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MH 17 – Der Spiegel eröffnet neue Stufe der Kriegstreiberei

Von Peter Haisenko 

Das Thema MH 17 schien längere Zeit aus dem Blickfeld des Interesses gerückt, nachdem auch dem Letzten klar war, dass der Abschuss nicht von Separatisten begangen worden sein konnte. Der Spiegel hat nun eine neue Variante aus dem Hut gezaubert, im Fernsehen und gedruckt. Wieder besseres Wissen wird zugrunde gelegt, dass MH 17 von einer BUK abgeschossen worden ist. Allein das ist übelste Propaganda.

Der Spiegel beruft sich auf einen „Bericht“ von CORRECT!V, einer dubiosen Organisation, die laut webarchive.org erst seit Juli 2014 im Netz auftritt, punktgenau nach dem Abschuss der MH 17. Bei Betrachtung ihres Web-Auftritts fällt auf, dass für die dort arbeitenden „Journalisten“ nur gemalte Porträts gezeigt werden, abgesehen von der bereits 2010 verstorbenen angeblichen Gründerin Anneliese Brost, der ehemaligen Eigentümerin und Leiterin des Brinkmann-Konzerns. Dieser unsägliche „Bericht“ über MH 17 führt das fort, indem auch dort angebliche „Zeugen“ nur mit Strichzeichnungen vorgestellt werden, selbstverständlich ohne Namen.

Dreiste Behauptungen ohne jeden Beweis

Abgesehen davon, dass CORRECT!V einfach behauptet, dass der Bericht der Untersuchungskommission zu MH 17 beweisen würde, dass die Passagiermaschine von einer BUK abgeschossen worden ist – was schlicht gelogen ist – geht CORECT!V einen neuen, unglaublich perfiden Weg, einen Krieg mit Russland zu fördern. Wie gesagt, die Mär ist nicht haltbar, dass Separatisten eine BUK abgefeuert haben könnten. Das haben sogar die Propagandisten von CORRECT!V verstanden. Was kann man also tun, um Russland/Putin weiterhin im Schussfeld zu behalten?

CORRECT!V bastelt zusammen mit dem Spiegel eine Agenda, die an Kriegshetzerei kaum zu übertreffen ist: Das russische Militär selbst hat MH 17 abgeschossen – selbstverständlich im Auftrag von Putin höchstpersönlich. Mit unscharfen Bildern aus unbestätigten Quellen wird der angebliche Weg einer russischen Luftabwehreinheit gezeichnet, von Kursk bis zur kleinen Stadt Snizhne in der Nähe des Absturzortes. Dort werden Spuren von Kettenfahrzeugen – kaum sichtbar und keinesfalls identifizierbar – in einem Feld als Beweis gezeigt, dass hier ein BUK-System in Stellung gegangen ist, um dann die MH 17 abzuschießen und klammheimlich wieder zu verschwinden. Das ist an Dreistigkeit schwer zu übertreffen.

Pure Propaganda gegen Russland

Es ist allgemein bekannt, dass besonders zur Absturzzeit der MH 17 amerikanische Spionage-Satelliten über diesem Gebiet ihre Fotos gemacht haben und diese bis heute nicht zur Veröffentlichung freigegeben wurden. Könnte mit diesen Aufnahmen die Anwesenheit russischer Militäreinheiten bewiesen werden, dann wären sie uns schon lange mit großem Tamtam präsentiert worden. Wir müssen also davon ausgehen, dass es solche Truppenbewegungen nicht gegeben hat. CORRECT!V weiß es besser, weil sie angeblich aufwändigst vor Ort recherchiert haben. Es wird geschwafelt von russischen „Dashcams“ (in Autos dort üblich), die Aufnahmen des angeblichen Trecks gemacht haben. Wiederum ohne Quellen zu nennen.

Der Spiegel geht nun mit Bezug auf CORRECT!V weiter als alle westlichen Regierungen. Russland war´s! Allerdings gibt auch der Spiegel ganz am Ende seiner seitenlangen Anklage gegen Russland zu, dass es eben keine Beweise gibt für diese These. Das ist pure Propaganda. Erst seitenlang schwadronieren, es stünde zweifelsfrei fest, dass Russland die MH 17 abgeschossen hat, um dann ganz zum Schluss zu bemerken, dass man es nicht beweisen kann, sich eben nur auf diesen „Bericht“ von CORRECT!V stützt. Sowohl der Spiegel als auch CORRECT!V haben ihren „Bericht“ in bester Bildzeitungsmanier aufgemacht. Viel menschliches Leid wird herangezogen und man darf davon ausgehen, dass der Durchschnittsleser diesen Sermon gelangweilt nicht zu Ende liest und so nicht erfährt, dass der „Bericht“ sich schließlich selbst in Zweifel zieht.

Poroschenko befiehlt Großangriff auf Ostukraine

Ist es nur ein Zufall, dass der Spiegel punktgenau zur Großoffensive auf die Ostukraine seine Propaganda platziert? Schon seit Tagen wird – erstaunlicherweise – berichtet, dass die Kiew-Regierung die Mobilmachung von 50.000 Soldaten befohlen hat. Am 18. Januar gibt er in einer Rede bekannt, dass er sich nicht, ich wiederhole, nicht an das Minsker Abkommen halten will. Er gibt Angriffsbefehl mit dem Hinweis, dass er „kein Stück ukrainischen Bodens aufgeben will“. Das Kiew-Militär setzt Panzer und schwere Waffen ein, nicht nur gegen Kombattanten, sondern wieder einmal gegen die Zivilbevölkerung. Die Reaktion des Westens? Keine! Obwohl diese Vorgehensweise eindeutig gegen das Minsker Abkommen verstößt. Immer noch gilt die Diktion, dass allein Russland für die Einhaltung des Minsker Abkommens verantwortlich zu machen sei.

Im Gegenteil ist es sogar so, dass der Westen, und hier Frau Merkel allen voran, Kiew immer neue Zusagen macht, auch die militärische Aufrüstung der Ukraine mit Milliardenhilfen zu unterstützen. Russland dagegen hat nicht nur das Minsker Abkommen überhaupt erst zustande kommen lassen, es tut auch alles Menschenmögliche, dass das Abkommen eingehalten wird. Die Diktion des Westen dazu ist, dass Sanktionen gegen Russland erst dann gelockert werden können, wenn Russland für die Einhaltung des Minsker Abkommens eintritt. Wie verlogen ist das denn, wenn der Westen gleichzeitig Kiew unterstützt, eben dieses Abkommen nicht einzuhalten, geschweige denn Kiew zu ermahnen, seinen Teil dazu beizutragen? Der Westen hat es wieder einmal in der Hand, über Krieg und Frieden zu bestimmen. Die Finanzhilfen für Kiew sollten an die Bedingung geknüpft sein, das Abkommen von Minsk in allen seinen Facetten einzuhalten. Das glatte Gegenteil ist der Fall!

Transatlantiker“ müsste das Unwort des Jahres heißen

Hier muss ein Vergleich zu früheren Kriegen gezogen werden. Vor dem Ersten Weltkrieg hat England Serbien unterstützt und ermutigt, gegenüber Österreich keinen Zoll nachzugeben. Die Folgen sind bekannt. Vor dem Zweiten Weltkrieg hat England Polen aufgefordert, gegenüber Deutschland keinen Zoll nachzugeben, was die Danzig-Frage und den Schutz deutscher Minderheiten anbelangt. Analog zur Ukraine-Krise haben die Briten Polen das Versprechen gegeben, Deutschland den Krieg zu erklären, sollte es zu einem Waffengang mit Deutschland kommen. Bezüglich Russland heute müssen wir eindeutig feststellen, dass bereits Krieg gegen Russland geführt wird. Allerdings nicht konventionellen Waffen, sondern mit der Finanzwaffe.

Betrachtet man die mediale Kriegsführung, kann einem schon angst und bange werden, auf welche Weise die westliche Bevölkerung auf einen realen Krieg mit Russland vorbereitet werden soll. Anders ist nicht erklärbar, warum die MH 17 revitalisiert wird, um Russland endgültig als den bösen Oberschurken in die Hirne der Bürger zu hämmern. Wer 298 unschuldige Menschen einfach so umbringt, der muss vernichtet werden! Die „Transatlantiker“ in den Führungspositionen der „Qualitätsmedien“ machen dankbar mit. Ich denke, das Unwort des Jahres sollte nicht „Lügenpresse“ heißen, schon gar nicht „Putin-Versteher“, sondern „Transatlantiker“. Sie sind es, die das kriegstreibende Geschäft der USA betreiben.

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