischer Lügner immer annehmen muss, dass alle anderen genauso brutal lügen, wie er selbst?

Wenden wir uns also der Frage zu: Was will der Westen? Das muss differenziert werden: Was wollen die USA, was will das deutsche Volk und was will unsere Regierung? Was die USA wollen ist ebenso einfach zu klären wie das, was Putin will, wenn man dem Glauben schenkt, was öffentlich gesagt und geschrieben wird: Die USA wollen die einzige und unbestrittene Supermacht sein. Alle Präsidenten der USA und ihre Berater haben dieses Ziel in diversen Veröffentlichungen, Reden und sogar Gesetzen bekanntgegeben (Seidenstraßenstrategiegesetz). Die einzige Supermacht? Das kann man auch deutlicher formulieren: Wir, die USA, wollen die ganze Welt beherrschen – und ausbeuten. Wir, die USA dulden keine Konkurrenzmodelle, die unseren Führungsanspruch in Frage stellen könnten, und schon gar nicht können wir tolerieren, dass der US-Dollar demontiert wird. Und weil wir Frieden, Demokratie und Freiheit in die gesamte Welt exportieren wollen, lassen wir uns unser Militär dreimal so viel kosten, wie der Rest der Welt zusammen. Wir sind die Guten!!

Die gefährliche Welt der Pseudologen

Betrachten wir nun, wer in den letzten Jahrzehnten andauernd als flagranter Lügner entlarvt worden ist. Ich nenne hier nur beispielhaft die vorsätzliche Lüge über Iraks angebliche Massenvernichtungswaffen. Wer einmal lügt....? An dieser Stelle müssen wir uns generell damit beschäftigen was es bewirkt, wenn eine Seite andauernd frech und in sich schlüssig lügt. Man nennt solche Psychopathen „Pseudologen“. Der Umgang mit Pseudologen ist deswegen so schwierig, weil sie in einem eigenen, in sich schlüssigen Lügengebilde leben und ihre eigenen Lügen selbst glauben. Das macht sie sehr überzeugend und es bedarf eines massiven „Aha-Erlebnisses“, bis man selbst bereit ist, dieses schöne Lügengebilde eines Pseudologen als solches zu erkennen und zu verabscheuen. Erschwert wird dieser an sich wünschenswerte Erkenntnisprozess dadurch, wenn der Lügner über ein Informationsmonopol verfügt, mit Hilfe dessen er uns seine Lügen andauernd einhämmert und jede Gegendarstellung als Lüge verunglimpft, mag sie auch noch so offensichtlich wahr sein.

Auch deutsche Gerichte haben mit Pseudologen ein Problem. Der gewissenhaft abwägende Gutmensch kann und will nicht glauben, dass es nur eine Seite sein kann, die komplett lügt. Vor allem dann, wenn der professionelle Lügner seine Lügen so geschickt formuliert, dass immer ein Zipfelchen Wahrheit angeflanscht ist. Ich erinnere hier beispielhaft an die Aussage von Hillary Clinton: Es steht fest, dass die MH 17 mit russischen Waffen abgeschossen worden ist. Nun, das ist die reine Wahrheit und deswegen eine besonders perfide Lüge. Das ukrainische Militär hat nur russische Waffen. Schon Churchill hat diese Methodik angewendet und so beschrieben: Im Krieg ist die Wahrheit so wertvoll, dass sie immer von einer Lüge begleitet werden muss. Man kann aus dieser Aussage Churchills nur folgern, dass von angelsächsischen Politikern andauernd und vorsätzlich methodisch gelogen wird, immer mit einem Zipfelchen Wahrheit.

Intellektuelle Neutralität ist fehl am Platz

Was passiert also, wenn einseitig gelogen wird? Generell kann die Tendenz beobachtet werden, dass der abwägende Gutmensch die Wahrheit irgendwo in der Mitte annehmen will. Es kann ja nicht sein, dass nur einer lügt. Diese Haltung ist fatal, denn so wird der Lügner den Erfolg verbuchen können, immerhin die Hälfte seiner Lügen als Wahrheit anerkannt zu bekommen. Die Wahrheit bleibt auf der Strecke, denn es ist bequemer, gesellschaftsfähiger, eben diese ambivalente Haltung einzunehmen, anstatt sich der Mühe zu unterziehen, die Behauptungen beider Seiten auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Wahrscheinlichkeit abzuklopfen. Der Jein- und Ja-aber-Sager genießt immer noch fälschlicherweise den Nimbus des besonders anständigen und neutralen Intellektuellen.

Die Wahrheit ist, dass gerade diese Scheinintellektuellen mit dieser Haltung nur belegen, dass sie eben nicht in der Lage sind oder nur zu faul, einen Vorgang wirklich zu durchdenken und zu hinterfragen und sich erst danach eine eigene und substantiierte Meinung zu erlauben. Selbst diejenigen, die eine klare Position beziehen, müssen sich dadurch den Anschein einer intellektuellen Neutralität geben, indem sie gebetsmühlenartig ihren Positionen anfügen, dass auch sie Defizite erkennen, was die Darstellung der Gegenseite anbelangt. Es ist gleichsam die Kapitulation vor der Lüge, die relativiert wird, indem die bequeme, aber feige Position vertreten wird, dass es nicht sein kann, dass nur eine Seite lügt. Wer schon einmal vor Gericht mit einem notorischen Lügner als Gegner konfrontiert war, wird verstehen, dass diese unangebracht ausgleichende Haltung nicht zu einem gerechten Urteil führen kann.

Was wollen die Deutschen?

Kommen wir nun zu der Frage, was unsere Regierung will, oder wollen darf. Das ist einfach. Deutschlands Regierung will und darf die US-Regierung nicht „verärgern“ oder ihr gar deutlich widersprechen. Was dann passiert, hat Schröders verfrühter Abgang nach seiner Weigerung gezeigt, als er die Gefolgschaft zum Irakkrieg verweigert hat. Vergessen wir nicht, dass Frau Merkel damals in Opposition zu Schröder stand, was die Teilnahme an diesem Angriffskrieg betraf. Jetzt ist sie Kanzlerin und man darf annehmen, dass sie genau weiß, dass auch ihre Tage als Kanzlerin gezählt sein dürften, sollte sie es wagen, dem US-Diktat zu offen zu widersprechen. Es ist also nicht erkennbar, was unsere Regierung wirklich will.

Mit dem Willen der deutschen Bevölkerung ist es da eindeutiger. Man kann wohl davon ausgehen, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen ein einfaches Ziel hat: In Frieden und Wohlstand in Ruhe zu leben. Dieses humanistische Ziel dürften die Deutschen mit mindestens sechs Milliarden und 920 Millionen Menschen in aller Welt gemein haben. Nie wieder Krieg wurde speziell in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg als Mantra gefeiert – und mit dem Jugoslawienkrieg schwer beschädigt. Mit Afghanistan kam der nächste Sündenfall und heute darf sogar unser Bundespräsident die Kriegstrommel schlagen. Wenigstens Frau Merkel bezieht im Fall Ukraine eine klare Position: Diese Krise ist mit Waffengewalt nicht zu lösen. Aber selbst hier muss die Frage gestellt werden, ob diese Position ehrlich ist.

Bedingungslose Unterwerfung oder Zerstörung

Immer wieder wird behauptet, dass man Russland gegenüber eine Position der Stärke demonstrieren muss, wenn man Erfolge erzielen will. Ich sehe das genau andersrum. Nur wenn Russland dem Westen zeigt, dass es in der stärkeren (militärischen) Position ist, ist der Westen bereit, überhaupt über seine Maximalforderungen zu verhandeln. Realistisch betrachtet sieht die Position des Westens, der USA und der NATO so aus: Ihr wollt euch nicht bedingungslos unterwerfen, nicht alles tun, um die Hegemonie der USA zu erhalten, dann werden wir euch zerstören, ins Chaos bomben oder mit der Finanzwaffe isolieren. Beispiele? Kuba, Iran, Irak, ganz Mittelamerika und, und, und. Und jetzt eben Russland, das sich sogar erdreistet, die Dominanz des US-Dollar zu umgehen.

Vergessen wir in diesem Zusammenhang Georgien nicht. Wie das Europäische Parlament festgestellt hat, nachträglich und ohne die Öffentlichkeit darüber angemessen zu informieren, ging die Aggression von Georgien aus. Aber in diesem Konflikt sind noch ganz andere Dinge passiert. Die russische Luftwaffe hat etwas vorgeführt, was für die USA äußerst schmerzlich ist: Im Krieg mit russischen Kampfflugzeugen haben die USA keine Luftüberlegenheit. Die russischen Piloten haben die amerikanischen F 16 abgeschossen, ohne einen einzigen eigenen Verlust. Man glaube nicht, dass das an der Qualität der Piloten lag. Wie ich aus sicherer Quelle weiß, saßen in den georgischen F 16 eine nicht unerhebliche Anzahl amerikanischer Soldaten. Liegt vielleicht hierin die wahre Ursache, warum vom Westen eine direkte militärische Konfrontation im Ukraine-Konflikt ausgeschlossen wird? Warum satt dessen das Blut der Ukrainer – auf beiden Seiten – vergossen werden soll, in einem Stellvertreterkrieg, geführt mit Waffen, die die USA liefern wollen (gegen viele Dollars, die mit Schürfrechten bezahlt werden sollen)? Nebenbei sei erwähnt, dass der CIA-Agent Saakaschwili, damals Präsident Georgiens nach dem Sturz Schewardnadses durch die „Tulpenrevolution“, mittlerweile in Georgien wegen Hochverrats zur Fahndung ausgeschrieben ist. Dieser Held hat jetzt einen hochrangigen „Beraterposten“ in der Kiew-Regierung.

Gerechter Krieg“ für den American Way of Life?

Diese Politik hat Tradition in den USA. Beispiel Zweiter Weltkrieg. Die USA haben Stalin mit Waffen in unvorstellbarem Ausmaß beliefert, um dann, nachdem das Blut von 20 Millionen Russen vergossen worden ist, ein bereits fast zerstörtes Deutschland zu überrollen und seine Zivilbevölkerung in industriellem Maßstab zu vernichten. Roosevelt hat diesbezüglich am 19. August 1944 unzweideutig festgestellt: „Ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten.“ Sieht das heute mit Russland und der Ukraine anders aus? Gewiss nicht. Der Präsident des europäischen Parlaments, Martin Schulz, hat in einer Talkrunde dem unsäglichen Mr. Kornblum die Aussage eines Vertreters der US-Regierung auf der Münchner „Sicherheitskonferenz“ vorgehalten, die USA wollten Waffen an Kiew liefern, um den Blutzoll dort so in die Höhe zu treiben, bis Putin nicht mehr anders kann, als aktiv einzugreifen – und so dann einen „gerechten Krieg“ gegen ihn führen zu können.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es für die USA nicht sehr schwierig, vor allem den jungen Deutschen zu vermitteln, dass der „american way of life“ ein nachahmenswertes Modell ist. Dieser Versuch ist unter Jelzin auch in Russland gestartet worden, zunächst durchaus erfolgreich. Allerdings mussten die Russen erkennen, dass dieser Weg zur völligen Verarmung ihrer Nation geführt hat, und sie haben deswegen Putin mehrfach mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, der sie aus dieser Falle geführt hat. Auch in Deutschland lässt sich die jüngere Generation nicht mehr so einfach mit Hamburgern und Coca Cola bestechen. Das amerikanische Modell wird hinterfragt. Zu Recht.

Nirgendwo gibt es mehr Gefangene als in den USA

Betrachten wir die amerikanische Nation. Aufgebaut auf Mord und Gewalt. Der Genozid an den Indianern, den Ureinwohnern wurde entschuldigend begründet mit dem unchristlichen Argument, dass die Indianer keine Christen sind, also als Untermenschen ausgerottet werden dürfen. God bless America! Wie pervertiert die Denkweise dieser Nation ist, mag man daran festmachen, welche Namen dort tödlichen Waffen gegeben werden: Ein Revolver erhält den Namen „Peacemaker“ (Friedensstifter). Die Bomber, die weltweit Tod und Verderben vom Himmel regnen lassen heißen „Liberator“ (Befreier). Und heute soll unser Denken verwirrt werden, indem von „Verteidigungswaffen“ für Kiew gesprochen wird, obwohl es solche nicht geben kann. Bezüglich der „Vorbildfunktion“ der USA und der Frage, ob es wünschenswert sein kann, diese weiterhin anzuerkennen, führe ich ein Beispiel an: Die Gefängnisse der USA.

Eine jüngere Statistik liefert interessante Zahlen: Die Bevölkerung der USA beträgt etwa vier Prozent der Weltbevölkerung. Der Anteil der Gefängnisinsassen in den USA beträgt aber 25 Prozent aller Gefangenen der Welt. Noch einmal anders herum: 25 Prozent aller Häftlinge weltweit sind in den USA eingesperrt, obwohl in den USA nur vier Prozent der Weltbevölkerung leben. Das heißt, in den USA sitzen sechsmal mehr Bürger pro Einwohner im Gefängnis, als im Rest der Welt. Die weitgehend privatisierte Gefängnisindustrie der USA kostet die Bürger die stolze Summe von 80 Milliarden Dollar jährlich. Auch die nächste eigentlich unvorstellbare Zahl folgt nur der Logik der Mathematik, die besagt: Jeder dritte strafmündige Bürger der USA ist vorbestraft. Eine derartige Statistik konnte nicht einmal Stalin vorweisen. – Und das soll das Modell für eine „freie und demokratische“ Welt sein?

Glaubensfragen und Lügengebilde

Was will also Putin/Russland und was will der Westen? Was wollen wir Deutsche? Wem wollen wir glauben? Iraks Saddam Hussein hat immer wieder erklärt, er besitzt keine Massenvernichtungswaffen und will auch keine haben. „Wir“ haben ihm nicht geglaubt und heute ist die gesamte Region im Chaos. Der Iran beteuert immer wieder, er habe nicht die Absicht Atomwaffen zu besitzen. „Wir“ glauben ihm nicht, bezichtigen ihn damit der Lüge und quälen die Bevölkerung mit Sanktionen. Kuba hat niemals einen anderen Staat angegriffen und dennoch nehmen „wir“ es hin, dass die USA seit mehr als 50 Jahren Sanktionen gegen Kuba durchsetzen. Russland sagt, dass es Frieden und freien Handel will, kein Interesse daran hat, die Ukraine zu zerstören, aber „wir“ glauben ihm nicht.

Komme mir jetzt keiner mit der Krim. Auch wenn es zum Mantra geworden ist, die Sezession der Krim als Annexion zu bezeichnen, wird es keine Wahrheit. Wäre es eine Annexion gemäß Völkerecht gewesen, dann hätte der Westen schon längst Anklage gegen Russland vor einem internationalen Gerichtshof erhoben. Genau das findet aber nicht statt und so ist auch dieser Vorwurf nichts anderes als die Fortsetzung einer unendlichen Kette von Lügen einer Pseudologen-Regierung.

Ein Ausflug nach Griechenland ist hier noch angebracht. Die neue Regierung verspricht Reformen, die wirklich diesen Namen verdienen. „Wir“ glauben den Griechen nicht, und zwar vom ersten Tag an. Aber „wir“ glauben denjenigen, die uns seit Jahrzehnten mit Lügen in allen möglichen Bereichen hinters Licht führen. Sei es um Kriege anzuzetteln oder die Einnahmen ihres Finanzsektors zu sichern, also uns belügen über den wahren Zustand der Finanzwelt, ihre Regeln und welchem Zweck diese dienen: Der Erhaltung der Macht und des Wohlstands der USA auf Kosten der ganzen Welt. „Wir“ wollen – oder dürfen – nicht glauben, dass die USA ihre Missionen für „Freiheit und Demokratie“ nur durchführen, um weiterhin Öl für frisch gedruckte Dollar ergaunern zu können. „Wir“ müssen glauben, dass Russland ein Aggressor ist, obwohl jeder, der eigenständig denken kann, sieht, dass das Gegenteil der Fall ist.

Zeit, die richtige Frage zu stellen

Stellen wir also die richtige Frage: Was wollen wir und was wollen wir nicht? Wir wollen Frieden und Wohlstand. Wir wollen prosperierende Zusammenarbeit mit allen Ländern. Wir wollen nicht mehr von einem Schuldensystem ausgebeutet, dominiert werden, das nur dem Luxus und der Macht einer kleinen Elite dient. Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen keine Konfrontation mit Russland. Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse, zumindest was die Zahl der Häftlinge anbelangt. Wir wollen nicht, dass Flüchtlinge uns zu Hunderttausenden überfluten, weil sie in den Ländern keine Zukunft mehr sehen, die von den USA destabilisiert, überfallen und zerstört worden sind. Ja, und da muss doch die Frage gestellt werden, ob wir überhaupt etwas wollen, was den Zielen amerikanischer Politik entspricht?

Es ist also an der Zeit, die falschen Fragen beiseite zu legen. Was Putin will, hat er oft genug gesagt. Der Westen aber, und allen voran die USA haben sich immer darum herum gewunden zu sagen, was sie wollen. Obwohl die Ziele der USA offen liegen, wagt sich niemand zu fragen, ob sie das ernst meinen. Wie heißt es so schön: Stelle niemals eine Frage, auf die du keine Antwort willst! Ich meine, genau diese Frage muss gestellt werden, auch wenn die Antwort noch so schmerzlich sein kann: Was will der Westen, was wollen die USA? Und meine persönliche Frage sei gestattet: Wie kann man so bescheuert sein, einem notorischen Lügner wie den USA noch irgendetwas zu glauben?

 

Die USA – und England – belügen die Welt seit mehr als hundert Jahren. Sie betreiben ein vorrangiges Ziel: Deutschlands wirtschaftliche Dominanz zu brechen – mit allen Mitteln – und die deutsch-russische Freundschaft und Zusammenarbeit zu hintertreiben. Nach dem Krieg sind die amerikanischen Lügen zur Wahrheit erklärt worden und Widerspruch teilweise unter Strafe gestellt. Trotzdem habe ich es gewagt, mit meinem Buch „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ dem entgegen zu treten. Im Buchhandel oder direkt beim Verlag hier. 

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