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„Die Verbrechen der Befreier“ – Bemerkenswerte Reportage im ZDF über das schändliche Verhalten der Amerikaner zum Kriegsende

Von Peter Haisenko 

Das Unglaubliche ist passiert: Das ZDF zeigt eine Doku zur besten Sendezeit über (Kriegs-) Verbrechen, die die Soldaten der US-Armee im Zuge ihrer Befreiungsmission in Europa begangen haben. Obwohl Einiges beschönigend dargestellt worden ist, wurde sogar darauf hingewiesen, dass der Befehl für Kriegsverbrechen von höchster Stelle kam, von General Patton persönlich: „Es werden keine Gefangenen gemacht.“

Zunächst sollte über den Begriff „Befreier“ nachgedacht werden, der gerade in diesem Jahr so strapaziert wird. Die Voraussetzung für eine Befreiung ist, dass sich jemand in einer Zwangslage befindet, aus der er befreit werden will. Wenn die Befreiung dann stattgefunden hat, muss danach der Befreite auch frei sein. Wenn aber der Befreier anschließend selbst die Herrschaft übernimmt, ist der Terminus „Befreiung“ nicht mehr angebracht, denn dann ist es nur der Weg von einer Unfreiheit in die nächste. Im Klartext heißt das, wenn ein Land „befreit“ und anschließend besetzt wird, hat eine Eroberung stattgefunden.

Wenn „Befreier“ sich als Sieger gebärden

Betrachten wir dazu einige Aussagen der Siegerseite. Bei der Gelegenheit fällt sofort die nächste Ungereimtheit auf: Ist es zulässig, dass sich ein Befreier Sieger nennt und auch so sieht und handelt? Doch hier die Aussagen: F. D. Roosevelt (US-Präsident) am 19. August 1944 „Ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten.“  Können das die Worte eines Kriegsherrn sein, der eine Nation befreien will? Der britische SUNDAY CORRESPONDENT hat sich angesichts der bevorstehenden Wiedervereinigung am 16. September 1989 dazu so geäußert: „Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, dass wir die deutsche Vormachtstellung in Europa nicht akzeptieren können.“

Diese Feststellung des SUNDAY CORRESPONDENT hat einen Vorläufer, der das andauernde Ziel der Briten, und damit der USA, belegt, Deutschland nicht zu befreien, sondern als Konkurrent auszuschalten. Die London TIMES schrieb im Jahr 1919: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden“ Man muss also keine “Verschwörungstheorien” bemühen, sondern nur das glauben, was massgebliche Meinungsführer der Alliierten gesagt haben. Hier reiht sich die jüngste ( 4. Februar 2015) Aussage von George Friedman ein, Vorsitzender des führenden privaten US-amerikanischen Think Tanks "STRATFOR" (Abkürzung für "Strategic Forecasting Inc."), wenn er feststellt, dass es seit einhundert Jahren das Ziel der USA ist, die deutsch-russische Zusammenarbeit und Freundschaft zu verhindern.

Zivilisten wurden bombardiert, Produktionsanlagen geschont

Betrachten wir dazu einige Länder, die nach 1945 von den USA “befreit” worden sind: Irak, Libyen und Afghanistan. Die “Befreiung” hat diesen Ländern Leichen in industriellem Massstab beschert, in andauerndes Chaos gestürzt und es gibt keine Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Warum ist es in Deutschland nach Kriegsende anders verlaufen? Zunächst muss festgestellt werden, dass Deutschland nach dem 8. Mai 1945 ein ähnliches Schicksal zuteil wurde, was die Menge der Leichen anbelangt. Wie der Kanadier James Baque minutiös nachweist, sind unter amerikanischer Herrschaft in den Jahren 1945 bis 1949 mindestens 13,4 Millionen Deutsche eines vorzeitigen Todes gestorben. Das weise auch ich in meinem Buch “England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert” unzweifelhaft nach. An dieser Stelle ist der ansonsten lobenswerte Bericht des ZDF zu kritisieren, weil diese Zahl wieder einmal drastisch nach unten gefälscht worden ist.

Nun ist bekannt, dass die Alliierten deutsche Städte ohne Kriegsnotwendigkeit in Schutt und Asche gelegt haben. Gleichzeitig sind aber Industrieanlagen geschont worden. Darüber gibt es unterschiedliche Theorien. Wie erst jüngste Forschungen ergeben haben, hatte das einen perfiden Grund. Bereits im Mai 1945 ist in Deutschland die Produktion von Kriegsgütern wieder aufgenommen worden – unter Aufsicht der USA. Die US-Armee brauchte diese Kriegsgüter aus deutscher Produktion für ihre Kriege im Pazifik. Die “Befreier” haben also deutsche Zivilisten bombardiert, Städte zerstört, aber die Kriegsindustrie geschont, um von dieser übergangslos zu profitieren. Allein das ist das Merkmal einer Eroberung, nicht das einer Befreiung.

Nazi-Schreiber blieben den Deutschen erhalten

Bezüglich des andauernden Chaos im Irak hat ein US-General einen Vergleich mit Deutschland gezogen. Er sagte, dass im Irak der Fehler begangen wurde, alle Mitglieder der Baath-Partei Saddam Husseins aus ihren Positionen zu entfernen, Verwaltung inklusive der Armee. In Deutschland hätten sie das besser gemacht, indem alte Fachleute der Nazi-Partei weitgehend ihre Stellung behalten durften. Ich füge an, dass sogar im Bereich der Medien alte Blut-und-Boden- Schreiber der Nazis direkt in die jetzt von den Alliierten neu genehmigten Medien an führenden Stellen wieder eingesetzt wurden. So hat man dafür gesorgt, dass erfahrene Fachleute in den Medien sitzen, die jetzt allerdings vollkommen von den Alliierten kontrolliert werden konnten. Schließlich waren sie alle erpressbar mit ihrer unübersehbaren Nazi-Vergangenheit. Von den Nazi-Schreibern sind wir also nicht befreit worden. (Den Nachweis darüber werden wir im Spätsommer veröffentlichen mit dem Buch: “Karl Ude – schreiben unterm Hakenkreuz”)

Die osteuropäischen Staaten wurden von einer Unfreiheit in die andere gezwungen

Das Merkmal einer Befreiung ist, dass der Befreite anschließend frei ist. Auf Frankreich und Benelux trifft das zu, auf die Länder östlich der Elbe, die auf der Konferenz in Jalta ohne Not an Stalin gegeben wurden, eher weniger. Sie sind von einer Unfreiheit in die nächste gezwungen worden, obwohl den Alliierten bekannt war, dass Stalin Hitler in Nichts nachstand, was den grausamen Umgang mit Menschenleben anlangt. Warum haben die Alliierten nicht auch diese Länder befreit? Sie hätten es leicht gekonnt, denn 1945 hatten sie die mächtigste Militärmaschine und als Einzige die Atombombe. Die Antwort hierauf ist so einfach wie entlarvend: Diese Länder waren in ihrer Entwicklung so rückständig, dass sich eine Ausbeutung schlicht nicht lohnte.

Wenn also das Ziel der Alliierten tatsächlich die Befreiung der Deutschen vom Nazi-Terror gewesen wäre, dann hätten sie ihre Armeen wenige Wochen nach ihrem Sieg (schon wieder: Sieg) wieder abziehen können. Es war schließlich unübersehbar, dass Deutschland und vor allem seine Bürger nach dieser Katastrophe keinen Krieg mehr wollten und auch nicht in der Lage gewesen wären, einen zu führen, selbst wenn sie es gewollt hätten. Ich wage zu behaupten, dass die deutsche Bevölkerung eine wesentlich konsequentere Entnazifizierung durchgeführt hätte, als es unter der Aufsicht der Alliierten geschehen ist. Sie hätten es zum Beispiel nicht zugelassen, dass alte Nazi-Schreiber weiterhin die Medien kontrollieren.

Kriegsverbrechen der USA wurden niemals aufgearbeitet

Doch nun zurück zum ZDF-Bericht. Mit originalem Filmmaterial wurde belegt, dass US-Soldaten Gefangene einfach erschossen haben. Nicht nur das. In einigen Sequenzen wurde sichtbar, dass sie diese vor der Erschießung beraubt haben. Nicht einmal ein Ehering hatte genügend Würde, dem Eigentümer über den Tod hinaus belassen zu werden. Von den Soldaten der Roten Armee sind solche Handlungsweisen bekannt. Sie werden relativiert mit dem Argument, dass die russischen Soldaten aus der Armut kamen und die Gelegenheit einfach wahrgenommen haben. Das kann für US-Soldaten nicht gelten. Hier muss offensichtlich etwas anderes zum Tragen gekommen sein, wenn man nicht höchste moralische Verkommenheit annehmen will.

Wie in jedem Krieg, nicht nur der Amerikaner, wird der Gegner als Untermensch und vernichtenswürdig dargestellt. Allerdings muss hier beachtet werden, dass von der US-Führung – speziell im Fall Deutschland – noch eins draufgelegt worden ist. General Patton hat die Devise ausgegeben, “es werden keine Gefangenen gemacht”. Diese Aufforderung verstößt gegen jedes Kriegsrecht und ist ein Kriegsverbrechen an sich. Ein Fakt, der niemals aufgearbeitet wurde. Er hätte vor ein ähnliches Tribunal gehört, wie die “Nürnberger Prozesse”. Wenn, ja wenn das Vorgehen der US-Armee tatsächlich der Befreiung hätte dienen sollen. Ich erinnere hier speziell nochmals an die Aussage Roosevelts, die ich bereits zitiert habe.

Die Deutschen sollten ausgehungert werden

Nun zum Verhalten der US-Soldaten in Frankreich. Diese haben französische Frauen vergewaltigt und die Zahlen darüber sind unklar, liegen aber mit Sicherheit im fünfstelligen Bereich. Das geschah, obwohl die GI´s bei ihrer Anlandung in Le Havre zum Beispiel ermahnt worden sind, sich anständig zu verhalten. Mir liegt ein Dokument vor, das nicht nur das bestätigt, sondern vielmehr darauf hinweist, dass sich die Wehrmacht in Frankreich gegenüber Zivilisten mehr als korrekt verhalten hat. Ich zitiere hier den US-Professor Martin Brech, der selbst als Soldat der US-Armee dabei war:

"In Le Havre haben wir Broschüren erhalten mit der Warnung/Ermahnung, dass sich die deutschen Soldaten sehr anständig gegenüber friedlichen französischen Zivilisten verhalten haben und wir es ihnen nachtun sollten. In dieser Hinsicht haben wir jämmerlich versagt." (Den gesamten Text im englischen Original finden Sie in meinem Buch oder im Link hier.) In diesem Dokument wird beschrieben, wie unter Befehl von ganz Oben deutsche Gefangene in den Lagern systematisch ausgehungert und dem Tod ausgeliefert worden sind, zu Millionen. Hier wieder die Frage: Handelt so ein Befreier? Damit nicht genug. Die deutsche Bevölkerung an sich ist gezielt ausgehungert worden. Die beschönigende Behauptung, es hätte nicht genügend Lebensmittel oder Transportmittel gegeben, ist eine glatte Lüge. Order Nr. 1060 beschreibt den Willen der USA, die Deutschen durch Hunger zu dezimieren und zu bestrafen, wie es Roosevelt in Jalta gegenüber Stalin bereits angekündigt hat.

Propagandistische Meisterleistung

Dass es auch anders geht, zeigt der Hinweis in dem ZDF-Bericht, dass sich britische Soldaten nicht der Erschießung Kriegsgefangener schuldig gemacht haben. Aber auch die Briten haben die Hungerpolitik mitgemacht. Sie verboten zum Beispiel das Auslaufen von Fischkuttern und sprengten schon mal den einen oder anderen – zum Spaß. Ebenso ist die Produktion von Düngemitteln in den westlichen Besatzungszonen verboten worden, was die Versorgung der Bevölkerung weiter erschwerte. Wiederum stellt sich die Frage: Handelt so ein Befreier?

Es ist nicht nur eine Meisterleistung an Propaganda, die die Deutschen bis heute an eine Befreiung durch die USA glauben lässt. Nein, diese Tatsache zeigt deutlich, dass sich ein Teil der Deutschen in gewisser Weise tatsächlich befreit gefühlt hat. Aber genau deswegen hätten die Befreier auch ganz schnell wieder abziehen können. Sie hätten nicht einen Besatzungsstatus herstellen müssen. Und komme mir jetzt keiner mit dem Argument, die Amis hätten das nur getan, damit sie uns vor Stalin schützen können. Auch einem freien – befreiten – Deutschland hätte eine Schutzgarantie gegen Stalin versprochen werden können, auch im Rahmen der NATO.

Nachdem nun endlich sogar im ZDF über (Kriegs-)Verbrechen der Befreier berichtet werden durfte, muss die Frage gestellt werden, warum diese nicht aufgearbeitet werden. Etwa so, wie Deutschland das seit 70 Jahren betreibt. Die Nicht-Aufarbeitung solcher Verbrechen der USA hat nämlich fatale Folgen. Jeder Kriminalist weiß, dass ein Verbrecher immer skrupelloser wird, solange er für seine Verbrechen nicht zur Rechenschaft gezogen wird. Das gilt offensichtlich auch für Staaten. Wie anders ist zu erklären, dass sich die USA Stück für Stück komplett von der Einhaltung des Kriegs- und Völkerrechts verabschiedet haben? Betrachten wir dazu einige Beispiele.

Kriege der Amerikaner – begründet mit Lügen

Vietnam: Der Krieg begann mit einer Lüge (Tonkin). Dann haben die USA nicht nur auf Vietnam Bomben abgeworfen oder tödliche Chemikalien mit Langzeitwirkung versprüht, sondern auch auf das neutrale Laos und Kambodscha mehr Bomben abgeworfen, als im gesamten zweiten Weltkrieg. Etwa 30 Prozent davon liegen als Blindgänger noch heute in der Erde und bringen Unschuldigen täglich einen grässlichen Tod. Hier sei am Rande vermerkt dass es einfach billiger ist, Bomben irgendwohin abzuwerfen, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, anstatt sie fachgerecht zu entsorgen. Das dürfte der Grund sein für die hohe Prozentzahl an Blindgängern. Bis heute sind die USA für die Verbrechen in Vietnam und den Nachbarstaaten nicht belangt worden, geschweige denn hätten sie sich entschuldigt.

Irak: Beide Kriege begannen mit Lügen. Der Rest ist bekannt. Libyen: Die UN vergab ein Mandat für eine Flugverbotszone. Die USA haben das Land ins Chaos gebombt. Aufarbeitung oder irgendeine Anklage dazu? Fehlanzeige. Syrien? Kein Kommentar. Wer wundert sich dann noch, dass die USA immer skrupelloser weiter machen? Über Staatsstreiche und Morde an Präsidenten in Mittelamerika weiß hier kaum jemand Bescheid. Wer redet schon über den Sturz der demokratischen Regierung Mossadeq in Persien, dessen Spätfolgen uns bis heute in Atem halten?

Wann ruft die Internationale Gemeinschaft die USA zur Ordnung?

Ich stelle fest: Solange es niemand wagt, die Verbrechen der USA anzuklagen und aufzuarbeiten, beginnend spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg, werden diese keinen Anlass sehen, ihr verbrecherisches Verhalten mit Ziel der Weltherrschaft einzustellen. Frieden in der Welt kann und wird es nur geben, wenn die USA endlich zur Ordnung gerufen werden, wenn vor der UN eingefordert wird, dass die USA gegenüber Ländern wie Vietnam, Laos, Kambodscha, Irak, Libyen und einer Unzahl anderer Reparationen zu leisten haben. Dann nämlich würden sie endlich die Folgen ihres Handelns am eigenen Leib spüren. Aber hier gibt es leider ein Problem. Die USA sind pleite und überhaupt nicht in der Lage, irgendwelche Reparationen zu leisten, geschweige denn aus Einsicht anzubieten. Aber das sollte die Internationale Gemeinschaft nicht daran hindern, endlich die USA wenigstens zur Ordnung zu rufen. Man könnte ja mit den Drohnenmorden und Guantanamo beginnen, wenn man das Recht behalten will, “westliche Werte” an der Seite unserer “Befreier” zu vertreten.

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Und hier ein weiterer Aspekt zum Thema: NSA – BND – Kanzleramt: Der Skandal geht viel tiefer

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In meinem Buch “England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert” widme ich mich vor allem dem Thema, dass das Deutsche Reich bestenfalls eine geringfügige Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu tragen hat. Man bedenke, dass die Folgen dieses Kriegs erst zu den schrecklichen Ereignissen geführt haben, die mit dem Nazi-Regime und dem Zweiten Weltkrieg so vielen Menschen Tod und Verderben gebracht haben. Das zweite Hauptthema widmet sich den “Verbrechen der Befreier” und den daraus folgenden 13,4 Millionen ermordeten Deutschen, durch die Hand der “Befreier” und der von ihnen zur Vertreibung der Deutschen autorisierten Staaten, nach Kriegsende. Ich zeige auf, dass es unerlässlich ist, Verbrechen aufzuklären, gleichgültig wer sie begangen hat. Im Buchhandel oder direkt beim Verlag hier zu bestellen.